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Falsche Behandlung von Zementfliesen durch Fliesenleger?

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  1. #1

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    Falsche Behandlung von Zementfliesen durch Fliesenleger?

    Hallo liebe Bauexperten!

    Dies ist mein erster Post im Bauexpertenforum, daher erstmal ein freundliches Hallo!
    Hier eine kurze Vorstellung meinerseits.

    Ich bin Björn, 28 Jahre alt und kümmere mich um das Haus meiner Mutter, welches 1958 erbaut wurde.
    Renoviere und tue alles erdenkliche um dieses schöne Haus in Stand zu halten.

    Nun zu meinem Thema.

    Ich und meine Süße wollten gerne unser Treppenhaus mit Zementfliesen legen lassen.
    Haben uns dazu einige Fliesenleger kommen lassen und uns den sympathischsten ausgesucht, einen Meister, selbstverständlich auch einen preisgünstigen aus der Nähe genommen.

    Die Verlegearbeiten wurden meines Erachtens gut durchgeführt. Der Ärger begann jedoch so:

    Dazu müssen Sie wissen, das ich mich leider erst später mit der richtigen Behandlung von Fliesen beschäftigte. Wozu hat man denn den Meister bestellt?!

    Durch Krankheit bedingt, war ich gestern zuhause, als die Verfugung begann.
    Die Fliesen wurden NICHT vorher Imprägniert, wohl ein großer Fehler wie sich herausstellte.
    Mir fiel auf, dass er die hellen Zementfliesen komplett mit dem Fugenmaterial "Pe Zeh Ihh Fläxfuhg, Zementgrau" <-- name leicht verändert, bei rechtlichen problemen bitte löschen; überwischte.
    Ich ging davon aus, dass er wisse, was er da tut.

    Diese reinigte er dann mit Wasser, jedoch blieben unschöne dunkle Flecken auf den Fliesen zurück, was ich allerdings erst abends bemerkte.
    Ich dachte, dies kommt vielleicht von der Restfeuchte und wartete einen Tag. Die Flecken gingen allerdings nicht weg.

    Am nächsten Tag, kam er wieder und ich sprach ihn darauf an, ob der Schleier noch entfernt würde. Daraufhin sagte er mir: "Da ist kein Schleier drauf", und rieb mit dem Finger drüber um mir zu zeigen, das auch durch Abrieb die Flecken nicht runtergingen. Auf meine Nachfrage, ob das normal sei und ob man diese entfernen könnte, antwortete er: "Ja, das ist bei diesen Fliesen so, die Farbe ging halt runter, durch das nachträgliche abwaschen, geht da halt die Farbe runter und die Fliesen sind halt so, dass sie eine gebrauchte Optik "Rustikal" erzeugen".

    Meines erachtens totaler Quatsch, und das ist noch freundlich ausgedrückt.

    Die Fliesen besitzen eine ca. 3-4 mm dicke Schicht die komplett aus der Farblichen Gestaltung bestehen.

    Ich teilte ihm mit, dass ich damit nicht zufrieden bin und ich eine Ausbesserung wünsche, er sagte etwas von Ansäuern. Damit war das erste Gespräch auch schon beendet, denn ich ging nach oben und befragte die Suchmaschine meines Vertrauens.

    Dort las ich von den größten Fehlern im Umgang mit Zementfliesen und siehe da, eigentlich wurde nach dem Verlegen alles falsch gemacht, was nur falsch gemacht werden konnte.

    Ich ging also wieder runter und er kam mir entgegen, sagte gleich: "Ich nehme mir eine Testfliese mit und probiere diese Anzusäuern, um die Oberfläche wieder hinzubekommen, aber ich will Ihnen keine große Hoffnung machen.
    Ich weiß ja nicht, ob das vom Hersteller so gewollt ist, diesen gebrauchten Look so herzustellen".

    Daraufhin ich: Ich habe Sie nach dem Verlegen gefragt, ob diese Fliesen Imprägniert werden müssen. Sie sagten mir, das könne man machen. Und jetzt habe ich mich belesen und Sie hätten das Vor und Nach dem Verfugen eigentlich erledigen sollen. Und laut Hersteller sollen die Fliesen ihre Originalfarbe behalten, ich hatte mich extra erkundigt.

    Er war heute nur kurz anwesend, da seine Fugenmasse nicht ausreichte und er noch 3 Bahnen zu verfugen hatte, war jedoch in diesem Moment fertig mit seiner Arbeit und wünschte mir ein schönes Wochenende, er überlegt sich was und kommt am Montag wieder.

    Ich werde im Anhang noch Bilder von Vor und Nach der Verfugung einstellen.

    Nun aber zu meinen Fragen:

    1) Sollte die ganze Geschichte durch sein Unterlassen der Imprägnierung gegen die Wand gefahren sein, muss ich ihm erstmal die Chance auf Mängelbeseitigung geben? Für mich sieht es so aus, als hätte er von dem Werkstoff keinerlei Ahnung. Wie stehen die Chancen auf Schadensersatz? Die Fliesen waren auch nicht gerade billig mit knapp 1200 Euro.

    2) Wie stehen die Chancen, die Fliesen zu retten?
    Falls es Möglichkeiten gibt, welche? Wozu würdet Ihr mir raten? Schleifen, Säuern, etc?

    3) Wie verhalte ich mich richtig? Habe bisher von der Verpackung der Fugenmasse Fotos gemacht, von den Fliesen im Originalzustand, sowie vor dem Verfugen und auch nach dem Verfugen.

    4) Ist das Pfusch?

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, denn natürlich freute ich mich auf die schönen Fliesen sehr. Bin ehrlich gesagt sehr sauer.

    Habt ein schönes Wochenende!

    DSC_0131[1].jpgDSC_0128[1].jpg
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  2. Falsche Behandlung von Zementfliesen durch Fliesenleger?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    mach noch einmal ein foto wie bild 2, aber mit 4 originalfliesen - nicht bearbeitete - drin.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hier die Bilder der Unverfugten

    Hallo Rolf,
    klar mach ich gerne, habe jetzt 4 mit Sternen und 4 Uni farbene genommen, hoffe man erkennt das Wesentliche. Meiner Meinung (und der meiner Freundin) nach, sind die hell und ohne Makel. Habe sie mir vorher auch Stichprobenartig durchgeschaut. Das die Farbgebung nicht immer hundertprozentig gleich ist, ist mir klar. Aber so sahen die Fliesen vorher nun wirklich nicht aus, habe auch noch Fotos von vor dem Verfugen der Gesamtflächen gemacht und war total happy mit dem Ergebnis VOR dem Verfugen.

    DSC_0142[1].jpgDSC_0143[1].jpgDSC_0134[1].jpg

    War vorhin fix einkaufen, daher leider erst jetzt.

    Und dazu stell ich Dir noch die jetzt "Fertigen" nochmal mit anderem Licht und Perspektive ein, habe natürlich die schlechteren genommen, durchgehend ist das Gesamtergebnis sehr unbefriedigend:

    DSC_0137[1].jpgDSC_0141[1].jpg

    Vielen Dank im Voraus, Björn.
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  5. #4

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    du hast nur nahaufnahmen gemacht. ich wollte ein foto wie bild 2 aus der normalen betrachungsweise stehend in der tür. optische beeinträchtigungen werden üblicherweise aus dem blickwinkel der normalen betrachtung gesehen.

    leg 2 fliesen mit stern und 2 ohne stern auf den belag drauf, mitten in den raum und fotografier noch einmal aus dem blickwinkel wie bild 2 - in der tür stehend!
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  6. #5
    Themenstarter

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    Huhu,
    alles klar, wurde gemacht, anbei die Fotos, ich mach so viele wie ihr möchtet. Hoffe diesmal hilft es mehr.

    DSC_0144[1].jpgDSC_0145[1].jpgDSC_0146[1].jpg

    Sag Bescheid, wenn Dir das auch diesmal nichts bringt, ich bemüh mich und danke Dir sehr für deine Aufmerksamkeit.
    Björn
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  7. #6

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    so ist es besser. deine fliesen haben einen mächtigen grauschleier bekommen. am besten vom hersteller eine reigungsempfehlung einholen und vom fliesör durchführen lassen.
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  8. #7
    Lebski
    Gast
    Mit Twisterpads und Einscheibenmaschine eine Grundreinigung machen. Ob der Flisör dafür geeignet ist?

    Ich bezweifle, dass die Fugenmasse geeignet war. Ich habe Zementfliesen eines anderen Herstellers, der von modifizierten Fugenmassen abrät. Ausserdem sollten Kleber und Fugenmasse vom Fliesenhersteller freigeben sein.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Hallo liebe Helfer!

    Also ich habe den oben genannten Hersteller der Fugenmasse angeschrieben und warte auf eine Antwort.

    Den Hersteller der Fliesen werde ich auch kontaktieren, jedoch erwarte ich eine aufschlussreichere Antwort vom Hersteller der Fugenmasse, ob diese dafür überhaupt geeignet war.

    Danke an Lebski für den Tipp mit der Einscheibenmaschine, ich habe glücklicherweise selbst so ein Gerät zuhause. <-- was man nicht alles im Keller findet...
    Fragen an Lebski: Hast du das schonmal selber gemacht? Twisterpads benutzt, meine ich? Wie sieht es mit der Riefenbildung aus? Wird dabei Nassgeschliffen?

    Testweise habe ich mir eine Fliese geschnappt und sie mit dem Restmaterial der benutzten Fugenmasse eingesaut. Nach 2 Stunden Wartezeit hab ich allerlei Dinge daran ausprobiert, manches aus Frust und zum Spaß, undzwar:
    Schleifschwamm - nutzlos
    Hochdruckreiniger ca. 100Bar - nutzlos
    Essigsäure 25 % - nutzlos
    Lösin von Kluthe - mal zum Spaß, aber auch nutzlos
    Flexschleifen mit Pad für Steine - hat es gebracht, aber kann die Lösung nicht sein, zumal die Oberfläche dann natürlich Kratzer aufwies

    Ob der Flisör dafür geeignet ist, bezweifle ich.

    Jedenfalls würde ich ihm das in Rechnung stellen wollen.

    Hatte vielleicht schonmal jemand aus dem Forum dasselbe Problem? Wenn ja, wie sollte ich nun Verfahren?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Ob der Flisör dafür geeignet ist?
    sicher muss man das kritisch sehen, trotzdem muss dem fliesör die chance gegeben werden, die optische mangelerscheinung zu beseitigen. man kann dem fliesör auch nahe legen, einen qualifizierten reiniger zu beauftragen, der das geschäft versteht. das ist dann für ihn der geringste verlust.
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  11. #10
    Lebski
    Gast
    Twisterpads gibt es mit verschiedenen Beimengungen von Diamantstaub. Man braucht also mehrer Sorten. Die extra für den kleinen Bereich zu kaufen, rechnet sich nicht. Geschliffen wird nass. Riefen entstehen bei Profies nicht.

    Ich würde bei Herstellern der Twisterpads nach erfahrenen Schleiffirmen in der Gegend fragen, und dem Flisör deren Beauftragung auferlegen zur Mangelbeseitigung.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Huhu,
    herzlichen Dank für die Tipps und die Beantwortung meiner Fragen.

    Wie sollte ich mich verhalten, wenn der Flisör mir mit einer "Ansäuerung" daherkommt?

    Ich denke, er will das auf diese Weise lösen. Geht das überhaupt und wie problematisch ist sowas?

    Ich bin auf jeden Fall für die Grundreinigung wie Lebski sie mir empfohlen hat.

    Bin morgen wieder bei den Vorlesungen und sehe ihn morgen also nicht. Ich will die Sache lieber persönlich mit dem Flisör klären. Das wird wohl am Dienstag geschehen.

    Halte euch auf dem Laufenden.

    Björn
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  13. #12
    Lebski
    Gast
    Für Säure soll er erst mal die Freigabe des Fliesenherstellers vorlegen. Wie soll das bei kunstoffvergüteten Fugenmassen funktionieren? Bis das geht, ist die Fliese an der Oberfläche tiefgreifend geschädigt.

    Ich kann nur Informationen von V.. Zementfliesen empfehlen, dazu gibt es Verarbeitungsfilme. Die Aussagen dort gelten für alle Zementfliesen, da das Material ja gleich ist.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Vielen Dank reicht schon fast garnicht,

    ich denke mit diesen Tipps habe ich eine sehr gute Grundlage für die Konfrontation am Dienstag.

    Ich werde dem Flisör also bis dahin jegliche Manipulation untersagen.

    Mit bestem Gruß aus Berlin,
    Björn
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Also ich war gerade in meiner Garage, wo der Fliesör auch seine Werkstoffe untergebracht hat.
    Eigentlich wollte ich nur meinen Häcksler rausholen um die Schneiden zu Schleifen, entdeckte dabei aber den Dichtstoff den er für die Dehnungsfugen nutzen wollte.

    Elastischer Silikon Dichtstoff

    Acetat-vernetzender Silikon Dichtstoff
    Besondere Hinweise:
    Dichtstoff ist NICHT geeignet für Verfugungen an Marmor und anderen Natursteinen wie z.B.: Granit, Quarzit, etc..

    Aus meiner Jugend, in der meine Eltern einen Baustoffgroßhandel betrieben, weiß ich, dass ein Essig-, oder Säure vernetzter Silikon Dichtstoff
    unter keinen Umständen für Natursteine oder ähnliches genutzt werden darf, da es sonst zu Verfärbungen kommt, bzw. auch zur Beschädigung der Steine.
    Hier sollte doch ein Neutral vernetzter Dichstoff eingesetzt werden.

    Könnt ihr mir das auch bei Zementfliesen bestätigen, oder liege ich da falsch?

    Beste Grüße,
    Björn
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hab den Hersteller den du angeschnitten hattest gefunden und belese mich nun intensiv.

    Jetzt gibts erstmal was zu futtern.

    Ein schönes Wochenende!
    Björn
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