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  1. #1

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    Innendämmung bei diffusionsdichtem Dach

    Liebe Experten,

    wir haben eine Gaube aufstellen lassen, deren Decke aus DWD-Platte mit aufgeschweißter Bitumenbahn besteht, hierauf dann Lattung und Ziegel. Da wir bereits an anderer Stelle schon mal Schwierigkeiten mit einer defekten Dampfsperre und Schimmel hatten, würde ich gerne diesmal vorbeugen. Gibt es eine Möglichkeit, bei einem diffusionsdichten Dach zu dämmen, ohne den Einsatz einer fehleranfälligen Dampfsperre? Falls das pauschal nicht zu beantworten ist, kennt jemand im Raum Gießen einen Bausachverständigen oder anderen Experten, der sich das vor Ort anschauen und ein funktionsfähiges Dämmungskonzept entwickeln kann? Die Handwerker haben leider immer nur ihr eigenes Gewerk im Sinn.

    Vielen Dank!
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  2. Innendämmung bei diffusionsdichtem Dach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die HWK WI hat eine Liste mit SV.
    Darin wäre in unmittelbarer Nähe einer aus Hüttenberg der zur hiesigen Fragestellung passen könnte.
    Ebenso einer aus Dillenburg.
    Bezüglich Dach gibt es ebenfalls einen aus dem Raum GI

    Ich hoffe, das gilt jetzt nicht als Werbung, ansonsten bitte löschen.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von deffi78 Beitrag anzeigen
    .. Die Handwerker haben leider immer nur ihr eigenes Gewerk im Sinn ..
    was denn sonst? für den "rest" gibts architekten und ingenieure.
    aber ... dwd + bitumenbahn .. das hat was. aber nicht lange.
    immerhin: besser spät als nie.
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  5. #4
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    @Sanierung2012: Vielen Dank! ich habe die Liste eingesehen und werde die Herren kontaktieren.

    @mls: Was ist an der Kombination aus DWD und Bitumenbahn so verwerflich? Bitte klären Sie mich auf!
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  6. #5

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    Zitat Zitat von deffi78 Beitrag anzeigen
    @mls: Was ist an der Kombination aus DWD und Bitumenbahn so verwerflich? Bitte klären Sie mich auf!
    genau so haben meine verworrenen Gehirnwindungen auch reagiert.
    Ist das wirklich eine neue Gaube, die als äußerste Lagen eine DWD und darauf eine Bitumenschweißbahn hat? Und darüber noch eine Lattung+Dacheindeckung?
    Das mag ich fast nicht glauben, wer plant denn sowas? Oder wie ist das sonst entstanden?
    Ich sehe, falls es doch so geplant sein sollte, wie ich es verstanden habe, für Ihr Ansinnen keine Chance...


    Sind Sie sicher, dass das dort eine Bitumenschweißbahn ist und nicht (ich hoffe es inständig) eine diffusionsoffen Schalungsbahn?

    Beschreiben Sie das doch bitte mal etwas ausführlicher.
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  7. #6
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    Der Aufbau des Gaubendachs von innen nach außen ist folgender:
    - KVH-Sparren
    - DWD-Platte
    - Bitumenbahn kaltselbstklebend
    - Längslattung (ebenfalls in Bitumen eingeschweißt, da zu geringe Dachneigung
    - Querlattung
    - Dachziegel
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das schöne an din 68800:
    niemand kennt sie - jeder verstösst dagegen -
    und alle machen mit. fast alle.
    ist ja auch nur wieder so eine norm, die bauherren
    und handwerkern das leben schwer macht .. wer
    soll das denn alles lesen?

    für die konstruktion ist ein nachweis für feuchte-
    bzw. holzschutz zu führen - allein wegen der nach
    aussen "dichten pelle". anhand der ermittelten
    feuchtegehalte im gefach ist die zulässigkeit der
    verwendeten baustoffe nachzuweisen.
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  9. #8
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    Was sollen wir nun tun? Dächer der Gauben nachträglich zu diffusionsoffen ändern? Das wäre natürlich ein finanzielles Desaster, ganz davon abgesehen, dass ich nicht weiß, ob das bei der Dachneigung von nur 12 Grad überhaupt machbar wäre.
    Auf dem Rest des Daches liegt ebenfalls Bitumen und eine 20 Jahre alte Aufdachdämmung, dies ist also ebenfalls diffusionsdicht. Hier die Dämmung zu entfernen und auf eine diffusionsoffene Unterspannbahn und Innendämmung umzusteigen, wäre ebenfalls finanziell im Moment nicht machbar.
    Wäre es eine Möglichkeit, im OG die Geschossdecke zu dämmen? Dann würde sich aus den Gaubendecken und dem Spitzboden ein Raum mit größerem Volumen ergeben, wobei dann vermutlich die DWD-Platten ebenfalls als erstes der Feuchtigkeit zum Opfer fielen. Mir ist auch klar, dass sich dann weitere Fehler in der Dampfsperre und die bekannten Probleme mit den Zugangstreppen für Dachböden ergeben würden. Könnte man die Feuchtigkeit dann evtl. mit Abluftziegeln oder technisch z.B. mit Hilfe eines Lufttrockners mit angeschlossenem Hygrometer lösen? Bin für jeden Lösungsvorschlag dankbar, wir sitzen nämlich wirklich in der Sch....
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  10. #9

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    Noch offen:
    Warum wurden die Gauben so ausgeführt und wer hat das geplant?
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  11. #10
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    Wir wollten eine Gaube haben, da wir bald Nachwuchs erwarten. Geplant und ausgeführt hat das ein hiesiger Dachdecker-Meisterbetrieb. Das Ständerwerk für die Gaube stammt von einer Zimmerei, die allerdings beim Aufbringen der DWD-Platten geholfen hat - also offenbar auch nichts dagegen hatte oder dem Dachdecker nicht reinreden wollte.
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  12. #11

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    ich wüsste nicht, wie man das als gedämmte Dachkonstruktion hinbekommen will, ohne die Dacheindeckung wieder runterzureißen....

    selbst wenn man im Idealstfall nur zeitweilige Kondensatbildung unter der Bitumenbahn haben sollten, liegt dort noch eine DWD. Und dieser tun selbst kleinen Feuchtemengen, welche längerfristig einwirken, nicht gut.

    wenn schon am Hauptdach vollflächig eine Aufdachdämmung vorliegt, warum hat man das dann nicht an den Gauben auch so gemacht?
    Was sagt derjenige, der das geplant hat, dazu? War wirklich der Dachdecker der Planer der ganzen Konstruktion?
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  13. #12
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    Das hatte ich auch gefragt und bekam die Antwort, dass die Innendämmung völlig unproblematisch sei. Das war sie wohl nicht. Andere Frage: Wenn wir auf den Dächern der Gaube die Ziegel wieder aufnehmen und die Verschieferung an den Seitenwänden nochmal abmachen, könnte man dann - vorausgesetzt man entfernt auch die Innendämmung - eine Audachdämmung anbringen und damit die Probleme lösen? Das wäre nämlich tatsächlich vermutlcih noch die günstigste Variante. Wie dick ist denn heutzutage eine Aufdachdämmung? Ich nehme an, dass die 6cm PUR-Platten, die auf dem Rest des Daches liegen, lange nicht mehr zeitgemäß sind, obwohl sich sie noch im Hof liegen hätte...
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  14. #13

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    Nimm 2 Platten übereinander *g* Ja, eine Aufdachdämmung wäre eine saubere Lösung...

    NOCH besser wäre es, das du den Bauplan mal von einem Fachmann kontrollieren lässt, der Dachdecker hat wohl Planungstechnisch nicht wirklich das Gelbe vom Ei verkauft und hängt, wenn er die Planung gemacht hat, völlig in der Planerhaftung...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Ich habe jetzt einen HWK-SV mit den Schwerpunkten (Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, Bauphysik, Werkstoffanalysen) angeschrieben, der gleichzeitig selbständiger Dachdecker ist. War das die richtige Wahl oder sollte man noch einen Bauingenieur hinzuziehen?

    Wenn wir die Gauben auf eine Aufdachdämmung umbauen würden, könnten dann wenigstens die DWD-Platten drin bleiben?
    Wenn ich das richtig verstehe, läge der Taupunkt ja dann außerhalb des Hauses und es würde sich theoretisch kein Kondensat an der DWD bilden können.
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    zu 1.
    testen (frag mal, welche normen massgebend werden)

    zu 2.
    vielleicht ja. je nachdem, wie wenig falsch gemacht wird.
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