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KWL-Fortluft in Lichtschacht?

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  1. #1

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    KWL-Fortluft in Lichtschacht?

    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage zum Thema Leitungsplanung bei der KWL. Die Einheit wird im Keller stehen, daher kam die Frage auf, wie die Frischluft zu- und die Fortluft abgeführt werden. Die aktuelle Planung sieht vor, dass für beide eine Leitung durch die Kellerwand (wohl mit mit leichtem Gefälle) nach außen gelegt wird. Die Frischluftleitung wird dann um ein paar Meter (denke so 4-5) verlängert und hinter der Garage überirdisch angesaugt. Muss man hier schon was beachten wie z. B. dass das Rohr ein Gefälle hat? Das ganze soll NICHT als Luft-Erdwärmetauscher funktionieren, wir bekommen eine Sole-Erdwärmetauscher. Bis zu welcher Rohrlänge ist das bzgl. Kondensat etc. denn unkritisch?

    Für die Fortluft ist es so geplant, dass es einen Lichtschacht gibt, in den dann die Fortluft ausgeblasen wird. Nun habe ich gelesen, dass es bei dieser Lösung teilweise zu Pilzbefall an der Fassade gekommen ist, durch Feuchtigkeit, die dort kondensiert. Ist das auch ein Problem, wenn ein Enthalpietauscher zum Einsatz kommt= Dann sollte die Fortluft ja keine oder kaum noch Feuchtigkeit enthalten? Die Alternative wäre, das Rorl mit einem 90°-Winkel sagen wir 1m hoch zu führen, also aus der Erde heraus, und dann mit weiterem 90°-Winkel vom Haus weg auszublasen. Aber das sieht wohl 1. ziemlich bescheiden aus und 2. könnte es doch dann in dem 1m senkrechten Teil auch zu KOndensatbildung kommen, die sich dann in dem Rohr ansammelt. Auch nicht unbedingt erstrebenswert.

    Eine Leitung bis zum Dach kommt nicht in Frage, das ist also keine Option. Diese Lösung sagt mir auch generell nicht so zu. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Welche ist ggf. zu bevorzugen?

    Viele Grüße

    Stefan
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  2. KWL-Fortluft in Lichtschacht?

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  3. #2

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    Hallo Stefan,
    wir führen unsere Abluft auch (durch ein Blindpaneel im geteilten Kellerfenster) in den Lichtschacht.
    Mit Feuchtigkeit oder Pilzbefall an der darüberliegenden Fassade haben wir keinerlei Probleme. Ob das daran liegt, dass es die Süd-/West-Fassade ist (Trocknung durch Sonneneinstrahlung), kann ich nicht beurteilen. Aber auch im Lichtschacht ist mir noch nie Kondensat aus der KWL aufgefallen.

    Um ehrlich zu sein, ich hatte bei der Planung und Ausführung das Problem "Feuchtigkeit" der KWL m.E. völlig überbewertet.
    Wir haben viel mehr Probleme damit, die Luftfeuchtigkeit im Haus im Winter auf ein angenehmes Niveau anzuheben ...

    Unser Zuluft-"Turm" steht im Garten, ca. 4 m von der Hauswand entfernt. Das Zuluftrohr, das durch eine Hauseinführung in den Keller geführt wird, haben wir mit Gefälle zum Haus hin verlegt, direkt hinter der Hauseinführung ist ein Kondensatablauf. Durch den ist aber noch nie Wasser ausgelaufen ...
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  4. #3

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    Achtet bei der Zuluft mal darauf, wo die Nachbarn ihre Kamine haben. Hätten wir die Zuluft dahin gebaut, wo es der Planer wollte, hätten wir ständig den Rauch der Nachbarn gehabt, die noch mit Kohle heizen. Stattdessen bekommen wir "nur" den Wohlfühlkamin eines anderen Neubauhauses ab, was lästig genug ist, weil die gerne abends um 11 noch einmal den Kamin beschicken, damit es morgens schön warm ist.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Spräche eigentlich etwas dagegen, den Luftturm für die Frischluft im Vorgarten neben der Garageneinfahrt zu platzieren? Spontan fiele mir da nur die Luftqualität ein, aber da sollte es keine Unterschiede zum Garten geben, die Straße vorm Haus ist nur wenig befahren (ruhiges Wohngebiet).

    Wenn der Luftturm nahe der Hauswand steht und die Frischluft somit aus dem Luftturm direkt ins Haus geleitet würde, könnte man sich dann das Gefälle und den Siphon sparen? Der Turm hat ja Außentemperatur, da kann nix kondensieren und dann sind es ja grad mal noch etwa 70-80cm vom Fuße des Turms bis die Luft im Haus ist. Oder reicht dieses kurze Stück da schon aus?
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  6. #5

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    Hallo Stefan,
    kann wieder mal nur von unserer Ausführung und meinen bescheidenen Erfahrungen berichten.
    Wenn Du nicht kanalisiert Abgase einleitest, ist der Aufstellort im Garten neben der Garage m.E. kein Problem.
    Eion Kondensatproblem tritt - wenn überhaupt - nur dann auf, wenn Du wärmere (feuchtere) Luft in kalte Bereiche führst. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kältere. Wenn Du das berücksichtigst, müsstest Du soweit klar kommen (beachte: eher ein Sommer- als ein Winterproblem).
    Wir haben den Ansaugturm mit Absicht vom Haus weg gelegt, um die kalte Ansaugluft im Winter in der Erde (ca. 1 m tief) ggf. etwas vorzuwärmen.
    Dass das bei ca. 4 m Ansaugkanal insbesondere in Zeiten hoher Luftwechselvolumina tatsächlich was bringt, glaube ich fast nicht, aber der Aufwand (Erdgraben, Fundament Ansaugturm und Rohrmaterial) war überschaubar.

    Aber vielleicht solltest Du Deinen TGA-Planer mal dazu befragen ???
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