Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1

    Registriert seit
    06.2014
    Ort
    Hildesheim
    Beruf
    Softwareentwickler
    Beiträge
    2

    Unglücklich Schallschutz Altbau - Mangel oder für Bauzeitpunkt üblich?

    Moin!

    Ich bin ehrlich gesagt tendenziell verzweifelt und hoffe, dass ich zumindest im Ansatz im richtigen Forum gelandet bin. Ich bin Ende 2012 in das Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses (9 Wohnungen) gezogen und habe mir um Luftschall/Trittschall/Schallbrücken/Hellhörigkeit keine Gedanken gemacht.

    Leider musste ich recht schnell feststellen, dass sich die Hellhörigkeit dieses Hauses - zumindest aus meiner Perspektive - auf einem sehr, sehr hohen Niveau bewegt. Nun ist es nicht so, dass mich die Wohngeräusche meiner Nachbarn stören - sondern diese fühlen sich durch mich gestört.

    Ich muss in diesem Kontext gestehen, dass ich als Nachtmensch häufig die ganze Nacht wach bin und mich dementsprechend auch in der Wohnung bewege. Vor diesem Hintergrund habe ich durchaus Verständnis für die Situation der Nachbarn. Allerdings sehe ich das Problem eher im Bereich der Mietsache als in meiner Lebensführung (Waschtrockner, Möbelrücken usw. niemals nach 22 Uhr, keine Feiern o.ä. - ich bin kein Idiot :-/) und versuche aktuell herauszufinden, ob hier ein Mangel vorliegt oder ob wirklich ich das Problem bin.

    Nach viel Recherche ist mir bekannt, dass der Vermieter - soweit nicht anders vereinbart - den Schallschutz schuldet, der zum Bauzeitpunkt - bei Ausführung ohne Mängel - üblich war. Das Baujahr des Hauses ist mir nicht bekannt, aber ich gehe davon aus, dass es ein Altbau ist. Der Fußboden gibt bei Gewichtsverlagerung und jeglichen Schritten deutliche Geräusche von sich - ich vermute die Ursache sind die Nägel der Dielen auf auf einer Holzbalkendecke (= Baujahr vermutlich < 1960?). Es ist mir ein Rätsel, warum die Dielen bei der Verlegung des neuen PVC Belages in der gesamten Wohnung (vor meinem Einzug!) nicht verschraubt wurden.

    Darüber hinaus sind selbst leise Gespräche, Niesen und - sofern ich nicht halluziniere - sogar das „Abreissgeräusch“ von WC-Papier zu hören. Mich stört das alles nicht, da ich seit den ersten Beschwerden der Dame unter mir bzgl. "Nachtmusik" nahezu ausnahmslos Funkkopfhörer trage und hierdurch wenig mitbekomme.

    Leider fühle ich mich aber durch das "Ruhe!"-Geschrei der Dame unter mir (offenbar ist selbst das Geräusch eines Bleistifts auf Papier [sic!] für sie eine Störung der Nachtruhe) inzwischen in meiner Wohnung nicht mehr wohl und gehe davon aus, dass die einzige Lösung ein Umzug meinerseits sein wird.

    Lange Rede kurzer Sinn: Bevor ich (unabhängig davon ob Mangel oder nicht) genervt das Weite suche, wäre ich sehr dankbar für Einschätzungen im Hinblick darauf, ob ein derartig mieser Schallschutz dem damaligen Standard entsprechen kann oder ob hier vielleicht ein Mangel der Mietsache - vielleicht durch Fehler beim Ausbau des DG – vorliegt und folglich der Vermieter (=Wohnungsbaugesellschaft) eher Ansprechpartner für Vorwürfe ist als ich.

    Ich muss einfach wissen, ob das Zusammenleben von Menschen mit derartig diametral zueinander verlaufenden Tag/Nacht-Rhythmen in manchen Häusern schlicht problematisch ist oder ob derartiger Ärger nur bei Mängeln der Mietsache zu erwarten sein sollte. Vielen Dank schon einmal im voraus.

    Gruß
    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Schallschutz Altbau - Mangel oder für Bauzeitpunkt üblich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    NRW
    Beruf
    Sparkassenfachwirt
    Beiträge
    1,473
    Mein Nachbar hat an der Trennwand zwischen seinem Schlafzimmer und meinem Schlafzimmer einen Fernseher wandhängend befestigt. Er kommt meist gegen 23 Uhr nach hause und bis 3 Uhr nachts kann ich dir Sender und Sendung nennen.

    Wenn man selbst um diese Uhrzeit schlafen geht kann einem sowas mächtig auf den Zeiger gehen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Das Problem ist meistens aber durch starre Verschraubungen hervorgerufen. Wenn man das mit Gummilagern macht wird es viel viel besser...

    Ich habe hier auch Holzbalkendecke, Geräusch erzeugende Geräte gehören hier auch schwimmend gelagert, ein Stück Teppich unter Box und Fernseher wirkt WUNDER
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,470
    Lange Rede kurzer Sinn: Bevor ich (unabhängig davon ob Mangel oder nicht) genervt das Weite suche, wäre ich sehr dankbar für Einschätzungen im Hinblick darauf, ob ein derartig mieser Schallschutz dem damaligen Standard entsprechen kann oder ob hier vielleicht ein Mangel der Mietsache - vielleicht durch Fehler beim Ausbau des DG – vorliegt und folglich der Vermieter (=Wohnungsbaugesellschaft) eher Ansprechpartner für Vorwürfe ist als ich.
    Es ist nicht deine Aufgabe das *warum* herauszufinden. Mangelwarscheinlichkeit dürfte hoch bis sehr hoch sein.
    Tatsache dürfte mehr oder weniger sein, dass die Probleme vorhanden sind und nicht ohne ganz erheblichen Aufwand abzustellen sind.
    Natürlich kann man streiten ... blos was bringts wirklich ? Geschiss, Theater, *Nettigkeiten* ... die ganze Palette rauf und runter ... und am Ende steht was ?

    Wenns wirklich so schlimm ist dass schon das Kratzen des Bleistifts auf dem Papier für nen in der Wohnung drunter für nen Schreianfall sorgt ... würde ich ganz schnell die Startlöcher graben und mir nach was anderem schauen.
    Wenn noch nicht mal nen Furz lassen kannst ohne das das technische Hilfswerk ausrückt und am nächsten Tag in den Nachrichten was von nem Bombenanschlag steht .... wer braucht denn so nen Mist ?

    Wenn ne Wohnung zu finden nicht grade ein unlösbares Problem darstellt .... ganz einfach *wech da* .... und *abhaken*. Alternative : Dickes Fell zulegen, ignorieren ---> ständiger Kleinkrieg in der Bude ....

    Natürlich gibts dann noch den *offizielle Weg* ... Verweis an den Vermieter, stundenlanges Palaver, ständig keifende Drunterbewohnerin, Schuldzuweisungen, Rechtsanwälte, Gutachten, Gerichte ... mir wird schon schlecht wenn ich nur dran denke .... Mich würde überhaupt nicht interessieren *warum* das so ist und welche Schraube oder Nagel da wieso und warum ... es ist nicht zu ändern ohne dass da *großer Bahnhof* abläuft ...

    Ich wäre da ganz einfach im falschen Haus ...

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2014
    Ort
    Hildesheim
    Beruf
    Softwareentwickler
    Beiträge
    2
    Moin

    @toxicmolotow: Mein Beileid - ich kann mir vorstellen, dass derartiges unglaublich nervt.

    @H.PF: Teppiche zur Entkoppelung zu verlegen habe ich schon vor längerer Zeit umgesetzt. Unter meinem Bürostuhl (erst kürzlich ersetzt weil der alte Geräusche machte) auf dem ich mich die meiste Zeit aufhalte befindet sich Teppich, unter den Füßen meines Futons auch und im Wohnzimmer zumindest um den Couch-Tisch und Fußbereich ebenfalls.

    Boxen im Sinne von Lautsprechern habe ich nur ein paar Logitech LS11 (ganz billige aktiv PC-Speaker mit 1.5W) die ich seit den Briefen vor einem Jahr nach 22 Uhr nicht mehr verwende. PC steht ebenfalls auf Teppich und selbst den Schreibtisch habe ich erst kürzlich auf Textil gestellt und Wandkontakt unterbunden. Trotzdem befürchte ich, dass eine Verbindung zwischen dem überdurchschnittlich lauten Schließen der Türen in der Wohnung nebenan und meinem Tippen auf der Tastatur (erst kürzlich gegen ein eher leises Modell ersetzt und liegt auf einem Handtuch..) in der letzten Nacht besteht..

    @Achim Kaiser: Danke für die Einschätzung bzgl. der Mangelwahrscheinlichkeit! Ich sehe das ganz ähnlich und akzeptiere exakt den Punkt - dass ich hier einfach nicht reinpasse - von Tag zu Tag ein Stück mehr. Leider ist ein wirklich kurzfristiger Umzug momentan keine Option aber bis zum Ende des Jahres wird das wahrscheinlich auch aus anderen Gründen alternativlos sein und passieren. Bis dahin muss ich wohl weiterhin vermeiden, die Kopfhörer abzusetzen, um das Genörgel nicht zu bemerken.

    Meine Intention hinter diesem Thread ist nicht das eventuelle Beschreiten des *offiziellen* Weges, sondern schlicht der Versuch zumindest etwas mehr Sicherheit bzgl. meiner Einschätzung - dass das Problem ursächlich nicht in meiner Lebensführung liegt - zu haben und so die letzten Monate besser zu überstehen. Mag albern anmuten, aber Dein Beitrag hilft mir schon sehr.

    Nebenbei bemerkt hatte der Vormieter dieser Wohnung sehr ähnliche Probleme mit der Dame von unten - allerdings wich sein Tag/Nacht-Rhythmus wohl nicht in dem Ausmaß vom Durchschnitt ab, wie das bei mir der Fall ist.

    Gruß
    Christian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    kappradl
    Gast
    In so was hab ich auch mal gewohnt. Am Ende konnte ich mich kaum noch im Bett einstehen, ohne das unter mir an die Decke geklopft wurde. Das kostet zu viele Nerven. Da hilft nur eine neue Wohnung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  9. #7
    kappradl
    Gast
    Sollte im Bett umdrehen heißen. Blöde Autokorrektur!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #8
    Inkognito
    Gast
    Das Dachgeschoss war schon immer als Wohnung ausgebaut? Fragen Sie mal den Vermieter.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen