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Sickertest zur Bestimmung von kf-Wert

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  1. #1

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    Sickertest zur Bestimmung von kf-Wert

    Hallo zusammen,

    ich plane gerade zusammen mit meinem Garten- und Landschaftsbauer unsere Regenwasserversickerung (Rigolen).
    Um den kf-Wert des Bodengutachtens (1*10hoch-5) an der Stelle, wo die Rigolen hin sollen zu verifizieren (Bohrungen waren an anderer Stelle), habe ich nochmal einen Sickertest durchgeführt. Laut meinen Infos ist das Vorgehen wie folgt:

    - 50x50 Loch >1m ausheben
    - Wasserstand auf mind. 1m >1h zur Sättigung stehen lassen/auffüllen,
    - danach 1h lang alle 15min ablesen, Mittelwert der Differenzen ermitteln, daraus kf-Wert berechnen

    "Problem": ich konnte die Grube nicht bis 1m mit Wasser auffüllen; nach rund 2h und voll aufgedrehtem Wasserhahn stieg der Wasserspiegel ab ca. 60cm einfach nicht mehr. Mit dem dann durchgeführten Test kam ich auf einen kf-Wert von 1*10hoch-4. Das Baugrundgutachten nennt 1*10hoch-5. Der Unterschied ist schon signifikant, da sich mit dem ermittelten Wert das notwendige Sickervolumen (und damit auch die Kosten) mehr als halbiert!

    Meine Frage: Ist mein selbst ermittelter kf-Wert verlässlich oder hätte ich anders vorgehen müssen? Meine Interpretation: ab 60cm war der Wasserdruck so hoch dass genauso viel versickert wie reinläuft. Klar, bei einem ordentlichen Guss fließt mehr rein als aus dem Wasserhahn, aber dafür hat man ja das Volumen bzw. die Ausmaße der Rigolen (Länge & Breite fließen in die Berechnung des Volumens ja mit ein).

    Boden: Sandig, ab ziemlich genau 1m Tiefe wird das nochmal feiner heller Sand (Brandenburg)

    Vielleicht hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Danke
    Michael
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  2. Sickertest zur Bestimmung von kf-Wert

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Ja, ich habe eigene Erfahrungen bei der Bestimmung des kf-Wertes

    und zwar im Studium

    hier haben wir kf-Wert Bestimmungen im Labor unter genauestens definierten Laborbedingungen mit immer wieder dem selben Bodenmaterial gemacht.

    Hauptergebnis: selbst unter Laborbedingungen mit identischem Boden ließ sich der ermittelte kf-Wert nicht reproduzieren.

    Was lernt man als Ingenieur daraus: nicht zu knapp dimensionieren, weil es sonst in die Hose gehen kann.

    Und da es bzgl. der Kosten von Erdarbeiten dann letztendlich doch ziemlich egal ist, ob man mal die doppelte Menge aushebt dimensioniere ich persönlich Versickerungsanlagen einfach immer mit dem Faktor 2.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ok, danke schonmal!
    Interessehalber würde ich gerne die Ursachen dafür kennen. Was ist denn hier so ausschlaggebend für die Streuung und wie stark waren die Varianzen?

    Doppelte Menge ist natürlich schon ordentlich. Bei der Berechnung nach ATV- DVWK-A 138 ist ja schon ein Sicherheitsfaktor von 1,2 drin. Aber zumindest mehr als das Mindestvolumen plane ich schon mit ein.
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Sorry, ist jetzt 30 Jahre her, mehr als die Kernerkenntniss habe ich mir aus den damaligen Versuchen nicht gemerkt.

    Wahrscheinlich ist es auch so, dass man gerade in Laborversuchen probieren würde die Ursachen auszuschließen, wenn man die Gründe kennen würde.
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  6. #5

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    Unterschiede können "bodenbedingt" (da reicht ein geringer Wechsel im Kornspektrum) sein oder aber auch vom Verfahren abhängen.

    Bei dem durchgeführten Schurfversuch würde mein Berechnungsverfahren streiken, weil dieses die Versickerung über die Sohlfläche berücksichtigt - d.h. der Schurf wird nie bis "Oberkante" gefüllt.

    Aber, die Versickerungsleistung nimmt im Laufe der Zeit ab, ein etwas konservativer Wert kann da nicht schaden.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
    Ich habe jetzt nochmal das Volumen zusätzlich zum Sicherheitsfaktor erhöht.
    Danke
    Michael
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