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  1. #1

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    Neubau 2015 - Wie beginne ich meine Planung? Wo bekomme ich Unterstützung?

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    seit einigen Wochen bin ich im Forum angemeldet und habe schon viele Stunden mit lesen verbracht. Ich möchte mich und mein Vorhaben ganz kurz vorstellen und dann zu meiner Frage kommen.

    Die wesentlichen Infos über mich kann man meinem Profil entnehmen. Dem hinzu zu fügen ist, dass ich mittlerweile ein erschlossenes Grundstück besitze und über keinerlei Sachkenntnisse im Bereich Hausrohbau verfüge. Mit Elektrik, Heizung und Ausbau sieht es da anders aus. Hier plane ich mich auch in den Neubau, der 2015 starten soll, einzubringen. Gebaut werden soll ein EFH mit Doppelgarage, ohne Keller.

    Nun mein eigentliches Thema:

    Wie fange ich das Bauprojekt richtig an und wen hole ich mir dazu ins Boot?


    Bis vor einem halben Jahr noch war ich voller Überzeugung, dass ich einen Ytong Bausatz erwerbe und diesen größtenteils in Eigenleistung errichte. Das Forum hier hat mich jedoch eines besseren belehrt und somit ist die Idee erst mal vom Tisch.

    Mein Plan Stand heute ist: Es soll ein Massivhaus werden ohne Keller. Baumaterial soll Ytong sein.

    Worüber ich mir noch komplett unschlüssig bin: Wie gehe ich es an? Welche Möglichkeiten habe ich? Was macht Sinn? An wen kann ich mich wenden?

    Möglichkeit 1:
    Als Bauanfänger sehe ich die Möglichkeit zu einer Baufirma zu gehen, mit der das spätere Haus durch zu sprechen und zu planen und anschließend den Bau zu beginnen. (Es gibt Stand heute eine Vorstellung, wie das Haus aussehen soll. Aber nichts Handfestes.)
    Wie kann ich mich hier absichern, dass der Bau sachgemäß erstellt wird? Wer überwacht die anfallenden Kosten und schaut, dass im Angebot auch alle Kosten enthalten sind? Wen könnte ich hier sinngemäß beauftragen, der mein Ansprechpartner mit Fachwissen ist und mich nicht über den Tisch ziehen will? (und vielleicht diverse Nebenkosten vergisst die mich dann extra kosten..)

    Möglichkeit 2:
    Ich gehe zu einem Architekten und entwerfe mit ihm zusammen das Haus. Aber wie geht es dann hier weiter? Kümmert sich der Architekt um die Umsetzung des Plans? Wer kontrolliert auf der Baustelle? Wer wird mein späterer Ansprechpartner in Sache Haftung bei Baumängeln?


    Ich habe schon einiges zum Thema Bauleitung und Architektenleistung gelesen. Mir ist auch klar, dass für diese Leitungen Geld bezahlt werden muss und davor will ich mich auch nicht drücken. Ich möchte mir jetzt einen Plan machen, wie ich am besten und auch am sichersten beim Hausbau fahre. Es soll so wenig Überraschungen wie möglich geben und daher bin ich auch bereit, vorher eine wahrscheinlich teurere Planung zu bezahlen.

    Ich selber kann die Baustelle später nicht wirklich überwachen. Denn zum einen fehlt mir das fachliche Wissen dazu und zum anderen bin ich beruflich viel unterwegs. Ich muss mich von daher auf irgend jemand verlassen, der meine Interessen vertritt.

    Ich hoffe das Thema nicht zu kompliziert verfasst zu haben und freue mich auf Antworten, die mich hoffentlich weiterbringen.

    Viele Grüße aus Augsburg
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  2. Neubau 2015 - Wie beginne ich meine Planung? Wo bekomme ich Unterstützung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Frage: warum gibst du den Baustoff schon vor? Also welche Gründe gibt es dafür?
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  4. #3
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    baldiger Häuslebauer
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    Antwort: Weil ich von diesem überzeugt bin.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von macrums Beitrag anzeigen
    Antwort: Weil ich von diesem überzeugt bin.
    Okay - irgendwo muss man ja anfangen.

    Mag aber sein das deine Grundrissvorstellungen evtl. dazu führen das man mit einem anderen Material wirtschaftlicher bauen kann - oder überhaupt bauen kann. Statik spielt da ja eine Rolle und jedes Material hat so seine Eigenheiten.
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  6. #5
    Themenstarter

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    baldiger Häuslebauer
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Okay - irgendwo muss man ja anfangen.
    zum einen mal dieses...

    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Mag aber sein das deine Grundrissvorstellungen evtl. dazu führen das man mit einem anderen Material wirtschaftlicher bauen kann - oder überhaupt bauen kann. Statik spielt da ja eine Rolle und jedes Material hat so seine Eigenheiten.
    wenn dem so sein sollte, gehe ich davon aus, dass mich der Fachmann welchen ich je beauftragen will, darüber aufklärt.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von macrums Beitrag anzeigen
    wenn dem so sein sollte, gehe ich davon aus, dass mich der Fachmann welchen ich je beauftragen will, darüber aufklärt.
    Das kommt drauf an ;-) - die Baufirma die nur Ytong verbaut wird dich auf evtl. besser auszuführende Lösungen in Kalksandstein nicht hinweisen. Ein Architekt sollte das aber tun...
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  8. #7
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von macrums Beitrag anzeigen
    Möglichkeit 2:
    Ich gehe zu einem Architekten und entwerfe mit ihm zusammen das Haus. Aber wie geht es dann hier weiter? Kümmert sich der Architekt um die Umsetzung des Plans? Wer kontrolliert auf der Baustelle? Wer wird mein späterer Ansprechpartner in Sache Haftung bei Baumängeln?
    Das kann alles der Archiutekt erledigen.
    Lies mal hier ein, welche Aufgaben ein Architekt hat, den man komplett (="Leistungsphase 1-9") beauftragt:

    https://dejure.org/gesetze/HOAI/Anlage_10.html
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  9. #8
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    Danke für den Link. Da steht echt einiges drin. Werden die einzelnen "Pakete" separat gebucht oder ist das komplett im zu zahlenden Preis enthalten?

    Wie kontrolliert man, ob der Architekt seinen Aufgaben nachkommt? Das sieht ja ziemlich umfangreich aus..
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von macrums Beitrag anzeigen
    ,, Werden die einzelnen "Pakete" separat gebucht oder ist das komplett im zu zahlenden Preis enthalten? ..
    such mal hier, zb. nach "leistungsphase" oder .. ausnahmsweise
    danach überlegst du (mit e. fachmann), was im planervertrag stehen sollte.
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  11. #10
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    Danke an alle, welche mir hier sinnvoll geantwortet haben. Ich habe erst mal eine Hilfestellung erhalten und werden bis auf weiteres daran festhalten.
    Wenn sich wieder etwas ergibt, melde ich mich.

    Für alle die es interessiert: Es läuft wie es aussieht erst mal über einen Architekten.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von macrums Beitrag anzeigen
    ...., gehe ich davon aus, dass mich der Fachmann welchen ich je beauftragen will, darüber aufklärt.
    Na, da wäre ich vorsichtig. Ausgehen kannst Du nur von dem, was Du hinterfragt hast und hinreichend beantwortet wurde!
    Hinsichtlich des Baukörpers beherrschen die meisten Archi´s ihr Handwerk wesentlich besser, als die Sklaven überregionaler GU´s.
    Bei der Anlagentechnik fehlt Vielen jedoch eine entsprechende Fachausbildung. Sehr häufig besteht die Auffassung, bei einem EFH gäbe es nichts zu dimensionieren. Wie übel! Im Archi Vertrag steht mit Sicherheit nicht drin, mit welchen Verbrauchskosten Du zukünftig leben musst ;-)

    v.g.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    ManfredH
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    Zitat Zitat von tgaeb01 Beitrag anzeigen
    Im Archi Vertrag steht mit Sicherheit nicht drin, mit welchen Verbrauchskosten Du zukünftig leben musst.
    Sollen Architekten jetzt auch noch die Haftung für Nutzerverhalten und Energiepreisentwicklung übernehmen?
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  15. #13

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    Zitat Zitat von ManfredH Beitrag anzeigen
    Sollen Architekten jetzt auch noch die Haftung für Nutzerverhalten und Energiepreisentwicklung übernehmen?
    Wohl kaum. Die künftige Energiepreisentwicklung vorherzusagen ist reine Spekulation. Hier lasse ich meine AG daher verantwortlich, neben meiner Beurteilung, Einfluß nehmen.
    Auch Nutzerverhalten kann erheblich das Ergebnis beeinflussen. Daher berücksichtige ich bei meinen Planungen stets Kontrollmöglichkeiten, die mich als Planer haftungsseitig einerseits, andererseits aber auch den AG (Nutzer) in der Erwartungshaltung absichern!
    Typisches Bsp.:
    Der währende Kampf Schimmel/ Lüftung/ Heizung zwischen Vermieter und Mieter, welcher Gerichte hinreichend beschäftigt ;-) Das Problem ist dabei so simpel und einfach zu lösen.
    Wer eine bautechnisch unzureichende Wohnung zum Billigtarif (Kaltmiete) mietet, muß halt deutlich mehr Heizen und Lüften!
    Ich begleite diesbezüglich im Dienstleistungsbereich WBG messtechnisch, um evtl. rechtlichen Eventualitäten vorzubeugen.
    Der Mieter bekommt sogar ein Signal, wann er Heizen/ Lüften sollte/muss! Nimmt er das nicht wahr, hat er kaum eine rechtliche Chance, nachträglich bei Schimmelbefall zu klagen!

    mfg
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