Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Trennungsbastand Blitzschutz/PA

Diskutiere Trennungsbastand Blitzschutz/PA im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    05.2014
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Elektroniker
    Beiträge
    47

    Trennungsbastand Blitzschutz/PA

    Hallo,

    folgendes Problem:
    Meine SAT-Schüssel soll auf die Garage, zum Anschluss habe ich 2x 35er (Di) Leerrohre von der Garage zum Haus.
    Bei der Garage ist ein Kreuzerder für die SAT-Schüssel installiert, diesen muss ich m.M.n. mit an die PA-Schiene (Fundamenterder) des Hauses anschließen.

    Wenn ich richtig informiert bin, muss dies eine blitzstromtragfähige Verbindung (also 16 mm² Kupfer eindrähtig) sein und demzufolge muss ich dann auch den Trennungsabstand beachten?

    Eins der Leerrohre beginnt im Haus 0,5 m vom HPA (oder wie das Ding jetzt heißt), das andere 3 m entfernt, dann folgen 4,5 bzw. 3 m Leerrohr zur Garage - dort kann der Trennungsabstand dann nicht gewahrt werden..
    Verlegt werden müssen SAT-Kabel, PA und Stromzufuhr Garage, der PA passt also entweder bei den Antennekabeln oder beim Stromkabel mit rein, letztere beide aber nicht in eins, sonst könnte ich das andere für den PA nehmen.
    Wie löse ich das Problem bzw. was ist das kleinere Übel - PA mit den Antennenkabeln oder mit dem Stromkabel verlegen?
    Oder hat sonst noch jemand Ideen/Hinweise?

    Grüße,
    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Trennungsbastand Blitzschutz/PA

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Fassade
    Registriert seit
    09.2013
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Elektroinstallateur
    Benutzertitelzusatz
    Bauleitung Elektro (Chef quasi)
    Beiträge
    131
    PA und Blitzschutz ist nicht das gleiche.
    Nutz mal die Suchfunktion.
    Dipol hat immer die gleichen Bilder gepostet sollte leicht zu finden sein.
    Die Garage kann doch nicht so weit vom Gebäude wegstehen am besten vom Kreuzerder in der Erde zur PA Schiene.
    Für den Pa reicht 4² kannst du durch das Rohr führen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    Mal wieder Optik vor Sicherheit?

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Wenn ich richtig informiert bin, muss dies eine blitzstromtragfähige Verbindung (also 16 mm² Kupfer eindrähtig) sein und demzufolge muss ich dann auch den Trennungsabstand beachten?
    Ein Einzelmassivdraht ist einem nicht mehr grundsätzlich untersagten grob mehrdrähtigen Erdleiter weiterhin vorzuziehen. Ohne für die jeweilige Leiterart Klasse H zertifizierten Verbindungsbauteile ist eine Erdung auch mit Einzelmassivdraht nicht normkonform.

    Zu blitzstrombelasteten Erdleitern sollte man auch ohne Blitzschutzanlage äquivalente Trennungsabstände nach DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) einhalten und zur Vermeidung von Lichtbögen metallische Hausteile mit zu geringem Trennungsabstand wie bei Blitzschutzanlagen mit anklemmen. Blitzströme sind auf Erdleitern mit 16 mm² (Cu) oder 25 mm² (Al) Querschnitt nicht weniger gefährlicher als bei 50 mm² Blitzableiterdraht.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Verlegt werden müssen SAT-Kabel, PA und Stromzufuhr Garage, der PA passt also entweder bei den Antennekabeln oder beim Stromkabel mit rein, letztere beide aber nicht in eins, sonst könnte ich das andere für den PA nehmen.
    Dass neue Antennen möglichst nur noch nach dem Stand der Technik in geschützten Räumen verlegt werden sollen, wurde schon vielfach gepostet. Antennendirekerdung ist nach den Anerkannten Regeln der Technik (= Norm-Minimum) zulässig. Abgesetzte Antennenmontage und Verlegung der Antennenkabel in Blitzschutzzone LPZ 0A ergibt aber eine signifikante Verschlechterung der Blitzschutzsicherheit.

    Bei suboptimaler Antennendirekterdung ohne Blitzschutzanlage ist der PA-Leiter nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) "schleifenfrei" ausschließlich am geerdeten Antennenträger anzuklemmen und möglichst abstandslos mit den Antennenkabeln zu verlegen.

    Zitat Zitat von Fassade Beitrag anzeigen
    PA und Blitzschutz ist nicht das gleiche.
    Nicht sprachlich schludern und Blitzschutz mit Blitzschutzanlage oder Blitzschutzsystem gleichsetzen!

    Eine Antennenerdung ist eine Maßnahme des Äußeren Blitzschutzes und der PA gehört zum Inneren Blitzschutz. Und bei Gebäuden mit einer Blitzschutzanlage kommt alles am Blitzschutzpotenzialausgleich zusammen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2014
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Elektroniker
    Beiträge
    47
    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Mal wieder Optik vor Sicherheit?
    Wie meinen?
    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Bei suboptimaler Antennendirekterdung ohne Blitzschutzanlage ist der PA-Leiter nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) "schleifenfrei" ausschließlich am geerdeten Antennenträger anzuklemmen und möglichst abstandslos mit den Antennenkabeln zu verlegen.
    Okay, hab mich vielleicht etwas schlecht ausgedrückt.

    Der Antennenmast hat einen isolierten Fangstab, der auf den Kreuzerder ableitet. Den Kreuzerder muss ich ja mit meinem Fundamenterder verbinden, mit 16 mm², oder?

    Zusätzlich dann noch einen PA zwischen Antenne draußen und Verteileranlage im Keller, da nehm ich dann 4 mm² ?!

    Wie verleg ich jetzt den Erde-PA am sinnvollsten bzw. was ist das kleinere Übel (da ich die Trennungsabstände nicht einhalten kann) - mit dem Stromkabel oder mit den Antennenkabeln?


    Grüße
    Michael

    P.S. Installation im Schutzbereich des Hauses war/ist leider nicht möglich
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Der Antennenmast hat einen isolierten Fangstab, der auf den Kreuzerder ableitet.
    Nachfrage: Wie wurden denn die äquivalenten Trennungsabstand für Luft, GFK-Stangen und durch/über feste Stoffe ermittelt? Mit der Längenangabe der Zuleitung bis zur HES kann man nachrechnen ob insbesondere die GFK-Stangen ausreichend lang sind und nicht jemand zu blauäugig war.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Den Kreuzerder muss ich ja mit meinem Fundamenterder verbinden, mit 16 mm², oder?
    16 mm² Cu ist für 200 kA blitzstromtragfähig und entspricht zusammen mit blitzstromtragfähig zertifizierten Klemmen den Anforderungen. Außer Haupterdungsschienen für Blitzstrompotenzialausgleich wars das dann aber auch schon für 16 mm² Cu. Als Erdleiter einer Fangstange ist ohnehin normativ 50 mm² Querschnitt vorgeschrieben, Publikationen mit 16 mm² sind nicht normkonform. Mit Cupalhülse kann man nur 25 mm² Al an ein Blitzschutzbauteil mit 8 mm Standarddurchmesser normkonform und korrosionsvetrräglich anpassen.

    Detailfotos von der Fangstange und den Anschlussstellen sagen mehr als Worte.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Zusätzlich dann noch einen PA zwischen Antenne draußen und Verteileranlage im Keller, da nehm ich dann 4 mm² ?!
    Bei einer Dachantenne in LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung sind Antennenträger und die Antennenleitungen -gleich nach deren Eintritt ins Gebäude (LPZ 1)- mit 4 mm² Cu (geschützt nur 2,5 mm² Cu) in den PA einzubeziehen. Dieses Schutzkonzept ist aber bei einer abgesetzt montierten Antenne mit im Erdreich in LPZ 0 verlegten Antennen- und Starkstromleitungen nicht übertragbar und ohne Trennungsabstände zur Erdleiterverbindung in diesem Bereich völlig widersinnig

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Wie verleg ich jetzt den Erde-PA am sinnvollsten bzw. was ist das kleinere Übel (da ich die Trennungsabstände nicht einhalten kann) - mit dem Stromkabel oder mit den Antennenkabeln?
    PA-Leiter sind stets möglichst abstandslos mit den Antennenkabeln und beide auf normkonformen Trennungsabstand zu blitzstrombelasteten Erdleitern zu verlegen. Wo das nicht möglich ist sind andere Schutzkonzepte angebracht.

    Wenn Laien früher fragen würden, könnte man sie -angefangen von fehlenden Anschlussfahnen- vor den unnötigsten Fehlern bewahren. In diesem Fall kann die Fangstange nicht verhindern, dass insbesondere die in den feuerverzinkten Kreuzerder abgeleiteten Blitzstrome in die Erdkabel eingekoppelt werden.

    Darüber hinaus stellt sich die Frage ob eine Funkenstrecke erforderlich ist um den feuerverzinkten (!) Kreuzerder (Länge?) vor galvanischer Abtragung zu schützen. Im DEHN Blitzplaner Kapitel 5.5.7 Erdungsanlagen wird die Problematik galvanischer Abtragungen von Erdern intensiv abgehandelt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2014
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Elektroniker
    Beiträge
    47
    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Wenn Laien früher fragen würden, könnte man sie -angefangen von fehlenden Anschlussfahnen- vor den unnötigsten Fehlern bewahren.
    Wenn Profis so bauen würden, wie der Laie es vorher festgelegt hat, würde das Problem nicht bestehen
    Ursrpünglich sollte der PA in das eine Leerrohr, alles andere in das größere Zweite, dieses wurde aber mit zu geringem Durchmesser ausgeführt.

    Ich mal mal ne Skizze - ich hab das Gefühl, mein Problem ist noch nicht ganz klar:
    BS.jpg

    Die Schüssel kommt auf die Garage, dann hab ich 2 Leerrohre, einmal für Strom, einmal für die Antennenkabel, beides passt nicht in ein Leerrohr.
    - Der Mast der Schüssel ist geerdet (rosa, auf den Kreuzerder).
    - Die Schüssel selbst häng ich mit an die PAS vom Haus, hier laufen PA und Antennekabel parallel.
    - PAS im Haus hängt am Fundamenterder

    - Des Kreuzerder muss ich meines Wissens nach mit an des PAS hängen, um Potentialunterschiede zwischen den Erdern auszugleichen - ist das richtig?
    - Muss ich bei dieser PA-Verbindung den Trennuungsabstand beachten - ich würde sagen ja, weil im Blitzeinschlagsfall doch extreme Ausgleichsströme fliesen können?

    - Was wäre das kleinere Übel bzw. eine sinnvolle Not-Lösung - den Kreuzerder-PA mit beim Stromkabel rein oder bei den Sat-Kabeln? Kann ein Grobschutz das dann abfangen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    05.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Beruf
    Elektrofachmann
    Beiträge
    86
    Zitat Zitat von aemkai
    Ursrpünglich sollte der PA in das eine Leerrohr, alles andere in das größere Zweite, dieses wurde aber mit zu geringem Durchmesser ausgeführt.
    Das ist murks, 230 V gehören extra. Und kein NYM sondern NYY. IMHO auch der Rest »Kabel« und keine Leitung wegen möglicher Wasseransammlung im Rohr.

    Lutz
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Ich mal mal ne Skizze - ich hab das Gefühl, mein Problem ist noch nicht ganz klar:
    BS.jpg
    Und ich habe das Gefühl du kannst oder willst die Hinweise nicht verstehen. Man kann nur Usern helfen die mitwirken.

    Es fehlt:
    • Angabe wie und von wem (Blitzschutzfachkraft?) Schutzwinkel und äquivalente Trennungsabstände ermittelt wurden
    • Material von Erdleiter zum Kreuzerder und weiter zur HES, einschließlich der Type der Klemmen
    • Länge und Abstand des Kreuzerders, Kopf bis 0,5 m unter Grund versenkt?
    • Welche Erdfühligkeit hat der Kreuzerder und wie soll verhindert werden, dass der galvanisch abgetragen wird?

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    - Die Schüssel selbst häng ich mit an die PAS vom Haus, hier laufen PA und Antennekabel parallel.
    - PAS im Haus hängt am Fundamenterder
    Die PAS heißt inzwischen HES und muss blitzstromtragfähig sein. Im Prinzip ist die abstandslose Verlegung von PA-Leiter und Antennenkabel richtig aber völlig nutzlos wenn Blitzströme in die Erdkabel eingekoppelt werden.

    Wenn die erforderlichen Daten und Bilder geliefert werden kann man wieder seriös beraten. Ich tendiere zu einer Anlehnung an die völlig andere Sicherheitsphilosophie der nicht zuständigen DIN VDE 0855-300 für Funksende-/empfangsantennen. Die Korrosionsproblematik der Kombination eines feuerverzinkten Zusatzerders mit einem Fundament-/Ringerder muss -notfalls mit einer Funkenstrecke- gelöst werden.

    Obwohl das Konzept nicht schlüssig ist nachstehend zur Groborientierung eine Grafik mit den äquivalenten Trennungsabständen in BSK 3 mit einem Erdleiter.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    Da die Problematik suboptimal auf Garagen oder im Garten vom Gebäude abgesetzt montierter Antennen häufiger auftaucht ist ein Hinweis auf alte VDE 0855 Teil 1 angebracht, in denen noch gefordert wurde, dass "Freilandantennen" blitzstromtragfähig mit der Gebäudeerdung zu verbinden sind.

    Diese Formulierung ist im Zuge der Normenharmonisierungen vermutlich nur dem Bestreben den Normumfang in Grenzen zu halten und nicht neuen blitzschutztechnischen Erkenntnissen zum Opfer gefallen. Nachstehend ein Gegenvorschlag mit einer Direkterdung ohne feuerverzinkten Stütz-/Entlastungserder, womit auch das Problem möglicher Korrosionsabtragung entfällt. Dieses Schutzprinzip ist an die nationale DIN VDE 0855-300 für Funksende-/empfangsantennen angelehnt, allerdings ist deren Forderung den Schirm der Antennenleitung alle 20 m in den PA einzubinden zumeist nicht umsetzbar.

    Das Konzept orientiert sich wie bei Gebäuden mit einer Blitzschutzanlage an energetisch koordinierten ÜSG mit PA + SPD 1 Blitzstromableitern an der Schnittstelle SPD 0/1, wodurch kein Trennungsabstand zum Erdleiter erforderlich ist, der 4 mm² PA-Leiter entfällt und ein Graben ausreicht. Die Einführung der Kabel und Leitungen von/zur Garage sollte aber möglichst nahe an der HES erfolgen. Bei weit innenliegenden HES wäre vor Ort von einer konzessionierten Elektrofachkraft eigenverantwortlich zu prüfen, ob die örtlichen Gegebenheiten tolerierbar sind.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    NACHTRAG:

    Die Werkstoffnummer 1.4571 wurde versehentlich vergessen und mal sehen ob wieder die übliche Rüge wegen der erneuten Bezeichnung von [V4A] folgt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2014
    Ort
    Sachsen
    Beruf
    Elektroniker
    Beiträge
    47
    Zitat Zitat von elo22 Beitrag anzeigen
    Das ist murks,
    Nein, in das große Leerrhr (dn=110) wären dann zwei kleinere, einmal für 230 V und einmal für Datenleitungen gekommen - damit ist die zweite Isolationsebene gegeben - aber das sind Details, die mit dmeinem konkreten Problem eigentlich nichts zu tun haben. Und den Begriff Leitung hab ich nicht benutzt.

    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Und ich habe das Gefühl du kannst oder willst die Hinweise nicht verstehen. Man kann nur Usern helfen die mitwirken.
    Nicht böse sein, aber da ich ein konkretes Problem habe, will ich hier nicht sämtlichen Kleinkram durchkauen.
    Zu deiner Liste: das wurde alles anhand der gängigen technischen Regeln erstellt, die kannst du z.B. hier nachlesen.
    deshalb ja auch die Nachfrage, da ich eine Normverletzung vornehmen muss - was aber m.M.n. nicht zwingend schlimm ist, wenn man es richtig macht. Und deshalb frage ich nach, um es richtig zu machen - würde mich aber nur ungern in Kleinkram verzetteln. Ich rechne es dir hoch an, dass du mir diese Tipps gibt, aber würde mich gern auf den Problemkern konzentrieren.

    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Im Prinzip ist die abstandslose Verlegung von PA-Leiter und Antennenkabel richtig aber völlig nutzlos wenn Blitzströme in die Erdkabel eingekoppelt werden.
    Aber nur, wenn die Blitzstromableitung über den PA erfolgt. Deshalb wollte ich PA und Blitzableitung trennen. Und genau das ist ja mein Problem, welches ich möglichst elegant, aber ohne kompletten Umbau lösen möchte.


    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Nachstehend ein Gegenvorschlag mit einer Direkterdung ohne feuerverzinkten Stütz-/Entlastungserder, womit auch das Problem möglicher Korrosionsabtragung entfällt. Dieses Schutzprinzip ist an die nationale DIN VDE 0855-300 für Funksende-/empfangsantennen angelehnt, allerdings ist deren Forderung den Schirm der Antennenleitung alle 20 m in den PA einzubinden zumeist nicht umsetzbar.
    Danke, das ist mal eine konkrete Antwort auf mein Problem. Von der Korrossionsproblematik abgesehen habe ich hier aber das Problem, dass der gesamte Blitzstrom ins Haus geleitet wird, was bei einem Zusatzerder prinzipiell nur in geringerem Umfang der Fall ist, da sich der Blitzstrom ja aufteilt und ein Großteil über den Kreuzerder abgeleitet wird (ja ich weiß, bei sauberer Montage ... aber das wird/wurde beachtet).

    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Die Einführung der Kabel und Leitungen von/zur Garage sollte aber möglichst nahe an der HES erfolgen.
    Das ist kein Problem, das ist kein halber Meter.

    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    Wodurch kein Trennungsabstand zum Erdleiter erforderlich ist, der 4 mm² PA-Leiter entfällt und ein Graben ausreicht.
    Dann - rein technisch betrachtet - sollte das mit meiner Lösung doch genauso funktionieren, wenn ich den 16mm² Erder-PA isoliert, aber unter Wegfall des Trennungsabstandes mit den Sat-Kabeln zusammen verlege und den 4 mm² durch ebenfalls 16 mm² ersetze.
    Das hätte dann den Vorteil, dass die Blitzströme aufgeteilt werden und ein Großteil der Energie nicht ins Gebäude gelangt.
    Sollte es trotz allem zu einem Anstieg der Erdungswiderstandes am Kreuzerder kommen, fällt die Lösung automatisch auf die von dir genannte zurück.

    Grüße

    Michael
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    411
    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Nein, in das große Leerrhr (dn=110) wären dann zwei kleinere, einmal für 230 V und einmal für Datenleitungen gekommen - damit ist die zweite Isolationsebene gegeben - aber das sind Details, die mit dmeinem konkreten Problem eigentlich nichts zu tun haben.
    Für den Abstand einer Antennenleitung zu Starkstromkabeln sind normativ im Gebäude 1 cm und außen 2 cm gefordert. Dieser Abstand reicht vielleicht für SEMP-Überspannungsspitzen von Schalthandlungen aber selbstverständlich nicht gegen galvaische Blitzstromeintragungen in die Antenne aus, siehe Grafik der Trennungsabstände. Dass Blitzströme auf dem (einzigen!) Erdleiter einer Antenne gewöhnlich gefährlicher als auf mehrere Ableitungen einer Blitzschutzanlage verteilt sind, sollte nachvollziehbar sein.

    Wer das begriffen hat muss als verantwortungsbewusste EFK auch die Abstandskriterien nach Blitzschutznorm DIN EN 62305-3 (VDE 0185-305-3) anwenden, auch wenn das normativ für einen 16 mm² Cu (noch) nicht gefordert ist. Im für Antennensicherheit zuständigen Normengremium DKE K735 wurde das bereits thematisiert.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Zu deiner Liste: das wurde alles anhand der gängigen technischen Regeln erstellt, die kannst du z.B. hier nachlesen.
    Der DEHN Blitzplaner war und ist trotz einiger weniger Fehler unverändert die Bibel des Blitzschutzes. Eine Anordnung wie sie du dir ausgedacht hast ist weder aus der alten oder neuen Ausgabe abzuleiten. Dass sich im alten Blitzplaner und im DEHN Schutzvorschlag ein 16 mm² Cu als Ableitung einer Fangstange eingeschlichen hat war normwidrig. An einem Kreuzerder kann man nicht einmal einen ungeschnittenen 16 mm² Kupferdraht normkonform anschließen, wie das Detail aussieht wird ja auch als Geheimnis gehütet.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    deshalb ja auch die Nachfrage, da ich eine Normverletzung vornehmen muss - was aber m.M.n. nicht zwingend schlimm ist, wenn man es richtig macht. Und deshalb frage ich nach, um es richtig zu machen - würde mich aber nur ungern in Kleinkram verzetteln. Ich rechne es dir hoch an, dass du mir diese Tipps gibt, aber würde mich gern auf den Problemkern konzentrieren.
    Auf den Problemkern konzentriere ich mich in jeder Beratung auch wenn es einem Laie oder selbst einer konzessionierte EFK verschlossen bleibt. Ob Schutzwinkel und äquivalente Trennungsabstände stimmen oder die Verbindungsbauteile blitzstromtragfähig sind oder nicht, ist für die Schutzwirkung elementar und kein Kleinkram. Bemerkungen dieser Art steigern nicht meine Bereitschaft als ehrenamtlicher Beraters weiter zu helfen.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Danke, das ist mal eine konkrete Antwort auf mein Problem. Von der Korrossionsproblematik abgesehen habe ich hier aber das Problem, dass der gesamte Blitzstrom ins Haus geleitet wird, was bei einem Zusatzerder prinzipiell nur in geringerem Umfang der Fall ist, da sich der Blitzstrom ja aufteilt und ein Großteil über den Kreuzerder abgeleitet wird (ja ich weiß, bei sauberer Montage ... aber das wird/wurde beachtet).
    Ich kenne diverse überaus "sauber" aber trotzdem normwidrig installierte Blitzschutzanlagen mit gravierenden Mängeln. Letztmaliger Appell die Fragen zu beantworten und Detailfotos einzustellen.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Das ist kein Problem, das ist kein halber Meter.
    Mit dem kurzen Abstand muss man auch keiner vergessenen äußeren Anschlussfahne nachtrauern.

    Zitat Zitat von aemkai Beitrag anzeigen
    Dann - rein technisch betrachtet - sollte das mit meiner Lösung doch genauso funktionieren, wenn ich den 16mm² Erder-PA isoliert, aber unter Wegfall des Trennungsabstandes mit den Sat-Kabeln zusammen verlege und den 4 mm² durch ebenfalls 16 mm² ersetze.
    Mit energetisch koordinierten ÜSG an einer HES für Blitzschutzpotenzialausgleich ja, ohne ÜSG werden aber Blitzströme aus Direkteinschlägen in die Antenne wie auch Überspannungen aus Naheinschlägen in die Nachbarschaft über das Starkstromkabel und den Koax-Mittelleiter ins Haus eingekoppelt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    01.2013
    Ort
    RLP
    Beruf
    Elektriker
    Beiträge
    1,448
    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen


    Mit energetisch koordinierten ÜSG an einer HES für Blitzschutzpotenzialausgleich ja, ohne ÜSG werden aber Blitzströme aus Direkteinschlägen in die Antenne wie auch Überspannungen aus Naheinschlägen in die Nachbarschaft über das Starkstromkabel und den Koax-Mittelleiter ins Haus eingekoppelt.
    Absolut geil!

    Wenn auch theoretisch möglich!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    feelfree
    Gast
    Ich find Dipols Beiträge auch immer wieder "geil". Fachlich vermutlich super korrekt, aber für mich trotz Dipl.-Ing. E-Technik nur schwer zu verstehen. Keine Ahnung warum, vermutlich weil in jedem Satz ungefähr 2 mal irgendeine DIN EN oder sonstige Norm angesprochen wird die mir unbekannt ist und wie ich lesen muss die u.U. sogar falsch ist und ich so das Wesentliche mühsam zwischen den ganzen Normenquatsch rausextrahieren müsste, was mir kaum gelingt.
    Auf jeden Fall bewirken die Beiträge *für mich* das Gegenteil, für was sie eigentlich gedacht sind. Seither glaube ich nämlich, dass ein ordentlicher Blitzschutz so kompliziert ist, dass ihn außer Dipol sowieso keiner hinbekommt und lasse das Thema lieber ganz tief unten in der Schublade - wie vermutlich 99% aller Bauherren auch.
    Sorry Dipol ist nur mein persönlicher Eindruck. Aber wenn nach den anderen Schlussrechnungen noch Geld übrig ist bekommst ne PN...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    01.2013
    Ort
    RLP
    Beruf
    Elektriker
    Beiträge
    1,448
    ????
    Er widerspricht sich selbst?
    "ich kenne" #12?
    Klugscheißer vor dem Herrn ,aber wenn es zwickt ?:bef1020



    MfG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen