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Gastherme Brötje Ecocondens BBS 19/19 Bj 2002 taktet bei Warmwasseraufheizung

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  1. #1

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    Gastherme Brötje Ecocondens BBS 19/19 Bj 2002 taktet bei Warmwasseraufheizung

    Guten Abend zusammen,

    ich habe eine Frage an die Heizungsexperten:

    Meine Heizung "Brötje Ecocondens BBS19/19" braucht ewig, um den Warmwasserspeicher aufzuladen. Dazu taktet sie bestimmt 30 mal. Die Kesseltemperatur schnellt dann innerhalb von nicht mal 60 Sekunden von 65 °C auf 80 °C (Abschaltung) hoch, danach braucht die Anlage bestimmt 3-4 Min bis sie wieder 65 °C erreicht, um den Brenner neu zu starten.
    Das Ärgerliche ist, dass bis zum Erreichen der gewünschten Speichertemperatur der Heizkreis nicht bedient wird und auskühlt. Und 2 Stunden für 150l Warmwasser von 25 auf 50°C ist ein bisschen schwach für ein 19KW-Gerät.

    Für mich sieht das so aus, als wenn die Wärmeenergie nicht schnell genug über den Plattenwärmetauscher in den Speicher übergeht oder die Speicherpumpe nicht genug Wasser durchschiebt.
    Daraufhin habe ich mal den Plattenwärmetauscher entkalkt (3-4 Stunden Entkalker per Senseo-Pumpe :-) durchgepumpt), es hat sich aber leider nichts geändert am Verhalten.

    Ist das Verhalten möglicherweise normal?

    Achja, die Wasserhärte hier liegt bei 24 °dh, also sehr hart.

    Gruß und danke im voraus,
    ucontrol
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  2. Gastherme Brötje Ecocondens BBS 19/19 Bj 2002 taktet bei Warmwasseraufheizung

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ucontrol Beitrag anzeigen
    ......Dazu taktet sie bestimmt 30 mal. Die Kesseltemperatur schnellt dann innerhalb von nicht mal 60 Sekunden von 65 °C auf 80 °C (Abschaltung) hoch, danach braucht die Anlage bestimmt 3-4 Min bis sie wieder 65 °C erreicht, um den Brenner neu zu starten....
    Wenn ein WE heftig Taktet, wird er seine erzeugte Energie nicht los. Verbunden ist das auch meist mit einem dramatisch schlechten NG. => Geldverschwendung pur!
    Warum kann der WE seine bereitgestellte Leistung nicht übertragen? Hierfür gibt es viele Gründe. Die hydraulischer Natur, im Bereich der Wärmeübertragung oder aber bei der Regelung (Temperaturmessung) angesiedelt sein kann.
    Eine Fernprognose ist meist wenig belastbar möglich.
    Erfahrungsgemäß sind Verkalkungen oder Carbonatisierungen der WT Flächen relativ häufig, insbesondere bei langjähriger Betriebsdauer und hohen Temperaturen. Bei hoher Leistung des WE sind zudem häufig die WT Flächen gering ausgelegt ;-)
    Nach welchen Kriterien die Dimensionierung der WW-Bereitung hier erfolgte, ist völlig unbekannt.
    Zitat Zitat von ucontrol Beitrag anzeigen
    ......Für mich sieht das so aus, als wenn die Wärmeenergie nicht schnell genug über den Plattenwärmetauscher in den Speicher übergeht oder die Speicherpumpe nicht genug Wasser durchschiebt....
    Gibt es hier einen Platten-WT anstelle der üblichen Rohrbündelwärmeübertrager?
    Wenn ja, würde ich mal dringend die Verbraucherseite (Fläche) untersuchen!
    PWT haben zwar viele Vorteile, aber auch erhebliche Nachteile. Sie sind außerordentlich sensibel, sowohl auf der Erzeuger-, aber auch auf der Verbraucherseite! Bei hohen Speichertemperaturen und Brauchwasserhärten wären sie mit Sicherheit nicht mein Favorit!
    Zitat Zitat von ucontrol Beitrag anzeigen
    .....Daraufhin habe ich mal den Plattenwärmetauscher entkalkt (3-4 Stunden Entkalker per Senseo-Pumpe :-) durchgepumpt), es hat sich aber leider nichts geändert am Verhalten....
    Das dürfte auch wenig bringen, da hier vermutlich die Versorgungsseite, nicht aber die Abnahmeseite "behandelt" wurde.
    Werbung im Fernsehen für WaMa ist vom Grundprinzip nicht völlig sinnfrei!

    v.g.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    ...
    Werbung im Fernsehen für WaMa ist vom Grundprinzip nicht völlig sinnfrei! ....
    Wie meinen...? Waschmaschine? Wassermangel? WachMacher?...

    @ucontrol

    Du hast übrigens nicht geschrieben, ob das Verhalten neu ist und bisher nicht auftrat oder ob Du die Anlage jetzt erst übernommen hast.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Moin zusammen,

    zur Vorgeschichte:
    Ich habe das Haus inkl. Heizungsanlage vor gut einem Jahr übernommen, habe dann umgebaut und bin vor vier Wochen eingezogen. Das genaue Verhalten während der WW-Aufbereitung bis zum Einzug ist mir unbekannt (WW wurde halt auch nicht benötigt), bis zwei Wochen nach dem Einzug ist mir auch nichts aufgefallen ( 2 Personen duschen 1x tägl., Temperatur i.O.).
    Dann wurde ich aufmerksam auf das ständige an/aus des Brenners, das Duschwasser wurde gerade noch erträglich warm - dazu kommt noch, dass die Bude morgens relativ kalt war. (Durch Vorrang WW-Erzeugung?). WW-Temperatur lt. Anzeige morgens ca. 32 °C und der Brenner rödelt und rödelt wie oben beschrieben...
    Als hätte das neue Nutzungsverhalten die Anlage in den zwei Wochen zum "kippen" gebracht.

    zur Heizung:
    Standgerät "Brötje Ecocondens BBS19/19" mit integriertem 150l Speicher, wird aufgeladen durch einen PWT der ebenfalls im Heizungsgehäuse steckt. Also alles original Standard vom Werk - mal sollte meinen, dass die Anlage und deren Komponenten optimal aufeinander abgetimmt sind. Absenkung von 22 - 5Uhr (WW Soll 40°C, sonst 55 °C), geduscht wird ca 7:30Uhr.

    @tgaeb01: Ich habe nur die Abnahmeseite entkalkt, also dort, wo auch das kalkhaltige Trinkwasser durchgepumpt wird. PWT sind bei hartem Wasser nicht optimal, aber so habe ich die Immobilie halt übernommen.



    Gruß und schöne Restwoche noch,
    ucontrol
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  6. #5

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    Hallo,

    ich würde mal systematisch vorgehen. Die Beschreibung hört sich ja mal so an, dass die Therme die Wärme nicht los wird an den WW-Speicher. Geh mal systematisch vor - allerdings weiss ich nicht genau was man bei Brötje alles einzeln einstellen kann, aber mal folgendes versuchen.
    Es wird ja wohl in der Therme ein Umschaltventil zwischen WW und Heizung sein, funktioniert das einwandfrei oder steht das irgendwo auf der Hälfte oder so, ist verklemmt, verschmutzt...
    Wenn es eine geregelte Pumpe ist, läuft die im WW-Betrieb vielleicht auf zu niedriger Drehzahl? Wenn mit Handstufenschalter den mal höherstellen, vielleicht bringt das ja was. Wenn vielleicht ein Rückschlagventil drin ist, klemmt das, musst das alles mal durchchecken.
    Nächstes Thema: Ist der Wärmetauscher für WW-Bereitung heizungsseitig frei, vielleicht mal den Differenzdruck messen?
    Sonst wie schon oben gesagt, Fühler die irgendwelchen Unsinn übermitteln, weil defekt oder nicht richtig eingesteckt.

    Auch haben die andern Recht Ferndiagnose ist ohne Glaskugel recht schwierig, kannst ja mal versuchen...
    VG Derjoerg
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  7. #6
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    Guten Morgen,

    zunächst mal danke für eure Tips und Anregungen!

    ich würde mal systematisch vorgehen
    Gute Idee, habe mich zum Glück von Anfang dran gehalten :-)

    Es wird ja wohl in der Therme ein Umschaltventil zwischen WW und Heizung sein, funktioniert das einwandfrei oder steht das irgendwo auf der Hälfte oder so, ist verklemmt, verschmutzt...
    Ich denke mal, dass es funktioniert. Der "Indikatorhebel" am Dreiwegeventil läuft bei der Umschaltung einmal vom einen Anschlag zum anderen. Nebenbei sieht man an den Temperaturen, das die Umschaltung auf WW funktioniert (Heizung Vorlauftemp fällt, da nicht mehr nachgliefert wird, Vor und Rücklauf des Erzeugers am PWT sind kochend heiss). Wenn das Ventil klemmen würde, also in der Mitte stehenbleiben, würde die Situation ja eher entspannt, da nicht die ganze Wärmeenergie durch den PWT gehen würde -> kein oder weniger takten.

    Wenn es eine geregelte Pumpe ist, läuft die im WW-Betrieb vielleicht auf zu niedriger Drehzahl? Wenn mit Handstufenschalter den mal höherstellen, vielleicht bringt das ja was.
    Die Speicherpumpe hatte ich auf maximale Förderleistung gestellt, hat leider nichts gebracht.

    Wenn vielleicht ein Rückschlagventil drin ist, klemmt das, musst das alles mal durchchecken.
    Nächstes Thema: Ist der Wärmetauscher für WW-Bereitung heizungsseitig frei, vielleicht mal den Differenzdruck messen?
    Sonst wie schon oben gesagt, Fühler die irgendwelchen Unsinn übermitteln, weil defekt oder nicht richtig eingesteckt.
    Sensorwerte sehen sinnvoll aus, Rückschlagventil im PWT-Kreis habe ich keines gesehen, Differenzdruck kann ich leider nicht messen...

    Auch haben die andern Recht Ferndiagnose ist ohne Glaskugel recht schwierig, kannst ja mal versuchen...
    Das ist klar - wichtig war mir, noch ein paar potentielle Fehlerquellen und Tips bei der Fehlersuche genannt zu bekommen.

    Werde mal einen neuen PWT einbauen...

    Gruß,
    ucontrol
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  8. #7

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    Wenn Vor- und Rücklauf am Wärmetauscher nahezu gleiche Temperatur haben, scheint Deine Vermutung mit der trinkwasserseitigen Verkalkung zu stimmen.
    Ob man den wieder hinkriegt, weiß ich nicht.
    Wir haben hier 14°dH und fahren auch die WWB mit Plattenwärmetauschern. Ohne Probleme. Die werden allerdings auch jährlich gesäuert.
    Ich schätze mal, wenn es so zugesetzt ist, dann hilft nur noch ein Austausch.
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  10. #8
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    Habe mal einen neuen PWT bestellt.
    Aber irgendwie traue ich dem Braten nicht - wenn ich in den TW-seitigen Anschluss reinschaue, sehe keine direkten Verkalkungen (man sieht natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der Lamellen), ich sehe dort blankes Metall.
    Egal, das Ding kommt raus und für 117Eur ein neuer rein, bevor ich noch weiter spekulieren muss.

    Gruß,
    ucontrol
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  11. #9
    Themenstarter

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    So, ich löse das Rätsel mal auf, vielleicht hilft es ja jemanden mit ähnlichen Problemen.

    Der Tausch des Plattenwärmetauscher hat wie vermutet nichts gebracht. Ich habe irgendwann später mal den Warmwasserspeicher geöffnet um ihn zu reinigen und siehe da: Neben der dicken Schlammschicht auf dem Boden ist an der Ansaugseite der Speicherpumpe ein riesiger Blumenkohl an Kalk und weiteren Ablagerungen gewachsen. Nachdem ich dieses Rohr wieder durchgängig gemachte hatte, war der Spuk vorbei...

    Dafür habe ich nun ein neues Problem - dazu mehr in einem anderen Thread.

    Gruß,
    ucontrol
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