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Überzüge unter tragenden Mauerwerkswänden (Projekt / Studium)

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  1. #1

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    Überzüge unter tragenden Mauerwerkswänden (Projekt / Studium)

    Hallo,
    in meinem Studium rechne ich gerade als Projekt ein Mehrfamilienhaus und hänge gerade an einer kleinen Problemstelle, die mich schon die halbe Nacht wach hält.
    Ich bin im Laufe des Projekts schön öfters durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass mir auch jetzt jemand weiterhelfen kann.
    Folgene Problemstellung:

    In den Keller sollen Garagenstellplätze, das heißt die tragenden Innen- und Außenwände müssen aus Platzgründen durch Überzüge ersetzt werden.

    1. Problem: Die Innenwand ist 24cm dick, der Überzug hat eine Höhe von ~1,40m, ist 5,7m lang und stark belastet --> Ist der Träger Kippgefährdet? Was kann ich dagegen tun? Überzug dicker machen als die Wand darüber sieht unschön aus. (Anhang Position 4.02)

    2. Problem: Die Außenwand ist 36,5cm dick. Wie breit kann ich den Überzug maximal machen? Wie löst man generell eine Garage im Keller dämmtechnisch? Dämmt man die ganze Deckenplatte von innen? Gibt es Probleme, wenn die Aufstandsfläche des Mauerwerks geringer als 36,5cm und nicht mittig ist? (siehe Anhang Position 4.03)
    Ist es vielleicht sinnvoller einen anderen Wandaufbau zu wählen (Dünnerer Stein mit WDVS?)

    Ich hoffe mir kann jemand helfen und freue mich über jede Antwort (gerne auch konstruktive Verbesserungsvorschläge!)

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  2. Überzüge unter tragenden Mauerwerkswänden (Projekt / Studium)

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  3. #2

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    aus meiner Sicht:

    zu 1.
    hier kann ich nur aus meiner früheren Erfahrung berichten (bin in dem Bereich nicht mehr tätig): ich würde versuchen, in die Innenwand unter der ohnehin großen Punktlast eine Stahlbetonstütze anzuordnen. Ein Mauerwerk wird bei der hohen Punktlast ohnehin kritisch.
    Und diese Stütze wird einmal mit der Punktlast und zudem mit einem Kopfmoment (aus Kippen) belastet. Also muss die Stütze oben in den Träger und unten in das Fundament eingespannt werden.


    zu 2.
    Zur Dämmung: hier ist davon auszugehen, dass aus bauphysikalischen Gründen ohnehin eine Dämmung unter der Decke (also auf der Kaltseite) erforderlich sein wird/sinnvoll ist. Weil diese auch andere Probleme löst (Wärmebrücken, Diffusion etc.). ich würde mal von rund 10-12cm ausgehen (hängt vom energetischen Konzept ab).

    zur Exzentrizität kann ich nur sagen, dass dies in der Regel wohl möglich sein wird, mir (ich bin der EnEV-Mensch) die Statiker aber häufig schon bei 6-8cm einen Riegel vorschieben
    Zum Nachweis des Mauerwerks mit exzentrischer Lasteinleitung kann ich nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass wir damals im Studium mal mit "klaffender Fuge" gerechnet haben. Wie man das in seiner Gesamtheit nachweist, weiß ich leider nicht. Die Pressung am Fußpunkt spielt natürlich auch eine Rolle.
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  4. #3

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    hallo
    zu 1. kein überzug sondern komplette stahlbetonwand., dann ist die oben durch die decke gehalten. ob jetzt 1,4m überzug oder 2,4 m wand ist egal.

    gruss aus de pfalz
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