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  1. #1

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    Hilfe -Wasser dringt durch Wanddurchführung ein

    Hallo zusammmen,

    mit meinem Keller habe ich wirklich kein Glück...

    Also der Sachverhalt ist wie folgt: Neubau Jahr 2010, gemauerter Keller mit Hohlblocksteinen, Tiefe 36,5cm. Schwarze Wanne mit Perimeterdämmung (Wohnkeller)
    Kellerhöhe 2,55m. Ungefähr 1m unter OK Keller und ungefähr 15 cm neben der Kellerecke wurde eine Druckleitung für die Gartenbewässerung nach aussen gelegt.

    Von der Rohbauphase her erinnere ich mich, dass man, wenn man nach aussen geschaut hat, um die Druckleitung herum das Aussenlicht sehen konnte. Es wurde kein KG Rohr, Doyma oder dergleichen installiert, also m.E. einfach eine Kernbohrung, Wasserleitung durch und das Loch offen gelassen.

    Als die Terrasse angelegt wurde, habe ich den Kellerbauer auf das offene Loch angesprochen, und er meinte, dass er es abdichten würde. Als ich abends nach Hause kam, war die Terrasse fertig und mir wurde gesagt, alles sei in Ordnung.

    Die Innenseite der Kellerwände wurde mit einer Holzunterkonstruktion versehen und anschliessend vertäfelt. Als es nach Regenereignissen immer wieder einmal anfing, in der Ecke wo die Leitung ist, komisch zu müffeln, habe ich nun die Vertäfelungen abgenommen und festgestellt, dass es aus der Wanddurchführung tröpfelt. Eine Sichtprüfung hat ergeben, dass um den Schlauch herum offensichtlich Brunnenschaum gespritzt worden ist, und mein Gefühl sagt mir, dass das auch schon alles war, was gemacht worden ist.

    Um das Ganze noch etwas interesanter zu machen - der Kellerbauer ist pleite und die Terrasse ist mit einer Veranda überdacht, deren Fuss genau über der Stelle steht, wo der Schlauch drunter ist. Zugang von AUSSEN also absolut keine Option.

    Weil undicht, habe ich also mit einem Cuttermesser sowiel wie möglich vom Brunnenschaum entfernt, dann mit einem 15cm Bohrer etwas "Luft verschafft", um a) an den Schaum in der Mitte zu kommen (zwecks Entfernung desselben) und b) mit Hilfe einer Kartuschenpresse das Bohrloch mit Teichkleber dichtzukleben. Dabei habe ich mit dem Schlauch nach oben und unten gewackelt, um dem Kleber soviel Raum wie möglich zu verschaffen. Das war gestern Mittag. Und dann kam der Starkregen.

    Entgegen meiner euphorischen Erwartungen, dass nun alles dicht sei, kam plötzlich das Wasser regelrecht aus der Wand gespritzt (also keine Fontäne, aber es ist schon so 5cm nach vorne gepieselt). Und das in einer Höhe von knapp 1,70m! Es kann keinesfalls sein, dass der gesamte Keller im Wasser steht, weil in Fensterhöhe nix zu shen oder zu hören ist. Über der Öffnung ist, wie gesagt, eine Terasse, also kann von daher nicht viel Wasser kommen, und ein Fallrohr ist auch weit und Breit keins zu sehen. Die erste Frage ist also, woher kommt der Druck?

    Dann habe ich das Gefühl, dass das Wasser, schon vor meiner Intervention sich den Weg durch die Hohlblocksteine in die erste Steinreihe gesucht hat, denn diese ist reichlich nass. Im Moment ist die "Blutung" mit Blitzpulver gestoppt, aber man kann sich vorstellen, was hinter dem Pfropf passiert...

    Nun die Frage, was ist zu tun. Kernbohrung? Den gesamten Bereich verkieseln und dann eine Schleierinjektion bis ins Erdreich? den gesamten Mauerstein bis zur Aussenwand wegmeisseln um so nahe wie möglich an die Wassereinbruchstelle zu kommen? Oder schräg von oben den Hohlraum bis ca. 2 cm vor der Aussenwand anbohren und Brunnenschaum o.ä. reinfeuern bis die Seele Ruhe hat?

    Wäre nett, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte. Und vielleicht auch die Frage beantworten, wie weit das Wasser eigentlich nach "unten" kommt - läuft hier ein Hohlblockstein nach dem anderen voll oder wie muss man sich das vorstellen?

    Im voraus danke und freundliche Grüsse

    Peter
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  2. Hilfe -Wasser dringt durch Wanddurchführung ein

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    man wird von außen aufmachen müssen, befürchte ich...
    Zur Not muss die Veranda eine Notabstützung erhalten, um die Stütze rausnehmen zu können...
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  4. #3
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    Spricht den etwas dagegen, alle Zwischenstege des Mauersteines (bis auf den äussersten natürlich) zu entfernen, um das Ausmass des Übels zu begutachten? Oder riskiere ich damit den Supergau? Gibt es denn gar keine Hoffung auf eine Sanierung von innen?
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  5. #4

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    Dieser Tecihkleber war jetzt aber nicht so ein PVC Quellschweisskleber?
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  6. #5

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    Wenn Schlauch = Gartenschlauch oder Kunststoffrohr, dann Cutter und Bohrer = und Wasser eher aus Schlauch als aus Erdreich!

    Ich würde da mal ein paar Fachleute ranlassen statt irgendwelcher Experimente, die ggf. auch noch die Aussenabdichtung bei chemischer Unverträglichkeit schädigen!
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  7. #6
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    Neee, kein Quellkleber, ganz "normaler" Unterwasserkleber. Die Empfehlung habe ich aus einem Heimwerkerforum, war dort wohl mehrstimmig empfohlen worden.
    Wobei ich gegen Quellen eigentlich nichts einzuwenden hätte, warum ist das eigentlich nicht gut??


    Beschädigung des Schlauchs ist auszuschliessen, weil erstens aufgepasst :-), zweitens ziemlich hartes Kunststoffrohr in Schutzrohr und last but not least, Schlauch vor den Arbeiten leergemacht :-)
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  8. #7

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    Ach ja - Quellschweißkleber heisst nicht so, weil er quillt, sondern weil er das zu verklebende Material durch Angriff auf die Struktur aufweicht und dabei quellen lässt!
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  9. #8
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    Wie habt ihr denn 2010 gebaut? Mit Architekt und Vergabe der Einzelgewerke? Wenn ja, für welche Leistungsphasen war der Architekt beauftragt? Falls dieser die Bauüberwachung innehatte, dürfte er verantwortlich sein.

    Wenn es irgendeinen noch greifbaren Verantwortlichen gibt, solltest du es zunächst unterlassen, selbst Maßnahmen zu ergreifen, solange die Beweise nicht gesichert sind. Ihr seid ja wahrscheinlich noch in der Gewährleistungsphase.

    Hattet ihr einen direkten Vertrag mit dem Kellerbauer? Oder war es etwa ein Bauvertrag mit einer Hausbaufirma und der Kellerbauer war nur deren Subunternehmer?

    War es wirklich der Kellerbauer, der die Druckleitung für die Gartenbewässerung nach außen legte oder vielleicht eher der Sanitärinstallateur? Wenn ja, habt ihr mit diesem einen direkten Vertrag? Falls ja, dürfte dieser wohl dafür haften, zumindest gesamtschuldnerisch, ggf. mit anderen .

    Ist der Kellerbauer wirklich insolvent? Hast du das selbst überprüft? GmbH? Insolvenz angemeldet? Verfahren eröffnet? Oder war es ein Einzelunternehmer, der nur sein Firmenschild abgeschraubt hat?

    Wenn absolut niemand greifbar verantwortlich sein sollte, würde ich an deiner Stelle gleichwohl die Finger davon lassen, zu versuchen, das Problem bautechnisch selbst zu lösen. Lass Sachverständige und Fachfirmen ran, die sollen notfalls einen Teil deiner Terrasse aufreißen und die Sache fachmännisch abdichten.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Das Verschliessen der Öffnungen war vertraglich Sache des Kellerbauers, und der ist insolvent. Verfahren eröffnet und abgeschlossen.
    Für einen anderen Baumangel am Keller hatte ich schon einmal einen claim beim Insolvenzwerwalter angemeldet, ohne Erfolg.

    So, nun wissen wir also, dass Quellschweisskleber nicht quilt, sondern quellen lässt. Und dass man nicht auf postings in Heimwerkerforen hören soll. Da bin ich ja froh, dass ich jetzt weiss, dass ich einen Experten zu Rate ziehen soll und notfalls die Terrasse aufreissen.

    Das wusste ich vorher schon selber und dafür brauche ich nix beim BauEXPERTENforum zu posten. Also nix für ungut für die bislang sicherlich gut gemeinten Ratschläge, aber vielleicht möchte sich jetzb auch einmal jemand zu Wort melden, der etwas zu meinen Fragen schreibt?

    Danke und Gruss,

    Peter
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  11. #10
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    Warum? Antwort auf deine Frage: Außen aufgraben, dort richtig eindichten und keine Stütze über der Leitung ablasten.

    Willste zwar nicht hören, ist aber die einzig sinnvolle Maßnahme. Die Nebenwirkungen hast du inzwischen umgehend erfahren - Wassereinbruch, Durchnässung des Mauerwerks.

    Warum gibt es den Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser, wenn keine Vertikaldrainage vorhanden ist? Siehste hier auch. Das staut auch nur lokal an.
    Wahrscheinlich kommt zusätzlich noch Wasser entlang der Gartenleitung zugeflossen. Dauert dann etwas, bis es versickert ist.

    Und wenn man mit seiner Anspruchshaltung zu pampig wird, kann man den Thread auch einstellen.
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  12. #11

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    und die Frage nach dem Quellkleber war, weil dieser eben nur PVC auf PVC klebt und nichts anderes.
    Dein Kleber wird wohl ein MS Polymerkleber gewesen sein. Theoretisch kann man damit so etwas andichten, praktisch leider selten, da er sich wahrscheinlich nicht mit dem Beton verbunden hat.

    Aber eine andere Lösung als aufgraben oder ein Ablauf-Syphon unter die Stelle montieren fällt mir auch nicht ein.
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  13. #12

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    Leute, der kinderstubenfreie Fragemotzer hat doch noch nicht einmal begriffen, daß sein Hauptproblem nicht das durchdringende Wasser ist, sondern das in der Mauer vagabundierende...
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  14. #13

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    Bilder sind immer hilfreich.
    Es wurde kein KG Rohr, Doyma oder dergleichen installiert, also m.E. einfach eine Kernbohrung, Wasserleitung durch
    ziemlich hartes Kunststoffrohr in Schutzrohr
    Wie sieht es denn nun genau aus?
    PE Leitung oder PVC Schlauch durch Kernloch oder doch mit Schutzrohr?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Also nix für ungut für die bislang sicherlich gut gemeinten Ratschläge, aber vielleicht möchte sich jetzt auch einmal jemand zu Wort melden, der etwas zu meinen Fragen schreibt?
    Weil Sie Ihre Fragen so stellen, dass man außer einem "lassen Sie das bleiben" nicht viel dazu schreiben kann: Draußen wird, wenn ich Sie richtig verstanden habe, auf dem Erdreich eine Stütze abgelastet mit Erddruck gegen das Kellermauerwerk - und Sie wollen das Mauerwerk wegmeißeln? Dann ist es schon schlauer die Stütze von außen abzufangen und aufzugraben, dann ist lediglich die Terrasse und nicht Keller, Terrasse und Stütze kaputt (und Sie mit Pech tot).

    Ansonsten, wenn der Terrassenbauer das Loch abzudichten hatte, warum sprechen Sie nicht den an? Außerdem haben Sie eine Schwarzabdichtung außen, versuchen aber das Rohr gegenüber dem Mauerwerk abzudichten? Wie soll das funktionieren? Was soll das bringen, außer dass das eindringende Wasser nicht mehr den direkten Weg nehmen kann?
    Zur Menge des Wassers, was steht denn zum Thema im Baugrundgutachten?
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  17. #15
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    Hach ja ....

    Das wusste ich vorher schon selber und dafür brauche ich nix beim BauEXPERTENforum zu posten. Also nix für ungut für die bislang sicherlich gut gemeinten Ratschläge, aber vielleicht möchte sich jetzb auch einmal jemand zu Wort melden, der etwas zu meinen Fragen schreibt?
    Hier mal exemplarisch eine Verarbeitsvorgabe eines Herstellers bituminöser Abdichtungen. Das Beispiel einer Rohrdurchführung hat nur den Nachteil ... bei so Minischläuchelchen funktioniert das nicht .... mit dem anarbeiten.

    Also sollte sowas eingesetzt werden, dass dann in die Bitumenabdichtung eingearbeitet wird.
    Sonst gibts schlaues zum lesen wie das hier.

    Es gibt kein System das Mauerwerk mit bituminöser Abdichtung von innen sanierbar 100% dicht werden lässt, da die Rohrdurchführung NICHT in die bituminöse Abdichtungsschicht eingebunden wird.
    Mauerwerk ist nun mal kein dichter Werkstoff ... ist die Dichtschicht beschädigt säuft die Konstruktion ab - Ende Gelände, Fertig - aus die Maus. Genau deswegen versteh ichs NIE warum Keller gemauert werden in Bereichen die nachher Erdkontakt haben.

    Wenn die Konstruktion dicht kriegen willst, dann aussen aufmachen ... Rohrdurchführung fachgerecht einbauen und eindichten oder damit leben. Da kannst du noch so abkotzen und rumblöken ...

    Bei der Bauweise und der Schlauchleitung gibts genau EINE fachgerechte Lösung : Rohrdurchführung mit Dichtflansch, Anschlußfolie für bituminöse Abdichtungen, Dichelemente nach Lastfall.

    Ach ja und dein Terassenbauer war auch blos Opfer der hirnlosen Bauweise ... denn nachträglich geht da nix abzudichten.
    Das Gepfusche das er veranstaltet hat ... grad für die Katz wenn wirklich Wasser mal ansteht.
    Das haste aber ja schon live und in Farbe festgestellt.

    Tut mir ja Leid für die schlechten Nachrichten ... aber an der Tatsache kommen auch Experten nicht vorbei und Wundermittelchen gibt bei Mauerwerk im Erdreich mit aussenliegender Dichtschicht nicht wirklich ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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