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Tatsächliche Kosten Neubau EFH

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  1. #1

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    Tatsächliche Kosten Neubau EFH

    Hallo zusammen,

    nachdem wir nun schon eine ganze Weile versuchen, eine Entscheidung bzgl. Neubau /Kauf Bestandsimmobilie zu treffen, erhoffe ich mir nun hier Rat und Hilfe. Obwohl wir beide nicht gerade auf den Kopf gefallen sind, ist es uns bisher nicht gelungen eine zumindest grobe Übersicht über die Gesamtkosten eines EFH mit Grundstück, Baunebenkosten, Grundstücksnebenkosten etc. zu bekommen. Wo man auch liest oder sich beraten lässt, so bleibt die Frage, ob in diesem Angebot nun tatsächlich alles abgedeckt ist, stets offen. Auch hier habe ich schon ein Thema gefunden, in dem der Hauspreis heiß diskutiert wurde, leider waren aber auch dort meistens wieder viele zusätzliche Kosten nicht enthalten und es wurde sehr unübersichtlich. Mir ist klar, dass hier auch keiner hellsehen kann und es immer unbekannte Faktoren gibt. Trotzdem hoffe ich, dass hier der ein oder andere eine ungefähre Einschätzung zur groben Preisspanne geben kann, in der wir mit folgenden Ansprüche landen würden. Es soll zunächst nur dazu dienen, sich für oder gegen einen Neubau zu entscheiden. Dieser würde dann folgendermaßen sein:

    - Grundstückspreis ist fix 65.000 Euro
    - Circa 130-150 qm Wohnfläche
    - Vollkeller
    - Bodenbeschaffenheit normal
    - Schlüsselfertig bzw. komplett wohnbereit (also wirklich inkl. allem, was dazu gehört. Habe schon Angebote gelesen, die bspw. Fensterbänke nicht inkludierten. Das Einzige, was fehlen darf, ist die Küche)
    - Standardausstattung (dh. für uns keine Schiffsdielen oder Marmor, aber auch kein Billiglaminat. Bspw. vernünftige Fliesen oder ein Standardparkett. Wände, Türen, Fenster, Treppe sollten schon was taugen, also nicht das Billigste vom Billigsten. Bad/WC normal.)
    -Haus klassisch geschnitten, also keine Erker, Winkel usw. nötig
    -Massivhaus, am liebsten verklinkert (würde ich aber bei enormen Preisdifferenzen zur verputzten Fassade auch von abrücken)
    - Energieeffizienzwert 55 oder 70
    -Satteldach

    Zudem möchte ich gern davon ausgehen, dass wirklich alles restlos enthalten ist. Sowohl Baunebenkosten als auch Erschließungskosten, Architektenhonorar, Bauheizung, Bodengutachten, Bodenbeläge, Heizung, Elektrik und was an sonst noch so vergisst. Nicht enthalten sein soll lediglich noch Küche und Außenanlagen.

    Wir würden auch einiges an Eigenleistung erbringen können: Bodenbeläge, Bäder fliesen, Streichen, Dämmung. Was lässt sich da realistisch wieder einsparen?

    Es wäre wirklich klasse, wenn der ein oder andere hier seinen Kommentar dazu abgibt. Teilweise liest man von sehr abschreckenden Kosten für Neubauten, die die derzeitigen Preise für max. 10 Jahre alte Bestands-EFH weit übersteigen (Im Mittel so um die 100.000 Euro mehr bei Standardwohnlage in NRW. Keine Stadt, aber gut angebunden). Da haben wir uns zum Teil schon die Frage gestellt, ob denn dann nicht jeder Neubauer verrückt sein muss oder der typische Deutsche Lust hat sich sein Leben lang nur für sein Haus zu krümmen) Weil wir uns das eben nicht vorstellen können, frage ich hier doch nochmal nach: Was kostet das Projekt mindestens?

    Vielen lieben Dank schon mal. Ich freu mich über Meinungen, Rat, Erfahrungen.
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  2. Tatsächliche Kosten Neubau EFH

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    65.000 + 150 (Nutzfläche) *3,25 (Geschosshöhe) ((damit Gebäudevolumen)) *345 (Nettopreis je m³) *1,19 (Umsatzsateuerfaktor) ((Bausumme)) + 150*3,25*345*1,19*0,275 (durchschnittliche Nebenkosten der Bausumme) = 320.182,48 EUR !! Außenanalgenplanung, Carportplanung, Herstellung der Außenanalgen und des Carports etc. nicht enthalten !!

    Alles was deutlich danebenliegt, sollte stutzig machen ...

    Vorrausgesetzt: kein Grundwasser, normale Ausstattung, keine preistreibenden Extras ...
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  4. #3
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    Ok, danke erstmal. Ist deine Rechnung als Mindestpreis oder als Durchschnittspreis zu verstehen? Was kann Eigenleistung reduzieren? Gibts noch andere Meinungen?
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  5. #4

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    Das errechnete Gebäudevolumen scheint mir zu gering, oder ist die Differenz zum echten umbauten Raum über Außenmaße in den 345 € enthalten?
    Was ist mit dem Keller?
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  6. #5

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    mir kommt die Rechnung auch etwas gering vor für 130-150m² Wfl (!).
    Mit Keller kommt man da ganz grob auf 180-190m² Nfl bei 140m² Wfl. nach WoFlV.
    Ich überschlag das etwas einfacher: 1900-2100€/m² Wfl Erstellungskosten inkl. Keller. Inkl. Planungsleistung (oder eben GU Gewinn/Aufschlag) zzgl. Nebenkosten, Aussenanlagen, Garage, Küche etc,
    Wären bei 140m² Wfl also ca. 280.000€ fürs Gebäude, Aussenanlagen/Garage/CP können stark variieren (gerade bei den Aussenanlagen wird oft zu gering vorab geschätzt. Allein Zaun und etwas Pflaster gehen schon richtig ins Geld), Anschluß- und Entwässerungskosten würde ich mit 15.000-20.000 ansetzten. Nebenkosten für alles andere (Notar, Grunderwerbsteuer, Vermessung und weiterer Kleinkram) können auch stark variieren, werden aber bei o.g Grundstückspreis irgendwo um die 10k€ liegen.
    Ganz grob also in Summe:
    65K Grund
    280k Haus
    20k Aussenanlagen
    10K Fertiggarage/CP
    20K Anschluß/Erschließung
    10K sonstige Nebenkosten

    Summe: 405k€ zzgl. Küche und Sicherheit (würde ich mind. 20k ansetzen)

    Das Thema Eigenleistung wurde schon oft diskutiert. Hängt stark vom Umfeld ab, welche Maschinen und Know How im Freundskreis vorhanden sind.
    Als normaler Heimwerker, kannst Du beim Hausbau an sich mMn nicht sooo viel sparen. Ich würde max 5-10% der Erstellungskosten ansetzten (also von den 280k€).
    Dann hängt das Ganze noch stark an der Technik, da kann man auch viel Geld "investieren".
    Einen "Rechner" findest Du hier.
    Zum groben Überschlag schon ganz ok...
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    Als normaler Heimwerker, kannst Du beim Hausbau an sich mMn nicht sooo viel sparen. Ich würde max 5-10% der Erstellungskosten ansetzten (also von den 280k€).
    Und das wage ich als zu hoch einzuschätzen. Einsparen kann der Heimwerker nur die Kosten für die Arbeitsleistung. Das Material muss er dennoch einkaufen, teils unter weniger guten Konditionen. Gleichzeitig gehen aber (erst Recht in der Bauzeit) kostbare Erholungszeiten flöten, Freunde müssen ebenfalls "entlohnt" werden und Gewährleistung hat man ebenfalls nicht. Ob er da ernsthaft im fünfstelligen Bereich landen kann? Wohl eher nicht.

    Uns zu den Extra Kosten: Vergiss als Puffer nicht die Kosten, die rund um den Einzug kommen, was man da alles "mal eben" im Baumarkt, Möbelhaus und co ausgibt, für Rasenmäher, Straßenbesen, Gardinenstangen und und und ist enorm
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  8. #7

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    Da ich jetzt zeimlich fertig bin mit meiner Bude (180qm, Massiv, Klinker, KFW55) kann ich dir sagen, dass du mit dem was Taipan geschrieben hat nur schwer auskommen wirst. Greven ist nicht soo weit weg von mir, daher denke ich das das Preisniveau in etwa gleich bleibt. Ich würde eher von Zellstoffs Summe ausgehen.
    Eigenleistung bringt meiner Erfahrung nach nicht viel. du kannst wirklich nur Lohnkosten sparen, das macht über den Daumen ca. 30h für 1000€. Du benötigst sicher länger, also gehe von 50h aus. 50h hätten für mich mindestens 2 Wochen arbeit auf dem Bau neben meiner eigentlichen Arbeit bedeutet.
    Dazu kommt:
    - Keine Freizeit
    - Verpflegung der Freunde aufm Bau (Grillen, Bier)
    - Längeres Miete zahlen
    - Gewährleistung

    Für mich bedeutet das: Sparen geht nur durch weglassen (von "Luxusteilen")

    Du wirst noch genug Arbeit bekommen. Wenn ich überlege wieviel Zeit draufgingen für :

    - Bude saubermachen
    - Lampen anbauen
    - Möbel aussuchen
    - Möbel aufbauen
    - Umzug
    - TV/Hifi/EDV aufbauen und konfigurieren
    - Garten
    -

    dann bin ich froh mich vorher "geschont" zu haben
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  9. #8

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    Und gerade NICHT bei schadensträchtigen Gewerken (Dämmung!!) Eigenleistung einplanen. Und realistisch die eigenen Kompetenzen (Fliesen) einschätzen. Was oftmals auch gut geht, je nach eigener Auslastung (Beruf, Kinder) ist, als HiWi zu arbeiten und nach Stunden abzurechnen. Ich hab z.B.beim eigenen Haus Steine gesägt und Mörtel angemischt. Die Jungs konnten dann schnell arbeiten, vor allem dann wenn sie auf den Gerüsten/etc. waren, weil ich immer für Nachschub gesorgt habe. Auch Eisenflechten ging gut.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Annette1968 Beitrag anzeigen
    Und das wage ich als zu hoch einzuschätzen. Einsparen kann der Heimwerker nur die Kosten für die Arbeitsleistung. Das Material muss er dennoch einkaufen, teils unter weniger guten Konditionen. Gleichzeitig gehen aber (erst Recht in der Bauzeit) kostbare Erholungszeiten flöten, Freunde müssen ebenfalls "entlohnt" werden und Gewährleistung hat man ebenfalls nicht. Ob er da ernsthaft im fünfstelligen Bereich landen kann? Wohl eher nicht.
    das stimmt schon. Kommt aber immer auf das Umfeld an wen man kennt und wer evtl. billiger an Material rankommt.
    Da geht auch einiges beim Material ggü. dem Materialwert den der Fachbetrieb abrechnet.
    Extrem fand ich das bei Sanitärsachen (Keramik & Armaturen). Selbst ohne "Beziehungen" war das deutlich günstiger. Ob man es sich zutraut selbst ein Waschbecken oder eine Duscharmatur zu montieren (und dann ohne Gewährleistung) muss jeder selber wissen. Bei der Arbeitsleistung muss man auch immer berücksichtigen, dass man x-mal länger braucht, als die Handwerkertruppe.
    mMn spart man bei den "Klassikern" wie Malern weniger als gedacht, dafür geht bei einzelnen Spezialsachen viel. (Nur als Bsp.: das reine Material und der Einbau von 15 LED Treppenspots (Dosen waren bereits gesetzt und vorbereitet/verdrahtet), hätte über den Fachbetrieb 1800€ gekostet, Spots selber besorgt und in 2h montiert: 825€ fürs Material. 1000€ Unterschied für eine Bestellung und 2h Arbeit)
    Dagegen würde ich das fliesen des HWR nicht mehr selber machen, wg. den rechnerisch gesparten 150€. 1d Fliesenlegen und dann am nächsten bis nachts um 3 verfugt, dass am nächsten Tag die Sanis den WW Speicher stellen können.
    Dabei noch Werkzeug kaufen müssen und x Fahrten zum Fliesenhändler, Baumarkt etc. und Material das übrigbleibt (Kleber, Fugenmörtel). Mit Arbeitszeit gerechnet klar draufgezahlt bzw. ich hätts besser machen lassen sollen und dafür mal einen freien Tag mit den Kids verbringen.

    ich schweife ab
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  11. #10
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    Oha, da wird ja noch schwärzer gemalt als in anderen Threads...
    Zellstoff, du bist also wirklich der Meinung, dass man inkl. Küche und Sicherheit ein Standard-EFH mit einfachem Schnitt und normaler Ausstattung und 5 Zimmern nicht unter 425.000 Euro bekommt??? Das kann ich mir weiterhin kaum vorstellen, denn das könnte sich ja nun wirklich keiner leisten. Abgesehen davon, dass ja dann ein EFH von etwas komplexerer Beschaffenheit und einer etwas teureren Lage dann schon zwischen 500.000-700.000 kosten würde. Ist das wirklich hier als Minimum zu verstehen? Was wirde denn dann bei den Baufirmen noch "vergessen" zu erwähnen, wenn dort ein Hauspreis von 200.000 angegeben wird? Baunebenkosten bereche ich mit 30.000 und den Keller auch mit 30.000. Keine Maklerprovision, keine Erschließungskosten beim 65.000 Euro Grundstück. Für eine Küche würden wir nie und nimmer 10 oder gar 20.000 ausgeben. Wir würden eine gebrauchte kaufen und selbst verbauen. Außenanlagen ausschließlich in Eigenleistung erstellen. Miete haben wir glücklicherweise keien zu zahlen während der Bauphase, an Zeit mangelt es auch nicht. Gehts trotzdem kaum drunter?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Simsalabim Beitrag anzeigen
    Keine Maklerprovision, keine Erschließungskosten beim 65.000 Euro Grundstück.
    Ver- und Entsorgungsleitungen kosten auch schnell über 5000 Euro.
    Für eine Küche würden wir nie und nimmer 10 oder gar 20.000 ausgeben.
    10000 Euro für eine Küche sind schnell ausgegeben. Ich bin bei konsequentem Verzicht auf irgendwelchen Schnickschnakk nur knapp darunter geblieben.
    Wir würden eine gebrauchte kaufen und selbst verbauen.
    Dazu wäre ich in einem nagelneuen Haus nicht bereit. Abgesehen davon, dass es schwierig wird, eine gebrauchte Küche zu finden, die wirklich perfekt in Euer Haus passt.
    Außenanlagen ausschließlich in Eigenleistung erstellen.
    Hast Du schon mal einen Kubikmeter Erde mit der Schubkarre 20 Meter weit bewegt? Das Material musst Du auch kaufen und wahrscheinlich anliefern lassen weil Ihr bestimmt nicht über die notwendigen Transportmittel verfügt.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Simsalabim Beitrag anzeigen
    Oha, da wird ja noch schwärzer gemalt als in anderen Threads...
    Zellstoff, du bist also wirklich der Meinung, dass man inkl. Küche und Sicherheit ein Standard-EFH mit einfachem Schnitt und normaler Ausstattung und 5 Zimmern nicht unter 425.000 Euro bekommt???
    425k€ ist ja inkl. Grundstück.
    Ohne Grundstück, reine Bau- Planungs- und Nebenkosten für 140m² Wfl schlüsselfertig inkl Keller und 180m² Nfl würde ich wie gesagt durchaus von 280k€ plus 30k€ Nebenkosten (Anschluß- und sonstige Nebenkosten) für "Standard" (das was Du in #1 angibst) ausgehen. v.a. wenn Du auch noch energetisch "gehoben" (KfW70/55) anstrebst.
    Aussenanlagen ist ja schön wenn man das alles in Eigenleistung macht, hab ich auch, aber umsonst geht das auch nicht. 10k€ sind da nicht viel für Erdarbeiten, Terrasse, Weg und Zaun. Da ist noch keine Garage dabei, kein Baum, keine Pflanzen, keine Markise oder guter Sonnenschirm, kein Gartenhaus etc pp)

    Was wirde denn dann bei den Baufirmen noch "vergessen" zu erwähnen, wenn dort ein Hauspreis von 200.000 angegeben wird?
    na dann schau mal rein in die BLB der Hersteller (besser: lass reinschauen) und schau was die Leute am Ende für z.B. ein "Stadt und Land" Haus wirklich komplett bezahlen.
    Ist da ein Keller dabei? Ist es die gleiche Wfl,? was ist mit so "Kleinigkeiten" wie Aushub und Verfüllen, Baustrom und Zuführung dessen, ist es der Wandaufbau den Du willist oder ist ein Styropor"stein", was/wieviel Elektro? Welcher Putz? Bodenbeläge und malern mit drin? welche Haustechnik?...da gibts zig Punkte, die am Ende der BH bezahlt.
    Klar spart man sich die Planungskosten weil das Haus evtl. x-tausendmal schon so gebaut wurde und ja, das wird dann am Ende evtl. ein paar k€ ausmachen, dass es günstiger ist, als ein vom Archi oder GU geplantes Haus. Aber niemals sind das mehrere 10k€, die Hersteller wollen/müssen ja auch was verdienen.
    Am Ende kommt Dich das 125m² Haus von der Stange mit Keller auch auf 240-250.000€ oder 1900-2000€/m² Wfl.

    Willst Du günstiger, muss man zuerst schauen, wo/ob man Wohnfläche sparen kann. Das ist der "Preistreiber".
    Es ist ein deutlicher Unterschied, ob es 130m² oder 150m² sind...nach meinem Überschlag eben 40.000 Unterschied.
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  14. #13

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    Es gibt einen Grund warum so viele Leute ein Fertighaus bauen oder eine Bestandsimmobilie kaufen. Bei 200.000 (nur fürs Haus) wird alles nur einfacher Standard sein. Und eben ein Katalog-Entwurf. Für bessere Ausstattung kann man enorm Geld versenken. Da ist man dann schnell noch 15.000 für Parkett und schöne Fliesen los. Ebenso Badausstattung. Als Beispiel, mein Bad hat 10m2, ist also bei weitem kein Wellness-Tempel. Meine erste Auswahl an Sanitärobjekten rein nach "gefällt mir" lag bei etwa 12.000 Euro. Kein Whirlpool, keine vergoldeten Wasserhähne. Ich habe dann meine Auswahl noch einmal überdacht. Da sind dann schnell aus den 200.000 die von Zellstoff angegebenen 280.000 geworden.

    In Gegenden mit hohen Grunstückspreisen ist das tatsächlich ein Problem dass sich angehende Bauherren entweder das Grundstück oder das Haus drauf leisten können, aber nicht beides. Abhängig von der Marktlage vor Ort kann der Kauf einer jungen Gebrauchtimmobilie (wo nur renoviert werden muss) günstiger sein. Und die gebrauchte Küche ist oft schon vor Ort.

    Außenanlagen ausschließlich in Eigenarbeit ist zum einen auch nicht umsonst und zum anderen bei vielen Dingen nicht unbedingt ratsam (außer ihr habt einen GaLa-Bauer an der Hand). Gerade sowas wie Einfahrt pflastern wäre jetzt nichts was ich als DIY empfehlen würde. Außenanlagen heißt ja nicht primär Blümchen pflanzen, da sind viele sehr schweißtreibende Arbeiten dabei die ich liebend gerne anderen überlasse.

    Klar geht das auch drunter, aber das verträgt sich dann nicht mit euren Ansprüchen an halbwegs gute Ausstattung und alles fertig beim Einzug. Ihr seid ja aktuell in der Entscheidungsfindung. Was hilft es euch wenn ihr euch das jetzt schönrechnet?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Simsalabim Beitrag anzeigen
    Gehts trotzdem kaum drunter?
    Doch:
    - Fliesen für 18 € aus dem Baumarkt (EL)
    - ohne Keller
    - ohne Rollläden
    - Maschendrahtzaun (Eigenleistung)
    - Betonpflaster Rechteck grau (EL)
    - Carport für 600 € (Aufbau EL)
    - Fensterbänke innen Wer...it
    - Gastherme ohne WW-Speicher
    - keine Lüftungsanlage
    - Laminat (EL)
    - Elektro Minimalausstattung
    - EnEV Punktlandung (98,7 % o.ä. der Sollwerte)
    - Maler nur Farbe aus dem Baumarkt (EL)
    ...

    Dann mag es hinkommen mit 1500 €/m² Wfl., ergibt 140 * 1400 ~ 200 K fürs Haus, 5 K für Außenanlagen, der Rest bleibt gleich.

    Das Ergebnis wirst Du nicht haben wollen! Die viele Zeit ist auch mehr Wunsch als Realität (o.k., bei Pädagogen evtl. nicht ganz so schlimm wie beim Rest der werktätigen Bevölkerung). Ihr werdet Zinsen über Zinsen bezahlen, die Betriebskosten (z.B. Heizung) laufen, die Freunde, die zur Feierabendarbeit eingeplant waren, sagen ab, man macht sich und/oder dem Partner Vorwürfe, warum das oder jenes schon wieder so lange gedauert hat usw.

    Die Preise sind schon reell, auch wenn sie regional abweichen mögen.

    Bei durchschnittlichem Standard würde ich incl. Planung ansetzen wollen:
    140 m² EG + DG * 1800 € = 252 k€
    Wohnkeller (nur Bodenfeuchte) 75 m² * 1300 € ~ 98 k€
    macht nur für das Haus 350 k€

    Das ist nur als grobe Hausnummer zu verstehen!

    Ohne Grundstück ist ohnehin keine verlässliche Schätzung zu machen, aber die Richtung sollte klar sein. Sei gewiss, sollte eine Baufirma (oder wer auch immer) ein Haus in der Größenordnung für 200 k€ anbieten, ist das Dummenfang!

    In teuren Lagen ist es übrigens nicht selten, dass Reihenhäuser für 700 k€ und mehr angeboten werden.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Simsalabim Beitrag anzeigen
    Oha, da wird ja noch schwärzer gemalt als in anderen Threads...
    Zellstoff, du bist also wirklich der Meinung, dass man inkl. Küche und Sicherheit ein Standard-EFH mit einfachem Schnitt und normaler Ausstattung und 5 Zimmern nicht unter 425.000 Euro bekommt??? Das kann ich mir weiterhin kaum vorstellen, denn das könnte sich ja nun wirklich keiner leisten. Abgesehen davon, dass ja dann ein EFH von etwas komplexerer Beschaffenheit und einer etwas teureren Lage dann schon zwischen 500.000-700.000 kosten würde. Ist das wirklich hier als Minimum zu verstehen? Was wirde denn dann bei den Baufirmen noch "vergessen" zu erwähnen, wenn dort ein Hauspreis von 200.000 angegeben wird? Baunebenkosten bereche ich mit 30.000 und den Keller auch mit 30.000. Keine Maklerprovision, keine Erschließungskosten beim 65.000 Euro Grundstück. Für eine Küche würden wir nie und nimmer 10 oder gar 20.000 ausgeben. Wir würden eine gebrauchte kaufen und selbst verbauen. Außenanlagen ausschließlich in Eigenleistung erstellen. Miete haben wir glücklicherweise keien zu zahlen während der Bauphase, an Zeit mangelt es auch nicht. Gehts trotzdem kaum drunter?

    Für 30 k bekommst du kaum einen Keller. Doch, die Preise stimmen. Es hat ja auch niemand gesagt, dass sich jeder ein neues EFH leisten kann, was jetzt nicht bös gemeint ist. Aber die Baubeschreibungen schreiben immer von "qualitativ hochwertiger Ausstattung", definiert ist die aber nicht. Und qualitativ "niederwertige" Ausstattung will ja auch keiner. Bei uns hieß das z.B. Laminat in allen Wohnräumen (15€) Fliesen für 25€ / m². Aber wer baut sich ein schönes Haus, um dann doch recht einfaches Laminat im Wohnzimmer zu haben, oder einen kleinen billigen Fliesenspiegel hinterm Waschbecken. (von rundum deckenhoch ist nämlich nicht die Rede). Badausstattung: Wir haben sehr auf den Preis geachtet, aber der Standard wäre dann doch eher Wohnungsbau gewesen, also nochmal 2.000€ drauf gelegt. Geh mal in einen großen Baustoffhandel, und schau dir mal alles im unteren Preissegment an: Innentüren, Steckdosen (eine je Raum inbegriffen ), Fliesen. Manches geht, das meiste muss man sich schön reden. Und Qualität ist dann eben auch was anderes.

    Wenn die Firmen dennoch billiger sind, fragt sich, was sie an Löhnen zahlen - und wie die Leute dann arbeiten. Wir haben den qualitativen Unterschied von nicht mal annähernd deutsch verstehenden, geschweige denn sprechenden Subunternehmern zu den einheimischen Gewerken dann doch gemerkt.

    Gebrauchtimmobilien gibt es sicher günstiger. Wobei die noch neuwertigen "Scheidungshäuser" schnell unter der Hand weg sind. Bei den 10 und mehr Jahre alten Häusern gibt es langsam Investitionsbedarf, abgesehen davon, dass man meist Kompromisse machen muss. Aber auch das geht natürlich. Und wenn man zu den Kompromissen bereit ist, und die Zeit hat, nach und nach zu sanieren, können da auch für weniger Geld schöne gemütliche Schmuckstücke entstehen. Allerdings kann man auch Pech haben und die Sanierungskosten explodieren....
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