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  1. #1

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    Sanierung oder Neubau

    Hallo,

    als erstes vorneweg: ich weiß, alle Glaskugeln sind gerade kaputt und sicherlich zur Reparatur.
    Die möchte ich aber auch gar nicht strapazieren, mir geht es um Richtungen, keinesfalls um konkrete Beträge.

    Ich schaue mich nach einem neuen Haus um. Da in der Gegend die Grundstücke nicht wie morgens die warmen Semmeln beim Bäcker rumliegen habe ich gedacht, warum umbedingt neu bauen, man könnte ja auch ein älteres Haus kaufen und sanieren. Aber was kostet sowas bzw. ist es billiger / teurer als ein Neubau?
    Auf der einen Seite steht der Neubau mit teurem Grundstück > 100.000€, Keller, 140m² Wohnfläche und der darf mit allem Drum und Drann nicht mehr als 400.000€ kosten. Auf der anderen Seite ein hübsches und gut gepflegtes Haus aus 1959 mit ähnlich großem Grundstück in der gleichen Gegend. Das hat zwar auch einen Keller aber nicht als Wohnraum, dafür aber 200m² Wohnfläche. Kostet knapp 200.000€.
    Jetzt sehe ich da eine Differenz von 200.000 € und denke mir, dass man doch nicht das ganze Geld für eine komplette Sanierung (Dämmung, Dachdämmung, Dacheindeckung, Elektro, Heizung, Bäder, Wasser- und Abwasser, Fenster, Innentüren, teilw. Bodenbeläge) benötigt. Oder doch?
    Mein Einfluss durch Wahl der Ausstattung ist mir bewusst. Ich erwarte bei beiden Varianten keinen Luxus aber vernünftige Qualität.

    Wenn es konkret wird gehe ich natürlich mit meinem Architekten in das Haus und alles wird untersucht und begutachtet und hoffentlich genauestens abgeschätzt. Aber vorher würde ich gerne mehrere Meinungen hören. Kann ich mit so einer Sanierung kostengünstiger wegkommen als mit einem Neubau? Kommt man da mit 100k€ hin oder braucht man eher 300k€ Soll ich überhaupt nach älteren Häusern schauen oder ist klar, dass ein Neubau doch die bessere Wahl ist?


    Danke und Gruß!
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  2. Sanierung oder Neubau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Stolzenberg
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    Gegebenenfalls noch einen Menschen für die Schadstoffe mitnehmen und relevante Aufbauten und Materialien prüfen. Fußböden, Heizkörpernischen, Fugen, Verrohrung, Leichtbauplatten, Heizungsanlage, Dacheindeckungen, chemischer Holzschutz, etc... - Manche Stoffe können durchaus einen kleinen fünfstelligen Betrag bei einer Sanierung nach sich ziehen!!!
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  4. #3

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    Vor einiger Zeit an einem "alten" renovierten Haus gesehen:

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  5. #4

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    Zitat Zitat von sachwas Beitrag anzeigen
    hoffentlich genauestens abgeschätzt.
    Von dieser Hoffnung kannst du dich gleich wieder verabschieden. Wie der Name "Schätzung" schon suggeriert kannst du keine absolute Genauigkeit erwarten. Eine belastbare Kostenschätzung bei einer Komplettsanierung übersteigt auch den Zeitrahmen eines Kaufgutachtens um ettliches. Ist beim Bauen ja auch nicht anders, nur kannst du da noch kleiner Bauen und Dinge weglassen wenns in der Planung zu teuer wird. Das ist bei der Sanierung schwierig.

    Allgemeine Aussagen dazu sind unmöglich, das muss individuell betrachtet werden. Es hängt auch stark davon ab wo du suchst. In Ffm, wo zu erwarten ist dass die Preise weiter ansteigen kann die Rechnung ganz anders aussehen als in sehr ländlichen Regionen, wo die Preise eher fallen. Grob kannst du davon ausgehen, je älter und kaputter das Haus desto größer die Chance dass du teurer wirst als ein Neubau. Ebenso kommt es darauf an wie stark das Haus verändert werden muss. Wenn der komplette Grundriss verändert werden müsste kommt das ebenfalls teuer. Die größten Sparchancen sind oftmals bei jungen - mittelalten Häusern ohne großen Sanierungsaufwand.
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  6. #5

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    Wir stehen vor der gleichen Entscheidung. Ein Grundstück gibt es bei uns nicht zu kaufen. Neubau Wohnungen und Reihenhäuser kosten zwischen 3500€-4500€ pro m² dann muss man noch einen Tiefgaragenstellplatz für 25000€ usw. kaufen.

    Wir haben einen Architekten gefunden der ganz in der nähe eines Objektes seinen Sitz hat und sich mit Altbausanierungen auskennt. Er hat uns erstmal die Augen geöffnet und uns klar gemacht, dass wir 50000€ mehr brauchen als wir geplant haben. Zudem dauert das ganze 6 Monate länger als gedacht. Jetzt geht er nochmal für einen ganzen Tag in das Haus misst alles aus und erstellt ein Gutachten mit Grundrissen und macht eine Genaue Kostenschätzung und checkt auch die verbauten Materialien auf alles.

    Selbst wenn wir die 50000€ mehr bezahlen kommt uns das Haus am Ende billiger als etwas vergleichbares neu zu kaufen. Zudem ist hier bereits eine gewachsene Infrastruktur. Bei manchen Neubauprojekten wo ein Haus dem anderen gleicht läuft es mir kalt den Rücken runter. Mein Rat: Experten hinzuziehen genaue Kosten und Zeitrahmen schätzen lassen und sich dann überlegen ob man sich so eine Sanierung antun will. So eine Sanierung ist dann doch mit sehr viel Stress verbunden. Am Ende hat man aber sicher ein einzigartiges Haus mit Charm.

    Ich kann dir fogenden Artikel empfehlen http://www.welt.de/finanzen/immobili...alle-wird.html

    Gruß,
    Bickendorfer
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  7. #6
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    Die Formulierung "hoffentlich genauestens abgeschätzt" sollte schon eine gewisse Ironie ausdrücken. Die Wörter "genau" und "schätzen" drücken ja etwas gegensätzliches aus.
    So ähnlich wie bei: "Dunkel war’s, der Mond schien helle, schneebedeckt die grüne Flur, ... "

    Den Antworten entnehme ich jedenfalls kann teurer werden aber vielleicht auch billiger. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen.

    Die Frage ist für mich halt was für eine Toleranz hat man bei einer Kostenschätzung. Wenn ich alle notwendige Sorgfalt und Umsicht walten lasse und mit Architekt und Schadstoffexperte ein Haus begutachte und mir der Architekt dann einen Plan ausarbeitet - was soll gemacht werden und was wird es kosten - reicht dann ein gut geplanter Puffer für Extrakosten oder können dann immer noch sonstwas für Summen um die Ecke kommen?
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  8. #7

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    Ich denke auch der Vorteil eines alten Hauses ist oft die Gegend, vorhandene Begrünung, eventuell alter Baumbestand, Häuse in der Umgebung...etc.

    Wir standen auch vor dieser Entscheidung und haben uns für Sanieren entschlossen. Allerdings konnt ich mit Freunden viel selber machen.
    Ich habe die Sanierung eines ähnlich alten Hauses mit 130m2 knappe 40000 Euro ausgegeben.

    Aber so ein altes Haus hat oft Character, welches ein neues so nicht hat. Allerdings muss man bei alten Häusern immer auch Kompromisse machen. Die Frage ist seit Ihr kompromissbereit?
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  9. #8
    Themenstarter

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    Da wir Geld nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung haben, Grundstücke rar und teuer sind und uns diese Realitäten bewusst sind - ja, wir sind kompromissbereit!

    40.000€ habt ihr ausgegeben? Das lässt hoffen. Habt ihr damit wirklich eine komplette Sanierung durchgeführt?
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Stolzenberg
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    Die Toleranzen bei der Kostenschätzung sind vor allem und wie immer von der Qualität der eingeplanten Eingangsparameter abhängig. Einen erfahrenen Altbausanierer mitnehmen und dann möglichst wenig übersehen...
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  12. #10

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    Zitat Zitat von sachwas Beitrag anzeigen
    Da wir Geld nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung haben, Grundstücke rar und teuer sind und uns diese Realitäten bewusst sind - ja, wir sind kompromissbereit!

    40.000€ habt ihr ausgegeben? Das lässt hoffen. Habt ihr damit wirklich eine komplette Sanierung durchgeführt?
    Nun, Elektrik komplett neu, Sanitär neu, Badezimmer kam in ehem. Küche, Küche in ehem Wohnzimmer ......., neue Fenster, neue Balkontür, neue Haustür, Glasbausteine durch fest. Fensterelem. ersetzt. Flachdach Anbau neue Bitumenbahn..........
    Allerdings keine Dämmung an den Wänden und keine neue Heizungs-Therme.

    Aber wie gesagt fast alles in Eigenleistung und ich bekam viele Sachen (Sanitär, Elektro) zu Großhandelspreisen.
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