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  1. #1

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    "Lebensdauer" von XXX-Fertigbauweise

    Hallo,

    wir planen momentan ein ZFH in XXX-Beton-Fertigbauweise (kfw70).
    • Außenwand: Blähton-Fertigteil LC25/28 175mm, WDVS 165mm
    • Tragende Innenwände: Stahlbeton 140mm, bei Wohnungstrennwänden 160mm
    • Geschossdecken Stahlbeton 200mm
    • Trennwände Beton 80mm

    Ein befreundeter Bauingenieur rät uns dringend ab, da wir mit dieser Bauweise in 20 Jahren "große Probleme" bekommen würden und Erdbeben-sicher sei es auch nicht. Hört sich immer so an, als würde das Haus maximale wenige Jahrzehnte stehen. Richtige objektive Argumente konnte ich ihm allerdings noch nicht entlocken, was natürlich nicht automatisch heißt, dass es keine gibt. Habe im Internet allerdings keine gefunden. Vielleicht werde ich hier fündig?

    Danke und Gruß,
    Jim
    Geändert von Baufuchs (18.05.2014 um 07:01 Uhr) Grund: Produktname gelöscht/Nutzungsbedingungen beachten!
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  2. "Lebensdauer" von XXX-Fertigbauweise

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  3. #2

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    Ist diese Bauweise den wirklich günstiger? Kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Oder warum wollt ihr überhaupt mit Blähton bauen.
    Ich persönlich würde das bauen, was in der Region viel gebaut wird. Bei uns z.B. habe so gut wie alle mit 17,5 cm Poroton und Dämmung gebaut. Also habe ich das auch gemacht.
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  4. #3
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    Es ist in der Tat relativ günstig. Von der kürzeren Bauzeit ganz zu schweigen. Wesentliches Argument ist zudem, dass sämtliche Bauträger der Region, die wir per Gelbe Seiten und Google ausfindig gemacht und angerufen haben, keine Zeit / kein Interesse daran haben, unser Haus zu bauen. Lediglich eine Firma war zu einem Vorgespräch bereit (!), doch war diese Firma unmöglich. Ja, im Großraum Karlsruhe muss man als Kunde betteln, dass einem jemand sein Haus baut...
    Alternative sind somit momentan lediglich Holzständer-Fertighäuser, von denen haben wir etliche Angebote erhalten. Doch gefällt mir die massive Ausführung für ein ZFH mit 2,5 Stockwerken und Keller tendenziell besser (Schallschutz, Hitzeschutz).

    Aber egal, darum ging es doch gar nicht. Ich würde gerne wissen, ob es objektive, technische, bauphysikalische und insbesondere statische Aspekte gibt, die gegen die o.g. Bauweise mit Blähton sprechen.
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  5. #4

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    Ich sehe da bisher keine Probleme die nicht mit einer sauberen Planung gut in den Griff zu bekommen wären...
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  6. #5
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    Habe mir die Wand mal im U-Wert-Rechner angeschaut. Ich kenne leider nicht den exakten Wärmeleitkoeffizienten der Blähtonwand, habe mal 0,44W/mK für Blähton LC25/28 geschätzt. Jedenfalls schneiden sich Taupunkttemperatur und Temperatur der Konstruktion schon deutlich in der EPS-Dämmschicht. Habe Bedenken, dass das EPS absäuft. Vielleicht ist die Kritik des befreundeten Bauingenieurs an diesem Wandaufbau doch nicht ganz verkehrt? Ich vermute, dass ihn vor allem die Kombination aus relativ dampfdiffusionsoffener Blähtonwand mit deutlich dichterer EPS-Dämmung stört.
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  7. #6

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    das selber habe ich von Ytong mit Dämmung auch gedacht. Nur so viele bauen damit trotzdem.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    das selber habe ich von Ytong mit Dämmung auch gedacht. Nur so viele bauen damit trotzdem.
    Dass es viele machen, ist noch kein Beweis, dass es richtig ist.
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  9. #8

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    Funktioniert problemlos... Man muß solche Rechner nicht nur anwenden können sondern man sollte manchmal auch verstehen was da passiert...
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  10. #9
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Funktioniert problemlos... Man muß solche Rechner nicht nur anwenden können sondern man sollte manchmal auch verstehen was da passiert...
    Ich hoffe, ich hab's verstanden:

    Beim diskutierten Wandaufbau "Blähton - EPS - Silikonharzputz" nimmt der Dampfdiffusionswiderstand nach außen zu. Beim Taupunkt fällt die Feuchte aus. Und da der deutlich in der Dämmschicht liegt, kann's nass werden, was die Dämmwirkung beeinträchtigt, die Fassade schneller gammeln lässt und evtl. nach 20-30 Jahren einen Austausch des WDVS erfordert. Falsch?

    Bei der Holzständer-Alternative ist es ja definitiv andersrum. Hoher Widerstand innen, nach außen niedriger (im uns angebotenen Fall wird mit Holzfaserplatten gedämmt und mit Mineralputz abgeschlossen). Ist also wirklich beides gleich sinnvoll, obwohl es die eine Lösung genau umgekehrt wie die andere macht?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Jim888 Beitrag anzeigen
    Beim diskutierten Wandaufbau "Blähton - EPS - Silikonharzputz" nimmt der Dampfdiffusionswiderstand nach außen zu. Beim Taupunkt fällt die Feuchte aus. Und da der deutlich in der Dämmschicht liegt, kann's nass werden, was die Dämmwirkung beeinträchtigt, die Fassade schneller gammeln lässt und evtl. nach 20-30 Jahren einen Austausch des WDVS erfordert. Falsch?
    Grundsätzlich richtig. Nur muss hier noch gesagt werden, dass gewisse Tauwassermengen innerhalb eines Bauteils unschädlich sind und in den Sommermonaten immer etwas davon wieder verdunstet. Nur muss eben mehr verdunsten, als kondensiert.

    Wie HPF schon sagte: mit ordentlicher Planung und sauberer Ausführung völlig unproblematisch.
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  12. #11
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    Also unproblematisch deshalb, weil die Feuchte-Mengen, die aufgrund von Diffusion in die Dämmung kommen, vernachlässigbar gering sind?
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  13. #12

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    und weil sie problemlos im Sommer wegdiffundieren
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  14. #13
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    OK, im Sommer. Und in der nassen und kalten Jahreszeit, wenn die Effektivität der Dämmung besonders wichtig ist?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    EPS kann 3-5m% aufnehmen ... das sind maximal 2l/m³ ... das ist noch unterhalb der Messgrenze, was da mit der Wärmeleitfähigkeit passieren sollte ...
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  17. #15

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    Addiert es sich minimal auf aber bedeutet kein Problem. Ist im Grunde in jedem Mauerwerk so...
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