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  1. #1

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    Richtiger Umgang mit Rissbildung in Betonplatte

    DSCN4622.jpgDSCN4624.jpgDSCN4626.jpgDSCF4810.jpg

    Hallo,

    ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage, vielleicht ist ja ein Betonbauer oder so hier, der mir da helfen kann, würde mich sehr freuen.

    Vor 2 Jahren habe ich eine Terrasse ca. 45 m² mit polierter Betondecke gebaut. Den Aufbau habe ich so wie auf obigem Bild zu sehen selbst erstellt und dann ein in der Nähe ansässiges Betonbauunternehmen gebeten das Einbringen und polieren auszuführen (mit Rechnung). Dazu war der Chef der Firma bei mir, hat den Aufbau in Augenschein genommen und mir gesagt, dass das so in Ordnung sei. Unter den alten Pflastersteinen befindet sich noch verdichteter Sand. Geliefert, eingebracht und mehrfach poliert wurden dann ca. 7,5 m³ Beton versetzt mit irgendwelchen Kunststoff-Spähnen, die der Festigkeit anstatt Eisen dienen sollten.

    Wenige Wochen nach Fertigstellung bildete sich ein feiner Riss quer durch die Terrasse über den Schirmständer. Der Bauunternehmer war dann hier und sagte, dass das die schwächste Stelle sei und dass gerade bei so kleinen Platten dieses Risiko bestünde (die machen hauptsächlich die ganz großen Sachen für Bauern mit Biogas usw.) Wenn es schlimmer werden sollte sollte ich mich wieder melden und man müsste dann sehen was man macht.

    Jetzt ist es wie auf meinen Fotos zu sehen ist deutlich schlimmer und ich ärgere mich jedes mal wenn ich dort sitze. Er bietet mir jetzt zwei Alternativen an, einmal eine Asphaltfuge oder eine Sikaflexfuge.
    Da es mir gerade auch auf Optik ankam ist Asphalt kein Thema. Gibt es nicht eine Möglichkeit das irgendwie aufzuflexen, vielleicht mit einem Spezialharz oder sowas zu verbinden und dann wieder Beton drüber zu machen ?

    Hoffe auf konstruktive Ratschläge, muss dem jetzt zurück schreiben und möchte da nicht so ganz blöd an die Sache ran gehen.

    Vielen Dank !
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  2. Richtiger Umgang mit Rissbildung in Betonplatte

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  3. #2

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    Laienmeinung:
    Woher soll der Beton wissen, das er nicht reissen soll wenn da keinerlei Bewehrung drin ist. Dieser Stahl übernimmt ja die Rissbreitenbegrenzung in dem Bauteil. Ohne Stahl ist das bei der größe doch kein Wunder das es reißen wird.
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  4. #3
    SteveMartok
    Gast
    Wird durch Harzverpressung auch nicht besser, wird einfach wieder reißen an der Stelle. Wie Kater schon schrieb, bei der Größe hätte eine Lage Stahl (Q188) im oberen Drittel sicher gut getan.

    Dann müsste man natürlich auch nochmal über den Unterbau nachdenken, ob da auch ordentlich verdichtet wurde und wie es mit der Frostbeständigkeit und der Regenwasser-Abführung da aussieht. Den Beton auf diese zerklüftete Pflasterfläche da raufzugießen war sicher auch kein guter Arbeitsschritt un wenn man mal die Überdeckung des Betons im Bereich des Schirmständers sieht, das ist ja dann schon an sich fast eine Sollbruchstelle.

    Spontan würde ich dazu raten, die Platte wegzustemmen, alles neu zu machen und evtl. gar keine Betonplatte mehr in Betracht zu ziehen, sondern lieber eine ordentliche Platten- oder Pflasterfläche herstellen zu lassen. Die Platte, so wie sie sich auf den Bildern darstellt, ist in meinen Augen eh kein Schmuckstück.
    Ich hätte die sowieso nicht polieren lassen, das sieht eh nie lange gut aus im Außenbereich.
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  5. #4

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    Bei DEM Unterbau hilft nichts. Durch die 110%ige Verzahnung mit dem Untergrund kann der Beton weder schwinden noch kriechen.
    Da hilft auch keine Bewehrung, schon gar keine dünne Matte!!

    Da hätte ein geglättete Sauberkeitsschicht mit 2-lagiger Folie 'drauf hergestellt werden müssen, darauf dann der Beton mit Bewehrung, die auf eine Rissbreitenbegrenzung bemessen wurde plus Zulagen an den Einbauteilen.

    Gruß
    Holger
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke erstmal für die raschen Antworten !

    Das Problem ist :

    Wegstemmen und neu machen wäre ja auch mit nicht gerade geringen Kosten verbunden und ich habe 1100 für die Platte bezahlt.
    Da ich genau das alles nicht wusste habe ich den guten Mann ja vorher gefragt, ob das so geht, wie ich mir das gedacht habe und er hat das ausdrücklich bejaht.
    Hätte die Firma das nicht besser wissen müssen, bzw sind die dafür zur Rechenschaft zu ziehen ? Die werden sicher argumentieren, dass ich den ganzen Bau an sich selbst gemacht habe, bzw
    deutet das auch schon durch die Blume an in dem mir auch geschrieben wurde, dass es auch am Planum liegen könnte.
    Mich ärgert halt, dass ich mich extra an eine Fachfirma gewandt habe, da ich das beständig haben wollte, ist das nicht auch ein Beratungsfehler ?

    Und wie siehts aus wenn man jetzt Sikaflex nimmt zum abdichten und dann Platten drüber legt oder sowas ? Wird das irgendwann in der Mitte hochkommen ?
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  7. #6
    Themenstarter

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    DSCF4863.jpg

    So sah es kurz nach Fertigstellung aus, bis auf die alten Gartenmöbel + Schirm war ich mit der Optik eigentlich zufrieden...
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  8. #7

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    was willst du denn den Unternehmer in Haftumg ziehen? Du wolltest 7,5qm Beton, den hast du bekommen. Für falsche UK kann weder der Beton noch der Betonlieferant etwas.


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  9. #8
    Themenstarter

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    @ artibi Das seh ich etwas anderes, da ich explizit gefragt habe ob das so geht, dafür nehme ich ne Firma. Hätte er mir gesagt, dass das z.B. mit dem Ständer sch.... ist oder dass die UK so nicht passt hätte ich den raus genommen und noch was geändert, und meine Rechnung beinhaltet auch "Einbau" nicht nur den Beton an sich.
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  10. #9
    SteveMartok
    Gast
    Wenn der Betonbauer jetzt noch etwas daran macht, kann man eigentlich schon zufrieden sein. Die meisten Unternehmer würden doch hier sagen, dass es an der mangelhaften Ausführung des Untergrundes durch den Bauherrn liegt und deshalb die Risse entstanden. Das dem nicht so ist, ist sehr schwer bis garnicht nachzuweisen, vor allem mit diesen Bildern.

    Das der Betonbauer dort keinen Stahl reingeschmissen hat, versteh ich wirklich absolut nicht, anhand der Pflanzringe schätze ich, dass die Platte ungefähr 6 -7 Meter lang ist!!! Auf die Länge verhindern ein paar Glasfaserschnipsel keine Rissbildungen, aber wahrscheinlich eine Lage Matten. Viellleicht plagt ihn deshalb das schlechte Gewissen und er nimmt sich der Risse jetzt nochmal an?!

    So oder so, erfahrungsgemäß wird es so sein, dass das Problem nicht mit Verharzen oder sonstigem oberflächlichen Zuschmieren des Risses verschwindet, sondern einfach nicht mehr zu beheben ist. Selbst wenn man den Riss angemessen tief ausstemmt, zumörtelt oder ähnliches und das Ganze länger halten würde, ist diese Maßnahme natürlich optisch ein Flickwerk. Abgesehen davon, dass ich eher glaube, dass es wieder reißen wird.
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  11. #10
    Themenstarter

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    @ SteveMartok OK, vielen Dank für diese Einschätzung. Gut geschätzt, es sind knapp 8 Meter. Aber wie schon gesagt, wenn ich was drüber legen würde, ist damit zu rechnen, dass der Beton hochkommt ? Wenn ich fliesen würde, würden der Riss da wahrscheinlich durchkommen, oder ? Vielleicht könnte ich 50 x 50 Platten nehmen und die nur lose verlegen ? Noch mehr Holz würde wahrscheinlich erschlagend wirken, daher fällt ein Holzboden für mich aus. Die zu überdeckende Fläche ist mittlerweile auch nicht mehr ganz so groß, da ein Teil mittlerweile überdacht ist und als Gartenlaube für die Gartenmöbel etc. dient. DSCN2230.jpg
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  12. #11

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    Zitat Zitat von SteveMartok Beitrag anzeigen
    .... Die meisten Unternehmer würden doch hier sagen, dass es an der mangelhaften Ausführung des Untergrundes durch den Bauherrn liegt und deshalb die Risse entstanden. ... .
    Dann hätte der Bauunternehmer vor der Ausführung Bedenken anmelden müssen, weil der ungeeignete Untergrund vor der Ausführung offensichtlich zu sehen war und
    Dazu war der Chef der Firma bei mir, hat den Aufbau in Augenschein genommen
    Er hat es offensichtlich gesehen und erkannt.

    Gruß
    Holger
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  13. #12
    Themenstarter

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    @ OLger MD Das deckt sich dann ja mit meiner Ansicht, dass man mich da falsch beraten hat. Wenn der Firmenchef zu mir gesagt hätte, dass da erst eine kleine Schicht Beton, Folie, Stahl und das erst die Platte drauf gemusst hätte, hätte ich das auch so gemacht. Wegen sowas frage ich ja als Unwissender extra vorher bei dem Betonunternehmen nach ob das so passt. Mich wundert nur, dass das nicht erkannt wurde. Es ist eine Firma mit eigenem Betonwerk, die auch große Fertigteile etc anfertigen und Platten in ganz anderen Größen gießen. Gebaut wurde das im Mai 2012, das heißt bei Bauwerken bin ich da ja noch in der 5-jährigen Garantiezeit. Also, was mache ich jetzt konkret am besten ? Bin nun etwas ratlos...
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  14. #13
    Bauexpertenforum
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    gibts irgendwas schriftliches?
    Vertrag, Angebot, Anfrage, Plan oder sonstwas?

    Als Träger für einen Plattenbelag auf Mörtelsäckchen könnte die Platte evtl. ja noch dienen, wenn denn das Wasser einen Ausweg findet.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    @ Manfred Abt

    Quittung x.jpg

    Es gibt nur die Rechnung (s. oben) und ich hab das Protokoll, was an der Pumpe automatisch gedruckt wurde, wieviel die eingebracht haben usw.
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  17. #15
    Bauexpertenforum
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    ich sags mal vorsichtig auf zwei Arten:
    - die gelieferte Leistung stimmt wohl mit dem Rechnungsinhalt überein
    - so richtig was an Eigenschaften wurde ja nicht zugesichert

    ich kann momentan keinerlei Hinweise erkennen, die einen Anspruch gegenüber der Firma erfolgsversprechend aussehen lassen.
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