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Streifenfundamente Kellerbereich

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  1. #1

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    Streifenfundamente Kellerbereich

    hallo zusammen,

    ich hoffe, ich habe das richtige forum erwischt...

    wie so viele haben auch meine frau und ich vor, uns den traum eines eigenheims zu verwirklichen. diesbezüglich gehen wir verschiedene firmen an lassen uns beraten sowie "überschlägige" angebote geben (u. a. deswegen "überschägig", weil uns bisher noch jeder bezug zu den abartigen preisen fehlt...). jetzt haben wir von einer schlüsselfertigfirma ein solches "angebot" inkl. baubeschreibung vorliegen. im vergleich zu anderen firmen ist diese baubeschreibung sehr umfangreich. den teil, den ich bisher nicht verstehe, ist der: "im freistehenden kellerbereich werden streifenfundamente mit beton der klasse c16/25 hergestellt....".
    was hat diese aussage zu bedeuten? was ich bisher ergoogeln konnte ist, dass man streifenfundamente nur dann braucht, wenn der keller bzw die bodenplatte aus dem erdreich quasi "rausschaut"? verstehe ich das richtig?
    allgemein erschließt sich mir der sinn dieser fundamente nicht zumal lt. baubeschreibung die bodenplatte bewehrt mit beton der klasse c25/30 hergestellt wird.

    über ein paar erklärende worte würde ich mich freuen.

    gruß
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  2. Streifenfundamente Kellerbereich

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  3. #2

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    Die Gründung mit Streifenfundamenten ist wahrscheinlich die am häufigsten ausgeführte Gründungsart. Mit Streifenfundamenten werden die Lasten des Bauwerks in die Bodenschichten unterhalb der Gründungssohle eingeleitet.

    Alternativ kann auch eine Gründung mit einer elastisch gebetteten Bodenplatte ausgeführt werden.

    Der Statiker wählt anhand des Baugrundgutachtens die wirtschaftlichste Gründungsart aus.
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  4. #3
    Themenstarter

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    danke für die antwort - leider nicht ganz das, was ich gemeint habe

    evtl. habe ich mich auch falsch ausgedrückt, daher neuer versuch:
    wann brauche ich die streifenfundamente, wann nicht? ich ging (in meiner naivität?) davon aus, dass eine "vollständig nach statischen erfordernissen bewerte und mit beton der klasse c 25/30 hergestellte" bodenplatte das gewicht von nem kleinen häusschen tragen kann..
    noch ein hinweis (falls relevant): das zu bebauuende grundstück hat eine leichte hanglage, eingang ins EG erfolgt oberhalb, vom KG soll talseitig das gebäude gerade verlassen werden können (in den garten).
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  5. #4
    Lebski
    Gast
    Eine Bewehrte Bodenplatte kann nur bei eintprechend guten Untergrund ein Haus tragen. Oft ist es wirtschaftlicher, in die Tiefe zu graben, wo der Boden tragfähiger ist.

    Und dann braucht man ein Bodengutachten. Der Statiker (der Bewehrung berechnet) kann dann sagen, welche Methode günstiger ist.
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  6. #5

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    Jener Angebotstext sagt vor allem eines:

    Wenn der Baugrund nicht derart optimal ist, wie er vorausgesetzt wird (um den niedrigen Preis anbieten zu können), muß die Konstruktion der Gründung verändert werden. Die hierbei anfallenden Zusatzkosten (welche erheblich - bei schwierigem Untergrund teils sehr erheblich - sein können) hast DU zu tragen!!!
    Und zwar zusätzlich zum "Festpreis".

    Daher SEHR mit Vorsicht zu genießen!
    Solange kein Baugrundgutachten vorliegt, kann man seriös auch keinen Endpreis nennen.
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  8. #6

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Eine Bewehrte Bodenplatte kann nur bei eintprechend guten Untergrund ein Haus tragen. Oft ist es wirtschaftlicher, in die Tiefe zu graben, wo der Boden tragfähiger ist.

    Und dann braucht man ein Bodengutachten. Der Statiker (der Bewehrung berechnet) kann dann sagen, welche Methode günstiger ist.
    Die Gründung auf Streifenfundamenten setzt in der Regel eher einen besser tragfähigen Boden voraus, als eine Flächengründung mittles einer Bodenplatte. Die Streifenfundamente tragen die Bauwerkslasten auf deutlichen kleineren Flächen mit höheren Bodenpressungen in den Untergrund ein als Bodenplatten, bei denen die Lasten auf größere Flächen verteilt werden und dadurch die Bodenpressungen deutlich geringer liegen.

    Wichtig ist die Anmerkung von Julius. Um ein Angebot abgeben zu können, wird eine zulässige Bodenpressung bzw. ein Bemessungswert des Sohlwiderstandes (=Tragfähigkeit des Bodens in der Gründungssohle) vorausgesetzt. Stellt sich bei der Baugrunduntersuchung ein schlechterer Wert heraus, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig, die dann auch zusätzlich zum Angebotspreis vom Bauherrn zu tragen sind.

    Wenn das Baugrundstück schon festliegt oder gekauft ist, kann nur empfohlen werden, sofort ein Baugrundgutachten anfertigen zu lassen, auf dessen Basis Angebote eingeholt werden. Das Baugrundgutachten sollte auch zur Vertragsgrundlage gemacht werden.

    wann brauche ich die streifenfundamente, wann nicht? ich ging (in meiner naivität?) davon aus, dass eine "vollständig nach statischen erfordernissen bewerte und mit beton der klasse c 25/30 hergestellte" bodenplatte das gewicht von nem kleinen häusschen tragen kann..
    Wann mit Streifenfundamenten und wann mit tragender Bodenplatte gegründet wird, sagt Dir der Statiker, wenn er weiß wie der Untergrund beschaffen ist. Bei einer Gründung mit Streifenfundamenten wird die Bodenplatte nur hinsichtlich der direkt auf die Bodenplatte einwirkenden Lasten bemessen. Die Lasten der Wände werden in die Fundamente abgeleitet.
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  9. #7
    Themenstarter

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    alles klar, vielen dank für die antworten. habt mir weiter geholfen
    entschuldigt die späte antwort, aber als angehender häuslebauer hat man viel um die ohren - aber wem erzähle ich das
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