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  1. #1

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    Massivdach aus Porenbeton?

    ich bin auf der Ytong-Seite auf Satteldach-Dächer aus Porenbeton gestoßen, also anstelle eines Zimmermannsdachstuhls. Klingt erst einmal seltsam, aber Schallschutz, Brandschutz sind überzeugend und Dämmung so gut möglich wie Außenwand (U 0.160). Oben drauf kommt nur noch Lattung und Pfanne.

    Hat jemand damit inzwischen schon praktische Erfahrung?

    Mich interessiert vor allem der Kostenfaktor im Vergleich zur Zimmermannslösung. Welche Methode ist günstiger?

    Sind damit Dachflächenfenster und Gauben genauso möglich?
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  2. Massivdach aus Porenbeton?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hat das Büro, in dem ich seinerzeit arbeitete einmal gemacht. Bei einer größeren Wohnanlage.

    Grund für diese -damals (1991 o. 92) vergleichsweise teure- Konstruktion war, daß das dach F90 sein mußte, da Räume im Dach bewohnt werden sollten.

    Ich denke (glaube, hoffe, meine,...), daß auch heute noch eine zimmermannsmäßige Ausführung günstiger sein dürfte.
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  4. #3
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    Interessant, dass es das schon so lange gibt. War für mich völlig neu und eher überraschend. Hat aber irgendeinen Reiz... gerade auch schalltechnisch, aber natürlich auch brandschutzmäßig. Bin gespannt, ob jemand zu den Kosten näheres sagen kann.

    Wie teuer ist denn etwa ein Zimmermannsdach als Satteldach über einem Haus mit der Grundfläche 24.5 x 10 m? Kann man das GANZ GROB abschätzen?
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  5. #4
    Avatar von saarplaner
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    Woher sollen wir das denn wissen?

    Was kostet ein Auto, Größe ca. 4,51 m x 1,885 m?
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  6. #5

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    Passen denn die max. möglichen Spannweiten zu den grössten Spannweiten des Grundrisses??? Ach ja - ne, weiß ja keiner, weil sich die Grundrisse nach nach den Hüllflächenmaterialien richten müssen, welche vor Planungsbeginn nach kruden Kriterien festgelegt wurden.

    (Sorry - ich konnt nicht anders!)
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Detlev1969 Beitrag anzeigen
    Wie teuer ist denn etwa ein Zimmermannsdach als Satteldach über einem Haus mit der Grundfläche 24.5 x 10 m? Kann man das GANZ GROB abschätzen?
    Diese Frage ist jetzt sinnfrei. Ein gutes Haus ist mehr als die Summe seiner Baumaterialien. Sinnvolle Dachkonstruktionen hängen ganz individuell ab von der Kubatur des Hauses, von den Spannweiten, von der Umgebung, von den üblichen Baustoffen, von den günstig verfügbaren Baustoffen ... Interessant wird irgendwann später der Vergleich mit anderen Bauarten, aber dafür muss man erstmal wissen, wo es eigentlich hingehen soll.
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  8. #7

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    Das "Zimmermannsdach" brauchst Du im wesentlichen trotzdem, weil das Massivdach zusätzlich gedämmt werden muss. Die Grundrisse bzw. tragende Wände müssen von Anfang an für das Massivdach geplant werden.

    Ich hatte schon gelegentlich Bauherren, die sich mit einem Massivdach beschäftigt haben. Die sind aber wegen der statischen Erfordernisse und des Aufpreises wieder davon abgekommen. Wo ich es mir ganz gut vorstellen kann, wären ca. 6 m breite Reihenhäuser mit Satteldach ohne Dachaufbauten und Einschnitte. Teurer als ein Holzdachstuhl wird es aber auf jeden Fall.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Die Grundrisse bzw. tragende Wände müssen von Anfang an für das Massivdach geplant werden.
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer
    Passen denn die max. möglichen Spannweiten zu den grössten Spannweiten des Grundrisses??? Ach ja - ne, weiß ja keiner, weil sich die Grundrisse nach nach den Hüllflächenmaterialien richten müssen, welche vor Planungsbeginn nach kruden Kriterien festgelegt wurden
    Schau mal an, was der eine selbstverständlich findet, kann der andere gar nicht fassen. So unterschiedlich sind die Sichtweisen. Ist ja auch in Ordnung, wenn nur der Unterton nicht so destruktiv wäre.

    Was in aller Welt spricht dagegen, z.B. aus Schallschutz oder Brandschutz ein Massivdach in betracht zu ziehen und dafür eventuell sogar den Grundriss anzupassen, falls wirklich nötig?

    Was spricht dagegen, danach zu fragen, wie die Kosten sich etwa verhalten zwischen Zimmermann und Massivdach? Ich wette, dafür muss man nicht exakt das Projekt kennen, wenn man von einem üblichen Satteldachhaus ausgeht. Wenn man nur wollte.
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  10. #9

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    Die beiden Zitate widersprechen sich in keiner Weise! Thomas sagt - Wandabstände müssen dafür ausgelegt sein, ich sage - max. Spannweiten beachten.
    Ergebnis - es ergeben sich entweder für die Räume oder die Dachkonstruktionen Zwänge.

    Wenn aber nix feststeht, sich mit dem unflexibelsten System festzulegen, erzeugt das ein Korsett. Ob das Sinn macht?

    Eines der nächsten Themen lautet dann:
    Mein Planer berücksichtigt meine Raumvorstellungen im DG nicht
    Ja ne - is klar. Kann er auch nicht, wenn ihn die Spannweiten binden!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Wenn aber nix feststeht, sich mit dem unflexibelsten System festzulegen, erzeugt das ein Korsett. Ob das Sinn macht?
    Ja, es macht Sinn, sich in der frühen Planungsphase damit zu beschäftigen, ob es Sinn machen könnte, aufgrund anderer Vorteile eventuell wirklich ein Massivdach in betracht zuziehen. Wenn man erst einmal ohne den Gedanken angefangen ist, dann wird sich das hinterher doch wohl kaum noch einarbeiten lassen, oder?

    Wenn Du Massivdächer noch nie gebaut hast und Deinen Kunden es auch nie anbietest, sondern immer erst andere Sachen planst, dann wird es sich logischerweise auch nie ergeben.

    Jeder Kunde hat doch andere Vorgaben, die irgendetwas einschränken. Da ist ein Massivdach nicht anders.

    Ich schätze im übrigen, dass für mein geplantes Mietobjekt die maximalen Spannweiten nicht relevant werden. Im Obergeschoss haben Mietwohnungen doch selten Raumbreiten über sechs Meter, oder?

    Ganz abgesehen davon, dass ich einfach zufällig auf der Ytong-Seite die Möglichkeit der Massivdächer entdeckt habe und ganz harmlos und friedfertig dachte, dass hier vielleicht doch der eine oder andere Erfahrung damit hat und mir sagen kann "kostet beträchtlich mehr" oder "kostet ähnlich viel" oder "wird sogar etwas günstiger". Mehr war doch gar nicht gefordert. Und wer Erfahrung mit Massivdächern hat, der weiß das auch und kann es einfach sagen. Oder z.B. die Erfahrung hat und sagt, "aber bedenke die folgenden Nachteile..."

    Mensch, sorry für die Aufregung. Es war nur eine harmlose Frage, die durchaus beantwortbar ist, wenn man es denn weiß.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    nein, ist jedenfalls nicht pauschal richtig beantwortbar.
    anders wär´s bei e. richtigen sargdeckel (stahlbeton) - der
    kann sich eher an das tragverhalten e. holzkonstruktion
    anlehnen und ermöglicht damit "etwas" einfacher einen
    vergleich.

    beim porenbetondach wird man wohl immer noch die
    platten paralell zu traufe/first verlegen (daher der
    richtige kommentar mit den 6m ..) - das bedeutet
    im grösseren gebäude tragende wandschotten in
    geeigneten abständen, angepasste deckenstatik usw.
    bis runter zu den gründungselementen ..

    > s. 1. satz ..
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  13. #12

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    hallo
    und ringanker über allen auflagerwänden in verbindung mit einem traufringanker zur abtragung der parallel verlaufenden platten. die ringanker in der dachneigung müssen die abtriebskräfte aus den platten aufnehmen und die plattenzwischenräume werden dort mit beton vergossen. (kältebrücke).
    die traufringanker müssen auf der seite der platten in der dachneigung geschalt werden ( kältebrücke)
    um eine einfache lastabtragung hin zu bekommen sollten die querwände von traufe zu traufe durchlaufen weil sonst wechselbalken über tragenden längswänden eingeplant werden müssen.
    dachformen wie verstetzte pultdächer bedeuten schon einen gewissen schalungsaufwand und stische kunstgriffe.
    hab für so einen fall mal ein gutachten gemacht. da haben die nicht konsequent verfolgten dachabtriebskräfte die traufrinanker nach aussen gedrückt und die einbindenden innenwände sind abgerissen. rissbreite auf der höhe der kellerdecke ca. 0,2-0,3 mm und am traufringanker ca. 1,5 - 3 cm. riss unterkante decke am wandauflager über die gesamte hauslänge mit putz- und mauerkantenabplatzungen.
    sanierungskosten ca. 48 t € durch flachstahlbänder auf den wänden mit denen beide traufringanker miteinander verbunden wurden.

    gruss aus de pfalz
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    .. sanierungskosten ca. 48 t € ..
    hättste halt billiger saniert
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    hallo
    scherzkeks.
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    a) WÄRMEbrücke!!

    b) ein solches Dach ist flexibel wie eine Straßenbahnschiene. Dachflächenfenster, Durchbrüche, etc. im Nachgang nicht oder nur sehr eingeschränkt oder nur sehr teuer zu erstellen/zu verändern.

    c) bauphysikalisch eine echte Herausforderung.

    si
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