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  1. #1

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    Eure Meinung zu diesem Wandaufbau (,,,,,,,,,,,,,,,, Holzfaser)

    Hallo liebe Holzprofis (und andere),

    wir wollten unser Haus ursprünglich mit leimfreien Vollholzelementen bauen. Nachdem die Kostenschätzung aber sehr ernüchternd war, suchen wir jetzt nach Alternativen. Bevorzugt wird von uns ein leimfreier Aufbau, ohne Plastikfolien, möglichst diffusionsoffen. Das scheint im Holzständerbau gar nicht so einfach. Nun haben wir eine Zimmerei gefunden, die folgenden Wandaufbau verarbeitet

    Wandaufbau auf u-wert.net (ich hoffe der Link ist erlaubt)

    Beplankung innen auf dem Holzständer ist eine 3 cm Massivholzplatte (ich glaube Anbieter darf ich ja hier nicht posten, gell?), welche aus Panelen (Weißtanne, Kiefer) besteht, die durch Schwalbenschwanzverbindungen die luftdichte Ebene bilden. Davor zum Innenraum kommt noch eine solche Schicht in Sichtholzqualität (Innenraumwandfläche in Holzoptik).
    Gefache werden mit in Lehm gtränkten Sägespänen gedämmt, ganz aussen dann Holzfaser und Vorhangfassade.

    Elektroinstallation erfolgt nötigenfalls in der Dämmschicht zwischen den Gefachen mit luftdichten Steckdosen.

    Uns gefällt der Aufbau, weil...
    ... für Holzständer relativ massiv (Lärmschutz, Hitzeschutz)
    ... Holzoptik innen möglich
    ... absolut plastefrei, ein Holzhaus eben.
    ... und hoffentlich für uns bezahlbar?!

    Was meint ihr zu dem Aufbau? Kritikpunkte?

    Gruß, Ben
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  2. Eure Meinung zu diesem Wandaufbau (,,,,,,,,,,,,,,,, Holzfaser)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    ein Wandaufbau ohne ausgesprochene Installationsebene ist immer eine (nicht unumstrittene) Sparvariante, wenn nicht gar als "ausgehungerte Variante" zu bezeichnen.

    Was ich aber für seltsam halte, ist dass dieser Dämmstoff (welchen ich bisher nicht kannte und der möglicherweise nach der Tochter des Entwicklers benannt ist?) mit WLG 040 beworben wird, im Datenblatt wird aber ein Messwert von 0,042 ausgewiesen, was eher einem Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit von 0,05 entsprechen dürfte...

    Es gibt auch andere Holzhauskonstruktionen ohne Kunststoffkonstruktionen:
    - Massivholzwände mit Holzweichfaser-Wärmedämmung
    - Holzrahmenbauwände mit Gipsfaserplattenaussteifung (alternativ Diagonalschalung) und Baupappe als Konvektions- und Dampfbremse.

    Holzoptik innen ist bei allen Konstruktionen möglich, sogar beim Mauerwerkshaus...
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  4. #3
    MoRüBe
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    Und Deine luftdichte Ebene geht spätestens dann zum Teufel, wenn der Eli kommt... :-) und nicht nötigenfalls, es sei denn, Du möchtest in den Außenwänden nu wirklich keine Schalter und Steckdosen haben.

    Auf jeden Fall ist da sehr viel spezial dran. Und die Werbestrategen der Dämmung, na ja, ich weiß nicht...

    Warum immer das Rad neu erfinden?
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  5. #4
    MoRüBe
    Gast
    Edit: der Alfons war schneller

    Alfons, zu J..:

    Es gab doch mal son Weichspüler: lavendel, Oleander, J.. --> v..ll

    das weichgepülte Haus
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  6. #5
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    @Alfons: Die Dämmschüttung kann bis zu einem WLG von 0,40 verarbeitet werden (laut Hersteller). Dann hat sie natürlich eine niedrigere Rohdichte. Der WLG von 0,42 gilt bei 110 kg/m3. Etwas mehr gepresst ist der WLG natürlich geringer. Kann man sich also quasi aussuchen. Ich finde das aber auch nicht ausschlaggebend, da man das ja durch mehr oder weniger Dämmung ausgleichen kann. Am Platz soll es nicht mangeln.

    @MoRüBe: Warum nicht auch mal die ausgetretenen Wege verlassen? ;-)
    Ne im Ernst, ich will nicht patut was Neues, aber habe auch nichts gegen Inovation.

    Zu Vollholzwänden mit Dämmung aussen: hatten wir ja im ersten Anlauf, ist aber einfach zu teuer. Auf verleimte Bretter wollten wir gerne verzichten.

    Zum Vorschlag Rahmenbau mit Pharmazell: Wenn ich das richtig verstehe, dann haben 6cm massives Holz schon Vorteile gegenüber 3 cm Pharmacell, oder? Ist letztlich ne Frage der Kosten...

    Im Prinzip könnte ich ja die beiden inneren Platten als Installationsebene ausgestalten. Ich denke allerdings, dass das schon deutlich aufwendiger ist, sprich höhere Kosten verursacht. Wie gesagt, die Frage ist, ob ein paar luftdichte Steckdosen und wo es geht Installationen an den Innenwänden nicht ausreichen?!

    Gruß, Ben
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die innenseitige, normalerweise aussteifende beplankung
    auf den stielen, war schon öfter gegenstand der diskussion
    und wie immer verschwindet auch hier der herstellername,
    da der, im gegensatz zu (bspw.) "osb" oder "beton" kein
    gattungsbegriff, sondern ein alleinstellungsmerkmal ist.
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  8. #7

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    Auf das System bin ich jetzt auch schon öfters gekommen. Zwecks besserer Dämmung und anderer Vorteile würde ich aber auch hier eine Install.ebene haben wollen. Dazu schreibst du ja was vom Preis. Hast du schon ein Angebot? So sehr billig düfte das auch nicht sein oder?

    Gruß Flo
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  9. #8

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    mls. Du bist ja da Experte. Mal Frage. Was hälst du von dieser Schalung als aussteifende Beplankung? (Preis mal außen vor) Wo siehst du die Vor-Nachteile gegenüber OSB? Beispielaufaufbau z.B:

    GKB doppelt
    Install.ebene 6cm
    3cm (diese Schalung)
    20cm KVH Ständer gedämmt
    3,5-6cm Holzfaser UD Platte
    Hinterlüftung
    Vorhangfassade

    Danke und Gruß Flo
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    für osb-, "mdf"-, mehrschichtplatten etc. gibts
    prüfzeugnisse .. für bretter mit n+f-verbindung nicht;
    die sind planmässig als platte nichttragend. das ist
    zuerst kein sooo grosses problem .. vor ca. 1997 war
    die auswahl der einsetzbaren hw-platten so gering,
    dass auch "mal" mit diagonaler bretterschalung die
    aussteifung hergestellt wurde. aktuell seh ich dafür
    wenig chancen in planung und ausführung.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Was heißt wenig Chancen? Nicht erlaubt? Kannst du das mit dem Prüfzeugnis bitte näher erläutern. Ich stand vor ein paar Tagen nämlich in einem Haus mit fast dem gleichen Wandaufbau wie im Eingangspost beschrieben...

    Gruß, Ben
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ich schreib nicht "das kriegste nicht gebacken" - weil
    für bretteraussteifung wurden früher die nachweise
    geführt - und funktioniert hat´s auch .. wenn auch oft
    mit hängen und würgen

    "wenig chancen" bedeutet, die bauweise ist richtig (! -
    zb "normkonform" bzw entspr. anerk. regeln der technik)
    nachweisbar (und das heisst für mich: anwendbar) nur
    unter sehr eingeschränkten randbedingungen, die ich
    heutzutage nicht antreffe - allerdings scheint das thema
    holzbaustatik i.a. und das thema aussteifung i.b. nicht
    viele kompetente freunde zu haben, was auch am damit
    verbundenen bearbeitungs- bzw. honorierungsaufwand
    liegt

    bevor ich x-100tsd euro in ein gebäude investiere,
    würde ich -bei ausgaben im prozentbereich- die grundlagen
    (hersteller-)unabhängig prüfen lassen. oder auf bewährte
    gäule setzen
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  13. #12
    Inkognito
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    ich schreib nicht "das kriegste nicht gebacken" - weil
    für bretteraussteifung wurden früher die nachweise
    geführt - und funktioniert hat´s auch .. wenn auch oft
    mit hängen und würgen
    Hab ich erst letztens bei einer Sporthalle aus den 1930ern gesehen, das waren ganze Dreigelenk-Rahmenträger aus Holz als Hohlkasten ausgeführt, die Stege aus einer doppelten Lage gegeneinander versetzt diagonal angeordneten Bohlen. Funktionieren tut das schon sehr ordentlich, wir haben lange gesucht ob das Holz nicht doch nur Verkleidung ist...

    Würd' ich sowas heute ohne Not bauen? Naja, ich kann mir auch ein Loch ins Knie bohren und Milch reinkippen...
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  14. #13
    Themenstarter

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    Sorry, ich kapiers immer noch nicht zu 100%. Ich frag lieber nochmal nach. D.h. ihr seht bei einer aussteifenden Schicht aus Brettern statische Probleme? Am Ende fällt die Bude zusammen?! Kann das sein, bei einem zugelassenen Baustoff?

    Im Datenblatt des Produktes steht übrigens: "Der statische Nachweis kann von jedem Statiker über Eurocode 5 DIN EN 1995-1-1:2010 Diagonalaussteifung durch Brettschalung“ geführt werden."

    Wenn ich das richtig verstehe, liegt die Verantwortung beim Statiker, oder? Sollte ich dem nicht ohnehin vertrauen?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Also wir bauen gerade ein Haus aus Dübelholzelementen die doch tatsächlich mit einer aussteifenden diagonalen Brettschalung ausgeführt wird. Selbst die Holzrahmenkonstruktionen der Innenwände werden so aufgebaut und ich habe keine Panik, dass mir die Decke auf den Kopf fällt....
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  17. #15
    Themenstarter

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    So, hier ist unser Wandaufbau aus einem aktuellen Angebot: Aufbau Wand.
    Das Dach schaut so aus: Aufbau Dach.

    Was mir auffällt ist, dass das Dach einen schlechteren U-Wert hat. Der Dachboden ist als Warmdach, als Dachboden ausgeführt. Es gibt eine offende Treppe, also keine Dachlucke nach oben. Sollten hier die Werte von Wand und Dach etwa gleich sein, oder ist das nicht so dramatisch, da ja noch eine Decke zwischen OG und DG ist?

    Meint ihr, es lohnt beim Wandaufbau aussen noch 4cm mehr Holzfaserdämmung zu nehmen? Es ginge mir hier hauptsächlich um den Lärmschutz (wenig befahrene Eisenbahnstrecke in der Nähe). Wärmedämmung ist meiner Meinung nach schon recht gut.
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