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Dampfdiffusionsoffenheit Holzspan-Schalungsstein + Polystyrol ?

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  1. #1

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    Dampfdiffusionsoffenheit Holzspan-Schalungsstein + Polystyrol ?

    Ein Hersteller von Holzspan-Schalungssteinen aus Landau wirbt mit der Dampfdiffusionsoffenheit seiner Wände. Das ist mir sehr sympathisch, weil ich trotz KfW 55 Pflicht gerne auf eine Lüftungsanlage verzichten würde. Nicht nur wegen der Investitions- und laufenden Kosten, auch aus Prinzip lieber ohne aufwändige und zu wartende Technik. Dass dies trotz Luftdichtheit grundsätzlich auch funktioniert, entnehme ich auch der Aussage der einer Architektin von Bü******der, die grundsätzlich dampfdiffusionsoffen bauen ("die brauchen wir eigentlich nicht, haben wir nur wegen des regenerativen Energieanteils für KfW 40 eingebaut").

    Allerdings interessiert mich vorrangig das Fertigwand-System des Landauer Herstellers, bei dem (vor Ort dann mit Beton zu vergießende) komplette Wandelemente inkl. Leitungen vorgefertigt und außenseitig mit einer geschlossenen Dämmschicht Polystyrol beklebt werden. Also anders als die üblicherweise innerhalb der Schalung in die Kammern der Holzspan-Schalungssteine gelegten Polystyrol-Blöcke. Dabei scheint die Dampfdiffusion über die Zement-Holzspan-Stege zu funktionieren.

    Auch für das außen voll mit Polystyrol beklebte System wird aber mit "Wohngesundheit" und Dampfdiffusionsoffenheit geworben. Kann das dann ohne KWL rein über natürliches Lüften überhaupt noch funktionieren?
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  2. Dampfdiffusionsoffenheit Holzspan-Schalungsstein + Polystyrol ?

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  3. #2

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    Was hat den Dampfdiffusionsoffen mit Lüftung zu tun. Der atmende Wandaufbau?????
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Donnerkopf Beitrag anzeigen
    Ein Hersteller von Holzspan-Schalungssteinen aus Landau wirbt mit der Dampfdiffusionsoffenheit seiner Wände. Das ist mir sehr sympathisch ...
    ...
    Fertigwand-System ... außenseitig mit einer geschlossenen Dämmschicht Polystyrol beklebt werden.
    ...
    Auch für das außen voll mit Polystyrol beklebte System wird aber mit "Wohngesundheit" und Dampfdiffusionsoffenheit geworben.
    Da kenne ich aber einige Wandkonstruktionen, die vermutlich diffusionsoffener sind als das hier beschriebene...

    ich halte das für Verkaufs-bla-bla
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  5. #4
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    Ich habe den Mythos "atmende Wand" mit keinem wort erwähnt. Wie der Wasserdampf raus kommt, hat bei dichten Wänden etwas mit Lüftung zu tun.

    Wenn man bei Bü******der sagt, wir bauen luftdicht aber dampfdiffusionsoffen und brauchen keine KWL zur Schimmelprävention, dann nehme ich das mal als mögich hin und halte es als Laie auch bei anderen Wandaufbauten für möglich.

    Was ist nun mit der Frage...?
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Da kenne ich aber einige Wandkonstruktionen, die vermutlich diffusionsoffener sind als das hier beschriebene...

    ich halte das für Verkaufs-bla-bla
    ok, danke. kann ich daraus lesen "KWL wäre auch hier sehr nahe zu legen!" ?
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  7. #6

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    Nach dem Verfüllen in der fertigen Wand erhält die mit Atmungsstegen durchzogene Schale einen gewichtigen Kern aus Beton. In dieser Materialkombination kann der Klimastein nun seine herausragenden Dämmeigenschaften entwickeln und durch seine Atmungsfähigkeit eine ausgeglichene gesunde Wohnumgebung schaffen.
    hallo
    zitat aus dem prospekt ohne weiteren kommentar.
    bauphysikabsurdum.

    gruss aus de pfalz
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Donnerkopf Beitrag anzeigen
    Wie der Wasserdampf raus kommt, hat bei dichten Wänden etwas mit Lüftung zu tun.
    Nicht nur bei dichten sondern auch bei diffusionsoffenen. Also nochmal, Lüftung und dampfdiffusionsoffen hat nichts miteinander zu tun.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    zitat aus dem prospekt ohne weiteren kommentar.
    bauphysikabsurdum.

    gruss aus de pfalz
    ok, besten Dank. Ich habe ja geahnt, dass da irgendwas nicht so ganz stimmen kann.

    Müsste dann aber offenslichtlich doch mit KWL sind und macht keinen grundsätzlichen Unterschied zu bspw. KSS+WDVS.

    Grundsätzlich finde ich das Prinzip Rohbau in 5 Tagen inkl. Verrohrung und Verkabelung aufstellen, dennoch sehr attraktiv. Vor Ort kann wegen der Vorfertigung durch hoffentlich geübte Hände äußerst vertraute Arbeitsabläufe nicht mehr so viel gemurkst werden, man kann sehr frei ohne Rastermaß und dennoch ohne viel Materialverlust durch Verschnitt planen lassen, und man kann recht schnell zumindest mal rein und diverse Innenausbaudinge in Eigenarbeit machen.
    Da sich das Argument "Kosten sparen durch schnellere Bauzeit" wegen der aufwändigeren Vorplanung, Vorfertigung und Lieferzeiten wahrscheinlich schnell in Luft auflöst, bleibt also noch die Frage, ob die den Preisvorteil der ökonomischen Vorfertigung tatsächlich an den Kunden weitergeben, oder es sich dick bezahlen lassen.
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  11. #9

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    geübte Hände äußerst vertraute Arbeitsabläufe nicht mehr so viel gemurkst werden,
    hallo
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    gruss aus de pfalz
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  12. #10
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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
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    gruss aus de pfalz
    :-)

    Erfahrung damit oder nur grundsätzliche Skepsis gegenüber Vorfertigung? Eigentlich sagt man der ja nach, dass sie weniger anfällig für Pfuscherei sei...
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