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Pfeiler für 1,70 m hohe Stützmauer aus Schalsteinen erforderlich?

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  1. #1

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    Frage Pfeiler für 1,70 m hohe Stützmauer aus Schalsteinen erforderlich?

    Guten Tag zusammen,

    folgende Situation:
    • Zwei Nachbargrundstücke liegen zwischen 1,00 und 1,70 m höher als unser Grundstück.
    • Der Höhenunterschied soll mit einer Stützmauer aus Schalsteinen und Stahlbeton abgefangen werden.
    • Die Mauer wird L-förmig verlaufen. Größter Höhenunterschied unmittelbar nach der Ecke.
    • Länge der Mauer: 11 m an der kurzen Seite, 27 m an der langen Seite.
    • Fundament ist bereits gegossen: 40 cm breit, 80 cm tief. Alle 50 cm ragt eine senkrechte Stahlstrebe aus dem Beton (zur Verbindung von Schalsteinen und Fundament).
    • Der Boden ist sehr felsig: Das Fundament ließ sich nur mit Unterstützung eines Presslufthammers ausheben.


    Unser Plan:
    • Mauerwerk: 17,5 cm breite Schalsteine im Verbund aufsetzen und mit flüssigem Beton (Brechsand aus Bauschutt mit 8er Körnung) füllen.
    • Armierung: Stahlstrebe auf jeder Steinreihe + senkrechte Stahlstrebe alle 50 cm, bis in den obersten Stein.
    • Dehnungsfuge: Alle 9 Meter, etwa 2 cm breit. Wird später mit Styropor gefülllt und Silikon versiegelt.
    • Feuchtigkeitsschutz: Noppenbahn zum Erdreich und Bitumenanstrich im Sockelbereich auf der freien Seite der Mauer.
    • Drainage: Kokos-ummanteltes Drainagerohr in einer Sickerschickt aus Granulat auf dem Fundament.
    • Gestaltung: Reibeputz und Anstrich. In gewissen Abständen "Säulen" aus Verblendriemchen, die von Boden-Einbaustrahlern beleuchtet werden sollen.


    Meine Fragen: Was haltet ihr von diesem Vorhaben? Mich interessiert insbesondere, ob ich - etwa an den Dehnungsfugen - Pfeiler aus quer gestellten Schalsteinen aufmauern sollte, um der gesamten Konstruktion eine höhere Stabilität zu geben. Ein uns bekannter Maurer hat dazu geraten, aber aus optischen Gründen würden wir gern darauf verzichten.

    Viele Grüße,
    Dennis
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  2. Pfeiler für 1,70 m hohe Stützmauer aus Schalsteinen erforderlich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    Stützmauern sind entsprechend zu planen und vom Statiker zu rechnen.

    Du hast aber schon mal Fakten geschaffen mit so einem popeligen Fundament.

    Bei 1,7m kommt schon mächtig Druck auf die Wand. Ich glaube nicht, dass dein Fundament das hält. Und 17,5 cm Schalsteine... eher nööö.

    Dieses Thema kann nicht hier im Forum geklärt werden, also, der Rat wie so oft hier (weil der einzig sinnvolle und mögliche):

    Planer einschalten!
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  4. #3

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    Wie hoch eine Stützmauer aus Schalsteinen mit Betonfüllung sein darf, hängt u.a. auch von der Belastung und dem Geländeverlauf auf der oberen Ebene ab. Die Maximalhöhen je Lastfall stehen bei den Schalsteinherstellern im Katalog und in den Datenblättern. Darin sind auch Vorgaben zu den erforderlichen Betonsorten und den Mengen + Durchmesser der Bewehrung, ebenso zu den erforderlichen Fundamentabmessungen.

    Diese kleinen Schalsteinchen von 17.5cm Breite sind i.d.R. nur für hüfthohe Mauern ausgelegt.

    Wie schnell so eine Selbstbau-Mauer zusammenfällt wurde hier gezeigt:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...0608-unfassbar
    ähnliches in:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...chon-wieder-ab

    Was ist mit Absturzsicherungen / Geländer ?? Wie sollen die auf den Schalsteinchen tragfähig verankert werden?

    Habt Ihr das Gelände abgegraben und müsst deshalb die Stützmauer errichten oder haben Eure Nachbarn aufgefüllt und sind deshalb in der Pflicht eine Stützmauer zu errichten?

    Gibt es auf der oberen Ebene Verkehrslasten: Fußgänger, Radfahrer, Fahrzeuge (trotz Verbotsschild) ?

    Bevor optische Gründe disskutiert werden, lass erst mal die Standfestigkeit Deiner Konstruktion überprüfen !!

    Für Stützbauwerke ab 1.50m Höhe gibt es dann ggf. gesonderte Vorschriften.

    Zwecks Bauantrag: siehe Niedersächsische Bauordnung §60 und Anhang 6.2.

    Gruß
    Holger
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  5. #4

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    Ihr scheint zwar einen guten Baugrund zu haben, aber die Mauer muss den gesamten Erdruck aufnehmen. Ob das Fundament dafür geeignet ist, muss nachgewiesen werden (Grundbruchsicherheit und Gleitsicherheit). Genauso muss die Mauer bemessen werden.

    Zuerst planen und die erforderlichen Standsicherheitsnachweise führen lassen und erst anschließend bauen.
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  6. #5

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    hallo
    meine glaskugel sagt mir- ich nix wissen wo und wie die eisen stecken-
    40 cm breite bei 1,7m höhe erdangefüllt sind definitiv zu wenig.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Wie viel Meter darf man die eigentlich am Stück bauen? Auf meiner Katastrophenbaustelle wurden Fundament und Mauer ohne Dehnung gebaut, rund 35 m lang... ca 1,50 m hoch Ich habe etwas seltsam geschaut...
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  8. #7
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    Bis zum Ende vom Grundstück, dann muss man Fragen....

    Man kann ohne Dehnfuge bauen bei Beton -> Bewehrung einlegen oder weiter bei Mauerwerk -> mit den wilden Rissen leben.
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  9. #8

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    Frage an die Experten: Lasst ihr solche Wände im Sichtbereich noch schlämmen? Ich habe die bisher immer "trocken" aufstellen, bewehren und dann verfüllen lassen - und fertig. In den letzten Monaten habe ich mehrere geschlämmte gesehen. Ist das grad eine Mode oder hat es irgendwelche Vorteile?
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  10. #9
    wasweissich
    Gast
    solche wände aufstellen sollte unter strafe gestellt werden


    und 38 m schalsteinmauer im schnitt irgendwas um 1,40 in 17,5 cm (das betonkernchen ist unter 10 cm ) ist eine herausforderung an exakte ausführung und mit ein paar eisenstangen , deren betondeckung neverever einigermaßen gesichert ist , eine einweggeschichte => ein weg =>abriss innerhalb der nächsten 10 jahre
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  11. #10

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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    solche wände aufstellen sollte unter strafe gestellt werden
    finde ich nicht, kommt aber natürlich drauf an, wo und wofür

    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    und 38 m schalsteinmauer im schnitt irgendwas um 1,40 in 17,5 cm (das betonkernchen ist unter 10 cm ) ist eine herausforderung an exakte ausführung und mit ein paar eisenstangen , deren betondeckung neverever einigermaßen gesichert ist , eine einweggeschichte => ein weg =>abriss innerhalb der nächsten 10 jahre
    Über Breite und Höhe "meiner" Wände hatte ich mich nicht geäußert. Ich habe da 25 cm und Höhen <= 1,5 m und 17,5 cm für <= 0,75 m im Angebot. Und ungeschlämmt finde ich die bei sauberer Ausführung durchaus ansehnlich.
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  12. #11

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    Schlämmen verschließt die Poren der Schalsteine. Da hat es der Biofilm etwas schwieriger Fuß zu fassen ... das Moos und die Algen brauchen halt 2a länger (und damit bis nach Gewährleistungsende) bis sie beginnen zu wachsen. Ich Schlämme die Dinger auch nicht. Trocken aufstellen, ausgießen, fertig. Es brauch eigentlich nichtmal eine Abdichtung dahinter, wenn unten, wo notwendig, das Wasser weglaufen kann.
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  13. #12

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    Tapatalk mal wieder...
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  14. #13

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    Stehen sollte da:

    Über Breite und Höhe "meiner" Wände hatte ich mich nicht geäußert. Ich habe da 25 cm und Höhen bis 1,5 m und 17,5 cm bei max. 0,75 m im Angebot. Und trocken aufgestellt, dabei bewehrt und dann vergossen.[/QUOTE]
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Schlämmen verschließt die Poren der Schalsteine. Da hat es der Biofilm etwas schwieriger Fuß zu fassen ... das Moos und die Algen brauchen halt 2a länger (und damit bis nach Gewährleistungsende) bis sie beginnen zu wachsen.
    Das kann ich so nicht bestätigen. Die denke vor allem die starke Alkalität des Materials wirkt da biozid. Und die Himmelsrichtung und Luftbewegung dürften auch eine Rolle spielen. Bei den nicht geschlämmten ist nach 4 - 5 Jahren nichts zu sehen, die geschlämmte von gestern ist erst 3 Jahre alt und schon leicht begrünt.

    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    Ich Schlämme die Dinger auch nicht. Trocken aufstellen, ausgießen, fertig. Es brauch eigentlich nichtmal eine Abdichtung dahinter, wenn unten, wo notwendig, das Wasser weglaufen kann.
    Als Stützmauer würde ich zumindest 'ne Teichfolie dahinter legen.
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  17. #15

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    hallo
    und wie machen die experten die fundamentausbildung z.b bei 1,75 m höhe.

    gruss aus de pfalz
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