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Haustürtausch U-Wert und Füllungsstärke

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  1. #1

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    Haustürtausch U-Wert und Füllungsstärke

    Hallo,
    im Zuge eines Haustürtausches (Tür, Breite 98 cm, Höhe 205 cm, lichtes Maß), Tür befindet sich an einer geschützten Seite des Hauses, keine Wetterseite
    stellt sich die Frage nach der Mindestanforderung des U-Wertes und der Füllungsstärke.
    Es handelt sich um ein EFH, Bj, 1991, die Fassade ist nicht besonders gedämmt.
    Zwischen dem Standartangebot, Füllungsstärke 36 mm und U-Wert 1,8 und der nächsthöheren Ausstattung, U-Wert 1,1 liegen gleich mal
    ca. 1500 Euro Preisunterschied.
    Dafür muß eine alte Frau lange stricken bzw. kann man lange heizen!
    Grüße mialein
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  2. Haustürtausch U-Wert und Füllungsstärke

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  3. #2

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    Wie wird hier getauscht?
    Klingt jetzt irgendwie von Holz nach Aluminium.
    Ich kann über die Billigst-Türen aus Aluminium im Eingangsbereich nicht sonderlich viel positives berichten. Gerade im Altbau - wenn keine Bodenheizung vorhanden - ist das nicht ganz unproblematisch im Bezug auf das Schwitzen (= Kondenswasserbildung).
    Kommt natürlich auch auf die klimatischen Verhältnisse an, aber ich war im Winter schon ein paar Mal auf Service bei solchen Türen, weil sie eingefroren sind.

    Für heutigen Standard im Haustür-Bereich ist ein U-Wert von 1,8 jedenfalls das schlechteste vom schlechten, und in diesem Fall vermutlich auch das billigste vom billigen.
    Anders ist auch der Preisunterschied nicht wirklich zu erklären.
    Dieser U-Wert ist sonst eher üblich im Nebeneingang, im Keller, in der Garage, etc., aber nicht bei der Haupteingangstür.
    Zum Vergleich: Das schlechteste Fenster mit 2-fach Verglasung, das man vom Qualitätshersteller bekommen kann, hat etwa einen U-Wert von 1,3 bis 1,4.
    Man müsste schon die 49-Euro-Fenster aus dem Baumarkt holen, um im Bereich 1,6 bis schlechter zu kommen...

    Irgendwas passt da nicht, entweder anfragen- oder angebotsseitig.
    Bei meinem Hersteller beträgt der preisliche Unterschied zwischen Einsatzfüllung und flügelüberdeckender Ausführung 300 bis 500 Euro, je nach vergleichbarem Modell.
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  4. #3
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    Hallo,
    das betreffende EFH, wo die Tür ausgetauscht wird, wurde gerade gekauft.
    Der Austausch der Tür (Kunstsofftür) erfolgt mehr oder weniger aus optischen Gründen, da die jetzige Tür ziemlich unansehnlich ist.
    Die neue Tür muß keinen Passivhausstandart haben.
    Haus ist Bj. 91, es ist eine Fußbodenheizung vorhanden.
    Wie gesagt, die Tür hat quasi Nebeneingangscharakter.
    Nun zum Hersteller:
    Es handelt sich um einen namhaften, großen Hersteller (kein Billiganbieter), der seit Jahrzehnten Türen und Fenster herstellt und diese über den Fachhandel vertreibt und die angebotene Tür ist alles andere als billig.
    Vielleicht sehe ich mit den Werten etwas flasch.
    Lt. Angabe: Ud = 1,8 (W/(m²K) bei 36 mm Füllstärke.
    Unter EnEV 2009, Anlage 3 (zu den §§ 8 und 9) habe ich gelesen:
    Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen:
    Außentüren:
    "Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, der Türfläche
    einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2,9 W/(m².K) nicht überschreitet."
    Ich war nun der Meinung, dass für mich ein Wert von 1,8 bei diesen Vorgaben der EnEV und dem beschriebenen
    Preisunterschied akzeptabel ist, zumal die Hausfassade nicht gedämmt ist und die Haustür gerade mal eine
    Fläche von ca. 2 qm vom Haus abdeckt.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Romeo Toscani Beitrag anzeigen
    Dieser U-Wert ist sonst eher üblich im Nebeneingang
    Welchen Unterschied macht es, ob ich eine Tür mit diesem U-Wert als Haupteingang oder als Nebeneingang benutze? Weiß die Wärme das?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von mialein Beitrag anzeigen
    Unter EnEV 2009, Anlage 3 (zu den §§ 8 und 9) habe ich gelesen:
    Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen:
    Außentüren:
    "Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, der Türfläche
    einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2,9 W/(m².K) nicht überschreitet."
    Das ist der Stand von heute.
    In knapp 14 Tagen sieht das anders aus: am 01.05.2014 tritt die EnEV 2014 in Kraft.
    Dann steht da (Anlage 3, Nr. 3 EnE 2014) ein Höchstwert von 1,8 W/m²K drin.

    Zitat Zitat von mialein Beitrag anzeigen
    Ich war nun der Meinung, dass für mich ein Wert von 1,8 bei diesen Vorgaben der EnEV und dem beschriebenen
    Preisunterschied akzeptabel ist, zumal die Hausfassade nicht gedämmt ist und die Haustür gerade mal eine
    Fläche von ca. 2 qm vom Haus abdeckt.
    Hatten Sie mal einen Energieberater da?
    Ich würde nicht pauschal sagen, dass Sie die bessere Tür einbauen sollten. Kann sein, dass es sinnvoll ist; kann aber auch sein, dass nicht.
    Eine hochwertigere Tür bringt aber nicht nur besseren Wärmeschutz, sondern vielleicht bessere Funktionalität, Einbruchschutz, verbesserte Beheizbarkeit des Raums dahinter etc. etc.

    Fragen Sie mal den Anbieter, ob diese Tür sich wirklich nur im Wärmeschutz unterscheidet.
    Und fragen Sie auch mal einen Mitwettbewerber nach dem Preisunterschied.
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  7. #6

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    Der nahmhafte grosse deutsche Hersteller wird in blumigen Worten und bunten Bildern die Vorteile seiner billigst (d.h. die jeweils gesetzlichen Anforderungen werden gerade mal so erfüllt) verkaufen wollen.
    Dann macht er den höchsten Gewinn (pro Tür).

    Ich habe selber eine Alu-Tür die im Rahmen einer Werbeaktion (von Fachhändler bis Baumarkt hatten alle die gleichen Prospekte und Konditionen) verkauft wurden. Gut, x-fach einbruchsgesichert aber die allermeisten Einbrecher kommen eh von der meist weniger gesicherten Terassenseite ins EFH.
    Seit dem habe ich keine gute Meinung zu namhaften deutschen Herstellern. Ein Handwerker vor Ort hätte mir wesentliche mehr Leistung für das Geld geboten, in Kunsstoff wäre es sogar deutlich günstiger gewesen. Daher ruhig bei 2-3 Handwerkern nachfragen denn selbst die 1,8 Tür ist weit schlechter bzgl Dämmwerte als die ungedämmte Hauswand!

    alu ist einer der besten wärmeleiter.
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