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  1. #1

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    Unglücklich Restfeuchte Holz

    Hallo zusammen,

    eine Frage,....ich habe ein neues "Toilettenhäuschen" in der Ständerbauweise bauen lassen, 5,00 x 2,50 m.
    Die Balken sind 120 mm stark. Von außen ist der Neubau mit 2 cm dicken Rauspund- Brettern verkleidet, die 2 mal mit offenporigen Holzschutz gestrichen worden sind.
    Hinter der Holzverkleidung befindet sich der diffusionsfähige "Windfang", dann kommt die Isolierung aus Glaswolle, dann die Dampfsperre,..dann Spanplatten, ...dann Rigibsplatten für Feuchträume.
    Beim Innenausbau, den ich dann selber gemacht habe, merkte ich, dass es hinter der Dampfsperre die einige Tage zuvor angebracht wurde, etwas feucht bzw. teilweise nass war (die Glaswolle bzw. die Holzbalken).
    Der Häusle- Erbauer sagte mir, dass es die Restfeuchte von den Holzbalken ist, die durch die Erwärmung ( es war die Sonnenseite) vom Holz abdampft, an der Dampfsperre kondensiert und dann in die Glaswolle zieht......alles kein Problem....nach 2- 3 Wochen ist die komplette Feuchtigkeit nach außen verdunstet.......
    Ist diese Aussage so korrekt? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen.......
    Danke für eine Info!!!!

    BG von Fiete
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  2. Restfeuchte Holz

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  3. #2

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    kann sein. Oder auch nicht. Man müsste den gesamten Aufbau im Detail kennen. Und vor allem auch, was für ein Holz da eingebaut wurde.

    "Restfeuchte von den Holzbalken" klingt erst mal komisch. Holz hat immer einen gewissen Feuchtegehalt. Nur ist halt die Frage, wie hoch der ist.
    Wurde KVH oder frisches ungetrocknetes Schnittholz verwendet?

    Noch ein anderer Punkt: ist die Fassade nicht hinterlüftet?
    Wer hat sich denn den Aufbau ausgedacht, der müsste doch dazu was sagen können?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Als Laie habe ich leider keine Ahnung was KVH ist :-( ...aber ich gehe davon aus, dass die Balken nicht bzw. nur sehr wenig vorgetrocknet waren (diese waren "sauschwer")
    Die Balken sind aus Kiefernholz.
    Ob sie hinterlüftet sind...ich denke nicht,....die Holz- Verschalung ist direkt auf die Windsperre verschraubt worden.
    Der Bau wurde von einer Firma gemacht, die gelegentlich auch Bootshäuser komplett aus Holz bauen,......also sollten die eigentlich wissen was die machen....hoffe ich :-(
    Ich zweifel nur,...ob wirklich eine so hohe Restfeuchte hier "abdampfen" kann...???
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    KVH ist getrocknetes und gehobeltes Holz. Wenn das Holz jetzt sauschwer war, dan handelt es sich wohl um ungetrocknetes Schnittholz welches eingentlich nicht verbaut werden darf. Der Aufbau ist auch nicht fachgerecht erstellt. Hinter der äußeren Holzverschalung muß eine Belüftungsebene angeordnet sein.
    Schnittholz hat eine Feuchte von gut 60%. Holz darf eigentlich nur mit einer Feuchte von max 20% eingebaut werden, in Ausnahmefällen bis 30% wenn sichergestellt ist das der diffusionsoffene Aufbau eine rasche Trocknung zuläßt.
    Bei zu hocher Holzfeuchte besteht das Risiko von Schimmelbildung in der Konstruktion.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Na toll....das sind ja keine guten Aussichten, wäre es sinnvoll am Ende des Sommers mal einige Bretter der Verschalung von außen zu entfernen,..die Windsperre sauber zu öffnen (kann ja wieder verklebt werden) und mal in der Isolierung zu fassen ob diese nun trocken ist....die sollte ja dann eigentlich trocken sein, oder ??
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  7. #6

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    Also die zu feucht eingebauten Balken wären hier nicht meine größte Sorge.
    Der ganze Aufbau scheint viel problematischer zu sein.
    Was verstehst Du unter einem Toilettenhäuschen? Dauerhaft beheizt?
    Dampfsperre - Luftdichtigkeitsebene???
    Rauspund (nicht schlagregen dicht), direkt auf der Windsperre!!!
    Na ja schon ein bisschen abenteuerlich.
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  8. #7
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    Das Toilettenhaus ist ein kleiner Bau, bestehend aus 2 kleinen Räumen..auf einem Wochenendgrundstueck...bewohnt nur am WE..von Mai bis September. ..also wird nur sehr selten und kurz geheizt.
    Wäre dieses Nachschauen am Ende des Sommers denn sinnvoll....müsste es dann trocken sein???
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  9. #8

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    Bauphysikalisch würde ich unter diesen Bedingungen kein besonderes Problem sehen.
    Allerdings wenn ich ehrlich bin, ich würde die Schalung nochmal runter reißen und die dann auf eine Lüftungseben setzen.
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  10. #9
    Themenstarter

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    ja ok, in diese Richtung denke ich auch so langsam,....als Laie frage ich mal...müssen solche Bauten eigentlich mit dieser Lüftung so gebaut werden, gibt es da "Bauvorschriften" ??
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Bauphysikalisch würde ich unter diesen Bedingungen kein besonderes Problem sehen.
    Allerdings wenn ich ehrlich bin, ich würde die Schalung nochmal runter reißen und die dann auf eine Lüftungseben setzen.
    Wenn's wirklich Rauhspund ist, kann man unter Umständen auch einfach eine neue hinterlüftete Fassade davor hängen. Muss man aber prüfen, was das für Konstruktion insgesamt ist...


    Zitat Zitat von Fiete1512 Beitrag anzeigen
    müssen solche Bauten eigentlich mit dieser Lüftung so gebaut werden, gibt es da "Bauvorschriften" ??
    letztlich hängt es auch davon ab, wie lange das Häuschen halten soll
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  13. #11

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    @ Alfons, so natürlich auch. Wollte nur darauf hinweisen, dass eine nicht schlagregendichte Fassade (Rauspund) direkt auf der Windsperre, nicht für Dauerhaftigkeit steht.
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