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Holzbalkendecke - Putz belassen oder gleich ersetzen?

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  1. #1

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    Frage Holzbalkendecke - Putz belassen oder gleich ersetzen?

    Hallo Zusammen,

    wir haben uns endlich unseren Traum vom eigenen Haus erfüllt und eine Immobilie von 1956 gekauft. Nun geht es ans konkrete Planen der Renovierungsschritte und ich würde gerne eure Meinung zu einem Problem hören, das sich mir gerade stellt.

    Im Haus ist eine Holzbalkendecke, die mit Schilfmatten / Verputz versehen ist. Die Balkendecke macht "von aussen" einen enorm guten Eindruck - der Trittschall ist fast nicht vorhanden und sie wackelt nicht, ebenso wie der Dielenboden dies nicht tut. Allerdings ist auf zwei Stockwerken in der ehemaligen Küche ein "Einbaukühlschrank" alter Machart eingebaut, dessen Entfernen auf jeden Fall ein Loch in der Decke nach sich zieht. Ein Gipser/Maler, der das Haus schon kurz besichtigt hatte, meinte man sollte die Decke an diesen Stellen einfach zumachen und fertig. Sie ist auch nicht großartig rissig oder ähnliches.

    Ich habe jetzt allerdings folgende Gedanken:

    1.) Dreck gibt es sowieso, da Fenster gewechselt werden und ein Durchbruch im EG erfolgt.
    2.) Strom muss auch irgendwie in die Decke rein, um für Licht zu sorgen.
    3.) Wenn möglich sollten die jetzigen Renovierungen mal die nächsten 20 Jahre halten, bis mein Kredit abbezahlt ist

    Daher stellt sich für mich die Frage, ob ich nicht gleich die komplette Decke runterhole (haben wir bei meinen Eltern gemacht, den Dreck kenne ich also) und mit Gipskarton auskleide. Abhängen muss nicht sein, ich stehe nicht auf Spots - das wäre also keine Begründung dafür es zu tun. Dagegen bin ich auch eher, da die Decke jetzt wohl enorm gut atmet - es gibt im ganzen Haus keinen Schimmel. Diese "alles dicht" Mentalität von Neubauten ist eher nicht mein Ding, lieber schüre ich zwei Prügel Holz mehr nach.

    Vielleicht könnt ihr mir hier noch Denkanstösse geben oder aus eigener Erfahrung berichten!

    VIelen Dank!

    Sven
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  2. Holzbalkendecke - Putz belassen oder gleich ersetzen?

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    Also nun schon zum tausendsten Mal:

    http://www.luftdicht.de/atmende-wand.htm

    Wenn du das dann verstanden hast, kann man über deine Situation diskutieren...
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  4. #3

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    @saarplaner, er hat keine atmenden Wände, sondern atmende Decken.....
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  5. #4
    Avatar von saarplaner
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    @Gipser:
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  6. #5

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    Vom Atmen mal abgesehen, warum willst du eine intakte Decke runterreißen wenn die Decke nachher quasi wieder so aussieht wie vorher? Erscheint mir eher sinnfrei. Der Schlitz für das Lampenkabel sollte kein Problem sein, der Eli sollte nur wissen wie er das bei so einer Decke machen muss. Dann ausbessern und fertig ist der Lack. Oder gibt es irgendwelche Sachgründe, die nur ein deinem Beitrag nicht auftauchen?
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  7. #6
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    @saarplaner: Vielen Dank für den Link, ich habe wieder etwas gelernt (und auch verstanden)! Dann ignoriert bitte meine umgangssprachliche Bezeichnung des "atmens" und wir beschränken uns nur auf die rein ökonomische Seite. Meine Ausführungen bezogen sich eher darauf, dass ich keine Planung mit Durch/Entlüftungsanlage oder ähnlichem will, sondern nur durch das "normale" Lüften mittels Fenster und Türen das Wasser aus dem Haus bekommen will.

    @Muppet: Prinzipiell ist auch genau das mein Gedanke, aber eben mit den folgenden "Nebengedanken":

    - Die Decke hält jetzt ca. 60 Jahre -> wenn ich sie sowieso innerhalb der nächsten 10 Jahre erneuern müsste, dann würde es mehr Sinn machen den richtig großen Dreck gleich jetzt zu haben (ja, ich weiss, GLaskugeln sind nicht vorhanden, aber man darf ja mit Wahrscheinlichkeiten operieren)
    - Ist die Decke ab, könnte man direkt Einblick in die Holzbalken bekommen, ob da noch alles "sauber" ist

    + ggfs. noch andere Aspekte, die ich nicht bedacht habe - und dir mir hier vll. jemand sagen kann
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  8. #7

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    ich geh mal davon aus, dass bei einem Haus mit dem Baujahr die gesamte E Installation neu gemacht werden sollte.....
    deshalb werden ein paar Schlitze wohl nicht genügen.
    Hol dir jemand, der das gesamte Projekt überblicken und planen kann und keinen Xbeliebigen Handwerker
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  9. #8
    Themenstarter

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    Jepp, das ist korrekt - hier wird die komplette Elektroinstallation neu gemacht. Der große Vorteil: Die vielen Kabelstränge müssen nur in den kleinen Flur (hier ist schon eine abgehängte Holzdecke vorhanden), und von dort aus sternförmig in alle angrenzenden Zimmer. Es hält sich also mit dem Kabeln in der Decke in Grenzen. Zudem liegen in einzelnen Zimmern auch Leerrohre (ob man die verwenden kann muss noch geprüft werden). Das ist also schon geklärt. Die Küche liegt direkt "hinter" dem Zwischenverteiler , so dass wir dort ggfs. direkt durch die Wand gehen und nicht über die Decke (die Küche wird wohl die meisten Kabel benötigen). Wenn ich das also reflektiere wäre das als Apekt für "Decke runter" schonmal hinfällig.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Nur um das Thema abzuschliessen - die Decken bleiben auf jeden Fall so drin, wie sie sind. Der Putz ist für das Alter noch enorm großartig, da wurde beim Bau nicht geschludert. Habe heute auch erfahren, dass das Haus ursprünglich von einem Bauunternehmer für den Eigenbedarf geplant war - und er hat wohl keinen Schrott gemacht. Die Leerrohre lassen sich zudem auch perfekt nutzen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von PoeticPixels Beitrag anzeigen
    Meine Ausführungen bezogen sich eher darauf, dass ich keine Planung mit Durch/Entlüftungsanlage oder ähnlichem will, sondern nur durch das "normale" Lüften mittels Fenster und Türen das Wasser aus dem Haus bekommen will.
    Und warum nicht?

    + ggfs. noch andere Aspekte, die ich nicht bedacht habe - und dir mir hier vll. jemand sagen kann
    Ja, gerne:
    Das Problem erzeugst Du selbst, nämlich mit dem Erneuern der Fenster!
    Wird denn tagsüber ständig Jemand im Haus anwesend sein?
    Und wer steht winters jede Nacht auf, um die nötige Stoßlüftung durchzuführen?
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hi Julius,

    das wäre mir persönlich zuviel Technik und zuviel Kosten, die ich aktuell nicht in meine Budgetplanung bekomme (zumindest soweit ich das sehe).
    Ist das von deiner Seite jetzt ein Plädoyer dafür, die alten Fenster drinzulassen?
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  13. #12
    Avatar von saarplaner
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    Zitat Zitat von PoeticPixels Beitrag anzeigen
    ....
    Ist das von deiner Seite jetzt ein Plädoyer dafür, die alten Fenster drinzulassen?
    Nein, das ist ein Plädoyer dafür, sich Gedanken um eine KWL zu machen.

    Ich glaube auch, dass dir ein erfahrener Planer sehr gut tun würde...
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  15. #13

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    Vor allem soll es Dich aufrütteln, solch ein Vorhaben GANZHEITLICH zu betrachten (bzw. von dazu durch Dich beauftragten Fachleuten betrachten zu lassen)!
    Alle Parameter nur einzeln zu betrachten, geht meist mehr oder weniger die Hose, da diese interdependent sind.
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  16. #14
    Themenstarter

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    Vielen Dank für eure Hinweise!

    In das Thema KWL habe ich mich jetzt etwas eingelesen. Habe das bisher nur auf absolut dichte Neubauten bezogen, nie auf so einen "alten Schuppen" wie meinen. Werde das auf jeden Fall mit dem Installateur (bezw. den dreien, die für ein Angebot kommen) durchgehen, und dann Kosten/Nutzen abschätzen.

    Dass die Dinge nicht unabhängig sind, habe ich inzwischen mitbekommen. Als "erfahrener" steht mir ein befreundeter Statiker zur Seite, der schon viele Altbaurenovierungen begleitet und daher einiges an Erfahrung hat (er macht u.A. auch die STatitik für einen Wanddurchbruch). Er meinte gestern noch zu den Decken, diese könnten tendentiell drauf bleiben, aber spätestens bei der nächsten Tapete (Feuchtigkeit durch Kleber) würden sich Rissen zeigen. D.h. wenn mir eine Rissresistente Tapete als Belag ausreicht ist es okay, wenn ich Putz o.ä. will, dann sollte ich neue Decken auf die vorhandene Lattung schrauben.
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