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Blower-Door-Test und Velux Außenrollos

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  1. #1

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    Blower-Door-Test und Velux Außenrollos

    Hallo zusammen,

    ich lasse gerade ein Haus bauen und habe mir für das DG Velux-Fenster mit Außenrollos (manuell mit Kurbel) ausgesucht.
    Um die Dichtigkeit des Gebäudes nachzuweisen, wurde natürlich auch die Durchführung eines Blower-Door-Tests vereinbart.
    Jetzt hat sich der Bauträger bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass ein Blower-Door-Test aufgrund der Außenrollos nicht möglich wäre. Da zum auf-/zukurbeln eine Kraftübertragung von innen nach außen erfolgen muss, könnte an der Stelle keine Dichtigkeit hergestellt werden.

    Kann ich vom Ansatz her als Laie erstmal nachvollziehen. Aber ich bin doch sicher nicht der einzige auf der Welt, der Velux-Außenrollos mit manueller Kurbel in seinem Haus haben möchte? Oder sind Häuser mit Velux Außenrollos per se nicht EnEV-konform?
    So wie ich das verstanden habe, soll die entsprechende Öffnung vor dem Test abgeklebt werden, um aussagekräftige Resultate zu erzielen?!?

    Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen verwirrt :-)
    Kann mir vielleicht jemand sagen, ob die Darstellung des Bauträgers so richtig und das Vorgehen korrekt ist?

    Danke im Voraus
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  2. Blower-Door-Test und Velux Außenrollos

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  3. #2

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    Sag deinem BT (so es einer ist) bescheid, es sei Blödsinn, was er erzählt. Ein Blower-Door-Test kann immer gemacht werden, sofern es eine Wand gibt, in die blasende Tür eingesetzt werden kann. Fordere von ihm einfach den Luftdichtigkeits-Nachweis nach enev. Dann muss er den Test machen! Wie der Test zu erfolgen hat, ist Glasklar in der enev Anlage 4 beschrieben. Alles andere ist Sermon.

    In der Norm zum BDT ist klipp und klar beschrieben, wie der Test zu erfolgen hat.

    Und lass Dir den Test nicht als Nachweis der korrekten Ausführung der Luftdichtigkeitsebene verkaufen. Das kann der BDT nämlich nicht beweisen. Der BDT kann nur den Gesamtluftwechsel eines Gebäudes bei 50Pa Druckdifferenz zum Zeitpunkt des Testes beschreiben. Nicht mehr und nicht weniger.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Da zum auf-/zukurbeln eine Kraftübertragung von innen nach außen erfolgen muss, könnte an der Stelle keine Dichtigkeit hergestellt werden.
    Diese Aussage ist eine Ausrede, das stimmt nämlich nicht...
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  5. #4
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    Danke für die Einschätzung. Aber ich frage mich, warum die Ausrede notwendig ist (zumal noch nichts gebaut ist...)? Es soll ja nur sichergestellt werden, ob der nach EnEV vorgeschriebene Wert von 3,0 errreicht wird...also das Haus den gesetzliche Vorgaben genügt.
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  6. #5

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    Bekommst du eine Lüftungsanlage?
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  7. #6

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    an solchen Fensterkurbeln habe ich bisher noch keine nennenswerten Leckagen festgestellt.
    Viel öfters jedoch an den Kabeln/Leerrohren zu elektrisch bedienten Rollläden (in mind. 80% der Fälle bläst es dort raus).
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  8. #7
    Elopant
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    Moin zusammen,

    dein Problem hat sich von selbst erledigt, da es bei Velux Fenster der neuen Generation nur noch Aussenrolläden gibt, die entweder elektrisch oder über Solar betrieben werden. Manuell betriebenen Aussenrolläden sind nur noch für die alte Generation, ich glaube bis 02/2013 lieferbar.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Danke für die Einschätzung. Aber ich frage mich, warum die Ausrede notwendig ist (zumal noch nichts gebaut ist...)? Es soll ja nur sichergestellt werden, ob der nach EnEV vorgeschriebene Wert von 3,0 errreicht wird...also das Haus den gesetzliche Vorgaben genügt.
    Es gibt für die Luftdichtigkeit nach EnEV keine vorgegebenen "Grenzwerte".
    Die Anforderung lautet, dass die Gebäudehülle dauerhaft Luftdicht auszuführen ist!
    Die angegebenen Grenzwerte beziehen sich m.W. nach auf die Berücksichtigung bei den Wärmeverlustberechnungen (Lüftungswärmeverluste).
    Die Konsequenz kann daher nur lauten, so dicht wie nur irgend möglich alle Fugen und Anschlüsse auszuführen. 100% schafft man natürlich nicht.
    Die Schadenhäufigkeit korreliert wohl ebenfalls mit der Luftdichtigkeit (je dichter, je weniger Schäden).
    Eine n50 Luftwechselrate von 3/h ist unterirdisch.

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Viel öfters jedoch an den Kabeln/Leerrohren zu elektrisch bedienten Rollläden (in mind. 80% der Fälle bläst es dort raus).
    Dafür gibt es Membranstopfen, ein Elektriker der diese nicht kennt hat auf einer heutigen Baustelle nichts verloren.

    VG
    Geändert von Sanierung2012 (17.05.2014 um 10:22 Uhr) Grund: Ergänzung
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Sanierung2012 Beitrag anzeigen
    Dafür gibt es Membranstopfen, ein Elektriker der diese nicht kennt hat auf einer heutigen Baustelle nichts verloren.
    ich habe schon Top-Elektriker kennengelernt, die diese Stopfen nicht kannten.
    Und ich habe schon grottenschlechte Elektriker kennengelernt, die diese Stopfen kannten.

    Sie können mir glauben: da erkläre ich lieber mal ohne Groll einem Elektriker, dass es diese Möglichkeit gibt...
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Elopant Beitrag anzeigen
    Moin zusammen,

    dein Problem hat sich von selbst erledigt, da es bei Velux Fenster der neuen Generation nur noch Aussenrolläden gibt, die entweder elektrisch oder über Solar betrieben werden. Manuell betriebenen Aussenrolläden sind nur noch für die alte Generation, ich glaube bis 02/2013 lieferbar.
    Hmm glaube ich nicht so ganz, die sind auf der Velux-Seite noch aufgeführt und werden noch beworben...

    @Sanierung2012:
    Ich lese immer von N50-Zielwerten in der ENEV von 3,0 für Häuser ohne Lüftungsanlagen.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    @ Duesseldorfer
    Lies 'mal genau den EnEV Wortlaut von § 6 Absatz 1 Satz 1 und dann Satz 2 und das iVm Anlage 4 und § 3 iVm...usw.
    Jedenfalls geht daraus hervor, dass ein neu zu errichtendes Gebäude Luftdicht gemäß aRdT auszuführen ist.
    Soll die Luftdichtigkeit bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs berücksichtigt werden, dann darf der von dir genannte Wert nicht überschritten werden. Bei KWL gilt die Hälfte.
    Anzustreben ist immer kleiner 0,6 Luftwechsel/h als n50 Wert - so jedenfalls die Meinung hier im Forum.
    Das ist bei ordentlicher Ausführung auch machbar.
    Aber natürlich will der/die Auftragnehmer möglichst wenig Aufwand, da ist klar, dass mit einem Zielwert von 3,0 argumentiert wird.
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  14. #12
    Elopant
    Gast
    @Duesseldorfer

    beworben werden sie, aber mit dem Hinweis: nicht kombinierbar mit den Größen CK02 - UK10 ( alle Fenstergrößen der neuen Generation ) : Bef1005:
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