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  1. #1

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    Ausführung Wandanschluss Garagendach

    Hallo zusammen,

    wir lassen gerade das Flachdach für unsere Garage erstellen und dabei hatte ich dann gestern eine intensive Diskussion mit dem Dachdecker. Es ging dabei um den Wandanschluss an das vorhandene Wohnhaus.

    Die Garage wird an das bestehende Haus angesetzt. Das Haus ist also komplett mit einem etwas rustikaleren Klinker verblendet. Zwischen Verblender und Garagenmauerwerk besteht also ein Spalt.

    Streitpunkt war die genaue Ausführung des Anschlusses. Unstrittig ist, dass die Dachbahnen an der Hauswand hochgeführt werden und dort mit einer Klemmleiste mechanisch befestigt werden. Ich bin jedoch der Meinung, dass unter den Dachbahnen eine zusätzliche Abdichtung aus Bitumen benötigt wird, da die Oberfläche der Verblender nicht ausreichend eben ist.

    Der Dachdecker ist der Meinung, dass es ausreichen ist, die Dachbahnen der 1. Abdichtungslage (Kaltselbstklebebahnen) beim hochführen mit einem Brenner zu aktivieren. Damit sei eine ausreichende Abdichtung gewährleistet.

    Aus der Planung des Statikers sind zwar die Lagen der Dachbahnen ersichtlich. ort ist aber kein Hinweis auf eine zusätzliche Abdichtung mit Bitumen. Damit ist der Dachdecker auch der Meinung, dass die nicht nötig ist, wenn der Planer das nicht eingezeichnet hat.

    Ich hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen, wie eine richtige Ausführung hier aussehen muss.


    Danke und Gruß
    Matthias
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  2. Ausführung Wandanschluss Garagendach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Eine Klemmleiste mit Silikon ist nicht Hinterlauf sicher! Eine aktivierte KSA-Bahn ist ebenfalls nicht Hinterlauf sicher, wenn nicht gewährleistet ist das dass Flussbitumen entsprechend rausquillt. Außerdem kommt es auf die Einordnung deines Flachdaches drauf an. Ob K1 oder K2. Bei K2 müssen eh Überhangstreifen verbaut werden. Durch die thermische Längenänderungen der Kappleisten kommt es mit sicherheit Zeit nah zum Abreisen der Silikonfuge und einem Hinterlaufen. Sinniger wären Überhangbleche, Dichtmittel und Fixierung - darunter die Klemmleiste. Überhangblech wird entsprechend in Horizontal verlaufender Mauerwerksfuge verbaut.
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  4. #3

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    Nachtrag: Was ist überhaupt hinter dem Verblender? Luftschicht? Kerndämmung? Das ist garnicht so uninteressant für die Ausführung. (Ich sollte mehr Kaffee trinken....)
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  5. #4

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    Bei Abdichtungsbahnen die am aufgehenden Mauerwerk hochgeführt werden, muss der Untergrund planeben vorbereitet sein.
    Bei z.B. eingeklebten Anschlüssen oder bei Verbundblechen, muss nicht!
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Eine Klemmleiste mit Silikon ist nicht Hinterlauf sicher! Eine aktivierte KSA-Bahn ist ebenfalls nicht Hinterlauf sicher, wenn nicht gewährleistet ist das dass Flussbitumen entsprechend rausquillt. Außerdem kommt es auf die Einordnung deines Flachdaches drauf an. Ob K1 oder K2. Bei K2 müssen eh Überhangstreifen verbaut werden. Durch die thermische Längenänderungen der Kappleisten kommt es mit sicherheit Zeit nah zum Abreisen der Silikonfuge und einem Hinterlaufen. Sinniger wären Überhangbleche, Dichtmittel und Fixierung - darunter die Klemmleiste. Überhangblech wird entsprechend in Horizontal verlaufender Mauerwerksfuge verbaut.
    Hallo und danke für eure Antworten.

    Unser Planer hat mir gesagt, dass es ein K1 Dach ist (da Dachneigung > 2%).

    Das Überhangblech verstehe ich. Kannst du noch etwas genauer das Dichtmittel und die Fixierung erklären? Das verbauen in der Fuge könnte doch nur geschraubt erfolgen. Oder muss die Fuge dafür geöffnet werden?

    Der Wandaufbau besteht aus Verblender, 4cm Luftschicht und 14cm Dämmung.
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  7. #6

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    Bei Anschlüssen an aufgehenden Bauteilen müssen die Dachbahnen auf einer glatten und ebenen Oberfläche aufgebracht werden.
    Dann folgt die mechanische Befestigung durch Klemmschiene, linienförmig auf ausreichend eben hergestellten Untergund im Abstand 20 cm.
    Das obere Ende muss regensicher verwahrt werden. Bei Vorsatzschalen muss eine sog. Mauerwerkssperre ( z.B. Z-Profil von Kernmauerwerk bis Aussenkante Vorsatzschale)
    hergestellt werden.

    Unser Planer hat mir gesagt, dass es ein K1 Dach ist (da Dachneigung > 2%).
    So nebenbei, ein komisches Kriterium für die Anwendungskategorie K1.

    Grüße
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  8. #7

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    Die Garage ist aber nicht gedämmt oder so?

    K1 und Gefälle größer 2%? Wie geht das? Es wäre dann K2, wenn das Gefälle über 2 % liegt.

    Zum Abdichtungsmaterial: Sollte in der DIN 18540 stehen, wenn ich mich nicht irre. Zumindestens kein Silikon! Ich würde ein UV-Beständiges und witterungs beständiges Kompriband benutzen.

    Fixierung kann mit Einschlaghaken gemacht werden oder mittels Schrauben, wenn die Fuge breit genug ist. Ob kleben auch zulässig ist weiß ich ehrlich gesagt nicht! Ich vermute aber nein. Und ja, die Fuge muss geöffnet werden, da kommt ja das Überhangblech rein.

    Ansonsten siehe Reitmeiers Beitrag.
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  9. #8
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    Unser Statiker hat mir erklärt, dass die Einstufung von Dächern nach deren Neigung vorgenommen wird. Ob das so stimmt, keine Ahnung.

    Das Öffnen der Fuge gefällt mir so nun gar nicht. Gibt es dafür andere Lösungen.

    Der Planer kam jetzt noch mit der Idee statt Bitumen flüssigen Kunststoff zu verwenden. Wäre das in irgendeiner Form sinnvoll oder hilfreich?

    Das mit der UV-beständigen Dichtmasse hat er ebenfalls gesagt. Das scheint also wohl sinnvoll und richtig zu sein.
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  10. #9

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    Flüssigkunststoff ist eine gute Sache, wenn der Untergrund sauber vorbereitet und grundiert wurde hält das recht lange, so lange wie das Dach...
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  11. #10

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    Cool

    ". Das Haus ist also komplett mit einem etwas rustikaleren Klinker verblendet."

    Aber ned auf der Oberfläche
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  12. #11

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    Schleifen, grundieren, Kem*** hat da ganz feine Sachen im Angebot...
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  13. #12
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Schleifen, grundieren, Kem*** hat da ganz feine Sachen im Angebot...
    Soll ich wirklich den Klinker schleifen lassen!? Das kann doch nicht die Lösung sein.

    Kann man hier nicht mit einer Schicht Flüssigkunststoff oder Bitumen die notwendige Beschaffenheit herstellen?
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    NEIN, Kalle. Erst in Kombination von Gefälle UND der höheren Qualität der Abdichtungswerkstoffe wird ein K2 daraus!!!

    Grüße
    si
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Den rustikalen Verblender könnte man mit einem Gemenge aus Kem...EP-Gr. und Quarzsand in Anschlusshöhe egalisieren. Dann mit einer Beschichtung vom selben Hersteller weiter verfahren.
    Und was ist mit der Mauerwerksperre?

    Grüße
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  17. #15

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    Zitat Zitat von stefan ibold Beitrag anzeigen
    Moin,

    NEIN, Kalle. Erst in Kombination von Gefälle UND der höheren Qualität der Abdichtungswerkstoffe wird ein K2 daraus!!!

    Grüße
    si
    Moment. Wo habe ich denn jetzt Käse geschrieben? Das hiesige Flachdach hat mehr Gefälle als 2%. Somit ist doch die Anforderungen der Anwendungskategorie K2 erfüllt. Ich habs eben im Lehrbuch noch mal nachgelesen. Der Planer vom TS hat das Flachdach aber in K1 eingeordnet. Wären es weniger wie 2%, dann wäre es K1 mit Abdichtungswerkstoffen der Bemessungsregel K2.

    Quelle: "Dach- Wand- und Adichtungstechnik 10. Auflage; 4.2.6.1/ 4.2.6.2.
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