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  1. #1

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    Rechtschutzversicherung in Fragen des Baurechts

    Hallo zusammen,

    ich suche nach einer Rechtsschutzversicherung, die baurechtliche Rechtsschutzfälle abdeckt und habe schon mit zwei Versicherungen telefoniert, die solche Leistungen gar nicht anbieten. Bei der zweiten wurde mir sogar gesagt, man kennt dort keine seriöse Versicherung, die solche Fälle abdeckt, weil solche Fälle unkalkulierbare Risiken beinhalten. Das überascht mich total muss ich sagen. Habt ihr irgendwelche Erfahrungen in dieser Richtung?

    Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, so etwas wie KfZ-Haftpflicht beinhaltet doch auch sehr hohe und schwer zu kalkulierbare Risiken, aber fast alle Versicherer bieten sowas an. Wieso kann man die Baurechtsfälle nicht kalkulieren und vorhersagen?

    Warum mich das noch wundert, das bedeutet ja, dass heutzutage in allen Fälle, wo jemand z.B. mit den Baubehörden vor Gericht schtreitet, alle Gerichts- und Anwaltkosten (und evtl. auch weitere) aus eigener Tasche bezahlt werden. Das kann ich mir nicht vorstellen! Ist das heute wirklich so?
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  2. Rechtschutzversicherung in Fragen des Baurechts

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  3. #2

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    würde mich stark wundern, wenn es anders wäre... Wo gibts denn schon durch die Bank SO hohe Schadenssummen? 300.000 sind doch auch schnell mal erreicht... Da bist du bei KFZ-SChutz schon weit weit drunter...
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  4. #3

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    Rechtschutzversicherung in Fragen des Baurechts

    Beim großen rot gerahmten S hat man uns das im Zusammenhang der Finanzierung angeboten. Die arbeiten da mit einem Versicherer zusammen. Namen hab ich nicht mehr im Kopf. Kosten hängen glaube mit der Bausumme zusammen. Wären bei uns knapp 2.000€ einmalig gewesen. Sollte alle mit dem Bau zusammenhängenden Rechtsfälle abdecken. Bedingung ist aber, auch bei S zu finanzieren.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von noips80 Beitrag anzeigen
    Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, so etwas wie KfZ-Haftpflicht beinhaltet doch auch sehr hohe und schwer zu kalkulierbare Risiken, aber fast alle Versicherer bieten sowas an. Wieso kann man die Baurechtsfälle nicht kalkulieren und vorhersagen?

    Warum mich das noch wundert, das bedeutet ja, dass heutzutage in allen Fälle, wo jemand z.B. mit den Baubehörden vor Gericht schtreitet, alle Gerichts- und Anwaltkosten (und evtl. auch weitere) aus eigener Tasche bezahlt werden. Das kann ich mir nicht vorstellen! Ist das heute wirklich so?
    Wieso nicht vorhersagen? Ich kann nur Vermutungen aus eigener Erfahrung anstellen: Weil viele Sachen im Baurecht, Statik usw. nicht eindeutig definiert sind und dann kann man darüber jahrelang streiten und "begutachten", damit steigen die Kosten ins uferlose. Beim Auto ist eindeutig definiert wie der technische Zustand sein muss, wieviel Promille Alkohol der Fahrer im Blut haben darf, wie die Höchstgeschwindigkeit an der Unfallstelle ist usw.
    Beim Bauen ist es anders, viele Sachen sind nicht eindeutig definiert und viele Sachen z.B. in Sachen Statik können unterschiedlich interpretiert oder gerechnet werden, je nachdem, welche "Annahmen" der Statiker gerade macht (Beispiel bei uns: Ein Mauerwerkspfeiler wurde bis jetzt von insgesamt 5 Statikern gerechnet, davon von 2 gerichtlich bestellten, jeder hat einen anderen Wert der "Überlastung" als Ergebnis herausbekommen - bis man hier nun ein endgültiges Ergebnis hat, werden Jahre vergehen und zigtausende von Euro müssen für sog. "Gutachten" ausgegeben werden.)

    Ich weiß nicht, ob es Versuicherungen gibt, die so etwas anbieten, uns hat man vor dem Bau gesagt, so eine Versicherung gibt es nicht, aber ich lese gerade oben, dass es doch wohl solche gibt.
    Warum können Sie sich das nicht vorstellen? Wir haben seit 2006 bereits mehr als 80.000€ für Gutachten, Sachverständige, Gerichte, Anwälte usw. bezahlt, und ein Ende ist nicht abzusehen, weil sich das Gericht immer neue Ideen einfallen lässt, was und wie nun noch "begutachtet" werden soll. Im Internet kann man zahlreiche solche Fälle nachlesen, wo die Bauherren solche Summen aus eigener Tasche zahlen müssen.

    Es gibt aber wohl Versicherungen für die Architekten/Statiker, die in solchen Fällen die Kosten zahlen ... ist dann also ein ungleicher Kampf, eine Versicherung des Bauleiters mit Miliarden im Rücken und der Bauherr, der alles aus seiner eigenen nach dem Bau in der Regel klammen Tasche zahlen muss.

    Aber so ist es wohl gewollt ...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    würde mich stark wundern, wenn es anders wäre... Wo gibts denn schon durch die Bank SO hohe Schadenssummen? 300.000 sind doch auch schnell mal erreicht... Da bist du bei KFZ-SChutz schon weit weit drunter...
    Durch die Bank so hohe Summen? Ich dachte, es wären nur Ausnahmen, aber ok.
    Wenn die Schadensummen so hoch sind, dann müsste man halt nur die Versicherungsprämie entsprechend hoch machen. Im Falle der Architekten/Statiker/Bauleiter zahlen die Versicherungen auch die Kosten der Prozesse und die Schäden, falls entsprechend geurteilt wird.
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  8. #6

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    @noips80 - es gibt aber auch noch sog. "Prozessfinanzierer" (findet man im Internet), die solche Prozesse finanzieren können, aber die schauen sich die Sachen vorher gut an und nehmen natürlich nur das, wo die Kosten voraussichtlich überschaubar und das Ergebniss sehr gut einzuschätzen ist.
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  9. #7

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    Ich schätze, die Risiken gehen in eine ähnliche Richtung wie die der Planer. Und für Planer / Statiker, etc. gibt es ja auch Versicherungen. Die Deckungssummen im KfZ-Bereich liegen auch im sieben- und achtstelligen Bereich. Also mal bei den Versicherungen Anfragen, die auch Planer versichern und ggf. nach einer objektbezogenen Versicherung fragen. Alternativ die eigene vorh. Rechtsschutzversicherung anpassen lassen.

    Gruß
    Holger
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