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  1. #1

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    Unglücklich Schnittfugen im Estrich verharzen?

    Hallo Experten,

    ich hab da mal eine Frage zu den Schnittfugen im Estrich. In unserer Baubeschreibung steht explizit geschrieben, dass die von uns in Eigenleistung mit Epoxidharz zu verschließen sind. Nun haben wir aber auch schon gehört, dass man das gar nicht mehr macht...

    Was ist nun richtig und wie leicht oder schwer ist es die Fugen zu harzen? Und vor allem wo bekommt man den Harz und was kostet der bzw. welches Fabrikat nehmen wir am Besten?

    Danke schon mal für die Hilfe!
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  2. Schnittfugen im Estrich verharzen?

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  3. #2

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    Sie wollen/sollen was machen...


    die Arbeitsfugen im Estrich verharzen.
    Au Mann, Hiiiiiiiiilfe.
    Das ist nicht wie Kleister anrühren und auffe Erfurter schmieren (und selbst das kriegen nicht alle Leute hin). Das sind Arbeiten, die ein gewisses Grundwissen erfordern!
    Nicht nur über das wie, sondern auch darüber, wo welche Fugen nötig und wo welche unnötig sind. Wobei sich die Frage aufdrängt, warum dann unnötige erst anlegen. Denn Taktfugen dürfts im EFH nicht geben.
    Demnächst unterschriben die Bauherren noch Verträge, dass Sie den Beton und die gasleitungen selbst verlegen.
    Sorry, nix für ungut, aber ich raffs nimmer.
    Holen Sie sich einen versierten Estrichleger, der das für Sie gegen Rechnung übernimmt und dann dafür auch haftet, wenn schief geht.
    MfG
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (24.01.2006 um 19:03 Uhr) Grund: ein kleines Wort vergessen
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  4. #3
    Themenstarter

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    Daumen runter Naja...

    ... und mal wieder muss ich feststellen, dass man als Laie hier keine Hilfe bekommt, sondern ständig damit abgestempelt wird, dass man mit Bauträger baut usw. usf.

    Dann, lieber Ralf, sage mir doch bitte, was es mich bei einem versierten Estrichleger kosten darf, wenn ich die Schnittfugen verharzen lasse?

    Und welche Fugen sind sinnvoll und welche nicht?
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  5. #4

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    Estrichleger

    Nadine, frag doch den Estrichleger, der den bei Euch einbaut oder eingebaut hat. Das scheint mir wirklich keine EL-fähige Arbeit.

    Meiner Meinung nach is das eine Ver*****ung seitens Eures GÜ.

    Allerdings kann ich dir nicht sagen ob oder wie oder wo was dazu in der "DIN-Norm" der Estrichleger steht. DIN 18560 Teil 2.
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  6. #5
    Baufuchs
    Gast

    Da geht man

    nicht selbst ran und beauftragt auch keinen Dritten.

    Fragen Sie Ihren BU, wie hoch die Mehrkosten sind.

    Eigenleistung oder Einsatz von Dritten an solchen Gewerken führen im Schadensfall sets zu Gewährleistungsproblemen nach dem Motto:

    Ich war´s nicht, liegt an der Arbeit des Bauherren/Dritten............
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  7. #6
    Avatar von Berni
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    Tach Nadine,

    Schnittfugen kraftschlüssig nach Estrichtrocknung schließen, hat entweder der Estrichleger mit in seiner Leistung oder der Oberbodenleger.
    Wenn Ihr den Oberboden selbst verlegt, ist dies dann Eure Leistung, wenns so vertraglich vereinbart ist.
    Im Wohnungsbau werden Schnittfugen und Arbeitsfugen selten verharzt, kommt natürlich immer darauf an, ob sich der Estrich beim Austrocknen zusammen gezogen hat und wie stark. Auf der sicheren Seite ist man aber, wenn diese Fugen kurz vor Belagsverlegung mit Harz geschlossen werden.

    Hierzu wird der Estrich quer zur Fuge eingeschnitten, und Wellenverbinder reingelegt. Danach wird mit Harz die Fuge verfüllt und anschließend mit Quarzsand abgestreut. Harz und Quarz hat jeder Baustoffhandel.
    Ich würde diese Arbeiten auch ausführen lassen, Grund siehe Ralf.
    Und wenn da im Vertrag ausdrücklich drinnsteht, hat der Bauherr in Eigenleistung zu verrichten, kann ich verstehen, daß Ihm da Spucke wegbleibt.
    Ihr legt doch bestimmt nicht alle Beläge selber. Lasst es dann vom Oberbodenleger machen. Die kennen sich damit aus.
    Wie teuer, hängt natürlich vom Umfang ab.

    Gruß Berni
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  8. #7
    Themenstarter

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    Nun denn...

    Vielen Dank schon mal für die Antworten.

    Explizit steht im Vertrag, dass wir dafür Sorge zu tragen haben, dass diese Fugen fachmännisch mit Harz verschlossen werden.

    Ich werde morgen mal den Fliesenleger anrufen, vielleicht kann der da ja mal nen Ton zu sagen.

    Danke nochmal!
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  9. #8

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    Werte Nadine...

    es wird keiner als Bauträger-Dummchen oder so abgestempelt.
    Aber wie kann man/frau einen Vertrag unterschreiben, in dem drinsteht, dass man/frau Arbeiten ausführen soll, von denen man/frau keine Ahnung hat.
    Denn die habt Ihr nicht (KEIN Vorwurf), sonst würdet Ihr hier ja nicht fragen.
    Wenn Sie Ihr Auto in die Inspektion bringen (und keine Ahnung von Autos haben), würden Sie unterschreiben, dass Sie das Kupplungsspiel selber einstellen müssen. Glaub ich nicht.
    Nur beim Häuselbauen unterschreiben die Bauherren und -damen so ziemlich alles, was Ihnen ein evtl. skrupelloser BT vorlegt, nur weil der Preis heiss ist.
    Was es kostet und welche Fugen zu können. Keine Ahnung. dazu müsst man schon einen Grundriss mit den Fugen drin sehen.
    MfG
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  10. #9
    WA__
    Gast

    Frage

    mal eine dumme Frage:
    Was sind das eigentlich für Fugen um die es hier geht?

    Sind es Arbeitsfugen, dann hättet Ihr sicherlich recht.

    Was aber wenn´s sich um Bewegungsfugen handelt?
    Die dürfen doch gar nicht verschlossen werden, sondern müssen vielmehr als Fuge in den Oberbelag übernommen werden!
    http://www.khries.de/parkett.htm#Fugen

    Ich denke, die Unterscheidung ist für einen Laien recht schwierig...
    Woran erkennt man den Unterschied?
    z.B. in meinem Fall (will Laminat auf Estrich legen):
    - im Türrahmen (wahrscheinlich Bewegungsfuge?)
    - quer mitten in einem 10m langen Raum (auch Bewegungsfuge wegen der langen Raumlänge?)

    Gruß
    WA
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  11. #10
    Avatar von Berni
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    Tach Werner,

    nein, die Unterscheidung ist sehr einfach.
    Bewegungsfugen werden im Randbereich (Randfugen), über Gebäudetrennfugen und als Bewegungsfugen überall dort ausgebildet, wo thermische Längenänderungen der Estrichplatte zu erwarten sind.
    Diese Bewegungsfugen trennen den Estrich im gesamten Querschnitt und werden in der Regel mit PE-Schaumstoff oder richtigen Fugenprofilen ausgebildet. Damit sie diese Bewegungen der Estrichplatte aufnehmen können.

    Schnittfugen werden nur eingeschnitten, um das Schwindverhalten des Estrichs aufnehmen zu können. Der Estrich reißt in der angeschnittenen Estrichplatte, es bilden sich keine wilden Spontanfugen. Richtige Anordnung der Fugen vorausgesetzt. Sie werden erst verharzt, wenn der Estrich seine Belegreiffeuchte erreicht hat. Dann ist der Schwindvorgang zum größten Teil beendet.
    In Türdurchgängen können Schnittfugen bei nicht beheizten Böden auch als Dehnungsfuge im Belag übernommen werden.
    Das hat nichts mit Bewegungsfugen im Laminat zu tun, die der Hersteller bei schwimmender Verlegung vorschreibt. Da muß auch schon mal bei großen Flächen eine Bewegungsfuge gelassen werden, wenn im Estrich darunter die Schnittfuge verharzt wurde.

    Immer schön nach Herstellervorschrift des Laminatherstellers.

    Gruß Berni
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  12. #11
    WA__
    Gast
    Zitat Zitat von Berni
    Tach Werner,

    nein, die Unterscheidung ist sehr einfach.
    Bewegungsfugen werden im Randbereich (Randfugen), über Gebäudetrennfugen und als Bewegungsfugen überall dort ausgebildet, wo thermische Längenänderungen der Estrichplatte zu erwarten sind.
    Diese Bewegungsfugen trennen den Estrich im gesamten Querschnitt und werden in der Regel mit PE-Schaumstoff oder richtigen Fugenprofilen ausgebildet. Damit sie diese Bewegungen der Estrichplatte aufnehmen können.
    Hmm... bei mir sind z.B. alle Fugen mitten im Estrich (auch die Fugen in den Türdurchgängen) ohne PE-Schaumstoff/-Fugenprofilen ausgeführt, sind also demnach alles Arbeitsfugen.
    Dann gibt es also im 0815-EFH ja praktisch keine Bewegungsfugen im Estrich. Lediglich die Randfuge außenherum. Richtig?

    Zitat Zitat von Berni
    In Türdurchgängen können Schnittfugen bei nicht beheizten Böden auch als Dehnungsfuge im Belag übernommen werden.
    Wurde bei uns überall so gemacht (Eigenleistung), aber ohne die Estrich-Schnittfugen vorher zu verschließen. Oder hätten diese trotzdem verschlossen werden müssen?

    Beim Laminat will ich diese Fuge im Türdurchgang ebenfalls übernehmen, ohne die Estrichfuge zu verharzen - evtl. Problem?

    Zitat Zitat von Berni
    Das hat nichts mit Bewegungsfugen im Laminat zu tun, die der Hersteller bei schwimmender Verlegung vorschreibt. Da muß auch schon mal bei großen Flächen eine Bewegungsfuge gelassen werden, wenn im Estrich darunter die Schnittfuge verharzt wurde.
    Ja, genau aus dem Grund wollte ich eine Bewegungsfuge im Laminat über der Estrich-Schnittfuge, die nicht verharzt ist - evtl. Problem?

    Danke!
    Gruß
    WA
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  13. #12
    Avatar von Berni
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    @ Werner,

    Bewegungsfugen gibt es immer im 0815-Bau bei Fußbodenheizung. Diese müssen dann auch unbedingt im Belag übernommen werden.
    Bei Dir kannste alle Fugen in Estrichplattenmitte verharzen und die Schnittfuge im Türdurchgang als Bewegungsfuge übernehmen.
    Man muß eben nur darauf achten, daß die beiden Estrichplatten im Türdurchgang nicht schon vertikal gegeneinander arbeiten. Dann knirschen diese Fugen immer bei Gewichtsverlagerung (Belastung) von einer Platte zur anderen.
    In diesem Fall wäre es dann sinnvoll, diese doch durch verharzen, festzulegen. Im Laminat kann da denn trotzdem eine Bewegungsfuge gelassen werden.

    Gruß Berni
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  14. #13
    Avatar von Lukas
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    Im Laminat kann da denn trotzdem eine Bewegungsfuge gelassen werden.
    muß

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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Berni
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    Danke Lukas!

    Gruß Berni
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  17. #15
    WA__
    Gast
    vielen Dank für die Tipps.
    Da ich aber sowieso mitten im Raum eine Bewegungsfuge im Laminat machen muss (aufgrund der maximalen Raumlänge von 10m und einer L-ähnlichen Form), könnte ich diese Bewegungsfuge direkt über die Estrichfuge legen und mir somit das Verharzen des Estrichs auch hier sparen - oder?

    Gruß
    WA
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