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  1. #1

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    Garage in Betonbauweise oder Mauern?

    Hallo an die Experten,

    da mein letzter Thread anscheinend gelöscht wurde, versuche ich es auf diesem Wege nochmal in vereinfachter Form:

    Was wäre bei einer Garage, die direkt an das Haus anschließt, (mit Betonflachdach, auf dem eine Terrasse geplant ist) für eine Bauweise zu bevorzugen:

    Beton, Schallungsbauweise, Innen und Außen verputzt
    Ziegelbauweise, Innen und Außen verputzt


    Mein Problem ist, dass laut Bauvertrag die Fertiggarage herausgenommen und eine "Garage gemauert" für einen X-fachen Mehrpreis aufgenommen wurde.
    Nun ist diese "Garage gemauert" in Betonbauweise (abgesehen von der Wand zum Haus hin) erstellt worden.
    Die Elektroinstallation kann ich nun an den Außenwänden komplett Aufputz machen (nervt mich tierisch, da ich es einfach nur hässlich finde).
    Im Winter hatte ich Minusgrade in der Garage.
    Fahre ich ein nasses Auto in die Garage, ist es nach einer Woche noch immer nass.

    Ich als Laie bilde mir ein, dass ich mit einer gemauerten Garage weder ein Temperaturproblem, noch ein Nässeproblem hätte. Kann man das so pauschal sagen?

    Hinzu kommt die Frage, ob eine Betonbauweise preislich ggf. billiger als Ziegelbauweise ist?


    Vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen.


    Vielen Dank im Voraus.

    Jason
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  2. Garage in Betonbauweise oder Mauern?

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  3. #2
    SteveMartok
    Gast
    Hallo,

    ich bin zwar in dem Sinne kein ,,Bau-Experte", aber gelernter Landschaftsgärtner und baue zur Zeit, vor allem, weil man als Privatmann momentan keine Baufirmen ranbekommt, selber eine Garage.
    Ich habe mich damit auch fast vier Jahre beschäftigt, vor allem, ob Fertiggarage aus Beton, aus Elementen, ob Holzständer oder doch konventionell gemauert. Ich mauere nun massiv aus KS auf Bodenplatte.

    Von Betongaragen habe ich Abstand genommen. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen hätte mich meine Größe aus Betonelementen oder komplett fertig ein Vermögen gekostet (800 x 360 x 275), da ist alles gemauerte günstiger. Dann gefielen mir die dünnen Wände der Fertiggaragen nicht, ich benutze die Garage auch als Werkstatt für eine kleine nebenberufliche Fahrradwerkstatt, da muss man eine Menge an den Wänden anbringen können, das geht ohne weiteres nicht an den 8 cm - Wänden.
    Das mit der Installation ist ebenfalls ein Punkt: Die Betonwände, selbst mit Elementen, die innen noch ausgegossen werden, darf man nicht einfach aufschlitzen und selbst wenn, ist es eine Schei...-Arbeit. Da bleibt oft nur Aufputz. Das ist bei genauerten Wänden doch einfacher, es ist größtenteils keine Bewehrung enthalten und man kann alles an elektr. Inst. gut u.P. legen, wenn richtig geplant. Das kann man auch in Beton, aber muss dann meist vorher schon erfolgen, das kostet auch richtig, und in Deinem Fall ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen.

    Die spürbare Kälte ist auch für mich gefühlsmäßig mehr vorhanden in Betongaragen als in gemauerten. Aber grundsätzlich hat man, egal ob Beton, Porenbeton, KS oder Hohllochziegel, die Kälte, die draußen ist, größtenteils auch drinnen.
    Das kann man nicht ändern, das liegt auch nicht nur rein am Beton. Es ist egal, was für ein Wandaufbau da ist, er wird eine Garage nicht von selbst aufwärmen...das ist eben oft...Einbildung!

    Was die Feuchtigkeit angeht...naja, ich finde, zu einer Garage, insbesondere auch Betongaragen, gehört eine vernünftige Lüftung und würde ich Garagen verkaufen, würden die alle, so wie meine gerade entstehende, eine Hygrostat-gesteuerte Lüftung beinhalten.
    Gerade in Beton-Garagen kondensiert das Wasser im Winter auf den Wänden und Decken durch den Nässeintarg des Autos. Das kann man nicht verhindern, aber man kann es durch eine gut durchdachte Duchlüftung mehr oder weniger gut abführen. Oft haben die Garagen nur hinten zwei, drei Lüftungsauslässe, die auch noch mit Gittern verdeckt sind, die reichen oft nicht aus, um richtig zu lüften. Folgen sind hohe Feuchtigkeit, schlechter Abtransport derseleben (sowieso schon schlecht bei Kälte) und einhergehend oft Stockflecken oder gar Schimmel, was bei eingelagerten Dingen sehr ärgerlich sein kann.

    Was meine Erklärungen Dir nun bringen, musst Du sehen.
    Ob Du zusammen mit der Firma, die die Garage ausgeführt hat, noch etwas ändern kannst, wage ich zu bezweifeln.
    Du wirst ja auch ein Leistungsverzeichnis oder wenigstens eine Baubeschreibung damals erhalten haben, in der die Ausführung fetsgehalten war, ich glaube nicht, das da in deinen Unterlagen nur ,,1 psch gemauerte Garage" stand.

    Damit würde ich mich zuerst auseinander setzen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Servus Steve,

    danke für deine Erfahrungen und Hinweise!

    Es steht im Vertrag in der Tat nur "1 pau Garage gemauert".
    Ich habe das ganze einmal angesprochen, da wurde gesagt Beton wäre 1. teurer gewesen und man hätte das 2. aus dem Grund gemacht, weil die ganze Garage bei Ziegelbauweise wohl unter der Last etwas nachgegeben hätte und sich dann Risse im Putz gebildet hätten. Saubere Ausrede nach vollendetem Pfusch, meiner Meinung nach.
    Wegen der Be- und Entlüftung war die Lapidare aussage, ich solle mir doch ein Loch in mein Garagentor schneiden und ein Gitter anbringen.

    Mein Vorschlag wäre eine Kernbohrung an der Garagenrückwand inklusive Ablüfter mit Feuchtefühler. Diese Luft würde dann in mein Carport abgeführt werden. Die Zuluft wird durch eine Gummilippe unten am Garagentor gezogen.

    Diese Garage hat knapp das 6-fache einer einfachen Fertiggarage gekostet, allerdings ist sie von der Fläche her wohl auch doppelt so groß.


    Gruß
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  5. #4
    SteveMartok
    Gast
    Nun gut, aber Du hätttest neben dem Werkvertrag auch eine detailierte Beschreibung der Ausführung erhalten müssen. Ich denke, fürs Haus wird es doch auch eine Planung gegeben haben oder stand da auch ,, 1 x pauschal EFH für 4 Pers."?
    Und auch die Garage benötigt eine Statik und Ausführungspläne, egal ob von einem Bauunternehmer mitgebaut oder selbst erstellt vom Privatmann.
    Da hätte man detailiert festlegen können, welche Baustoffe, bodenplatte usw. verwendet werden.
    So scheint es mir jetzt fast, Du hast eine Garage zusätzlich zum Haus bestellt, der Unternehmer hat Dir einen Preis genannt und Du hast bezahlt.
    Ob das nun der wirkliche Preis der Garage war, wage ich zu bezweifeln, Du hast bezahlt und der Bauunternehmer hat dann die für ihn günstigste Variante genommen.


    Und warum soll das Mauerwerk sich setzen und Risse bekommen und die Betonwände nicht? Das ist ja auch mal so eine typische Bauherren-Verschei..erung!
    Dann lassen wir uns alle zukünftig alle die Häuser als Fertigbetonwürfel hingießen, dann gibts nie wieder Setzrisse !

    Da ist, denke ich, gehörig etwas schief gelaufen.
    Das sieht man auch schon daran, dass es nichtmal simple Lüftungslöcher zu geben scheint.
    Da
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  6. #5
    Themenstarter

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    Eine Baubeschreibung zur Garage gibt es leider nicht. Da existieren nur die Pläne und eben die eine Zeile im Angebot/Vertrag.
    Die Ausrede, wieso Beton, konnte ich auch nur mit einem Kopfschütteln quittieren.

    Mir scheint, als müsste ich hier mal einen Anwalt bemühen.
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  7. #6

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    Statikprobleme außen vor - rein bauphysikalisch ist es völlig Bockwurst, ob Du Deine Garage aus Ziegeln, Kalksandstein oder Porenbeton machst.
    Solange Du die nicht beheizt jedenfalls. Vielleicht ist die Betongarage ein bis zwei Tage eher ausgekühlt als z. B. die Ziegelgarage. Gleicht sich im Laufe des Jahres aber aus, da sie ja auch eher wieder warm wird.

    Ansonsten hast Du, außer dem Wörtchen gemauert, das bekommen, was Du bestellt hast - ein Stück Garage.
    Wenn Du Installationsschlitze oder Lüftungslöcher haben willst, musst Du das halt vorher festschreiben.
    Letztendlich hast Du doch auch die Bauunterlagen unterschrieben, da hätte Dir auffallen müssen, dass da kein Wort zur Innenausstattung steht.
    Wenn ich bei Dir eine neue Steckdose 230V bestelle, könntest Du mir ja eine billige vom Baumarktgrabbeltisch einbauen. Vertrag erfüllt.
    Wenn ich Markenware haben will, muss ich es Dir halt vorher mitteilen.


    Gruß Stoni
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  8. #7
    Themenstarter

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    Guten Morgen,

    klar wurde der Teil "Garage" erfüllt. "Gemauert" wurde aber nicht erfüllt. Freie Materialwahl, egal was vertraglich vereinbart ist, kommt mir nicht unbedingt rechtens vor.
    Wenn ich dir aber die billige Steckdose einbaue, muss die Funktion einer Steckdose trotzdem gegeben sein. Zu einer Garage gehört nach meinem Verständnis auch eine Feuchteregulierung, denn es ist ja kein Lagerraum für Schimmelkäse oder sonstiges.
    Heute morgen war ein brutaler Dampf in der Garage. Nun kann ich einen elektrischen Lüfter mit Feuchteüberwachung einbauen und diesen das ganze Jahr über betreiben. Möchte ich so nicht hinnehmen.

    Gruß

    Jason
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  9. #8

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    Wie alt ist denn die Garage?
    Ich habe eine gemauerte und eine betonierte, das Innenklima ist bei beiden gleich.
    Da allerdings beide Gargen ausreichend Zeit ohne Tor verbracht haben, konnten sie innen auch austrocknen.
    Preisunterschied in der Erstellung sehe ich nicht.
    Be- und Entlüftung sollte allerdings Standard sein
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  10. #9

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    Zitat Zitat von JasonV Beitrag anzeigen
    Zu einer Garage gehört nach meinem Verständnis auch eine Feuchteregulierung,
    Sehr seltsames Verständnis. Ich habe noch nie eine Garage für ein normal benutztes Auto mit Feuchteregelung gesehen. Es gibt Oldtimer-Freaks, die sich so etwas bauen lassen, aber das kostet halt etwas.

    Bei meiner Garage steht halt normalerweise das Fenster auf Kipp.
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  11. #10
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    z.B. Durchzug schaffen bei Nass eingestellten Autos?????
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  12. #11

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    .... permanente durchlüftung hilft auch! auf einer seite unten rein, auf der anderen seite oben raus!
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    .... permanente durchlüftung hilft auch! auf einer seite unten rein, auf der anderen seite oben raus!
    Genau so etwas meine ich natürlich mit Be- und Entlüftung ;-)
    Eine aktive Regelung ist sicher nur für hochwertige Oldies nötig.
    Mein Buckelvolvo darf nach dem Permanentprinzip wohnen, in der Betongarage.
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  15. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    z.B. Durchzug schaffen bei Nass eingestellten Autos?????
    Das meinte ich mit Feuchteregulierung.
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