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  1. #1

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    Vorgegebene Höhe für horizontale Schlitze nicht eingehalten

    Hallo liebe Bauexperten,

    unser Elektriker war ziemlich fleißig und hat die ganzen Kabel verlegt. Leider bevorzugt in horizontaler Richtung in den Außenwänden (36,5cm Poroton T9). Vom Steinhersteller gibts dafür Vorgaben für zulässige Tiefe, Breite und zur Lage der Schlitze in der Wand. Diese Vorgaben sind eins zu eins aus der DIN 1053-1 übernommen. In der Herstellervorgabe heißt es, dass horizontale Schlitze nur im Bereich 0,4m ober- und unterhalb der Rohdecke zulässig sind. Unsere Schlitze hingegen liegen in den Zimmern zwischen 50 und 60 cm hoch, ein kurzes Stück im Flur sogar 70cm hoch. Laut DIN muss beim Abweichen von den Vorgaben die Statik der Wand nachgerechnet werden. Die Schlitztiefe liegt bei ca. 3cm.
    Was haltet Ihr davon? Herstellervorgaben und DIN sind doch eigentlich zwingend einzuhalten. Oder kann der Elektriker davon abweichen, wenn er sich z. B. nicht so tief bücken will???

    Danke schon mal für Eure Antworten.
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  2. Vorgegebene Höhe für horizontale Schlitze nicht eingehalten

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  3. #2

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    Hallo

    In erster Linie gelten für den Elektriker die Vorschriften nach VDE und TAB was Leitungsverlegung betrifft.
    An sich ist es sowieso ratsam die Schlitze auf horizontaler Ebene im unteren Bereich auf Steckdosenhöhe zu machen, weil man dann später eigentlich immer weiß wo diese verlaufen. Ansonsten ist es ein Suchen nach de Nadel im Heuhaufen. Bei euch ist das laut zweiten Bild "fast" so,wenn er die Steckdosen etwas höher gesetzt hätte.
    Zwei Ziegel sind mit Mörtelband ziemlich genau 50cm und bei grob 15cm Bodenaufbau ist dann die Steckdose später auf einer Höhe von 35cm. Alles was darunter ist liegt in meinen Augen zu tief, aber das ist oftmals auch Ansichtssache.
    Also in einer DIN-VDExxx weiß nicht genau welcher hab ich mal gelernt um die 20cm unterhalb der Decke.
    40cm erscheint mir da schon zuviel.
    Und mal ganz ehrlich:
    Wenn du beim Abweichen der DIN was die Lage der Schlitze bei einer Tiefe von 3cm betrifft neu berechnen musst, dann muss ich da bei aller Liebe als Elektriker schlicht und ergreifend nur lächeln.
    Fragt doch eueren Elektriker was er sich bei dieser Arbeit gedacht hat und ihr bekommt sicher eine Antwort.
    Beste Grüße
    Stefan
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  4. #3

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    Dass der Eli davon abweichen kann sieht man ja ;-)
    Ob er davon abweichen darf...
    Würde den zuständigen TWP konsultieren, der soll sich auch das "grenzwertige" Überdeckungsmaß anschauen und sich dazu äussern (1. Bild 4./5. Lage, 2. Bild 5./6. Lage).
    Wenn das 3x1,5mm² NYM ist hätte das auch auf dem Stein direkt unter Putz liegen können.
    Warum waagrechte Schlitze gemacht wurden ist mir ohnehin nicht klar, wäre das nicht über den Rohböden und nur mit senkrechten Schlitzen gegangen?
    Je nach Boden Aufbau dürfte hier die Installationszone verlassen sein?
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  5. #4

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    Wie hoch liegen denn die horizontalen Schlitze über OFF?
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  6. #5

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    ist die DIN 1053 im auftrag des elektrikers verbindlich als leistungsbestandteil vereinbart? gibt es installationspläne der elektroinstallationen?
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  7. #6

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    Ohne mal auf die DIN 1053 zu achten finde ich es nicht unbedingt verkeht, was der Elektriker hier gemacht hätte.
    Ich hätte die unteren Steckdosen auf 30cm über OFF gesetzt und auch die horizontalen Schlitze in etwa dieser Höhe gesetzt.
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  8. #7

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    Der "gewöhnliche E-Installateur "macht den Schlitz immer ein wenig höher wie die Dose,dann ärgert sich die Nachwelt nicht ,wenn sie aus einer 1-fach schuko eine 2-fach machen soll.

    Liegen da "tote" Nagelschellen auf dem Boden?
    Befestigungs-Material?
    Gipspflaster?
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  9. #8

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    Wer hat mit Mörtel rumgekleckert?
    Versatz?
    Wer hat das Fensterbrett eingebaut?
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  10. #9

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    ich kenne es eigentlich so, dass horizontale Schlitze tunlichst vermieden werden sollen und Steckdosen werden über den Rohfussboden angefahren. Auf jedenfall Statiker drüberschauen lassen.
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  11. #10
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    Hallo zusammen,
    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten! Danke auch für den Hinweis auf das geringe Überbindemaß, das werde ich mir nochmal anschauen. Die Höhe der Steckdosen liegt genau bei 30cm über Fertigfußboden, das passt. Allerdings gibt es halt eine Herstellervorgabe: http://www.wienerberger.de/ganz-einf...lanziegel.html
    s. S. 32, und die genannte DIN. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass man separat eine normgerechte Arbeitsweise vereinbaren muss.
    Der Elektriker war extra angewiesen, möglichst wenig Schlitze in die Außenwände zu Fräsen. Eine Verlegung über Rohfußboden wäre möglich gewesen, da kommt ja noch Wärme-, bzw. Trittschalldämmung drauf.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von drsos2 Beitrag anzeigen
    Ohne mal auf die DIN 1053 zu achten finde ich es nicht unbedingt verkeht, was der Elektriker hier gemacht hätte.
    Ich hätte die unteren Steckdosen auf 30cm über OFF gesetzt und auch die horizontalen Schlitze in etwa dieser Höhe gesetzt.
    Wen interessiert schon die DIN 1053. Die ist ja nur eine DIN die als ETB veröffentlicht ist.
    Die gesamte Last des aufstehenden Gebäudes wird ja nur über das durch diese DIN geregelte Mauerwerk abgeleitet.
    Da muss man sich als Elektriker nicht dran halten-Nee. Ist doch egal (Kopfkratzend)

    (Achtung - das war blanker Sarkasmus)
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  13. #12
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    Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass man separat eine normgerechte Arbeitsweise vereinbaren muss.
    Für viele Normen gilt das sehr wohl.
    Nicht aber für ETB`s. Das sind Schutznormen mit Gesetzesähnlichem Charakter und MÜSSEN eingehalten werden.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Wen interessiert schon die DIN 1053.
    Meine Erfahrung ist, dass Elektriker häufig recht schmerzfrei sind, egal ob im Stahlbeton geschlitzt wird (inklusive Eisen) oder die Leerrohre als Bündel durch Dübelleisten gefädelt werden. Aber, woher sollen die das auch wissen? Bei Verlegezonen glaube ich das noch, aber wo Durchstanzbereiche sind erkennt ja meist nicht mal der Bauleiter.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Laut DIN muss beim Abweichen von den Vorgaben die Statik der Wand nachgerechnet werden.
    Dann hast du dir die Antwort doch schon selbst gegeben.
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  17. #15
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    @Inkognito
    Fakt ist, die sind generell nicht interessiert.
    Bei jeder deren Veranstalltungen wird denen erzählt, dass die Betonbauer nun nicht "mehr" Fachleute zum Einbau eines Fundamenterders sind. Es braucht nun einen Elektrofachmann. Nun gut.
    Warum aber nimmt sich keiner mal 30 Sekunden Zeit und verteilt den Fleyer der DGfM zu zulässigen Schlitzen und Aussparungen in Mauerwerk. Schließlich wurde dieser genau für diese Zielgruppe entwickelt. Gilt auch für alle anderen die schlitzen und stemmen als Teil ihres Berufes ausführen müssen.
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