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  1. #1

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    Innendämmung ohne Dampfbremse

    Hallo zusammen,

    ich habe mal spasseshalber in einen U-Wert Rechner unsere alte Außenwand eingegeben. Dann habe ich ein 50mm Metallständerwerk mit 50mm Glaswolle gefüllt davor gestellt und mit OSB 3 Platten verkleidet. Durch die ganze Tauwasserproblematik aufgeschreckt war ich doch dann sehr erstaunt, dass anscheinend bei meiner Wandkonstellation kein Taupunktverschiebungsproblem auftreten würde.

    Hab ich bei der Eingabe etwas nicht bedacht, oder ist unser Haus abseits der Norm, oder ist bei allen 50er Jahre Häusern die Innendämmung kein Problem?

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  2. Innendämmung ohne Dampfbremse

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  3. #2

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    OSB = Dampfbremse
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  4. #3

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    Funktioniert wahrscheinlich wenn die Fugen und Anschlüsse sauber hergestellt werden.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    OSB = Dampfbremse
    Das alleine kann es aber noch nicht sein. Denn ganz ohne OSB Platte oder mit 12,5mm Gipskarton bleibt die Kurve immer noch im grünen Bereich.

    Ich vermute mal, dass die Aussendämmung unter dem Klinker dafür sorgt, dass die Hauswand nicht so weit runter kühlt und damit die Bauteiltemperatur übrr dem Taupunkt hält.
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  6. #5

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    Das ist dann der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Du hast ohne Luftdichtigkeit punktuellen Feuchteeintrag und da wird dann das ganze wieder kritisch...
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  7. #6
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Du hast ohne Luftdichtigkeit punktuellen Feuchteeintrag und da wird dann das ganze wieder kritisch...
    Aber der Rechner spuckt ja auch gute Werte aus, wenn ich garkeine OSB Platte vor die Wand setze. Also sozusagen offene Dämmung.

    Das wundert mich ein wenig.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von zille1976 Beitrag anzeigen
    ...

    Hab ich bei der Eingabe etwas nicht bedacht, oder ist unser Haus abseits der Norm, oder ist bei allen 50er Jahre Häusern die Innendämmung kein Problem?
    Ich bezweifel stark, dass die Häuser aus den 50ern so gut gedämmt sind: Porenbeton 280mm (240) + 60 mm Klinkerdämmung. Das ist eher 90er Jahre.

    Natürlich wird mit besserer Aussendämmung das Problem des Tauwasserausfalls entschärft (idR)
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  9. #8
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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    Ich bezweifel stark, dass die Häuser aus den 50ern so gut gedämmt sind: Porenbeton 280mm (240) + 60 mm Klinkerdämmung. Das ist eher 90er Jahre.
    Also der Porenbeton ist aus den 50ern. Die Aussendämmung und der Klinker sind 1993 nachträglich angebracht worden.
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  10. #9

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    hallo
    ich weiss ja nicht was (rahmenbedingungen) und wie du da was eingegeben hast aber wenn ich das per hand überschlägig rechne (mit osb) dann komme ich auf ca. 170 g/m² tauwasser bei einer verdunstungsrate von ca. 180g/m² ( alles bei normklima) .
    für eine tauwasserfrei konstruktion brauchts innen eine dampfbremse mit ca.
    sd ~105 m.
    wenn ich jetzt aber noch die stahlprofile und die steckdosen berücksichtige dann wirds kompliziert und dazu hab ich um 00:30 keine lust.
    hol dir einen der, der dir für euronen das macht oder lass die finger davon.
    apropo ohne osb mit gipskarton 12,5 mm
    tauwasser ca 500 g/m² verdunstung ca 400g/m² erf. dampfsperre ~ 110 m
    jetzt ist aber schluss, die härte sind bauherrn die mit den ergebnissen des u-wert rechners aufschlagen aber in physik geschlafen haben und jetzt meinen mit hilfe des rechners im netz zum bauphysiker zu mutieren.

    gruss aus de pfalz
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  11. #10
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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    ich weiss ja nicht was (rahmenbedingungen) und wie du da was eingegeben hast aber wenn ich das per hand überschlägig rechne...


    jetzt ist aber schluss, die härte sind bauherrn die mit den ergebnissen des u-wert rechners aufschlagen aber in physik geschlafen haben und jetzt meinen mit hilfe des rechners im netz zum bauphysiker zu mutieren.

    gruss aus de pfalz
    Dann würde ich deine Rechnung mal interessieren, bzw. welche Werte du für die einzelnen Baustoffe eingesetzt hast? Anscheinend arbeitest du mit völlig anderen Parametern, sonst würdest du nicht auf solche Ergebnisse kommen. Um einzuschätzen wer nun Recht hat, benötigt man allerdings deine Zahlen. Die Werte, die der U Wert Rechner annimmt, sind ja offengelegt.

    Übrigens möchte ich nicht zum Bauphysiker mutieren, sondern habe eine normale Frage gestellt. Wenn du keine Lust hast diese sachlich zu beantworten, dann lass es bleiben, aber hör auf mir hier Sachen zu unterstellen, die nicht stimmen.
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  12. #11

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    Zille du verwechselst Dampfbremse mit Luftdichtigkeit. Es sind 2 Funktionen. Du brauchst keine Dampfbremse aber eine Luftdichtigkeit!

    Kann man mit 1 Schicht erledigen. Können aber auch 2 Schichten sein...
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  13. #12
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Du brauchst keine Dampfbremse aber eine Luftdichtigkeit!
    Ich bin davon ausgegangen, dass eine Dampfbremse eben den Vorteil hat, nicht luftdicht zu sein, um im Sommer der Konstruktion zu ermöglichen, die im Winter angesammelte Feuchtigkeit wieder aus den Bauteilen austreten zu lassen.

    Eine Dampfsperre wäre nach meine Informationen luftdicht und funktioniert auch nur richtig, wenn sie 100% luftdicht verbaut wird. Und das dies so gut wie nie sichergestellt werden kann (zumindest nicht, dass sie auf Dauer dicht bleibt) gehen die Fachleute immer mehr davon weg, luftdicht zu bauen, da einmal eingetretene Feuchtigkeit nicht wieder aus den Bauteilen austreten kann.

    Also was genau würde ich mit der Luftdichtigkeit genau erreichen?

    Sorry für die vielen für die vielen Fragen, aber genau hier scheiden sich ja im Netz und in der Fachwelt die Geister. Die einen sagen Dampfsperre, der nächste sagt Dampfbremse, der nächste Luftdicht, der nächste sagt garnichts brauch man.
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  14. #13

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    Man baut luftdicht, um Feuchtigkeit im Bauteilquerschnitt zu minimieren und Energie einzusparen. Da werden auch nicht die Fachleute von wegkommen. Es kann hingegen sinnvoll sein, nach aussen hin diffusionsoffener zu bauen, um einmal eingetragene Feuchtigkeit auch wieder abführen zu können.
    Dampfsperre oder Dampfbremse sind erstmal nicht die wichtigen Wörter sondern der sd-Wert im Zusammenhang mit dem Bauteilaufbau.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Inkognito
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    Luftdichtigkeit verhindert Konvektion. Das ist deutlich schadensträchtiger als das bisschen Wasser, das durch Diffusion rechnerisch eingetragen wird. Da gab es doch einen netten Versuch von irgendeiner Uni, eine 1mm Fuge trägt 360g (!) Wasser pro Tag (!) und Meter in das Bauwerk, bei 80% und 0°C bzw. 50% und 20°C, also noch nicht mal Normklima.
    Insbesondere bei modernem Mauerwerk ohne vermörtelte Stoßfuge wird die Luftdichtigkeit erst durch den Innenputz hergestellt.

    Eingetragenes Wasser wird nach außen abgegeben. "Im Netz" gibt es an Tipps im Baubereich mehr Blödsinn zu finden als Ahnung.



    Ansonsten wandeln die 'Fachleute', die nach Ihren Informationen vom luftdichten Bauen abrücken, auf sehr, sehr schmalem Grat, das ist nun mal explizit gefordert und ein wichtiger Bestandteil der Bauphysik.

    PS: Generell ist Glaser und Diffusion ist nicht ganz unumstritten, es gibt ja auch Häuser mit keramischer Außenwandbekleidung die trotzdem funktionieren - aber das ist kein Freibrief dafür, dass man Blödsinn a la Ziegelphysik betreiben kann.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von zille1976 Beitrag anzeigen
    Ich bin davon ausgegangen, dass eine Dampfbremse eben den Vorteil hat, nicht luftdicht zu sein, um im Sommer der Konstruktion zu ermöglichen, die im Winter angesammelte Feuchtigkeit wieder aus den Bauteilen austreten zu lassen.

    Eine Dampfsperre wäre nach meine Informationen luftdicht und funktioniert auch nur richtig, wenn sie 100% luftdicht verbaut wird. Und das dies so gut wie nie sichergestellt werden kann (zumindest nicht, dass sie auf Dauer dicht bleibt) gehen die Fachleute immer mehr davon weg, luftdicht zu bauen, da einmal eingetretene Feuchtigkeit nicht wieder aus den Bauteilen austreten kann.

    Also was genau würde ich mit der Luftdichtigkeit genau erreichen?

    Sorry für die vielen für die vielen Fragen, aber genau hier scheiden sich ja im Netz und in der Fachwelt die Geister. Die einen sagen Dampfsperre, der nächste sagt Dampfbremse, der nächste Luftdicht, der nächste sagt garnichts brauch man.

    Luftdichtigkeit und Dampfsperre sind 2 unterschiedliche Funktionen. Du kannst die Luftdichtigkeit auch mit einer Unterdeckbahn aus dem Dachbereich erreichen, ein SD-Wert von 0,2m haben die z.B. Also alles Andere als eine Dampfbremse.

    Das kann dann teils schon reichen, die Konstruktion trocken zu halten, da keine feuchten Luftströmungen durchkommen sondern nur Diffusion.

    Dampfbremse kannst du z.B, mit einer OSB oder einer Folie erreichen. Aber das sind 2 Funktionen, die du dann mit einer Schicht erreichst. Aber trotzdem bitte nicht verwechseln! Und auch nciht durcheinander schmeißen!

    Es wird heutzutage nicht mehr diffusionsdicht gebaut aber LUFTDICHT wollen sie immer noch!

    Bei dir da Oben gehen viele Themen und Informationen quer durcheinander und du vermischt Punkte, die nix miteinander zu tun haben zu was Neuem, du solltest dich in das Thema noch mal sauber einlesen und genau schauen was was ist!
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