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Erfahrung mit Schlafzimmer im OG gegenüber Kinderzimmer ?

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  1. #1

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    Erfahrung mit Schlafzimmer im OG gegenüber Kinderzimmer ?

    In einem Musterhauspark war ich positiv überrascht, wie ökonomisch fast alle Häuser die Raumaufteilung im OG vornehmen. Da wird kein Platz auf große Flure verwendet, einfach ein kleiner Verteiler auf die Schlafräume und das Familienbad. Allerdings vermute ich, dass man dafür mit Lebensqualität bezahlt: Wenn man sich mal tagsüber zurückziehen will (z.B. bei Schichtdienst oder einfach Mittagsnickerchen), oder sein Büro oben hat, ist stets die Tür der geliebten Lärmquellen (spielendes Kind, laut musikhörender Teenager) genau gegenüber.

    Lebt hier jemand in einem solchen Haus?

    Ist das Problem mit einer besseren Türqualität in den Griff zu bekommen?

    Merkt ihr Unterschiede, ob die Tür zum Raum mit Schallquelle in einem Flur genau gegenüber liegt, im rechten Winkel liegt,oder längs an der gleichen Wand?
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  2. Erfahrung mit Schlafzimmer im OG gegenüber Kinderzimmer ?

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  3. #2

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    Ich bin in einem Reihenendhaus in Fertigbauweise teilweise groß geworden. (14-22 Lebensjahr) Die Flure waren wie bei dir oben beschreiben: Nur ein Verteiler (2 Kinderzimmer, 1 Schlafzimmer und 1 Bad, 1 Mini-Abstellraum)...

    Ich fand es schrecklich. Ich habe jedes Wort und Geräusch aus dem Nachbarzimmer (Kinderzimmer meines Bruders) gehört. Teilweise auch die Klospülung aus dem Raum schräg gegenüber (Bad). Von schließenden Türen (klar wurden die auch mal geknallt, aber ich gehe von einem normalem Schließen aus) gar nicht zu sprechen. Schalldicht war das ganze nicht. Ich vermute die Wände wurden nicht richtig ausgeführt. Dieses Häuschen wurde auch unter den allergünstigsten Umständen in allerkürzester Zeit errichtet (Miethaus einer Wohnungsgesellschaft). ich vermute hier wurde an Zeit und an Geld gespart um möglichst die Miete schnell zu kassieren.

    Ich finde es zweckmäßiger, wenn im Grundriss die Bereiche entkoppelt sind. (Dazu trägt auch eine gute Ausführung der Wände und auch der Türen bei. Türen alleine reichen nicht, wenn die Schallbrücken ganz woanders entstehen)
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  4. #3
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    Danke für den eindrücklichen Erfahrungsbericht! Ich hätte wohl so oder so beabsichtigt, dass zumindest die Wand des Schlafzimmers gemauert ist und die Tür nicht gleich gegenüber. Aber dass das für Kinder auch so unangenehm sein kann, öffnet wirklich die Augen. Auch die haben ein Recht auf einen ruhigen Rückzugsort. Eigentlich hätte ich zwischen den Kinderzimmern eine Leichtbauwand einbauen wollen, es muss ja nicht überall schweres und teures Mauerwerk sein. Das gibt mir aber zu denken.

    Mir fiel bei den Besichtigungen noch auf: Es sind oft Ankleiden als eigene Zimmerchen vorhanden. Allerdings in aller Regel so, dass sie als offene Ankleide bzw. "begehbarer Kleiderschrank" nur vom Schlafzimmer aus betretbar ist (Schlafzimmer = Durchgangszimmer). Es wäre doch viel sinnvoller, wenn umgekehrt die Ankleide Durchgangszimmer zum Schlafzimmer wäre. So hätte man einen Raum als "Schallpuffer" zwischen Schlafzimmer und potenziellen Lärmquellen, und man könnte den Partner ruhig schlafen lassen, während man sich an-/umzieht, ohne nochmal durchs Schlafzimmer laufen zu müssen nach der Dusche oder wenn man mal was vergessen hat.

    Warum ist die o.g. Variante also der Regelfall?
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  5. #4

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    Bin in einem Doppelhaushälfte-Haus groß geworden. Im 1ten OG: Schlafzimmer, 2 Kinderzimmer, Bad. Da gab es keinerlei Geräuchprobleme. Kann mich nicht erinnern, da jemals was als störend gehört zu haben. "Betrieb" aus dem Badezimmer war nicht zu hören, auch nicht aus den anderen Zimmern.

    LG - Gisela
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  6. #5

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    Eigentlich hätte ich zwischen den Kinderzimmern eine Leichtbauwand einbauen wollen,
    solltest du auch tun, denn der Schallschutz ist wesentlich besser, auf die Wandstärke bezogen und vorausgesetzt es wird ordentlich gearbeitet

    Schallschutztüren bringen viel, aber der Wandaufbau muss dazu passen

    "Betrieb" aus ....... war nicht zu hören, auch nicht aus den anderen Zimmern.
    tja Gisela, deshalb haben deine Eltern auch nur eine Tochter

    duckundganzschnellwech
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  7. #6

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    Ankleiden die vorgeschaltet sind, machen durchaus Sinn. Gerade aus dem dir genannten Gründen (man stört den Schlafenden nicht beim Umziehen, Puffer zur Flurzone)
    Kinder müssen ja auch lernen (ich hab es während meiner Abitur-Phase echt gehasst, konnte zwar die einfachen "Gespräche" und den TV meines Bruders mittlerweile ausblenden, aber er wird auch älter und sein Musikgeschmack wurde dementsprechend auch lauter und hässlicher (und er immer pubertärer) - Jetzt bin ich alledings froh über meine Wohnung und die Ruhe dort.

    Ich gebe Gipser da Recht, Mit der richtigen Leichtbaukonstruktion (Anschlüsse beachten! Boden und Decke) kann man oft besseren Schallschutz erreichen als mit MW. Aber wie in allen Bereichen ist es eine Frage der Ausführung und der Details. Bei uns war es eine Leichtbauwand, aber ich bezweifel, dass die in irgendeiner Art gedämmt war. Wahrscheinlich war es auch nur irgendwas einfach beplanktes. Aber es gibt natürlich auch positivere Beispiele wie bei Gisela.
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  8. #7

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    Hi,

    sowohl bei meiner Ferienwohnung als auch meinem Haus habe ich darrauf geachtet
    dass das Gäste/Kinderzimmer abgelegen vom Schlafzimmer ist.

    Weil

    a) Lärm stören könnte (sowohl aus dem Kinderzimmer als auch aus dem Schlafzimmer --> ungestörter)
    b) Gäste und Jugendliche sich weniger kontrolliert fühlen. Als Jugendlicher war es mir ein Grauen wenn meine Eltern mitbekommen habe wann ich nach Hause gekommen bin ("Junge, es war schon hell als du nach Hause gekommen bist...").

    Das entspannt die ganze Lage zwischen den Generationen!

    Gruß

    Michael
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  9. #8

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    ... hab schon noch Geschwister, auch jüngere ...

    LG - Gisela
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  10. #9

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    Wir haben konsequent darauf geachtet, dass der Kinderbereich vom Elternbereich getrennt war (in der aktuellen Wohnung durch das Wohnzimmer / Flur getrennt, in unserem laufenden Bau durch einen weiteren Flur.
    Ebenfalls war ein zweites Bad für die Kinder sehr praktisch - man glaubt kaum wie oft und wie lange Teenies duschen können ;-)
    Es gibt so keinerlei Stress - auch wenn die Kinder Besuch haben muss dieser nicht ständig durch den Elternbereich stiefeln. Lässt sich mit guter Planung sicher umsetzen.
    Muss allerdings dazusagen, dass die Jungs damals beide schon über 10 Jahre alt waren.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Swennyflock Beitrag anzeigen
    Ebenfalls war ein zweites Bad für die Kinder sehr praktisch - man glaubt kaum wie oft und wie lange Teenies duschen können ;-)
    Meine Dusche hatte 25 l warm Wasser... Ich war beim Bund immer einer der Ersten die mit dem Duschen fertig waren, gelernt ist gelernt *g*
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  13. #11
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    Danke für die vielen Eindrücke.Dieser Punkt ist auf jeden Fall ein gewichtiges Argument für einen Architekten, getrennte Bereiche und dennoch keine Platzverschwendung.
    Die meisten bisher haben offenbar das Problem über eine entsprechende Planung angegangen. Allerdings die Variante, die mehr auf die Eltern, bzw. die Störungen zwischen den Generationen Rücksicht nimmt. Schwierig wird es wohl, dass auch die Kinder untereinander eine gute Privatsphäre erhalten, zumindest bei typischen EFH-Größen.
    Ich nehme aber auch mit, dass es - richtige Ausführung vorausgesetzt - auch so zu funktionieren scheint.
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