Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 52
  1. #1

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82

    B-Plan lässt Gaube nicht zu. Ausnahmegenehmigung nur partiell erteilt.

    Hallo,

    Geplant sind zwei Gauben, von Garten und Straßenseite. Im B-Plan sind jedoch Gauben nicht zugelassen. Nachbar hat sich ohne Genehmigung zur Gartenseite vor Jahren eine gemacht, und beim Bauamt lässt man uns nun auch eine zum Garten zu. Von der Straßenseite jedoch nicht. Das Bauamt meinte, dass es zwar eine Möglichkeit gibt, einen Antrag auf Veränderung des B-Plans zu stellen, dieser jedoch mehre Zehntausende Euros kosten würde, und sich über zwei Jahre ziehen kann, ohne Aussicht auf Genehmigung.

    Gibt es da noch andere Möglichkeiten? Hat jemand Erfahrungen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. B-Plan lässt Gaube nicht zu. Ausnahmegenehmigung nur partiell erteilt.

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Andere Möglichkeit: Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes!

    Eine solche Befreiung ist zu begründen (Begründungen á la "..wollen wir eben so, weil es uns gefällt..." oder "...weil wir mehr Wohnfläche benötigen...." haben wenig Aussicht auf Erfolg).

    Begründungen müssen nachweisen wieso die Grundsätze der Planung nicht verletzt werden und wieso eine Gaube an dieser Stelle eben kein Problem ist, sondern sich gut einfügt (weil zB andere Häuser eine solche haben) oder was weiß ich....klappt nicht immer!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Danke!

    Dieser Antrag auf Befreiung geht an das städtische Bauamt, oder wo anders?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Ja - an das zuständige Bauordnungsamt.
    ABER:
    Du hast den Fehler aller Baulaien gemacht - Du bist ohne Argumente ins Amt marschiert.
    Nun haben die D+H dort eine Meinung und werden die ums Verrecken nicht mehr zurücknehmen. Du kannst Dir einen Antrag also getrost sparen!

    Für so etwas sucht man sich einen Fachmenschen, der vor dem Weg zum Amt Argumente sucht, sammelt und zusammenstellt und dann mit der Behörde auf Basis dieser Argumente diskutiert.
    Obs dann klappt, ist nicht sicher, aber so wie bei Dir ist die Nummer gelaufen!

    Ich mein, warum sollten die auch eine Ausnahme/Befreiung geben? Dann hätten sie ja gleich die Nummer mit dem Gaubenverbot weglassen können.
    Da muss man denen die Ablehnung schon sehr schwer machen!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Also ein Architekt hat die beiden Gauben schon im Vorfeld eingeplant, und demnach dann den Bauantrag gestellt. Daraufhin hat sich das Bauamt gemeldet und es kam zu einem Gespräch. Da ist noch nichts genehmigt oder abgelehnt. Also wurde es schon im Vorfeld vorbereitet. Oder was für einen Fachmann hätte ich gebraucht?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    02.2012
    Ort
    OWL
    Beruf
    Dipl.Betr.
    Beiträge
    99
    Das Bauamt Bielefeld ist eher pragmatisch veranlagt. Mit deinem schriftlichen Antrag marschierst du und dein Archi selbst ins Bauamt und erklärst gleiches nochmal mündlich bei der für dein Baugebiet zuständigen Sachbearbeiterin.

    Nett und direkt. Soweit Nachbarn gleiche Gauben gebaut haben, Fotos anbei packen.

    Good Luck!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von Goldmund Beitrag anzeigen
    Oder was für einen Fachmann hätte ich gebraucht?
    Einen Architekten mit (sorry) Hirn im Schädel!

    Wenn der B-Plan Gauben generell verbietet, kann ich doch als Planer nicht hergehen und einfach gleich zwei von den Dinger in einen Bauantrag malen ohne begründeten Antrag auf Ausnahme/Befreiung oder zuallermindest einer vorherigen Klärung der Angelegenheit mit den Behörden!
    Wie blöd ist das denn???
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Wie blöd ist das denn???
    Der Architekt war im Vorfeld schon bei seinem Kollegen beim Bauamt, und dieser hat ihm mündlich zugesichert, dass dies gehen würde. Daraufhin hat der Architekt sich erst die Arbeit gemacht. Er ist also davon ausgegangen, dass sein Kollege seine Arbeit richtig macht. Also für Dummheit anderer Leute kann ich leider nichts. Ich versuche lediglich jetzt noch, dass es klappt. Meint Ihr, dass der OB darauf einen Einfluss hätte, oder ist er da auch machtlos?
    Geändert von Goldmund (03.07.2014 um 11:30 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Baufuchs
    Gast
    Eine denkbare Möglichkeit:

    Per Definition OVG NRW ist eine Gaube nur dann als solche anzusehen, wenn diese mit Ihrer Konstruktion (Außenwände Gaube) allseitig auf der Dachfläche ruht.

    Wenn z.B. die Stirnwand der Gaube auf der Außenwand des Erdgeschoss ruht, wäre es keine Gaube und fiele nicht unter das Gaubenverbot des B.-Plans.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Eine denkbare Möglichkeit:

    Per Definition OVG NRW ist eine Gaube nur dann als solche anzusehen, wenn diese mit Ihrer Konstruktion (Außenwände Gaube) allseitig auf der Dachfläche ruht.

    Wenn z.B. die Stirnwand der Gaube auf der Außenwand des Erdgeschoss ruht, wäre es keine Gaube und fiele nicht unter das Gaubenverbot des B.-Plans.
    Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus als DHH, wobei die andere Hälfte komplett anders gestaltet ist. Die Fläche des Daches gilt als Trockenraum, also nicht als Wohnfläche. Und natürlich ist ein weiteres Geschoss nicht erlaubt.
    Wäre dass dann trotzdem durchsetzbar mit dieser Definition des OVG NRW?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Äh - und was sollen die Gauben in einem Trockenboden????
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Ich habe viele Pakete, Sammlungen, und anderen Utensilien, die ich lagern will. Und ich brauche viel Platz. Ich will Regale aufstellen, können die zwei Meter haben, um an die Sachen dann auch ranzukommen. Vielleicht wollen dann die Kinder mal Ihre Carrera-Bahn oder Eisenbahn mal aufstellen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Ein Problem für das Bauamt kann sein, daß es dort ähnliche Gauben noch gar nicht gibt. Genehmigen sie es Dir, werden sie es Anderen kaum verwehren können. Damit würden die sich also ggf. ein echtes Ei legen, wenn sie es Dir genehmigen würden. Hier als erster eine abweichung zu wollen kann schwer sein....sehr schwer.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    ManfredH
    Gast
    Zitat Zitat von Goldmund Beitrag anzeigen
    Meint Ihr, dass der OB darauf einen Einfluss hätte, oder ist er da auch machtlos?
    Ich meine, dass der OB einer Großstadt wichtigeres zu tun hat (zu tun haben sollte), als sich um die Genehmigung von zwei nicht bebauungsplankonformen Gauben zu kümmern...

    Zitat Zitat von Goldmund Beitrag anzeigen
    Vielleicht wollen dann die Kinder mal Ihre Carrera-Bahn oder Eisenbahn mal aufstellen.
    Bei der Begründung wird das städtische Bauamt einer Genehmigung/Befreiung wohl kaum widerstehen können...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Wissenschaftler
    Beiträge
    82
    Welche Begründung, die glaubwürdig ist, müsste es sein?
    Also meine Mutter hat eine Behinderung, und kann sich nicht zu stark bücken?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen