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FBH unterschiedliche Rohrlänge

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  1. #1

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    FBH unterschiedliche Rohrlänge

    Moing zusammen,

    Ich bin momentan etwas am grübeln, ob unsere FBH im Anbau richtig verlegt worden ist. Im Bestandshaus haben wir fast durchgängig einen VA von ca 20 cm, ausser einem Kinderzimmer und im Bad (Baujahr 2007). Die länge der einzelnen rohre der Heizkreise liegen bei um die 30 - 50 m. Im Wohnzimmer und in der Küche haben wir jeweils zwei Heizkreise, Raumgröße jeweils ca 20 m².

    Im Anbau, haben wir in den 3 größeren Zimmern, a 15 m² VA 15 cm jeweils einen Heizkreis. Hydraulischer Abgleich wurde bereits gemacht.

    Jetzt meine Frage. Unsere LWP hat eine automatisch geregelte Heizkreispumpe. Ich habe in diversen Foren gelesen, die auch diese LWP haben, dass bei denen der Durchfluss der Heizkreispumpe meistens um die 18 -20 l/m liegt.
    Bei meiner Anlage regelt diese ziemlich schnell runter. Im Anbau habe ich bei minimaler leistung (13 - 14 l/m) pro Kreis um die 0,7 - 1,0 l/m. Kann es sein, dass durch die unterschiedlichen Heizkreise im Bestand und im Anbau, die FBH teils schneller bzw. gleichmäßiger warm wird?

    Ich möchte hier jetzt nicht das alte Thema Hydraulischer Abgleich wieder hochkommen lassen, die Frag ist rein für mein Verständnis. Dass hier im Bestand noch Optimierungsbedarf besteht ist mir bewusst. Es geht mir rein um das wie ich meine nächsten Schritte bei der Optimierung planen muss.

    Im Nachhinein frage ich mich, ob es im Anbau nicht Sinnvoller gewesen wäre die Heizkreise dem Bestand mehr anzupassen, sprich die Zimmer mit 15 m² auch mit jeweils 2 Heizkreise auszustatten.

    Gruß
    Alex
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  2. FBH unterschiedliche Rohrlänge

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Unsere LWP hat eine automatisch geregelte Heizkreispumpe
    Geregelt nach welchen Parametern ?
    Proportionale Kennline, konstante Kennlinie oder die sorglos Einstellung *Automatik* von der der Pumpenhersteller der Meinung ist *passt für alles*. Letztere Einstellung wurde für Heizkörperanlagen definiert und taugt für FBHs in der Regel nix.

    [QUOTE][Im Nachhinein frage ich mich, ob es im Anbau nicht Sinnvoller gewesen wäre die Heizkreise dem Bestand mehr anzupassen, sprich die Zimmer mit 15 m² auch mit jeweils 2 Heizkreise auszustatten/QUOTE]
    Gut möglich ... aber hätte, wäre, wenn .... ist dann durch sobald das Estrichmaterial am abbinden ist.
    Ab da wirds dann immer regelmäßig ziemlich kostspielig Meinungsänderungen durchzuführen.

    Man kann vieles im Rahmen der FBH-Norm machen ... von *an den Mindestanforderungen rumkratzen* bis *Heizkreiszonierung mit Hirn, passend zu ner vorhandenen Anlage* ... Auslegungstremperaturen von ~35 bis 55 °C (und mit speziellen Rohren auch bis 70°C) .... wird der Estrich hart ... ist das Ergebnis *in Stein gemeisselt* - *Fertig*.

    Dann ist die Grundform des Wärmetauschers gebaut ... das anschließende Rumgeeiere mit hydraulischem Abgleich kann grobe Konzeptionsunzulänglichkeiten allerhöchstens lindern aber nicht wirklich beheben.
    Hydraulischer Abgleich erfordert auch konstante Differenzdrücke ... und wenn ne geregelte Pumpe im Wundermodus in ner Anlage rumschwächelt ... kanns auch in die Hose gehen. Diese Heilsversprechen der Automatik wirken auch nur dann wenn die Anlage sich in gewissen Grenzen bewegt ... ansonsten brauchts bei der Pumpe eben ne andere Einstellung.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Geregelt nach welchen Parametern ?
    Proportionale Kennline, konstante Kennlinie oder die sorglos Einstellung *Automatik* von der der Pumpenhersteller der Meinung ist *passt für alles*. Letztere Einstellung wurde für Heizkörperanlagen definiert und taugt für FBHs in der Regel nix.
    Die Pumpe regelt ihren durchfluss anhand der Spreizung. Diese kann man in der Anlage direkt einstellen. Die Spreizung beträgt bei meiner aktuell 5K. Sobald diese erreicht ist, fährt die Leistung runter. Manuell direkt an der Pumpe kann man hier nichts ändern, da die komplett Automatisch läuft. Ich weiß selbst nicht einmal welche Pumpe hier verbaut worden ist, mir hat auch noch keiner eine konkrete aussage geben können.

    In der Vorgänger Anlage der LWP war noch eine manuell geregelte Heizkreispumpe integriert, warum man diese gegen eine komplett elektronisch geregelte ausgetauscht hat verstehe ich absolut nicht.

    So wie ich das momentan verstehe, wird der Rücklauf vom Bestand aktuell schneller warm ( aufgrund der kurzen Rohrlängen) als wie der vom Anbau ( längere Rohrlängen jeweils nur ein Heizkreis)
    Dadurch regelt entsprechend die Pumpe früher runter und der Anbau wird vom Durchfluss her etwas vernachlässigt.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Ritterjamal Beitrag anzeigen
    ...Dadurch regelt entsprechend die Pumpe früher runter und der Anbau wird vom Durchfluss her etwas vernachlässigt.
    Der HA wurde ja ausgeblendet! ;-)
    Kein Mensch weiß hier, ob die Heizflächen und Hydraulik von Bestand und Anbau den Notwendigkeiten und Erfordernissen entsprechend ausgelegt wurden! Ein absolutes Stochern im Nebel!
    Ob die integrierte HK Pumpe die Gesamthydraulik nach HA überhaupt beherrschen kann, ist völlig unbekannt.

    v.g.
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  6. #5
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    Dann wirste die Einstellung der Spreizung ändern müssen.
    Versuchsweise mal auf 3K ... dass die Pumpe erst später die Durchflussleistung absenkt.

    Wenns im *Altbau* dadurch zu warm wird, dann hier die Kreise etwas eindrosseln.
    *Jetzt* ist dafür allerdings ein denkbar schlechter Zeitpunkt.
    Solch Regelungsaktionen sollte man während der Heizperiode durchführen.
    Bei den aktuellen Temperaturen ist das nahezu nicht möglich ein brauchbares Ergebnis zu erzielen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Dann wirste die Einstellung der Spreizung ändern müssen.
    Versuchsweise mal auf 3K ... dass die Pumpe erst später die Durchflussleistung absenkt.
    Werde ich versuchen, mir wurde nur davon abgeraten die Spreizung unter 5 K zu setzen.
    Mir ist durchaus klar dass aktuell eine denkbar schlechte Zeit dazu ist, aber ich möchte mich hier jetzt langsam mal vortasten und prüfen welche Möglicheiten das es hier gibt.

    Was haltet ihr von dem Thema Mindestumlaufventil ( oder wie sich das schimpft )? Das ist doch eher Kontrapoduktiv bei Leistungsgeregelten Pumpen.

    Gruß
    Alex
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ritterjamal Beitrag anzeigen
    Werde ich versuchen, mir wurde nur davon abgeraten die Spreizung unter 5 K zu setzen.....
    Das ist nicht völlig weltfremd, denn geringere Spreizungen erfordern mitunter erheblichen Mehraufwand hinsichtlich des Wärmetransports!
    Zitat Zitat von Ritterjamal Beitrag anzeigen
    ...Was haltet ihr von dem Thema Mindestumlaufventil ( oder wie sich das schimpft )?...
    Ein "Mindestumlaufventil" dürfte ein ÜV sein, welches lediglich hydraulisch reagiert, was mit energetischen Bilanzen relativ wenig zu tun hat!

    v.g.
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  9. #8
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    Gibts ne Einzelraumregelung ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9

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    Bei dem Wetter kannst Du doch keine Heizung mehr vernünftig einstellen. Wartet bis zum Herbst damit.
    Meine ist. z.B. bereits aus geschaltet.
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Gibts ne Einzelraumregelung ?

    Gruß
    Achim Kaiser
    Genau, gibt es eine ERR? Falls nicht: Ich würde eine Regelung für den Bestandsbau und eine für den Anbau machen. Also Temperatursensor in jeweiligen Referenzraum (z.B. Wohnzimmer) steuert Stellventil. Die anderen Räume im jeweiligen Gebäudeabschnitt verhalten sich dann annähernd proportional. Vor den beiden Ventilen ein Überströmventil, damit das warme Wasser auch wieder zurück kann, falls es mal nix zu heizen gibt.

    Grüße
    Kai
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  13. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Gibts ne Einzelraumregelung ?

    Gruß
    Achim Kaiser
    Ja die sind vorhanden, im Anbau sind diese aber noch nicht aktiv, heißt es sind im Anbau alle Kreise offen.
    Ich hab am Samstag noch eine etwas erschrenkende entdeckung gemacht. ich habe noch ein drittes Überströhmventil gefunden, diese sind ja mehr als Kontraproduktiv. Ich werde zwei davon entfernen lassen, die sind jeweils an der Fußbodenverteiler angebracht, im Bestand im EG und eines im OG.
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