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  1. #1

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    Unterverteilungskasten im Altbau erneuern

    Bei mir im Altbau (1928) soll der Elektriker einen kleinen Kasten für die Unterverteilung erneuern. Dieser hat 6 runde Sicherungsautomaten mit 10A aus den 1970er Jahren. Die Unterverteilung versorgt Steckdosen (kein Herd, Durchlauferhitzer o.ä.). Welcher Zuleitungsquerschnitt ist erforderlich? Die UV soll wie bisher mit 3 NEOZED nach dem FI-Schutzschalter abgesichert werden (die NEOZED hatten bisher je 16A).
    Wegen Denkmalschutz darf der Elektriker keine Arbeiten am Putz durchführen und auch keine Löcher bohren, sondern nur die Kabel verlegen und anschliessen. Deshalb müssen Leitungsweg und Leitungsdimensionen vorher abgesprochen werden.
    Bisher hatte die 5-polige NYM-J Zuleitung zur UV den Querschnitt 2,5 mm² und hat nach Architekt Bestandsschutz, könnte aber auch erneuert werden. Es muss aber der UV-Kasten erneuert werden, da die alten Sicherungsautomaten nicht mehr zeitgemäß sind.

    Frage: Sollte auch die Zuleitung erneuert werden und reicht hier 2,5 mm² ?
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  2. Unterverteilungskasten im Altbau erneuern

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Nachtrag: Die Hauptverteilung mit Kasten ist neu mit modernem Zähler, FI-Schutzschalter und Sicherungen.
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  4. #3

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    Frage: Sollte auch die Zuleitung erneuert werden und reicht hier 2,5 mm² ?

    Als Fachmann würde ich empfehlen :JA,sollte neu gemacht werden !

    Querschnitt mind.5x10 mm²

    Alles Andere ist eine Notlösung .



    Was wird denn sonst noch saniert?

    Es gibt viele Möglichkeiten Leitungen "unsichtbar " zu verlegen.
    Dein Archi zusammen mit dem Eli werden mit Sicherheit eine Lösung dafür finden.
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  5. #4

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    Apropos Notlösung:

    Ja ,man kann das 5x2,5 beibehalten!
    Es kann auch durchaus sein,daß die Dimensionierung der Zuleitung über Jahre hinweg völlig ausreichend ist.
    Die aktiven Elektro-Fuzzis im Forum können dazu bestimmt noch was Gescheites beitragen.


    Meine Meinung ist bekannt!

    Viel Erfolg!

    PS:Wenn es schon an so einer Lapalie ,wie i.d.F." neue Zuleitung für UV" scheitern sollte...
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  6. #5

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    Lappalie mit 2 "p" !
    So ein Depp!
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Bei mir im Altbau (1928) soll der Elektriker einen kleinen Kasten für die Unterverteilung erneuern. Dieser hat 6 runde Sicherungsautomaten mit 10A aus den 1970er Jahren. Die Unterverteilung versorgt Steckdosen (kein Herd, Durchlauferhitzer o.ä.). Welcher Zuleitungsquerschnitt ist erforderlich? Die UV soll wie bisher mit 3 NEOZED nach dem FI-Schutzschalter abgesichert werden (die NEOZED hatten bisher je 16A).
    Wegen Denkmalschutz darf der Elektriker keine Arbeiten am Putz durchführen und auch keine Löcher bohren, sondern nur die Kabel verlegen und anschliessen. Deshalb müssen Leitungsweg und Leitungsdimensionen vorher abgesprochen werden.
    Bisher hatte die 5-polige NYM-J Zuleitung zur UV den Querschnitt 2,5 mm² und hat nach Architekt Bestandsschutz, könnte aber auch erneuert werden. Es muss aber der UV-Kasten erneuert werden, da die alten Sicherungsautomaten nicht mehr zeitgemäß sind.

    Frage: Sollte auch die Zuleitung erneuert werden und reicht hier 2,5 mm² ?
    Antwort: gleichzeitig benötigte Last an den 6 Steckdosenstromkreisen ermitteln, Zuleitung entsprechend Belastung und Verlegart auswählen, Absicherung für Zuleitung auswählen. Sinnvoll wäre es, die Zuleitung zur UV in der vorgelagerten Verteilung mit Sicherungen (Neozed, D02...) abzusichern, in der UV dann 1 FI und 6 LSS anzuordnen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von karo1170 Beitrag anzeigen
    Sinnvoll wäre es, die Zuleitung zur UV in der vorgelagerten Verteilung mit Sicherungen (Neozed, D02...) abzusichern, in der UV dann 1 FI und 6 LSS anzuordnen.
    Besser wäre es!
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  9. #8
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    Die Zuleitung zur UV in der vorgelagerten Verteilung ist mit FI+Sicherungen abgesichert (s.u.)
    An den Steckdosen hängen nur wenige, schwache Lasten (Schreibtischlampe bzw. Computer), daher auch nur die Absicherung der ganzen UV mit 16 A. Die gleichzeitig benötige Last hat bisher niemals 16A erreicht (echte Lasten hängen an separaten Stromkreisen mit eigenen Kabeln).
    Eine NYM-J 5x10 mm² ist wegen der Dicke nicht möglich, man müßte neue Wanddurchbrüche machen. Maximal wäre 5x4mm² möglich. Das kann man ja noch überlegen.
    *** Interessant ist das Problem mit der Folge der Absicherungen.
    Bisher sind in der HV nach dem FI-Schutzschalter noch 3 Neozed mit 16 A, wo die UV angeschlossen ist.
    Im alten Kasten der UV gab es nochmal Sicherungsautomaten mit 10A.
    Ist im neuen Kasten der UV wirklich nochmal ein FI-Schutzschalter erforderlich, dann wären ja insgesamt zwei in Reihe geschaltet (HV+UV) mit den entsprechenden Verlusten (oder hat ein FI keine Verluste). Die Abzweigung zur UV muß nach Kenntnis des Elektrikers NACH dem FI+Neozed abgehen, da der Kabelquerschnitt der UV dünner als 10mm² ist. (Hauptsinn der 10 mm² für UV scheint die Abzweigemöglichkeit vor dem FI zu sein.)
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Die Zuleitung zur UV in der vorgelagerten Verteilung ist mit FI+Sicherungen abgesichert (s.u.)
    An den Steckdosen hängen nur wenige, schwache Lasten (Schreibtischlampe bzw. Computer), daher auch nur die Absicherung der ganzen UV mit 16 A. Die gleichzeitig benötige Last hat bisher niemals 16A erreicht (echte Lasten hängen an separaten Stromkreisen mit eigenen Kabeln).
    Eine NYM-J 5x10 mm² ist wegen der Dicke nicht möglich, man müßte neue Wanddurchbrüche machen. Maximal wäre 5x4mm² möglich. Das kann man ja noch überlegen.
    *** Interessant ist das Problem mit der Folge der Absicherungen.
    Bisher sind in der HV nach dem FI-Schutzschalter noch 3 Neozed mit 16 A, wo die UV angeschlossen ist.
    Im alten Kasten der UV gab es nochmal Sicherungsautomaten mit 10A.
    Ist im neuen Kasten der UV wirklich nochmal ein FI-Schutzschalter erforderlich, dann wären ja insgesamt zwei in Reihe geschaltet (HV+UV) mit den entsprechenden Verlusten (oder hat ein FI keine Verluste). Die Abzweigung zur UV muß nach Kenntnis des Elektrikers NACH dem FI+Neozed abgehen, da der Kabelquerschnitt der UV dünner als 10mm² ist. (Hauptsinn der 10 mm² für UV scheint die Abzweigemöglichkeit vor dem FI zu sein.)
    Welche Netzform liegt denn vor?
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  11. #10
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    TN-C-S-System oder TN-S-System. Die Zuleitung zur HV ist 5x10 mm² 5 (L1,L2,L3,N,PE), allerdings ist der zugeleitete PE in der HV nicht angeschlossen. Der Netzbetreiber sagte mir: "der grüngelbe PE sei ohne Funktion. Ein solches Kabel sei ungewöhnlich." Kennt sich diesbezüglich jemand im Kreis Höxter aus? Auf gar keinen Fall noch das veraltete TN-C-System. Der PE-Leiter ist stets separat geführt. Es ist ein neuer Ringerder ums Haus gelegt worden und dort ist der hausinterne PE angeschlossen. Der Netzbetreiber sagte mir, der Elektriker soll den ankommenden N-Leiter in der HV vor dem FI noch mit dem Ringerder verbinden.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    TN-C-S-System oder TN-S-System. Die Zuleitung zur HV ist 5x10 mm² 5 (L1,L2,L3,N,PE), allerdings ist der zugeleitete PE in der HV nicht angeschlossen. Der Netzbetreiber sagte mir: "der grüngelbe PE sei ohne Funktion. Ein solches Kabel sei ungewöhnlich." Kennt sich diesbezüglich jemand im Kreis Höxter aus? Auf gar keinen Fall noch das veraltete TN-C-System. Der PE-Leiter ist stets separat geführt. Es ist ein neuer Ringerder ums Haus gelegt worden und dort ist der hausinterne PE angeschlossen. Der Netzbetreiber sagte mir, der Elektriker soll den ankommenden N-Leiter in der HV vor dem FI noch mit dem Ringerder verbinden.
    Vermutlich liefert der Netzbetreiber ein TN-C (L1-3, PEN) bis HAK. Vom HAK bis zum Zaehlerplatz liegt ebenfalls ein TN-C System vor. Im Zaehlerschrank erfolgt dann die Aufteilung in PE und N, ab dort also TN-S. Ob der vorhandene FI nun dem Personenschutz dient (If=0,03A) oder dem Brandschutz (If=0,3A) wäre zu prüfen. Wäre denkbar, das aufgrund des Denkmalschutzes Auflagen in Richtung Brandschutz von elektrischen Leitungsanlagen vorliegen, die man mittels eines FI zu erfüllen versucht.
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  13. #12

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    Ist es VNB-seitig nicht vielleicht doch ein TT-System?

    Für solch eine Zusatz-UV gilt übrigens NICHT die Forderung mit Auslegung auf mind. 3x63A (was zu Querschnitten von 10mm² aufwärts führt).
    Und es wäre auch nicht gut (evtl. sogar unzulässig), einfach den FI in diese UV zu versetzen (Absenkung des Schutzniveaus)!

    Soviel zu den Pauschalaussagen von Nolu, welche hier mal wieder überhaupt nicht zur Aufgabenstellung passen...


    Auch wenn der Archi nicht ganz richtig liegt (bei Elektrik gibt es generell keinen "Bestandsschutz" - und da der wesentliche Rest der Anlage bereits erneuert wurde oder jetzt wird muß die ganze Anlage dann die HEUTIGEN Anforderungen erfüllen), kann die vorhandene Zuleitung (5x2,5) vermutlich bleiben. Wahrscheinlich ist so zwar keine Selektivität erreichbar, aber die ist kein Muß!
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  14. #13

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    Was ich aber nicht verstehe, ist die grundlegende Aussage:

    Es muss aber der UV-Kasten erneuert werden, da die alten Sicherungsautomaten nicht mehr zeitgemäß sind.
    Wer hat das gefordert?
    Und wer behauptet, Schraubautomaten seinen "nicht mehr zeitgemäß"?
    Aus sicherheitstechnischer Sicht sind sie durchaus brauchbar (wenngleich es dabei heute keine so große Typenvielfalt mehr gibt).

    Oder ist die UV beschädigt?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Ist es VNB-seitig nicht vielleicht doch ein TT-System?

    Für solch eine Zusatz-UV gilt übrigens NICHT die Forderung mit Auslegung auf mind. 3x63A (was zu Querschnitten von 10mm² aufwärts führt).
    Und es wäre auch nicht gut (evtl. sogar unzulässig), einfach den FI in diese UV zu versetzen (Absenkung des Schutzniveaus)!
    Inwieweit tritt hier eine Absenkung des Schutzniveaus auf? Der geforderte Personenschutz für Endstromkreise bleibt uneingeschränkt erhalten. (Wird aufgrund der vermutlich kuerzeren Leitungswege Endstromkreis wohl eher verbessert.)

    Sollte der FI in der HV allerdings nicht dem Personen- sondern den Brandschutz dienen, dann müsste zur Erreichung des Schutzzieles eine Reihenschaltung von (selektiven) FI erfolgen.
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  17. #15

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    Richtig - die Endstromkreise sind nicht relevant betroffen.
    Aber es würde der (ggf. nur der Zusatz-)Personenschutz und der Brandschutz für die Zuleitung entfallen! Welche offenbar an/in historischer Bausubstanz durch Wohnräume etc. führt.

    Und der Ader-(insbesondere Schutzleiter)Querschnitt vor dem FI sänke rapide.
    Bei einem TT-System kann es außerdem sein, daß eine 5-adrige Leitungsführung vor dem ersten FI unzulässig ist (stattdessen müßte es dann 4+1-adrig sein).

    Optimal (aber teuer) wäre natürlich die Anordnung des A-FI in der UV und eines (selektiven) S-Fi in der HV.
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