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Dampfsperre und Zellulosefaser

Diskutiere Dampfsperre und Zellulosefaser im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Dampfsperre und Zellulosefaser

    Hallo,

    Was haltet Ihr von diesem Wandaufbau (für Gewerbebau):

    Gipsfaserplatte
    Dampfsperre
    Cellulosefaser bzw Holzständer
    Weichholzfaserplatte
    Unterspannbahn
    Konterlattung
    Traglattung
    Holzschalung

    Ist Cellulosefaser ausgereift/bewährt?

    Einerseits habe ich ein schlechtes Gefühl mit der Cellulose und Feuchtigkeit bei Beschädigung der Folie, andererseits ist der Aufbau nach aussen hin doch recht diffusionsoffen.

    Ernst
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  2. Dampfsperre und Zellulosefaser

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  3. #2

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    Wie wird denn der Raum genutzt, welches Raumklima stellt sich ein?

    mir fehlt eine aussteifende Schicht im Wandaufbau.
    Warum keine Installationsebene?
    Ohne Installationsebene ist immer ein Risikofaktor vorhanden, dass die Dampfsperre ungewollt beschädigt wird.

    Ich wage zu behaupten, dass Zellulose-Dämmwolle hinreichend bewährt ist. Seit Jahrzehnten gibt es diese auf dem Markt. Länger als viele andere heute eingesetzte Dämmprodukte.
    Ich behaupte aber auch, dass die Qualität von eingebrachter Zellulosedämmung auch wesentlich vom Verarbeiter abhängt. Wie bei anderen Materialien halt auch.
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Die Qualität der Zellulosedämmung hängt fast ausschließlich vom Verarbeiter ab. Die Vorbereitung muß nach Herstellerangaben erfolgen und in den Wandgefachen müssen spätestens nach 3 m Schotten eingestzt sein um Sackungen zu verhindern.
    Ich habe schon diverse Gefache zu kontrollzwecken geöffnet. Die Zellulosedämmung stand immer tadellos in den Gefachen. Den richtigen Wandaufbau vorausgesetzt hat Zellulosedämmung viele Vorteile. Das Raumklima wird sehr positiv beeinflußt.
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  5. #4
    MoRüBe
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    Also, der Wandaufbau ist schon mal sehr hinterfragungsbedürftig.

    Der sieht so aus, wie wolltemalundkonntenicht oder bastlwastl.

    Was soll z.B. eine USB auf der Weichholzfaserplatte? Und wird die Dampfsperre als Plastefolie definiert?

    Alles in allem:

    Und die Zellulose gibt dann dem ganzen den Öko-touch
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  6. #5
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    Hallo,

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Wie wird denn der Raum genutzt, welches Raumklima stellt sich ein?
    Werkstatt und Büros.


    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    mir fehlt eine aussteifende Schicht im Wandaufbau.
    Genügen die Holzständer nicht?

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Warum keine Installationsebene?
    Ohne Installationsebene ist immer ein Risikofaktor vorhanden, dass die Dampfsperre ungewollt beschädigt wird.
    Ja, das müssen wir noch diskutieren.


    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    ... hat Zellulosedämmung viele Vorteile. Das Raumklima wird sehr positiv beeinflußt.
    Wirkt sich das überhaupt aus wegen Dampfsperre oder meinst Du die Temperatur und nicht Feuchtigkeit?

    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen

    Der sieht so aus, wie wolltemalundkonntenicht oder bastlwastl.

    Was soll z.B. eine USB auf der Weichholzfaserplatte? Und wird die Dampfsperre als Plastefolie definiert?

    Alles in allem:

    Und die Zellulose gibt dann dem ganzen den Öko-touch
    Das ist ein fertiger Wandaufbau, Hersteller weiss ich momentan gar nicht, ist einer von zwei Vorschlägen des Architekten.

    Weichholzfaserplatte wurde von mir so interpretiert, original steht da 60 mm Weichholzfaserdämmung. Wird aber wohl eine Holzfaserplatte sein, was sonst.

    Es steht nur 0,5 mm Dampfsperre. Was sonst wenn nicht Kunststofffolie?

    Bei der Unterspannbahn steht 0 mm. Da muss ich mal nachfragen. ..



    Der vom Architekten bevorzugte Wandaufbau ist allerdings dieser, der ist um fast 20 % teurer:

    90 mm Brettsperrholzwand
    280 mm Zellulosefaser/TJI Träger
    15 mm OSB
    0 mm Unterspannbahn
    30 mm Konterlattung
    30 mm Traglattung
    20 mm Holzschalung

    Die Installationsebene fehlt auch hier, Elektro würde gefräst im Inneren der Brettsperrholzwand.
    Im Wekstattbereich wäre das dann auch direkt die Innenwand ohne Gipsfaserplatte.

    Ernst
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  7. #6

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    Bin zwar kein Statiker, aber im Wandaufbau des Archi ist die OSB-Platte das aussteifende Element. Das fehlt meiner Meinung nach bei Dir.
    Gruß,
    Liesl
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bauliesl Beitrag anzeigen
    Bin zwar kein Statiker, aber im Wandaufbau des Archi ist die OSB-Platte das aussteifende Element. Das fehlt meiner Meinung nach bei Dir.
    Gruß,
    Liesl
    Die andere Variante ist auch vom Architekten. Im Werkstattbereich kommt da noch eine OSB Platte auf die Gipsfaserplatte, weil die bestehende Werkstatt ebenfalls OSB als Oberfläche innen hat. Ich dachte mir, dass die OSB Platte in den Büros weggelassen wird. Da muss ich nochmal nachfragen.

    Ernst
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  9. #8
    MoRüBe
    Gast
    du willst uns doch verscheißern hier
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  10. #9

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    Eine OSB auf eine Gipsfaserplatte - ah ja! Und zum Befestigen nehmt Ihr dann vergoldete Platinklammern, oder wie. Damit die Verschwendung Systenm bekommt!


    Wenn das wirklich ein Kollege geplant hat, dann doch einer, der Holz bisher nur in Dachstühlen verarbeitet hat, oder?
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  11. #10

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    Warum nicht konventionell mit Glas-/Steinwolle dämmen?

    Spart in jedem Fall eine Menge Geld und ist inzwischen 1000fach erprobt!


    Cu KyleFL
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  12. #11
    Avatar von Flocke
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    @KyleFL : Selbst das dämmen mit Glas oder Steinwolle ändert nichts an dem merkwürdigen Aufbau. Zumindest Glas oder Miwo sind dem sommerlichen Wärmeschutz der Steinwolle und erst recht der Zellulose unterlegen. Von Sackungen in der Dämmebene noch nicht zu sprechen
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  13. #12

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    Achtung: vielleicht haben wir hier auch Anforderungen an den Brandschutz. Da ist es nicht empfehlenswert, vom F30/60/90-geprüften Aufbau abzuweichen. Auch nicht in bezug auf den Dämmstoff...

    Und: so groß ist der Preisunterschied zwischen Zellulose- und MinF - Dämmung nun auch nicht.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    @KyleFL : Selbst das dämmen mit Glas oder Steinwolle ändert nichts an dem merkwürdigen Aufbau. Zumindest Glas oder Miwo sind dem sommerlichen Wärmeschutz der Steinwolle und erst recht der Zellulose unterlegen. Von Sackungen in der Dämmebene noch nicht zu sprechen
    Das kann ich so nicht bestätigen.
    Allerdings sind bei mir auch zusätzlich zu den 20cm Glaswolledämmung noch 3,5cm Pavatex-Platten auf dem Dach. Ist im Sommer angenehm kühl!
    So ungewöhnlich finde ich den Wandaufbau aus Post #1 nicht -- auser dass zwischen Gipskartonplatte und Dampfsperre natürlich noch eine Lattung dazwischen muß.



    Cu KyleFL
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  16. #14
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    Hallo,


    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Wenn das wirklich ein Kollege geplant hat, dann doch einer, der Holz bisher nur in Dachstühlen verarbeitet hat, oder?
    Er hat 50 % seiner Projekte bisher mit Holz realisiert. :-) Sein erstes Projekt war unser Firmengebäude. Sein zweites ein Kindergarten. Und jetzt kommt die Erweiterung.

    Er ist ein Freund meines Geschäftspartners. Wir waren aber trotz seiner Unerfahrenheit zufrieden mit ihm. Probleme hatten wir damals mit der Bauleitung des GÜ. Diesen GÜ gibt's nicht mehr...

    Wir werden uns aber ohnehin für die Alternative Variante, siehe oben, entscheiden.

    Zitat Zitat von KyleFL Beitrag anzeigen
    Warum nicht konventionell mit Glas-/Steinwolle dämmen?
    Spart in jedem Fall eine Menge Geld und ist inzwischen 1000fach erprobt!
    Wir sind in der erneuerbaren-Energie-Branche tätig. Von da her passt Cellulose einfach psychologisch besser.

    Ernst
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  17. #15

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    Dieser zweite Aufbau mag möglich sein, ist aber auch ungewöhnlich.
    Häufig wird bei solchen "Massivholz"-Konstruktionen die Zusatzdämmung als vollflächige Holzweichfaser-Dämmplatte ausgeführt.
    Also Massivholzwand innen, außen drauf Holzweichfaser vollflächig, dann ggf. zweite wasserführende Schicht/Fassadenbahn, Hinterlüftung und vorgehängte hinterlüftete Fassade...
    Mit TJI hat halt nicht jeder Erfahrung. Naja, eher die wenigsten.

    Und ich mache gerade die Erfahrung, dass es in einer Zeit, wo gerade die Zimmerleute viel zu tun haben, sinnvoll sein kann, mit einfachen Konstruktionen zu planen.
    Wenn nämlich ein Holzbauer die Möglichkeit hat, zwei Häuser konventionell zu bauen oder eines mit einer eher seltenen Konstruktion (wo er viel mehr Zeit in die Planung investieren muss), wird er sich möglicherweise für den "Weg des geringsten Widerstands" entscheiden. Was sich letztlich auf ihren Angebotspreis auswirken kann. Wenn er überhaupt ein Angebot abgibt...

    Ich finde den ersten Wandaufbau mit den Holzständern dann in Ordnung, wenn man die OSB als aussteifende Scheibe direkt raumseitig auf die Holzständer befestigt, darauf eine Installationsebene und dann die raumseitige Beplankung.
    Vielleicht ist da nur ein bisschen was durcheinandergekommen...
    Eine aussteifende Scheibe braucht es schon zwingend, es sollen damit Horizontalkräfte (z.B. aus Wind, aber auch infolge "Imperfektionen" sicher abgetragen werden. Nicht, dass das Gebäude wie ein Kartenhaus zusammenklappt...
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