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Zeitraum Sanierung Siedlungshaus

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  1. #1

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    Zeitraum Sanierung Siedlungshaus

    Guten Tag,

    wir haben gerade ein altes Siedlungshaus von 1964 gekauft. Das Haus hat 145 qm Wohnfläche plus einen Vollkeller.
    Gerne möchten wir es sanisieren.
    Folgende Dinge stehen auf unserer Prioritätenliste:
    - Haus entkernen (Böden raus, Holzdecken abnehmen, Tapete ab)
    - Wasserleitungen neu verlegen
    - Stromleitungen neu verlegen
    - Wände verändern (neue Raumgestaltung)
    - Bäder neu
    - Fenstergrößen verändern
    - Fenster neu
    - Fassade neu
    - Dachgaube aufsetzen und hoffentlich nicht das komplette Dach erneuern
    - Einbau Kamin
    - Innenausbau (alles wieder hübsch machen)

    Könnt ihr mir sagen wie lange wir in etwa brauchen werden?
    Wir möchten einen Architekten beauftragen und viele arbeiten über Handwerker laufen lassen, aber gerne auch selbst mit anpacken. Das was in Eigenarbeit neben dem Job machbar ist.
    Wir planen mit 110 Tausend Euro Budget.

    Viele Grüße
    Kira
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  2. Zeitraum Sanierung Siedlungshaus

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  3. #2

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    Hi,
    da ich ja sowas in der Art auch durch hab würde ich je nach Handwerkereinsatz min. 1 Jahr einplanen. Kommt halt drauf an wie man machen lassen und Budget unter einen Hut bekommt. Selber machen nach Feierabend spart an verschiedenen Stellen Geld, verbrennt aber extrem viel Zeit. In den 2-3 Stunden in der Woche kommt nicht viel. Mit hohem DIY-Anteil kann man auch mal noch 1-2 Jahre Reserve dazurechnen.

    Budget 110k Euro und die Wunschliste > Nicht mal ansatzweise machbar. Den Betrag habe ich bei mir auch verbrannt und bei weitem nicht so viel gemacht. (Fenster, Fassade, Dach und Bodensubstanz waren ok). Und da waren 2 Jahre richtige Eigenmaloche (nix mit Baustellenromantik) schon dabei. Vorteil war bei uns eine mietfreie saubere Bleibe direkt um die Ecke. Da der Zeitdruck nicht so schlimm "wenn es mal wieder länger dauert".

    Ciao Christian

    Tip: Ein guter Planer den man auch mal als Telefonjoker nutzen kann spart sein Honorar wieder ein. Eine Bauüberwachung durch einen Profi hilft viele DIY-Fehler zu vermeiden und spart somit auch wieder Geld.
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  4. #3
    JamesTKirk
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    Ich frage mich gerade, warum man die Hütte nicht gleich abreisst, wenn man

    - das Haus entkernt
    - Fenstergrößen ändert
    - Fassade erneuert

    Was bleibt denn da noch stehen ??
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  5. #4
    Themenstarter

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    Die Grundsubstanz ist gut bei dem Haus. Dach, Heizung und Fassade sind noch gut. Wir wollen die Fassade wahrscheinlich auch nicht neu dämmen, sondern nur verputzen.
    Was denkt ihr bei einem Haus von 1964 wo noch nichts weiter gemacht wurde?
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  6. #5

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    Nur zum Verständnis: Ihr habt ein Haus gekauft, und das vermutlich nicht für dreifuffich, und wisst nicht annähernd, welche Sanierung mit dem jetzigen Wissensstand zu welchem Preis gewünscht / erforderlich sind? Sprich Ihr habt ein Haus mit (hoffentlich) guter Grundsubstanz, dass nach den "Entkernungsarbeiten", die es auch nicht umsonst gibt, einem verputzen und eingedecktem Rohbau entspricht. Okay, die Heizung soll noch gut sein. Da sind fürchte ich 110k für Planung und Umsetzung nicht umsetzbar.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Wir haben bereits einen Architekten eingeschaltet und unsere Wünsche ihm mitgeteilt. Wir gehen diese Woche zusammen durch das Haus und planen die einzelnen Maßnahmen aus.
    Wir haben bereits einen anderen Architekten im Haus gehabt, der die Substanz bewertet hat.
    So unverboreitet wie es hier aussieht sind wir nicht. Mir ging es darum, ob wir mit einem Jahr hinkommen für die Renovierung? Da wir ja Firmen beauftragen wollen.
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  8. #7

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    Hi,
    würde den TE jetzt nicht so runtermachen. Vll. passt ja Grundstück und die Lage ideal. Bei uns im Ort hätte man auch Neu bauen können. Leider dann nicht mehr Zentrum und alles in 5 min Fußweg erreichbar. Vor allem im Alter sehe ich das als großen Vorteil an.

    Abreißen und Neu wäre bei mir auch nicht machbar gewesen. So wie die Häuser aktuelle stehen bekommt man das heue aufgrund der Abstandsflächen nicht mehr genehmigt.

    Umbau planen lassen und ggf. Wünsche streichen oder verschieben. Wenn die ganze Sache nicht auf Kante genagelt ist, sollte das Budget mit der Zeit steigen. Wenn man die Sanierung gut plant und ggf. Dinge auf später terminiert sollte sich evtl. eine bewohnbare Situation ralisieren lassen. Dachausbau und Fassade bzw. Außenanlagen lassen sich möglicherweise auch später realisieren.

    Ciao Christian
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Kira89 Beitrag anzeigen
    Mir ging es darum, ob wir mit einem Jahr hinkommen für die Renovierung? Da wir ja Firmen beauftragen wollen.
    Glaskugel + eigene Erfahrungen -> mit dem Budget wird das zu 99% nix.
    Mit viel Eigenleistung (auch als Maloche nach den ersten 3 Monaten genannt) spart man zwar aber der Zeitlatte wird gnadenlos gerissen.

    Aktuell ist Juli. Bis Planung, Angebote ect. durch sind ist August/September. Ggf. sind die Änderung der Raumaufteilung genehmigungspflichtig bzw. müssen beim Bauamt angezeigt werden. Jedenfalls gabs dazu bei mir eine extra Statikberechnung.
    Dann noch 1-2 Monate und es wird kalt und zeitig dunkel. Da geht dann mit DIY die Motivation derbe in den Keller. Wenn die Dach-Sache und die Fenster dieses Jahr noch über die Bühne gehen wäre das schon mal was.

    Und dann sind ja noch diese ganzen tollen "Überraschungen" bei Bauen im Bestand.

    Ciao Christian
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  10. #9
    Themenstarter

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    Danke!
    Hast du auch einen Architekten, der diese Arbeiten in die Hand nimmt oder planst du komplett selbst?
    Mit einem Architekten als bauleiter geht es vielleicht etwas schneller.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Kira89 Beitrag anzeigen
    Mit einem Architekten als bauleiter geht es vielleicht etwas schneller.
    Aber hexen kann der auch nicht. Evtl. geht es etwas schneller da der die Arbeiten besser koordineren kann. Vll. lässt sich auch einiges parallel ausführen. Wenn da gut geplant 20 Profis auf der Baustelle werkeln geht es schon nach vorn. Leider verbrennen die dir auch die Kohle schneller als du nachlegen kannst.

    Fakt ist, dass dein Geld für "Machen lassen" nicht reicht und für ausgedehntes DIY-Sparen die Zeit mit 12 Monaten zu knapp ist. Im Vergleich zur Profi-Truppe kommt halt nach Feierabend und am Wochenende einfach zu wenig. Evtl. hat man von diversen Bausendungen auch eine falsche Vorstellung von den Zeiten. Die TV-Komplettsanierung in 10-Tagen halte ich schon aufgrund der Trocknungszeiten für vollkommen illusorisch. Bestes Beispiel Zauber-Estrich und dann wird gleich gefliest.

    Meine Meinung: Mehr Cash oder Zeitplan strecken / Wünsche reduzieren (z.B. Kamin vorsehen aber noch nicht realisieren).

    Ciao Christian
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  12. #11
    JamesTKirk
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    @grubash:
    Ich werde doch mal (höflich) nachfragen dürfen, oder ? Ich finde da kein "runtermachen" ...

    Frage noch (immer noch höflich):
    In Post #1 steht "Fassade neu" und in Post #4 steht, die "Fassade ist noch gut". Passt irgendwie nicht zusammen, ist aber schon ein wesentliches Element für die Kosten ...
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  13. #12

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    Hi,

    @ JamesTKirk
    fand den Satz mit dem Abreißen etwas derbe und die (im Nachgang eher realistische) Betrachtung von Annette1968 ein wenig ernüchternd. Deswegen hatte ich versucht das etwas zu relativieren. Von der Sache her hast du aber Recht. Wenn man sich eine solche Kernsanierung antun will hat man eigentlich nur einen Rohbau mit Dach + diverse Überaschungen erworben. Von verputzt will ich dann gar nicht mal reden. IdrR entspricht das nicht mal den heutigen Anforderungen und man kann den gleich mit abhacken.

    Ist halt oft so (da schliesse ich mich nicht aus), dass man sich in eine Immobilie verliebt und dann derbe zusetzen muss, damit der Traum nicht zerplatzt. Ich denke mal diverse Bausendungen mit Baustellenromantik sind daran nicht unschuldig.

    Ciao Christian
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  14. #13

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    Bei dem, was da an Maßnahmen aufgelistet wird dürfte man um einen Bauantrag nicht rumkommen. Und dann wird man weder mit dem Geld, noch mit der Zeit hinkommen.

    Bei mir waren es 4 Monate bis zum Einreichen des Bauantrags (Planung, Statik, Abstimmung mit dem Denkmalamt etc.). Dann 3 Monate bis zur Bewilligung. Da war es dann Dezember, also musste gewartet werden, bis es warm genug war zum Anfangen. Nochmal 3 Monate. In der Zwischenzeit wurde aber schon in Eigenleistung entkernt und meine Architektin hat die ganzen Ausschreibungen gemacht. Bis der erste Handwerker angefangen hat waren also schon 10 Monate vorbei. Die eigentlichen Arbeiten (etwas aufwändiger als bei dir, allerdings ohne ans Dach zu gehen) haben exklusive Innenausbau dann nochmal etwa ein Jahr gedauert.

    So irrsinnig beschleunigen kann auch ein Bauleiter nicht. Zum einen baut oft eins aufs andere auf, es kann also nur bedingt parallel gearbeitet werden. Und es macht auch wenig Sinn, wenn zeitgleich 20 Mann in einem EFH werkeln, die stehen sich ständig auf den Füßen. Dann ist es ja idR auch nicht so dass die Firmen däumchendrehend dasitzen und auf den Anruf warten, dass sie jetzt loslegen können. Man muss also immer ein bisschen Wartezeit einkalkulieren zwischen den verschiedenen Firmen. Und dann kommen auch noch Trocknungszeiten dazu. Und die ganzen netten Überraschungen die man hat, wenn man ein altes Haus einmal auf links zieht.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hi,

    meine Erfahrung:

    letztes Jahr im August 2013 begonnen unsere DHH zu entkernen (großteils noch Eigenarbeit, Heizungsrohre rausgeflext, Böden raus, Tapeten ab, Bäder rausgehaut) Anfang Oktober sind die Handwerker angerückt, ab da waren im Prinzip nur noch Profis am Werk, wenig Eigenleistung (mal am WE paar Stündchen, aber nix nennenswertes). Wand raus haben die PRofis gemacht, Estrich raus ebenfalls, Heizung demontiert)

    8 Monate später (Mai 2014) und 140T€ ärmer sind wir eingezogen. Zeitplan war von vornherein so angesetzt. Sämtliche KVs und Angebote hatten wir allerdings im Juni/Juli 13 eingeholt, damit im Oktober überhaupt jemand auf die Baustelle kam. Planung was wo wie geschehen soll folglich früher (April/Mai/Juni 13) somit kann man inkl. Planung locker 1 Jahr ansetzen. Anfangs hat jeder Handwerker natürlich auch gesagt: Ihr wollt erst im Mai rein? Na das schaffen wir ja locker, is ja ewig zeit. Wenn wir denen aber nicht regelmäßig hinterhergelaufen wären und getreten hätten, dass es weitergehen muss, wären wir glaube ich jetzt grad mal dabei die Wände zu verputzen oder so..

    Erledigte Arbeiten: Öl auf Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser umgerüstet, Bäder neu, Böden und Estrich neu mit FBH, Rolläden neu (Fenster nur in der Küche wg. Arbeitsplattenhöhe und Terrassen HebeSchiebetür neu, sonst belassen), Holztreppen und Türen komplett neu aufbereiten lassen, Wände komplett neu verputzt, Eigenleistung nur am Ende wieder beim Streichen und Boden verlegen.

    Ich halte also auch die Kombination aus 12 Monaten, mit diesem Pensum bei dem Budget für sehr, sehr, .... sehr sportlich...

    //Edit: Bei uns alles Genehmigungsfrei, also ohne Wände versetzen, nur eine nichttragende Wand entfernt. Wasserinstallation vollständig und Elektro auch fast vollständig neu, hatte ich vergessen zu erwähnen.
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  17. #15

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    Und wenn diese angedachten Sanierungen so gut wie alle durch Handwerkerfirmen ausgeführt werden, wird nach der Hälfte der Baustelle das Budget alle sein. Und dann dauert es deutlichst länger als ein grobes Jahr bis zur Fertigstellung.

    LG - Gisela
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