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KWL mit WRG im Neubau sinnvoll?

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  1. #1
    Avatar von Alfred Biolek
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    KWL mit WRG im Neubau sinnvoll?

    Hallo,
    ich mache mir ernsthaft Gedanken, ob eine KWL mit WRG mit Gesamtkosten von 8500,- sinnvoll investiertes Geld ist?
    Da wir weder Raucher, noch Allergiker sind, suche ich krampfhaft nach Vorteilen für diese Gerätschaft.

    Geplant ist ein Neubau mit 145m² Wohnfläche und 2 massiven Geschossen mit einem Flachdach.

    Habt ihr Ratschläge, Tipps oder gar sinnvolle Warnungen?
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  2. KWL mit WRG im Neubau sinnvoll?

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  3. #2
    Avatar von saarplaner
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    ja, nen Tipp hab ich:

    Suchfunktion hier im Forum nutzen. Dein Thema gibt es schon gefühlte 1000x.

    P.S.: Ein Neubau ohne KWL ist für mich persönlich ein no-go!
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  4. #3

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    Die Diskussion ist ja nicht nur einmal geführt worden.
    Wirtschaftlich sinnvoll: Nein
    Komfortgewinn: Ja

    Ich vergleiche es gerne mit einer Spülmaschine. Muss auch nicht sein, kostet Invest und Unterhalt der sich auf die Lebensdauer nicht amortisiert, macht einem aber das Leben angenehmer und steigert den Wert der Küche.
    Habt Ihr Keller? Wenns nur 2 Ebenen sind, dann lassen sich diese relativ einfach manuell lüften. Desto kleiner das Haus und desto mehr Ebenen und Bewohner, desto mehr Komfortgewinn bringt eine KWL.

    Fazit: schön ist es schon, in der Früh im SZ in Frischluft aufzuwachen und das Fenster geschlossen zu haben (z.B. wg. Lärm) oder im Bad keine beschlagenen Spiegel nach dem duschen/baden oder nicht jeden Tage mehrfach über mehrere Ebenen zu turnen um stoß zu lüften oder sich keine Gedanken mehr um Schimmel im Keller zu machen oder oder oder
    Andererseits: wenns Geld knapp ist, wäre das bei mir einer der ersten Posten der rausfliegt, gleich nach der über die EnEV hinausgehenden besseren Dämmmassnahmen.
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  5. #4

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    Auch das mit der angeblich nicht vorhandenen wirtschaftlichen Sinnfälligkeit darf ME bezweifelt werden:

    1) sie ist nicht weniger wirtschaftlich als der Rest des Hauses
    2) heutige Gebäude ohne KWL werden zukünftig vsl. einen deutlich niedrigeren Wiederverkaufswert erzielen
    3) ein einziger vermiedener Schimmelbefall kostet mehr als die ganze Anlage

    und vor allem

    4) auch nichtrauchende Antiallergiker müssen atmen (insbesondere im Schlaf)!

    Einfach mal ein paar Nächte in einem Neubau mit KWL verbringen (2 Tage eingeschaltet und 2 Tage aus).
    Dann erübrigt sich jede Debatte...
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  6. #5

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    Also jetzt mal die Punkte Wertsteigerung der Immobilie aussen vor (auch da gibt es Leute, die das eher als wertmindernd ansehen. Die Schimmel in den Kanälen Debatte). Betriebskosten vs. gesparte Energiekosten lassen am Ende ca. 150€/a rausspringen für Amortisation. Bei 10k invest müssen die Energiepreise schon massiv steigen, dass sich das in der Lebensdauer der Anlage rechnet. Ergo: niemals. Und ob sich ein Haus allg. rechnet, hängt von der Lage, den Mietkosten und der Wertsteigerung ab und ob man eine 3zimmer whg mit einem EFH bzgl wohnqualität vergleicht oder gleiches mit gleichem.
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  7. #6

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    Wie vereinbarst Du bspw. Schallschutzanforderungen mit Luftwexelraten? Wie vereinbarst einen durchschnittlichen Luftwexel von 0,3-0,5 mit 8h Arbeiten, 8h Schlafen oder 2 Wochen Urlaub? ... aber was rede ich ... das Thema ist tausendfach durch und keiner derjenigen, die keine KWL haben wollen hat es jemals geschaft einen Nachweis zu führen, wie die hygienischen Anforderungen an die Raumluft SICHERGESTELLT werden kann ... können sie auch nicht - geht nämlich nicht.
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  8. #7

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    Weißt du Taipan, das zeigt mir, dass Du in keinem EFH mit KWL wohnst.
    Wenn wir über ein MFH mit Mietwohnungen reden, kann ich das Nachweisthema ja noch nachvollziehen, hier gehts aber um ein EFH.
    Was soll denn dieser Schei... mit Mindest-Luftwechselraten. Wer hat sich das denn ausgedacht?
    Totaler Nonsens. 2 Personen auf 180m² und 6 Tage die Woche 10h außer Haus vs. 5 Personen auf 135m² wobei 4 die meiste Zeit daheim sind. Beide bekommen die gleiche "Luftwechselrate zur Sicherstellung der Nennlüftung oder Mindestluftwechsel". Was Schwachsinn...
    Und wenn Du im Winter einen Luftwechsel von 0,5 fährst, dann viel Spaß, selbst mit FRG.

    Nicht falsch verstehen, ich finde meine KWL toll. Es ist ein rießen Komfortgewinn z.b. die Wäsche im Keller trocknen zu können oder die Kochgerüche nicht im ganzen Haus verteilt zu haben oder Abends auf der Couch nicht 10min zu frösteln weil gelüftet werden muss oder oder oder...wirklich super.
    Im Sommer mach ich trotzdem die Fenster auf Nachts, weil signifikant kühlen geht mit KWL nicht. Allg ist sie im Sommer eher kontraproduktiv bzgl. Feuchteeintrag.
    8 Monate im Jahr ist es aber ein echter Mehrwert, aber nicht weil die DIN es sagt, sondern weil es sauangenehm ist, immer in frischer Luft zu leben ohne frieren zu müssen und man sich den Aufwand des manuellen Lüftens sparen kann.

    Der Mehrwert hängt aber ganz entscheidend von den Nutzern und der deren Gewohnheiten und der Haus Größe bezogen auf die Nutzeranzahl ab.
    Die 2 Leute auf 180m2 von oben mit 0,5 Luftwechsel im Winter würden die DIN und Deine "Empfehlung" pro KWL verfluchen...versprochen.
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  9. #8

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    Zeige mir die Wohnung oder das EFH (neugebaut und damit dicht), die bei 2x täglich 10min Fenster auf und Deiner Nutzungsrate die Grenzwerte für Schadstoffe einhält ... Wir fangen dann mal mit CO2 an, machen mit Halogenen Verbindungen weiter, gern dann auch mal Formaldehyd oder irgendwelche Weichmacher ... eben all das üblich Zeug. Und komme mir jetzt nicht mit "Dann eben häufiger lüften" --> DAS wird nichts. Das weisst auch Du, weil es erstens keiner tut (Alle 2-3h Nachts aufstehen um die dann mit CO2 ordentlich angereicherte Luft zu ersetzen) und keiner weiss, wann denn die (wenn auch teilweise nur empfohlenen) Grenzwerte überschritten werden.

    Und nicht ausschließlich in einer DIN steht die Forderung nach einer ausreichenden Lüftung, sondern gleich in ZWEI unterschiedlichen Gesetzen bzw. Schriften mit Gesetzescharakter GLEICHZEITIG. Gegen Die Du dann mal munter und sehenden Auges verstößt.
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  10. #9

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    Nein, ich komm dir nicht mit häugiger lüften, sondern mit "dem Mief leben". Wie oben gesagt: ohne KWL müffelts eben im SZ in der Früh, CO2 Werte oben. Die Schadstoffdiskussion ist für mich akademisch. Wie die Konzentrationsunterschiede KWL vs. Manuelles Lüften sind und was das ausmacht können sich Wissenschaftler streiten. Schaden wird daran keiner nehmen. Wie ist es denn im Fitnesstudio oder im großkino? Mal da die CO2 Werte gelesen? Ist es jetzt gefährlich ins Kino zu gehen?
    Und vor 20a waren die Häuser auch dicht und keiner ist gestorben durch die Pumaluft im SZ in der Früh, war halt so.
    Klar, kippen dann viele das fenster deswegen im SZ und begründen es, das sie gerne kalt schlafen. Deswegen muss es noch lange nicht schimmeln o.ä., kostet halt ein paar € wg. der höheren Lüftungsverluste.
    Und das Gesetz und die Strafe dazu zeigst Du mir, in dem Eigenheimbesitzern vorgeschrieben wird, dass sie eine KWL brauchen.
    Du als Archi solltest neutral aufklären, was es bedeutet ohne KWL zu wohnen, das aber neutral und auch die wirtschaftliche Seite und die möglichen Nachteile fair ansprechen.
    Ich bleib dabei: KWL ist ein (großes) Komfortthema, zwingend nötig für ein behagliches und gesundes wohnen im Eigenheim ist sie nicht.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    Und das Gesetz und die Strafe dazu zeigst Du mir, in dem Eigenheimbesitzern vorgeschrieben wird, dass sie eine KWL brauchen.
    Habe ich so nicht behauptet. Ich habe gesagt, dass der Mindestluftwexel zu erhaltung der Luftqualität SICHERGESTELLT sein muss. Das lässt sich in vielen Fällen nur noch über eine KWL erreichen. Leg mir also bitte nicht Dinge in den Mund, die ich nicht geschrieben habe.
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  12. #11

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    Ach un nur mal so ... die SächsBO:

    § 16 Schutz gegen schädliche Einflüsse
    (1) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne von § 1 Absatz 1 Satz 2 müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, daß durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche oder tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.

    dann enev §6 Abs. 2

    dann DIN 4108-2 + 3 (und damit DIN 4108-7) - beide bauaufsichlich eingeführt über die LTB


    Sind also sogar VIER.
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  13. #12

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    Ich bin mir sicher das viele Kinder die in einem KWL Haus aufwachsen später mal mehr Probleme mit Allergien haben werden...
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Das ist genauso ein Quatsch...im Dreck draussen spielen sie immer noch..
    Bzw. Ist das übrigens wieder sehr umstritten, dass "Dreck abhärtet" und Allergien vorbeugt.
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  16. #14

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    Das Gegenteil ist der Fall. Die vom Menschen in die Umwelt gebrachten chemischen Verbindungen bringen scheinbar das Immunsystem aus dem Tritt. Damit ist das Spielen im Ziviilsations-Dreck sogar Kontraproduktiv, ebenso wie das Wohnen in einer von chemischen Verbindungen geschwängerten Wohnraumluft. Nicht nur dass die Stoffe einzeln aber gewissen Dosis gefährlich sind, ist deren Mix meist bei bereits bei deutlich geringeren Dosen gefährlich.
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