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Holzhaus mit Lehm und Wandheizung

Diskutiere Holzhaus mit Lehm und Wandheizung im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Holzhaus mit Lehm und Wandheizung

    HAllo @all,

    ich hoffe, dass ich in diesem Forum richtig bin!
    Wir haben ein Angebot eines Holzahsubauers (Holzrahmenbau mit ca 40cm Wandstärke), der mit Holzfasern dämmt und der als letzte innere Ebene Lehmplatten hintackert. Diese Lehmplatten haben länglich Vertiefungen, in denen man entweder Leitungen oder Wasser verlegen kann. Mit diesen Leitungen bzw. Wasser würde dann das Haus als Wandheizung beheizt. Nun meine Frage: hat jemand damit Erfahrungen, werden da die Räume zu vernünftigen Kosten warum oder rattert der Stromzähler nur so? Zusätzlich würde es noch eine Photovoltaik-Anlage geben!

    Wand und Dachaufbauten sind homogen in Holz und Lehm gehalten mit einem U-wert ca. =0,12w:m²xk .

    Alternativ würde er pro Raum eine Marmorplatte hinhängen, die ebenfalls mit Strom beheizt werden würde. Klingt alles sehr interessant, aber wir sind nicht sicher, wie gut das System ist. Referenzliste sollen wir noch bekommen.

    Bin dankbar für Meinungen!

    Grüße aus Schwaben
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  2. Holzhaus mit Lehm und Wandheizung

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  3. #2

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    Eine reine Stromheizung????
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  4. #3
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    Hi,

    Haus soll wohl so gut gedämmt sein, dass das nicht mehr viel kostet. Zudem noch Photovoltaik!
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  5. #4

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    Aha, deswegen schein im Winter auch die meiste Sonne für die PV-Anlage. Wie wollt ihr Warmwasser machen? und die doofen Marmorplatten sind auch nicht billig.
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  6. #5
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    Ja, verdammt, ihr habt nicht unrecht... ich muss mich nochmal schlau machen und melde mich dann wieder.
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  7. #6

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    Zusätzlich erhöht die Wandflächenheizung in der Aussenwand den Wärmedurchgang von 3W/m² auf 4,2W/m². Nicht schlau. Das wären dann so, als hätte die Wand nur 0,16 W/m²K. Nicht schlau.
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  8. #7

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    diese Marmorplatte ist wahrscheinlich Infrarot Heizung (IR Heizung ). Wie erreicht man mit Holz und Lehm U-wert ca. =0,12w:m²xk? Da fehlt mir irgendwelche art von Dämmung.

    In diese Lehmplatten kann man super eine wasserführende Wandheizung betreiben und das Wasser kann dann mit LWP (mit Strom) aufgewärmt werden.

    Also ich persönlich denke das der TE einiges falsch verstanden hat bzw. falsch wieder geben hat. Keine wurde teuere Lehmplatten nehmen und dann mit Infrarot Heizung heizen, wenn man super it wasserführenden Wandheizung arbeiten kann.
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  9. #8

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    Eine (wassergeführte) Wandheizung ist was ganz feines, würde ich absolut empfehlen. Für die Wandheizung müssen es aber nicht die sauteuren Platten mit den vorgefrästen Rohrführungen sein, man kann die Rohre auch auf die Holzfaserplatten verlegen und dann mit Lehm einputzen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von verbatim3 Beitrag anzeigen
    Bin dankbar für Meinungen!
    Nun ja, so pauschal lässt sich das nicht übers Knie brechen.

    Und - in meinen Augen noch viel wichtiger - es geht nicht nur um Details, auch das Gesamtkonzept muss stimmen und in sich schlüssig sein.
    Ein U-Wert von 0,12 W/m²K ist recht gut, d.h. schon Passivhaus -Niveau!
    Ob man sich dagegen mit 40 cm starken Wänden wohl fühlt, ist eine andere Sache, d.h. ihr habt dann eine extrem tiefe Fensterlaibung.

    Wenn Wände im Passivhaus-Standard gebaut werden, sollten die Fenster das ebenfalls sein (3-fach Verglasung).
    Dann benötigt ihr aber eine entprechende Lüftung / Lüftungskonzept.

    Von der Sache her muss der Holzhausbauer ja eigentlich eh einen Energieausweis erstellen, daran lässt sich die Größenordnung des zu zu erwartenen Energieverbrauches mit entsprechender Fachkunde abstimmen. (Ich würde einen guten Energieberater empfehlen).

    Warmwasser ist gerade bei Passivhäusern ein entscheidener Anteil und nicht zu vernachlässigen!!!

    Um meine Meinung nochmal auf den Punkt zu bringen:
    Das Konzept hört sich durchaus interessant an und könnte auch funktioneren, aber nicht so schnell nebenbei,
    d.h. alles muß im Detail und gründlich überlegt / abgestimmt sein.

    Ich empfehle eine unabhängige Prüfung / Bauüberwachung.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Primut Beitrag anzeigen
    ....Warmwasser ist gerade bei Passivhäusern ein entscheidener Anteil und nicht zu vernachlässigen!!!
    Korrekt! Bei sehr gut gedämmten Gebäuden verschieben sich die Proportionen. Der Energieanteil für WW erreicht wesentlich höhere % Anteile (tatsächlicher Bedarf). Daher ist es bei solchen Gebäuden durchaus sinnvoll, die Wärmeerzeugung für Hzg u. WW zu trennen.
    Wandheizung an AW kann schnell zum Groschengrab werden!
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  12. #11

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    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Korrekt! Bei sehr gut gedämmten Gebäuden verschieben sich die Proportionen. Der Energieanteil für WW erreicht wesentlich höhere % Anteile (tatsächlicher Bedarf).
    Wir haben kein Passivhaus - aber Transmissionswärmeverluste sind schon weit unten (Wand z.B. wie hier 0.122 im U-Wert). Unser Wärmeerzeuger ist eine WP mit Tiefenbohrung. ca. 40% der erzeugten Wärme gehen in die Warmwassererzeugung. Von der primären Seite aus gesehen sind das über 50% des genutzten Stroms (da die AZ für WW schlechter ist) - das ist in der Tat signifikant und hätte ich so intuitiv nicht erwartet.

    Da kommt dann auch wieder die PV-Anlage ins Spiel - hier wird ja oft gesagt das die in Verbindung mit WP gar nichts bringt, weil sie den Strom erzeugt wenn man ihn nicht braucht (im Sommer).

    Wenn man nun mal ganz naiv rangeht - 50% Strom für die Heizung - fallen an in 3 Monaten des Jahres an - in diesen fällt 0 Solarstrom an. Dann bleiben aber immernoch 50% WW - die sich vermutlich halbwegs gleichmäßig auf 12 Monate verteilen. Schaffe ich es in den 3/4 des Jahres nun wenigstens den WW Teil mit PV zu decken wären das schon fast 40%. Und das alles unter der Annahme das ich 9 Monate gar keine Heizung brauche (was nicht stimmt).

    -> PV in Verbindung mit WP kann also sinnvoll sein - man muss die beiden nur noch sinnvoller verbinden. Wenn man dann noch einen Teil der Heizung mit abdeckt,dann kann man sicher 50% der Heizung aus der PV betreiben.

    Und zu den echten Erträgen: meine Anlage hatte Nov, Dez und Jan knapp 300kWh - Feb dann schon fast 600 (gut - der war sonnig) - aber März war dann schon 750 in '13 und 900 in '14...

    Meiner Meinung nach der sinnvollste Weg zur Nutzung von Solarstrom - direkt da wo er erzeugt wird.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .... (Wand z.B. wie hier 0.122 im U-Wert). Unser Wärmeerzeuger ist eine WP mit Tiefenbohrung....
    Ob das bei sehr geringen Transmissionswärmeverlusten, wirtschaftlich insgesamt zielführend ist, würde ich nicht unbedingt vermuten!
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .... ca. 40% der erzeugten Wärme gehen in die Warmwassererzeugung....
    Infolge der höheren benötigten VLT zunächst eine energetische "Schwächung"[/quote] LWP profitieren von hohen AT erheblich, wovon SWP oftmals nur träumen können (AZ bzw. Anlagenaufwandszahl)!
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .... Von der primären Seite aus gesehen...
    Endnutzer müssen direkt verbrauchte Endenergie bezahlen, nicht Primärenergie!
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .... Da kommt dann auch wieder die PV-Anlage ins Spiel - hier wird ja oft gesagt das die in Verbindung mit WP gar nichts bringt, weil sie den Strom erzeugt wenn man ihn nicht braucht (im Sommer).
    Völlig falsch! Ausschlaggebend sind stets Jahresenergiebilanzen (Heizung, WW, Kühlung, Lüftung) nicht kurzeitige Momentanereignisse!
    Dass ich eine z.B. 6 kW SWP im Winter bei -25°C nachts leistungsmäßig nicht mit PV Erträgen versorgen kann, dürfte selbst dem Naivsten auffallen! ;-)
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    .... - die sich vermutlich halbwegs gleichmäßig auf 12 Monate verteilen.
    Korrekt, der WW Bedarf ist völlig unabhängig von äußeren Angeboten/ Bedingungen! ;-)
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    ....PV in Verbindung mit WP kann also sinnvoll sein -...
    Eine bessere Nutzung von Solarenergie ist mir nicht bekannt! Zumal Strom mit einer WP stets mit einem Faktor 1: 3,5 ...4,5 "veredelt" wird.
    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    ...Meiner Meinung nach der sinnvollste Weg zur Nutzung von Solarstrom - direkt da wo er erzeugt wird.
    Absolut korrekt! Solare Energiespeicherung ist ein zentrales, übergreifendes Thema. Thermisch im EFH Bereich z.Z. völlig ungelöst!

    v.g.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Eine bessere Nutzung von Solarenergie ist mir nicht bekannt! Zumal Strom mit einer WP stets mit einem Faktor 1: 3,5 ...4,5 "veredelt" wird.
    Echt? Dabei hatte ich immer gedacht, dass man bei einer Luft-WP im Winter bei -12 °C schon froh sein kann, überhaupt eine Leistungszahl von 3 zu erreichen.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Ob das bei sehr geringen Transmissionswärmeverlusten, wirtschaftlich insgesamt zielführend ist, würde ich nicht unbedingt vermuten!
    Da bin ich aber froh das "Wirtschaftlichkeit" nicht das Ziel war! Ich wollte einfach eine Erdwärmepumpe


    Infolge der höheren benötigten VLT zunächst eine energetische "Schwächung"[/quote] LWP profitieren von hohen AT erheblich, wovon SWP oftmals nur träumen können (AZ bzw. Anlagenaufwandszahl)!
    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Endnutzer müssen direkt verbrauchte Endenergie bezahlen, nicht Primärenergie!
    Da hast du mich falsch verstanden - wenn meine WP 12000kWh thermisch erzeugt und davon 4800kWh in das WW gehen, dann ist das sekundärseitig ein Verhältnis von 60:40 (Heizung:WW). Da die AZ für Heizung aber (z.B.) 5 ist - und die für WW (z.B.) 3 sieht das Verhältnis primärseitig eben so das ich für die 4800kWh für WW 1600kWh elektrischen Strom einkaufen muss - für die 7200 kWh thermisch die ich zum heizen brauche aber nur 1440 kWh. Damit hat meine Heizung insgesamt 3040kWh elektrischen Strom gebraucht und der WW Anteil daran sind 52.6%.

    Verstehen Sie?

    Ich hab meine Zahlen nicht mehr genau im Kopf, aber meine JAZ liegt für alles bei 4,5 oder 4,6 - und Heizung hat "fast 6" als AZ - und WW 3,x.

    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Völlig falsch! Ausschlaggebend sind stets Jahresenergiebilanzen (Heizung, WW, Kühlung, Lüftung) nicht kurzeitige Momentanereignisse!
    Quark! Nach dem Maßsstab hab ich ein "Plusenergiehaus" - weil ich deutlich mehr Strom erzeuge als verbrauche. Aber wenn man das Ganze sinnvoll betreiben will, dann darf man nicht einfach annehmen das es "das Netz" gibt und das einfach so immer abnimmt was ich erzeuge - und immer liefert wenn ich brauche (also quasi eine unendlich große Batterie). D.h. man muss sich schon darüber Gedanken machen wann ich erzeuge und wann ich verbrauche - und wie das zusammenpasst.

    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Korrekt, der WW Bedarf ist völlig unabhängig von äußeren Angeboten/ Bedingungen! ;-)
    Das stimmt nicht ganz - im Winter wird hier doch immer mal gebadet - im Sommer nicht. Im Sommer wird auch mal im Schwimmbad geduscht - oder im Garten einfach der Schweiss abgespült (Solardusche) und die Dusche im Haus entfällt. So ganz unabhängig ist es nicht - aber in erster Näherung wahrscheinlich genau genug.

    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Absolut korrekt! Solare Energiespeicherung ist ein zentrales, übergreifendes Thema. Thermisch im EFH Bereich z.Z. völlig ungelöst!.
    Wenn mein Solarstrom nicht mittels Einspeisevergütung eingekauft würde würde sich ein Heizstab im WW-Speicher gut machen - dann könnte man mehr nutzen als nur mittels WP. Speicher auf 55 °C mit WP und dann bis 90°C mit Heizstab. Das müsste man natürlich intelligent steuern.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Echt? Dabei hatte ich immer gedacht, dass man bei einer Luft-WP im Winter bei -12 °C schon froh sein kann, überhaupt eine Leistungszahl von 3 zu erreichen.
    3 erreichen die meisten LWP vermutlich nichtmal über das ganze Jahr im Mittel
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