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Zahlungsmoral bei Privatgutachten / baubegleitender Qualitätsüberwachung

Diskutiere Zahlungsmoral bei Privatgutachten / baubegleitender Qualitätsüberwachung im Forum Bauüberwachung, Bauleitung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Zahlungsmoral bei Privatgutachten / baubegleitender Qualitätsüberwachung

    Als Frage an die anderen überwachend und sachverständig Tätigen hier:

    Heute ist mir bei der Quartalsbuchhaltung aufgefallen, dass die Zahlungsmoral der Auftraggeber und Bauherren, die mich mit baubegleitender Qualitätsüberwachung, vor allem aber als Gutachter, beauftragen erheblich schlechter ist, als bei Architektenleistungen. Woran es liegt, ist mir nicht nachvollziehbar, aber im Mittel zahlen dabei nur rund 20 Prozent unaufgefordert innerhalb der Zahlungsfrist von 14 Tagen. Nach der 1. Mahnung liegt die Zahlungsquote dann bei 80 Prozent und nach der 2. Mahnung haben bis jetzt alle bezahlt. Ich erwäge jetzt ernsthaft Privatgutachten nur noch gegen Vorkasse, zumindest aber gegen Teilvorschuss zu erstellen. Bei Honoraren für Leistungen nach HOAI erlebe ich das bei weitem nicht so stark obwohl die Rechungsbeträge erheblich höher sind.

    Wie sind eure Beobachtungen und wie geht ihr damit um?
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  2. Zahlungsmoral bei Privatgutachten / baubegleitender Qualitätsüberwachung

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  3. #2

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    Du schlimmer ... Du verlangst doch nicht etwa Geld dafür, dass mal kurz irgendwas anschaust und dann drei Zeilen dazu schreibst ... Diese Dienstleistung MUSS doch kostenlos sein ... man krieg ja auch sonst allen Scheiss an Informationen umsonst überall her ... Warum dann nicht auch die Info, dass meine Handwerker Scheisse gebaut haben?
    beantwortet das Deine erste Frage? Ich selbst stelle immer auch kleinste Rechnungen sofort (Begehung und Protokoll und Rechnung) --> weiter gehts, wenn gezahlt wurde. Sollte die Zahlung dann mal erst nach der 2. Mahnung kommen, dann habe ich eben auch mal nicht schnell am nächsten Tag 3 Stunden Zeit, sondern erst die Woche drauf.
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  4. #3

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    bisher habe ich bei der gutachterei und bei baubegleitung weniger mit der zahlungsmoral ärger gehabt, mehr bei HOAI-leistungen, was dann bis zum konkursverwalter ausgeartet ist.
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  5. #4

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    Ein weiterer Gedanke ist, dass Gutachten abschließend sind. Dagegen braucht man Dich bei den anderen Leistungen fortlaufend. Wenn man dich da verärgert, könnte es ja sein, dass deine Leistung schlechter oder ebenfalls unzuverlässiger wird.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Annette1968 Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Gedanke ist, dass Gutachten abschließend sind. Dagegen braucht man Dich bei den anderen Leistungen fortlaufend. Wenn man dich da verärgert, könnte es ja sein, dass deine Leistung schlechter oder ebenfalls unzuverlässiger wird.
    Könnte man denken, trifft aber meist nicht zu, da baubegleitend i.d.R. 10 - 15 Termine anstehen und auch einzeln abgerechnet werden. Da dauert's nicht nur beim letzten so lange. Privatgutachten sind bei mir bisher auch nur selten wirklich abschließend gewesen und einige Wochen oder Monate später ging's dann doch wieder weiter. Ich denke, dass auch der Aspekt "Mist, jetzt habe ich noch mehr Ärger, brauche 'nen Anwalt und für diese unangenehme Erkenntnis will der Typ auch noch Kohle von mir sehen. Schnell aus dem Auge, aus dem Sinn!"

    Ein Studienkollege fragte mich gestern, ob Vorkasse bei Sachverständigen im Bauschadensbereich üblich sei. Bei ihm in der Region F würde keiner auf offene Rechnung kommen. Das ist für mich jetzt Anlass, meine eigene bisherige Abrechnungsform grundlegend in Frage zu stellen.
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  7. #6

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    Ich könnte mir es damit erklären, dass

    1. wie bei jeder Beratungsleistung die Dienstleistung gerne angenommen wird, aber wenige bereit sind, dafür am Ende zu bezahlen, weil es ja kein echtes "Endprodukt" gibt, und

    2. Du oftmals Probleme behandelst (Baumängel) oder darauf hinweist und ich als Bauherr so etwas eigentlich nicht hören will und v.a. gelöst haben will, bevor ich Dir dafür noch Geld bezahle ...

    Hinweis: Nicht meine Sichtweise, bin selbst beratend unterwegs (aber in ganz anderer Sache) ...
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  8. #7

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    Verstehen kann ich eine solche Zahlungsmoral auch nicht, aber vielleicht die Beweggründe nachvollziehen.

    Ich kapiere aber jetzt, warum sich meien Gutachter vorher immer ihre Preisliste abzeichnen liessen. Die kannten das wohl schon, das später Kunden kommen und sich über die "enormen" Stundensätze aufregen. Als ITler kenne ich Stundensätze jenseits der 100 Euro als völlig normale Vergütung, für den einfachen Arbeiter mag das an Wahnsinn grenzen.

    Meine Gutachter habe ich sofort nach Rechnungseingang bezahlt, immerhin haben die mir meist kurzfristig Termine gewährt und Gutachten angefertigt. Hätte ich das über Gerichte machen lassen, hätte es evtl. Jahre gedauert.

    Das Kunden trotzdem irritiert sind bei den Preisen, mag an denselben Gründen liegen, die Programmierer häufig zu hören bekommen: "Für das bisschen Arbeit?", "das ist doch nur ein kleines Progrämmchen?", "das kann doch nicht so viel Arbeit sein, einmal drüberschauen, kurz was schreiben und fertig?"... Da muss man schon ordentlich erklären können, worin denn die Leistung liegt.

    Dazu kommt, dass Gutachterkosten sehr oft ungeplante Kosten sind, der Architekt wird ja von Anfang an mitgeplant, der Gutachter kommt erst ins Spiel, wenn was schief läuft und das Budget sowieso schon aufgebraucht.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Skeptiker Beitrag anzeigen
    .. im Mittel zahlen dabei nur rund 20 Prozent unaufgefordert innerhalb der Zahlungsfrist von 14 Tagen ..
    20% .. heftig.
    mein letzter nicht-hoai-auftrag bewog den AG, 1 tag nach
    rechnungseingang bei mir wegen zahlungsaufschub
    anzurufen - das haben wir geregelt und die zweite
    rechnung hat er innerhalb von ein paar tagen bezahlt.
    im einzelfall gibts immer was besonderes, aber die
    20%-quote kann ich nicht bestätigen .. eher umgekehrt.

    wie gehst du denn damit um?
    schriftlicher vertrag, kleinteilig dokumentierter umfang
    der erbrachten leistungen, ordentliche rechnung?
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  10. #9

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    Also die Beweggründe kann ich aber auch nicht nachvollziehen. Die Stundensätze sind ja vorher bekannt und mich zwingt niemand dazu einen Auftrag zu erteilen.

    Ich bewunder die IT-ler dass sie es geschafft haben in ihrer Branche solche Stundensätze aufrufen zu können. Habe mal in einem größeren Handwerksbetrieb mit einem externen Admin gearbeitet. Der Junge kam immer mit seinem exklusiven Cabrio, den Kofferraum voller Golfschläger angerauscht. Irgendwo ganz klein und versteckt hatte er sein PC Werkzeug und ein Täschen mit ein paar Sytem DVD's. Der hat schon vor 10 Jahren 100 € aufgerufen und war damit noch nicht einmal teuer gegenüber der Konkurenz. Das alles ohne Investition und Risiko, da treibt es einem Handwerksbetrieb die Tränen in die Augen.
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  11. #10
    Avatar von coroner
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    Will mal eine Bauherrensicht liefern, da wir damals dann auch mit einem Gutachter im Boot das Ende
    unserer Bauzeit verbringen durften. Von der Tatsache mal abgesehen, dass am Ende des Baus die
    "Kriegskasse" nicht mehr so voll ist wie am Anfang - Tatsächlich, auch ich kann mich noch erinnern,
    dass ich ne Mahnung von dem Gutachter bekommen habe. Mir war das ungeheuer peinlich, war immer
    ein sehr schneller Zahler, nicht nur pünktlich, sondern sofort. Beim Gutachter gings mir durch die Lappen.
    Warum? Nun ich glaube wir hatten zu dieser Zeit, als wir den Gutachter brauchten extrem viel um die Ohren.
    Der Bau war in der absoluten Endphase, nächtelanges Streichen und selbst Handanlegen.
    Gerichtsverfahren am laufen und sehr viel zu erledigen
    Und nebenbei einen Umzu vorzubereiten und letztlich durchzuführen.
    Das waren echt harte Monate. Und ja - da fiel auch tatsächlich diese Rechnung hinten runter und
    landete einfach im Posteingangskörbchen und ward am nächsten Tag schon von der nächsten Post beerdigt.
    (Ich glaub es war sogar faktisch der Umzug und dass der ganze Bürokrams noch in ner Kiste war,
    der die Hauptverzögerung damals ausmachte)

    -c
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  12. #11
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    20% .. heftig. ... 20%-quote kann ich nicht bestätigen .. eher umgekehrt.
    Der Anteil der pünktlichen Zahlungen schwankt etwas, die 20 Prozent waren der Extremwert des ersten Quartals 2014, aber auch sonst zahlen die Hälfte bis 2/3 verspätet.

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wie gehst du denn damit um? schriftlicher vertrag, kleinteilig dokumentierter umfangder erbrachten leistungen, ordentliche rechnung?
    Alles von Dir aufgezählte: Vorab allgemeine Information zur Honorarstruktur, konkretes objektbezogenes detailliertes Angebot (Zeithonorar, Stundensatz, veranschlagter Zeitaufwand für Vorbereitung, Ortstermin, schriftliches Gutachten soweit gewünscht, zzgl. Mwst., Zahlungsfrist 10 Kalendertage), Honorarrechnung dann ebenso differenziert mit tagesgenau aufgeführten Zeiten.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Also die Beweggründe kann ich aber auch nicht nachvollziehen. Die Stundensätze sind ja vorher bekannt und mich zwingt niemand dazu einen Auftrag zu erteilen. Ich bewunder die IT-ler dass sie es geschafft haben in ihrer Branche solche Stundensätze aufrufen zu können. ... Das alles ohne Investition und Risiko, da treibt es einem Handwerksbetrieb die Tränen in die Augen.
    Ja, aus Sicht des Handwerks ist das alles jenseitig. Überwiegend arbeite ich als SV aber sogar für Leute, deren Stundensätze um ein Mehrfaches höher sind als meine. Das kann also eigentlich auch nicht der Grund sein.
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  14. #13

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    Für alle, die über hohe Stndensätze jammern: Ich bin bei etwa 15 Weiterbildungstagen im Jahr. In denen verdiene ich nichts, sondern muss die noch teilweise nicht unsportlichen Seminrargebühren und Hotelrechnungen bezahlen. Diese Geld muss genauso erwirtschaftet werden, wie die unproduktiven Stunden für Bürokratie, Büroorga, Urlaub, Krankheit, Aquise und die Kosten für Büro, Haftpflicht, div. andere Versicherungen, Rentenbeoträge, Krankenkasse, Zwangsmitgliedschaften, Material, Nebenkosten (Strom, Kommunikationn), Werbung und und ... Da sind bald die 100 EUR die absolut untere Schmerzgrenze.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von coroner Beitrag anzeigen
    Will mal eine Bauherrensicht liefern ... Von der Tatsache mal abgesehen, dass am Ende des Baus die
    "Kriegskasse" nicht mehr so voll ist wie am Anfang.
    Naheliegenderweise ...

    Zitat Zitat von coroner Beitrag anzeigen
    Tatsächlich, auch ich kann mich noch erinnern,dass ich ne Mahnung von dem Gutachter bekommen habe. Mir war das ungeheuer peinlich, war immer ein sehr schneller Zahler, nicht nur pünktlich, sondern sofort.Beim Gutachter gings mir durch die Lappen. ... wir hatten zu dieser Zeit, als wir den Gutachter brauchten extrem viel um die Ohren. ... Das waren echt harte Monate. Und ja - da fiel auch tatsächlich diese Rechnung hinten runter und landete einfach im Posteingangskörbchen und ward am nächsten Tag schon von der nächsten Post beerdigt.(Ich glaub es war sogar faktisch der Umzug und dass der ganze Bürokrams noch in ner Kiste war, der die Hauptverzögerung damals ausmachte)
    Ja, diesen Umstand kenne ich schon und meine 1. Mahnung ist, wenn zutreffend, auch schon entsprechend formuliert: "sicherlich ist es Ihnen nur im Trubel der Fertigstellunng ...". Am Verständnis mangelt es mir nicht, aber an der Bereitschaft, wirklich für fast jeden Auftraggeber in dieser Bauphase mind. eine Zahlungserinnerung schicken zu müssen. Okay, es dauert nur ein paar Minuten, aber es nervt und es kostet mich im Zweifel auch Zinsen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von lastdrop Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir es damit erklären, dass

    1. wie bei jeder Beratungsleistung die Dienstleistung gerne angenommen wird, aber wenige bereit sind, dafür am Ende zu bezahlen, weil es ja kein echtes "Endprodukt" gibt, und

    2. Du oftmals Probleme behandelst (Baumängel) oder darauf hinweist und ich als Bauherr so etwas eigentlich nicht hören will und v.a. gelöst haben will, bevor ich Dir dafür noch Geld bezahle ...

    Hinweis: Nicht meine Sichtweise, bin selbst beratend unterwegs (aber in ganz anderer Sache) ...
    Punkt 1 würde ich blind unterschreiben. Zuerst ist man unter Druck, "braucht" eine Lösung, egal um welchen Preis, und ist diese Lösung erst einmal gefunden, dann hat man ja Zeit. In meiner Branche ist es ähnlich, meist bei Klein-/Kleinstbetrieben. Bei den großen Firmen sind die Kosten einkalkuliert, da wird auch nicht mehr diskutiert.
    Ich habe mir daher angewöhnt, Rechnungen möglichst zeitnah zu stellen. Das hat auch den Vorteil, dass man noch frisch im "Thema" ist, und nicht krampfhaft aus den Unterlagen zusammensuchen muss, was nun gemacht wurde, und wie abzurechnen ist (Vereinbarung mit dem Kunden etc.).

    d.h. Wenn die Prüfungen heute abgeschlossen werden, wird bis Ende nächster Woche der Prüfbericht erstellt und geht als pdf, zusammen mit der Rechnung, an den Kunden. Das Original wird ausgedruckt und bleibt ohne Unterschriften hier liegen. Bei Zahlungseingang werden die Unterschriften drunter gesetzt und der Bericht geht per Post an den Kunden. Bei langjährigen Kunden ist diese Vorgehensweise nicht nötig, aber aus Erfahrung wird man klug.

    Den 2. Punkt kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn man beauftragt ja die Begutachtung damit der Gutachter Schwachstellen erkennt. Auch hier kann ich einen Bezug zu meiner Branche erkennen, beispielsweise wenn ein Prüfling die Prüfungen nicht besteht, und unter dem Bericht ein "nicht erfüllt" steht. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass wir unsere Arbeit erledigt haben, aber der Kunde sieht das gerne einmal anders. Er hat ja dann quasi die Bestätigung, dass sein Produkt mangelhaft ist. Das hört kein Hersteller gerne, schon gar nicht, wenn Monate an Entwicklungsarbeit in einem Produkt stecken. Nach meiner Erfahrung ist gerade in solchen Fällen eine intensive Kommunikation mit dem Kunden entscheidend. In meinem Fall haben wir den Vorteil, dass wir bei der Beseitigung der Probleme oftmals helfen können. Das gibt dem Kunden das Gefühl, dass er mit seinen Problemen nicht alleine da steht.
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