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Natursteinmauer / Stützmauer - große Ausbauchungen

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  1. #1

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    Natursteinmauer / Stützmauer - große Ausbauchungen

    Hallo liebe Bauexperten,

    meine Frau und ich haben kürzlich ein altes Fachwerkhaus erworben, welches wir von Grund auf sanieren möchten. Das Haus steht auf einem Hang-Grundstück. Der Hang wird unten durch eine Stützmauer abgefangen. Dabei handelt es sich um eine Trockenmauer aus Natursteinen. Leider ist es so, dass die Mauer große Risse und Ausbauchungen aufweist. Wir würden die Mauer gerne selbst reparieren, finden kaum Hinweise, wie mit historischen Trockenmauern umzugehen ist. Sie steht sicherlich schon ihre 150 Jahre. Die Vorbesitzer haben einen kleinen Teil erneuert und den Rest mit irgendwelcher Fugenmasse bzw. Mörtel "zugeschmiert" - das bröckelt aber alles ab. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, ist die dazugehörige Scheune auch betroffen - das Fundament weist leichte Ausbauchungen auf.

    Ein Bauservice würde für die Reparatur 70.000 Euro veranschlagen - das finde ich bei aller Liebe zur Professionalität und Denkmalpflege mächtig gewaltig. Habt ihr vielleicht schon Erfahrungen mit Natursteinmauern, die als Stützmauern fungieren? Oder kennt jemand Bauexperten, die solche Dinge in Angriff nehmen können (im Raum Mitteldeutschland).

    Liebe Grüße
    J.T.

    PS: Irgendwie klappt mein Versuch, das Foto hochzuladen nicht. Wie muss ich das hier machen? Im erweiterten Bearbeiten-Modus klicke ich rechts auf "schnell hochladen", dann die gewünschte Datei und dann Bestätigung - aber dann passiert nix mehr. nter dem Buttom "Offen" erscheint das hochgeladene Bild. Ich kriege es aber nicht ins Thema.
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  2. Natursteinmauer / Stützmauer - große Ausbauchungen

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  3. #2
    wasweissich
    Gast
    das bild könnte zu gross sein ,( es gibt eine datenmengenbegrenzung )

    was bitteschön ist ein Bauservice ??
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  4. #3
    Themenstarter

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    Also zu groß ist es sicher nicht. :-) Es hat gerade mal 30 KB. Wenn sch das Fenster zum Hochladen öffnet, passiert nichts mehr, nachdem ich die Datei ausgewählt habe. Das Fenster bleibt komplett leer.

    Mit Bauservice meine ich Fachkräfte, die sich mit Natursteinmauern auskennen. Zwei Maurer haben uns erklärt, dass diese Bauweise zu historischen Techniken zählen würde und diese kaum jemand beherrschen würde. Wenn ich es allein machen würde, würde ich die Steine an den Ausbauchungen alle entfernen und von unten nach oben neu aufsetzen. Aber der Druck muss von der Mauer genommen werden, damit das Problem langfristig gelöst ist.
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  5. #4

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    Euer Haus steht also auf einer Terrasse, die von einer maroden Stützmauer gehalten wird ... und ihr wollt wirklich SELBST die Zentralschraube eures Hauses selbst reparieren, ohne den blassesten Schimmer zu haben, was ihr da tut?

    FINGER WEG - BAUGRUNDLER HOLEN, STATIKER HOLEN, ARCHITEKT HOLEN

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  6. #5
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    Nicht ganz. Das Haus steht auf dem Hang. Dann geht es ca. 20 Meter abwärts zur Stützmauer. Da ist noch viel Platz zwischen der Mauer und dem Haus. SAM_2132.jpg
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  7. #6
    Themenstarter

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    Ha! Bild klappt jetzt! Eydt 40.jpg
    Dann ist hir das Bild von der Mauer. :-)
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  8. #7

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    Wenn die umklappt, liegt sie im öffentlichen Strassenarum - mit allen möglichen Folgen.

    Ich würde dazu raten, die Wand samt hinterfülltem Erdreich abzutragen, die Steine zu lagern, vom Statiker eine Betonwand berechnen zu lassen und die Steine nur als Verblendung davor zu verbauen!

    Sicher auch kein Schnäppchen, aber angrenzend an eine öffentliche Strasse wäre mir alles andere zu makaber.
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  9. #8

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    Wir spielen auch mit dem Gedanken, Trockenmauern auf unserem Hanggrundstück setzen zu lassen. Die sehen gut aus, passen ins Landschaftsbild und sind eine ökologische Nische. Aber sie sind teuer.
    Es gibt - zumindest hier in der Gegend (sächs. Elbtal) - Unternehmen, die auf die Herstellung und Sanierung von Weinbergsmauern (d.h. Trockenmauern) spezialisiert sind. Allerdings sind die, die so etwas gut können und nicht nur alle Jubeljahre mal so ein Ding bauen, recht teuer:
    a) die Steine müssen i.d.R. vorher noch mal behauen werden, dann gesetzt werden - es gehört Erfahrung und viel anstrengende Handarbeit dazu, so ein Ding zu setzen.
    b) es gibt nicht sehr viele, die so etwas wirklich gut können - so, dass es hinterher auch gut aussieht (schönes Fugenbild) und der Hang wirklich gesichert ist.
    c) der Mauerbau wird im Weinberg (in Sachsen) mit öffentlichen Geldern gefördert
    d) meistens bedingt die Hanglage auch zusätzliche Erschwernis (Hangsicherung, Transport der Steine etc.)

    Die Angebote, die wir bekommen haben, lagen für einen Neubau so zwischen 430-450 EUR je sichtbarer m² (Hinterfüllung und Fundament inkl.). Bei euch würde noch Abriss und Entsorgung der alten Mauer hinzukommen, wenn die nicht saniert werden kann.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Die Mauer sieht noch nicht aus, als wenn sie fallen würde, der Vorschlag von Herrn Architekt Dühlmeyer, ist ganz ordentlich.
    Um Kosten zu sparen, kann man gegebenen Fall ( zu prüfen ), die Mauer stehen lassen und als Schalung verwenden.
    Das bedeutet die Auffüllung/Hinterfüllung für den einzubauenden u.berechneten Stahlbetonstützwandwinkel, ausräumen.
    Nach Fertigstellung sollte die Stützwand eine Perimeterdämmung erhalten und mit Schotter hinterfüllt werden.

    Die meisten ausgebäulten u.baufälligen Stützwände sind nicht Opfer der Berechnung und Herstellung, sondern
    des durchdringenden Frost, über Jahre hinweg. Welcher zur Volzumenvergrößerung der hinterfüllten Sand/Erdmasse führt.
    Und dies die Wand Jahr für Jahr um cm rausdrückt. Das hinterfüllte Erdreich sackt nach der Frostperiode ab und friert
    erneut auf.


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  12. #10
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    Wir haben uns mal in der Region umgehört. Viele arbeiten dort mit Beton und würden so eine Mauer gar nicht mehr bauen. Allerdings würden wir sie gerne im Sinne der Baukultur erhalten. Auch wenn es kein offizielles Monument ist, zeigt es doch die Bauweise früherer Zeiten. Deswegen liegt uns viel daran, das so gut wie möglich zu erhalten.

    Wir suchen gerade nach Möglichkeiten, den Druck von der Mauer zu nehmen. Das ganze Grundstück ist ja in Hanglage ... und hinter dem Haus geht der Hang weiter. Das drückt alles gegen Haus, Scheune und Mauer. Uns hatte jemand empfohlen, an den kritischen Stellen Dernoton in die Erde zu setzen. Das sind Lehm-Ton-Platten, mit denen Mauern gesetzt werden können, die das Wasser absorbieren und damit druckentlastend wirken können. Das sollte zwar vor allem hinter das Haus gesetzt werden, weil dort die Schwellbalken stark angegriffen sind, aber uns wurde geraten, das auch an der Mauer und der Scheune zu versuchen.
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