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Kernlochbohrungen Muschelkalk

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  1. #1

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    Kernlochbohrungen Muschelkalk

    Hallo zusammen,

    unser Grundstück ist an zwei Seiten mit einer Trockenmauer aus Muschelkalkfelsen eingefasst. Die Höhe der Mauer liegt zwischen 1-1,8m. Aus diesem Grund möchte ich einen Zaun als Absturzsicherung setzen.

    Bei ersten "Probegrabungen" hat sich gezeigt, dass die verbauten Felsen eine sehr unregelmäßige Tiefe haben. Teilweise stehen sie 60cm ins Gelände. Damit der Zaun eine gerade Linie erhält, müsste er nun deutlich ins Gelände gesetzt werden. Da der Garten mit 130m² nicht gigantisch ist, möchte ich gerne auf diese Raumeinschränkung verzichten.

    Meine Idee ist es nun, den Zaun auf die Felsen zu setzten. Als Pfosten sollen feuerverzinkte T-Pfosten verwendet werden. Da die Oberfläche der Felsen sehr uneben ist (senkrechte Befestigung schwierig) und ein Höhenausgleich nötig wäre, habe ich die Idee Kernlochbohrungen in die Muschelkalkfelsen zu treiben.

    Die Löcher können senkrecht gebort und das nötige Höhenmaß beim Einbetonieren frei gewählt werden.
    Das nötige Equipment für die Löcher kann ausgeliehen werden.

    • Hat jemand Erfahrungen mit dieser Befestigungsmethode (Kernloch in Muschelkalk, Zaunpfosten einbetonieren)?
    • Mit welchem Beton sollte man den Träger einbetonieren? Gibt es etwas spezielles zu beachten (Zersetzung Felsen, Korrosion der feuerverzinkten Zaunpfosten)?


    Herzlichen Dank für Eure Erfahrungen.

    Gruß Michael

    Link: feuerverzinkte T-Pfosten
    Link: Kernlochbohrer
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  2. Kernlochbohrungen Muschelkalk

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  3. #2

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    Zitat Zitat von MichaGue Beitrag anzeigen
    Trockenmauer aus Muschelkalkfelsen
    Wie groß sind denn die einzelnen Steine?
    Sind die überhaupt ausreichend groß - und damit schwer genug - um die Geländerlasten aufnehmen und ableiten zu können?

    Der Stein, in dem Du den Pfosten einbetonierst müsste dann so groß sein, dass er nicht umkippt, wenn Du am Pfostenende (oben) mit ca. 50 bis 100 kg (je nach Pfostenabstand) in horizontaler Richtung drückst oder ziehst.

    Gruß
    Holger
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  4. #3

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    hallo
    einfache hebelgesetze reichen hier aus.
    muss halt für jeden stein entsprechend dem eigengewicht untersucht werden.

    gruss aus de pfalz
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  5. #4
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    Zitat Zitat von OLger MD Beitrag anzeigen
    Wie groß sind denn die einzelnen Steine?
    Hallo Holger,

    danke für den Hinweis. Die Steine sind im Mittel 100x40x50cm. Sollten bei ca. 2.7 t/m³ also ca. 500 kg wiegen. Das müßte aber pro Befestigungspunkt individuell geprüft werden.

    Gruß Michael
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  6. #5

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    ich empfehle, von dieser idee abstand zu nehmen, wenn der zaun die funktion absturzsicherung übernehmen muss. rechne einmal den hebelarm mit 100 kg in 90 cm höhe an einem pfosten, der in einem losen stein von 540 kg eingebunden ist.
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  7. #6

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    100x40x50cm.
    hallo
    was sind länge/höhe/breite oder was?
    und wenn du nun rechnest merkst du, dass die aussermittigkeit e= 24,07 cm > d/3 wird und damit kann dein stein bei einer h-lastvon 1,00 KN in 0,90m höhe kippen. bei einer mauerwerksdicke von 50 cm haste ein zul. e= 16,6 cm.

    gruss aus de pfalz

    gruss aus de pfalz
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    hier die genaueren Angaben:

    Breite: 100cm
    Höhe: 40cm
    Tiefe: 50cm

    Eure Hinweise sind auf alle Fälle ernst zu nehmen. Vielen Dank. Ich muss die genauen Steinmaße prüfen.
    Könnte man mit zwei Eisen, die ins Erdreich gerammt werden und mit dem obersten Stein verschraubt werden die Stabilität deutlich erhöhen?

    Name:  Mauer.jpg
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    Vielen Dank.

    Gruß Michael
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  9. #8

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    Dann kommen wir langsam in Bereiche, wo nachzuweisen ist, das die Mauer noch hebt, wenn Erddruck, Verkehrslast auf dem oberen Gelände und Holmdruck auf sie einwirken.
    Sollen die "Eisen" nur in Erdreich gerammt werden oder werden die an der zweiten Reihe befestigt?

    Gruß
    Holger
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo Holger,

    eine Befestigung an der zweiten Reihe wäre meiner Meinung nach sogar kontraproduktiv, da der Hebel insgesamt länger wird. Ich würde sie nur ins Erdreich rammen.

    Gruß Michael

    --------------------------------------

    @Alle,
    welche alternative Möglichkeit der Zaunbefestigung gäbe es denn noch, wenn die Variante "Pfähle hinter der Mauer" auf Grund des Platzverlustes nicht gewünscht ist?

    Vielen Dank für Eure Ideen?

    Gruß Michael
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  12. #10

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    Man könnte in Zusammenarbeit mit einem Statiker auch drüber nachdenken die Bohrlöcher für die Zaunssäulen deutlich tiefer in die Wand zu setzen. Damit bindet man mehrere Schichten des Mauerwerks ein. Dieses Loch mit entsprechender Bewehrung ausbetonieren und somit eine Säule in der Mauer zu schaffen ... DAS ist jetzt ab eine ungeprüfte Idee eines Architekten, die nunmehr normalerweise eine Skizze grußlos an den Statiker geht mit der Bitte: Prüf mal und sag was dazu.

    Bilder der Wand haben wir ja nicht ... somit ins Blaue gesponnen ...
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  13. #11

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    hallo
    bei ca. 1,20 m höhe und unten vermutlich auf erdreich ist es gut möglich, dass die wand schon ihren kampf mit dem erddruck hat. geh zu einem statikus und lass dir die sache rechnen und den pfostenabstand und die erforderlichenmassnahmen festlegen.
    nur in die erde gerammte eisen kannste nicht ansetzen.

    gruss aus de pfalz
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