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Restöl verfeuern für Funktions- und Trockenheizen

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  1. #1

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    Restöl verfeuern für Funktions- und Trockenheizen

    Hallo Experten,

    wir sanieren ein altes Haus zum KfW-Effizienzhaus und stellen in dem Zug von Öl auf Holzpellets um. Im Haus gibt es einen funktionierenden Kessel Viessmann Vitola Biferral der 20 Jahre alt ist und einen Öltank, in dem wir noch ca. 1400 Liter Heizöl haben.
    Die Heizkörper wurden entfernt und es wird fast im ganzen Haus FBH montiert.

    Wir würden gerne das vorhandene Öl für das Funktionsheizen und Trockenheizen nach Installation der FBH verfeuern, da Umpumpen teuer und aufwändig ist.

    Problem:
    Die Heizungssteuerung (Viessman Trimatik MC/B) kann laut Heizungsbauer den FBH-Mischer nicht steuern, der verbaut werden soll. Die neue (ETA PU) schon. Der Heizungsbauer schlägt vor, Heizung und Öl sofort zu entfernen.

    Die Frage ist: Kann man erst einmal einen manuellen Mischer verbauen (ca. 100 €) und mit der noch zu errichtenden FBH verbinden und dann, wenn das Öl zur Neige geht, die neue Heizung samt Puffer und Steuerung montieren?

    Viele Grüße und herzlichen Dank für Antworten oder auch für andere Lösungsvorschläge!
    Gurkensalat
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  2. Restöl verfeuern für Funktions- und Trockenheizen

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  3. #2

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    Sollte kein großes Problem sein.
    Vom Mischer den Antrieb demontieren, Kesselregler auf Festtemperatur stellen und am Mischer händisch die richtige VL-Temperatur einstellen.
    Wenn es der Platz zulässt, die Gastherme bereits montieren, damit am Ende des Öls die Umstellung schnell gehen kann. Die 1400 l werden nämlich boshafterweise im Februar bei -15° alle werden...
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  4. #3
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    Vielen Dank! D.h. ich kann sogar schon die endgültige Mischergruppe nehmen? Das wäre ja super!
    Allerdings wird es mit Montage der Pelletsheizung wahrscheinlich nix, da weder Platz noch Schornstein das momentan erlauben. (Schlauerweise ist der Anschluss für die Ölheizung so tief, dass wir mit dem Abgasrohr der PU nicht an der gleichen Stelle ins Edelstahlrohr kommen). Ist aber nicht so schlimm denke ich, da das Haus noch unbewohnt ist - mit dem neuen WDVS bekommen wir das auch mit zwei Heizlüftern frostfrei im Winter.

    Gruß
    Gurkensalat
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  5. #4

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    d.h. Der Öler lief bisher ohne Mischer?

    Die einfachste Lösung wäre das Funktionsheizen mit dem neuen Pelleter zu machen. Unabhängig davon, müsste das aber auch mit dem alten Öler machbar sein. Ob ich das alte Teil an die neue FBH hängen würde? Nicht unbedingt, zumindest nicht ohne vorherige Reinigung.

    Hängt ein Außenthermostat an der Kiste?

    Ich glaube die Kesselwassertemperatur konnte man bis etwa 35°C einstellen. Man könnte also direkt mit dem Kessel in die FBH fahren und dann manuell die Temperatur vorgeben. Die Hysterese ist fix oder einstellbar. Das müsste man jetzt nachlesen.

    Ansonsten halt einen manuellen Mischer nachschalten und die Kesseltemperatur auf die höchste "FBH" Temperatur einstellen.

    Ob sich der Aufwand lohnt? Na ja, das muss jeder selbst entscheiden. Das Umpumpen von Heizöl sehe ich jetzt nicht als Problem, zumal wenn der Tank sowieso gereinigt, geleert und entsorgt werden muss.
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  6. #5

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    Niedertemperaturkessel, wenn es denn einer ist, kann man zwar auf 35° einstellen, die fahren dann aber aus Korrosionsschutzgründen bis ca. 50° hoch, schalten dann den Brenner ab, lassen das Wasser bis auf 25° abkühlen und schalten dann erst wieder den Brenner ein.

    Also entweder den alten Mischer, wenn es den gab, als Handmischer betreiben oder den neuen Mischer einbauen und den Antrieb voerst weglassen.

    Ich würde jedenfalls die 1400 l noch selbst verheizen. Keine Ahnung, ob einem die abgepumpte Ölmenge vergütet würde. Ich denke eher, das dafür noch Entsorgungskosten anfallen dürften.

    Warum empfiehlt R.B. noch eine Reinigung? Der Öler wird doch das Wasser nicht verschmutzen? Wie alt ist den die Anlage?
    Den Pelleter hatte ich übrigens überlesen, hatte beim Antworten eine Brennwerttherme im Hinterkopf.
    So wird es platzmäßig wohl nichts mit der Parallelinstallation.
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  7. #6

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    Hi,
    setze doch einfach mal eine Anzeige ins lokale Anzeigenblatt oder in die e....-Kleinanzeigen. Bei 50-60 Cent für den Liter sauberes Öl sollten sich doch einige Selbstabhohler finden lassen.

    Ciao Christian
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  8. #7

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    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Niedertemperaturkessel, wenn es denn einer ist, kann man zwar auf 35° einstellen, die fahren dann aber aus Korrosionsschutzgründen bis ca. 50° hoch, schalten dann den Brenner ab, lassen das Wasser bis auf 25° abkühlen und schalten dann erst wieder den Brenner ein.
    Bei der o.g. Kiste geht das angeblich auch mit fester Hystere im unteren Bereich.

    Zitat Zitat von ThomasMD Beitrag anzeigen
    Warum empfiehlt R.B. noch eine Reinigung? Der Öler wird doch das Wasser nicht verschmutzen? Wie alt ist den die Anlage?
    Weil R.B. Angst hat, dass sich der TE den ganzen Dreck aus dem alten Kessel in die FBH zieht.

    Der Kessel ist angeblich "nur" 20 Jahre alt, keine Infos zu Heizflächen, Rohren, Alter, Zustand, wer weiß was da bisher im Heizkreis unterwegs war und nun im Kessel hängt. Nachher kann man den Dreck aus den FBH Verteilern holen.
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  9. #8
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    Vielen Dank alle!

    @R.B.:
    Das Öl ist halt mehr als 1000 € wert, das will ich nicht einfach so entsorgen. Umpumpen kann man selbst nicht so leicht machen und (legal) irgendwo hinfahren erst recht nicht. Der Lieferant ruft für die Aktion ca. 400-500 € auf (z.B. 7km zu meinen Eltern fahren), weigert sich aber, einen Pauschalpreis zu vereinbaren.
    Zum Kessel: Das ist ein Niedertemperatur/Tieftemperaturkessel mit Außenfühler. Die Gesamte Heizungsanlage ist BJ 1993 und war mit Kupfer installiert (Zuvor war Ofenheizung). Heizflächen waren Kermi Flachheizkörper ebenfalls von 1993. Alten Mischer habe ich meines Wissens nicht - da gingen direkt aus dem Kessel zwei Heizkreise ab, da es früher ein Zweifamilienhaus war.

    @grubash:
    Ja, können wir mal probieren. 50Ct ist so gerade der Betrag, bei dem wir es auch zu meinen Eltern fahren lassen können. Wenn tatsächlich einer 60Ct zahlt, wäre das für uns evtl. akzeptabel.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Gurkensalat Beitrag anzeigen
    Die Gesamte Heizungsanlage ist BJ 1993 und war mit Kupfer installiert (Zuvor war Ofenheizung). Heizflächen waren Kermi Flachheizkörper ebenfalls von 1993. Alten Mischer habe ich meines Wissens nicht - da gingen direkt aus dem Kessel zwei Heizkreise ab, da es früher ein Zweifamilienhaus war.
    Dann ist in meinen Augen das Risiko für Deine neue FBH gering. Konnte man ja nicht erahnen.

    Wie oben geschrieben, direkt auf die FBH oder halt über einen manuellen Mischer. Keine Ahnung wie die Montage der neuen Anlage geplant ist, und was man da schon vorab installieren kann. Die Variante mit einem Mischer sollte sich besser einstellen lassen, gerade bei den niedrigen Temperaturen. Und keine Angst, beim Funktionsheizen kommt es nicht auf 2 Nachkommastellen an. DIe Zeiten müssen auch nicht sekundengenau eingehalten werden. Wichtig ist, dass der Rahmen passt. Anstatt 35°C sollten halt keine 50°C in den FBH Kreis gehen. Ob es dann aber 35°C oder 33°C oder 37°C sind.....und 24h oder 24h und 10 Minuten....
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  11. #10

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    also wir hatten vor 4 Monaten eine ähnliche Situation und das Restöl mit der Entsorgung von dem ganzen Kram verrechnet. Ca. 1200 Liter Öl + Kessel + geschweissten Stahltank entsorgen lassen. Am Ende gabs noch ein paar € für uns...
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  12. #11
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    Danke nochmal an die Beiträger!

    Bzgl. der Verrechnung: Könnte am Stahltank liegen, der auch noch was bringt. Uns liegen bislang nur Angebote vor, bei denen wir etwas aufbezahlen müssen.

    Wir werden daher wahrscheinlich die Variante mit der Verfeuerung fahren.
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  14. #12

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    Hi,
    @Gurkensalat
    wenn du einen "Abnehmer" in deinen Eltern hast dann besorg dir doch ein paar 30 Liter Kanister für 5-6 Eu das Stück und nimm immer ein paar Liter mit wenn du grad auf dem Sprung bist. Dauert zwar etwas aber das Geld bleibt in der Familie. Zum Umpumpen kannst du auch eine ausgelutschte Aquarienpumpe (z.B. Eheim 1048/1046) oder einer einfache Bohrmaschinenpumpe nehmen. 100 Liter bekommst du damit auch in ein paar Minuten umgepumpt. Bei dem Gegenwert (sind ja deutlich über 1000 Eu) rechnet sich fast auch schon eine billige Dieselpumpe aus der Bucht. Evtl. noch für 10 Eu einen Sack Bindemittel und dann kann es losgehen.

    Musste bei mir auch knapp 1000 Liter zu meinen Eltern umlagern um die alte Tankanlage abzubauen. Waren aber nur 250 Meter :-). Habe dann immer eine Schubkarrentour mit 2x30L Kanistern gemacht.

    Bzgl. der Metallteilentsorgung mal beim Schrotthändler anfragen oder per Kleinanzeige an Selbstabhohler. Verschenken ist immer noch billiger als draufzuzahlen. Die ganzen Tankentsorger nehmen es von den Lebendigen. Habe meine alten Plastetanks auch nur in handliche Stücke gesägt und direkt bei der nächsten Müllverbrennungsanlage abgegeben.

    MfG Christian
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  15. #13
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    Falls nochmal jemand das Problem hat schreibe ich hier noch schnell, wie wir es im Endeffekt gemacht haben: Wir haben mit dem Anlegethermostat, das bei der FBH mitgeliefert war, die Brennerphase abgeschaltet und jeden Tag zur gleichen Zeit die Temperatur geändert. Lief einwandfrei und für die 2 Wochen wird der Kessel durch die niedrigen Temperaturen hoffentlich keinen ernsthaften Schaden genommen haben. (Und selbst wenn: Er kommt sowieso bald raus...)

    Viele Grüße
    Gurkensalat
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