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  1. #1

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    Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter

    Ist es richtig, dass ein FI-Schutzschalter nur auf Fehlerströme, jedoch nicht auf Überströme anspricht?
    Wenn z.B. nach einem FI-Schutzschalter 40A/30mA sechs LS mit 16 A auf der Schiene je Phase hängen, wäre ein max. Strom von 96 A möglich.
    Da die 16 mm² Zuleitung mit max. 81 A belastbar ist, müsste dann die Sicherung im Hausanschlußkasten anspringen, was aber sehr unschön ist.
    Was besagt die Angabe 40 A auf dem FI-Schutzschalter?
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  2. Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter

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  3. #2

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    Die 40A stehen für den Nennstrom oder besser die Strombelastbarkeit des RCD.
    In einem normalen EFH ist es schon eher selten, das alle LS-Schalter voll belastet werden. Normalerweise sind Vorsicherungen verbaut, z.B. SLS-Schalter im Vorzählerbereich? Bei älteren Anlagen auch mit NH-Sicherungen.
    Wenn wir Zähleranlagen bauen, sichern wir die FI's immer mit einem Neozed-Element vor!
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  4. #3

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    Richtig. Bei Einsatz eines RCD muss man immer die komplette Anlage im Auge behalten, und es muss sichergestellt werden, dass der max. Nennstrom nicht überschritten wird. Das kann geschehen durch eine entsprechende
    Vorsicherung (üblicher Vorgehensweise) oder auch durch entsprechende Wahl der nachfolgenden Kreise bzw. deren LS.
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  5. #4
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    Beim neuen Wärmepumpen-Stromkreis (separater Zähler für HT/NT) hat der Elektriker vor dem Zähler einen SLS 63 A verbaut. Beim normalen Hausstrom wurde nichts verändert, da sehe ich keine Vorsicherung (oder sie ist verdeckt).
    Ist es richtig, dass die Neozed träger als ein LS sind? Welche kleinste Neozed Vorsicherung kann vor LS mit 16 A geschaltet werden, damit bei
    a) Kurzschluss
    b) Überlast einer Leitung
    die Selektivität gegeben ist (d.h. nicht zugleich LS und Neozed ansprechen)
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  6. #5

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    Problem Überstrom bei FI-Schutzschalter

    Wie groß ist denn die WP? Standardmäßig setzen wir immer 40A SLS und im HAK 63A. Im normalen EFH sollten 35A Neozed immer reichen!
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Beim neuen Wärmepumpen-Stromkreis (separater Zähler für HT/NT) hat der Elektriker vor dem Zähler einen SLS 63 A verbaut. Beim normalen Hausstrom wurde nichts verändert, da sehe ich keine Vorsicherung (oder sie ist verdeckt).
    Und dein Elektriker sieht auch keine Vorsicherung?

    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Ist es richtig, dass die Neozed träger als ein LS sind?
    Das haengt von der Characteristik der Sicherung bzw. des LS ab.

    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Welche kleinste Neozed Vorsicherung kann vor LS mit 16 A geschaltet werden, damit bei
    a) Kurzschluss
    b) Überlast einer Leitung
    die Selektivität gegeben ist (d.h. nicht zugleich LS und Neozed ansprechen)
    Das haengt von der Characteristik der Sicherung bzw. des LS ab. DIe kann (bei LSS) durchaus herstellerbezogene Unterschiede aufweisen.

    Ein Tipp: Du solltest die Energieverteilung als Gesamtheit betrachten.
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  8. #7
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    Die WP ist eine Stiebel Eltron WPL 25 (Modell ohne Warmwasser). Der Kompressor ist mit 3 x 16 A und der (meistens unnötige) Not-Heizstab ist mit 3 x 20A abgesichert.
    Wäre es besser, wenn der SLS 63 A vor beiden Stromzählern sitzt? Oder benötigt jeder Stromzähler-Kreis eine eigene Vorsicherung?
    Wie wird ein solcher Fall im Neubau abgesichert? 2 stromzähler (Doppeltarif + normal)
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Die WP ist eine Stiebel Eltron WPL 25 (Modell ohne Warmwasser). Der Kompressor ist mit 3 x 16 A und der (meistens unnötige) Not-Heizstab ist mit 3 x 20A abgesichert.
    Wäre es besser, wenn der SLS 63 A vor beiden Stromzählern sitzt?
    Nein.

    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Oder benötigt jeder Stromzähler-Kreis eine eigene Vorsicherung?
    Ja, ist in der TAB Niederspannung deines VNB sicher beschrieben.

    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Wie wird ein solcher Fall im Neubau abgesichert? 2 stromzähler (Doppeltarif + normal)
    So, wie es die TAB Niederspannung des jeweiligen VNB fuer den Zaehlerbereich fordert und wie es die jeweils angeschlossenen WP / Heizung lt. Herstellerangabe erfordert.
    Evtl. kann der SLS kleiner dimensioniert werden, z.B. 35A oder 50A. Ob man eine Waermepumpe ueber einen FI betreiben moechte, ist eine andere Fragestellung...
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  10. #9
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    Ok, dann sieht alles richtig aus, nur der SLS ist etwas groß mit 63 A. Vor der WP hängt alles:
    1. ABB-Schütz
    2. LS 3 x 16 A
    3. FI-Schutzschalter
    4. Doppeltarif-Stromzähler
    5. SLS
    6. Sicherung im Hausanschlußkasten
    Du meinst der FI ist evtl. überflüssig?
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  11. #10

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    Ein FI ist eigentlich nie überflüssig!
    Bei uns dürfen die Schütze vor der WP weggelassen werden, da die WP selbst über den EVU-Kontakt wegschalten kann, hat aber auch lange gedauert, bis die EWE das eingesehen hat.
    Der SLS ist mit 63A definitiv zu groß, 35 oder 40A sind da völlig ausreichend.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Nordpassat Beitrag anzeigen
    Ein FI ist eigentlich nie überflüssig!
    Bei Wärmepumpen und anderen Geräten, die mittels Frequenzumrichter mit GZK betrieben werden ist der Einsatz eines FI keine so gute Idee. Zum einen können Ableitströme des FU (Netzfilter) den FI zum ansprechen bringen, zum anderen ist der Einsatz eines allstromsensitiven FI auch eine Kostenfrage.
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  13. #12

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    Wenn der FI ständig auslöst, ist das kleinere Übel. Eine "Sättigung" wäre schlimmer, dann löst er nämlich garnicht mehr aus.
    Gut bei FU's sehe ich es ein, oder zumindest den Einsatz eines Allstromsensitiven FI. Ist natürlich Schweine-teuer, ich kenn's aber hauptsächlich aus dem Landw. Bereich, da werden Ställe für 2-3 Mill.€ gebaut, aber der Elektriker wird 3 mal gefragt, ob der teure FI Typ B wirklich sein muss :-(
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  14. #13
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    Nee, der FI vor der WP hat bisher noch nie ausgelöst. Der WP ist in der Tat eine Inverter-WP, die stufenlos die Last regelt (Frequenzumrichter?).
    Danke wegen dem Hinweis wegen der ABB-Schütze. Ob die WP zwei Signaleingänge hat bezweifle ich. Es gibt 2 Schütze, damit Kompressor und Heizstab einzeln abgeschaltet werden können. Der Energieversorger schaltet derzeit nur den Heizstab ab, der Kompressor darf beliebig laufen.
    Wie sollte mit dem Hausstromkreis verfahren werden? Sollte vor dem Zähler auch ein SLS eingebaut werden, damit es zum WP-Stromkreis symmetrisch ist?
    Kann es sein, dass eine Neozed-Vorsicherung unter der Abdeckung ist? Aber die Bautiefe ist dahinter eig. nicht gegeben. An der Stelle wo ein SLS hinkommen würde, sind noch die verschlossen PVC-Streifen.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass eine Neozed-Vorsicherung unter der Abdeckung ist? Aber die Bautiefe ist dahinter eig. nicht gegeben. An der Stelle wo ein SLS hinkommen würde, sind noch die verschlossen PVC-Streifen.


    Schade,gibt es einen smiley der uns sagt:
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Nee, der FI vor der WP hat bisher noch nie ausgelöst. Der WP ist in der Tat eine Inverter-WP, die stufenlos die Last regelt (Frequenzumrichter?).
    Danke wegen dem Hinweis wegen der ABB-Schütze. Ob die WP zwei Signaleingänge hat bezweifle ich. Es gibt 2 Schütze, damit Kompressor und Heizstab einzeln abgeschaltet werden können. Der Energieversorger schaltet derzeit nur den Heizstab ab, der Kompressor darf beliebig laufen.
    Ist der Heizstab denn ebenfalls am Wärmepumpenzähler angeschlossen? Lt. deiner Auflistung #9 wohl nicht...

    Zitat Zitat von Altbau1928 Beitrag anzeigen
    Wie sollte mit dem Hausstromkreis verfahren werden? Sollte vor dem Zähler auch ein SLS eingebaut werden, damit es zum WP-Stromkreis symmetrisch ist?
    Symmetrisch? Du meinst, das der Schaltschrank einen symmetrischen Anblick bietet?
    Für den Lastfluss der einzelnen Zählerbereiche hat der SLS keine Auswirkung, hier wäre eher die Frage nach Selektivität HA-Sicherung - Hauptsicherung (SLS) - Anlage und nach einer kundenseitigen Freischalteinrichtung ein Grund, für einen SLS.
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