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SML Rohre in der Erde - unzulässig?

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  1. #1

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    Frage SML Rohre in der Erde - unzulässig?

    Hallo zusammen,

    vor einigen Jahren habe ich einen Teil der Abwasserleitung durch eine Sanitärfirma instand setzen lassen. Die Abwasserleitung liegt zum Teil in der Kellersohle im sandigen Erdreich.

    Nun musste ich neulich den darüber liegenden Beton für andere Arbeiten durch eine andere Firma aufstemmen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass die erneuerte Abwasserleitung und die Schnellverbinder zwischen den Rohrstücken schon sehr stark korrodiert waren - was mich sehr schockierte.

    Man teilte mir mit, dass dies wohl daher komme, dass die Firma SML-Rohre verwendet hat. Im erdberührenden Bereich sei dies nach DIN aber nicht mehr zulässig. Es hätten alternativ sogen. TML-Rohre verwendet werden können - jedenfalls NICHT SML.

    Nun habe ich ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass diese Vorschrift wohl entsprechend DIN EN 877 besteht.Nun ist die letzte Fassung dieser Norm wohl von 2012, die davor von 2010 und davor von 1999.

    Da ich kein Experte bin: Kann mir jemand sagen, seit wann genau diese Anforderung (bzw. die Unzulässigkeit von SML im Erdreich) besteht - entsprechend DIN. Die Arbeiten wurden nämlich 2009 durchgeführt - und wenn die Anforderung laut DIN erst z.B. seit 2010 besteht, dann habe ich natürlich schlechte Karten, wenn ich das Unternehmen hier zur Nachbesserung auffordern möchte.

    Vielen Dank

    Melanie G.

    PS: Bitte keine allgemeinen Diskussionen über SML oder Kunststoff oder dergleichen.... Das hilft mir nicht weiter... Vielen Dank!
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  2. SML Rohre in der Erde - unzulässig?

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  3. #2
    Avatar von Schmitt
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    Hallo Melanie,

    in meinem vorliegenden Kommentar zur DIN 1986 der "Gebäude- und Grundstücksentwässerung" 1. Auflage 1995 ist unter Pkt. 4.1.10 Biegesteife Rohre folgendes benannt:

    Biegesteif sind Rohre, bei denen die Belastung keine wesentliche Verformung hervorruft und damit keine Auswirkungen auf die Druckverteilung hat. Zu ihrer Bemessung ist der Spannungsnachweis oder der Tragfähigkeitsnachweis maßgebend.

    Hierzu zählen z. B. Steinzeugrohre, Betonrohre, Faserzementrohre, Stahlrohre, Gussrohre
    (z. B. SML).

    Damit dürfte die Frage beantwortet sein.


    mfG. Schmitt
    Geändert von Schmitt (24.05.2014 um 16:18 Uhr) Grund: Korrektur
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  4. #3
    Avatar von Schmitt
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    mfG. Schmitt
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    Eben gefunden aus Unterlagen des Informationszentrum für Entwässerungstechnik Guss e. V.

    Zur Erdverlegung von gusseisernen Abflussrohren enthält der neue Kommentar zur DIN 1986-4 noch folgende Hinweise: “Obwohl Rohrleitungen aus Gusseisen nach DIN EN 877 für eine Verlegung im Erdreich grundsätzlich geeignet sind, kann es bei sauren Böden (pH-Werte unter 5) zu Korrosionsschäden kommen. Deshalb ist vor der Verlegung im Erdreich die Eignung der Außenbeschichtung mit dem Rohr-hersteller abzustimmen und seine Zustimmung einzuholen“.

    Zur Beurteilung von Grundleitungen in aggressivem Boden bzw. Grundwasser benötigt der Hersteller mindestens folgende Informationen:

    Genaue Beschreibung der Bodenverhältnisse

    Präzise Angaben zum Baugrund und seiner Tragfähigkeit

    Ergebnisse von Boden- bzw. Grundwasseruntersuchungen


    mfG. Schmitt
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  5. #4
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    Vielen Dank. Das hilft mir aber leider bei meiner Frage nicht weiter....

    Der Hersteller Dueker schreibt: Das Beschichtungssystem der TML Abflussrohre beruht auf der DIN EN 877, wonach die früher übliche Verwendung von SML-Rohren für die Erdverlegung nicht mehr zulässig ist.

    Mich interessiert seit wann das der Fall ist.

    VG
    M.Gruenberg
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  6. #5

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    wenn der vertrag nach vob/b geschlossen wurde, dann wirst du ganz geringe chancen haben, etwas zu regulieren. bei einem vertrag nach bgb kannst du den mangel noch anzeigen und deinen anspruch zur regulierung geltend machen. viel glück.
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