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Polygonalplatten als Hofbelag

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  1. #1

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    Polygonalplatten als Hofbelag

    Hallo,
    unser Neubau ist innen nun soweit fertig, dass wir uns nun ans Außengelände machen wollen. Als erstes steht nun der Hof an. Hier sind wir noch etwas unschlüssig über den Hof-Belag. Das Standard-0815-Beton-Pflaster wollen wir eigentlich nicht. Daher waren wir beim Natursteinhändler und haben uns verschiedene Varianten angeschaut. Ab besten haben uns Sandstein-Polygonal-Platten gefallen. Allerdings bin ich noch etwas skeptisch, ob sich sowas als Hofbelag eignet. Der Natursteinhändler meinte Hof mit Recycling anfüllen und verdichten (das wurde im Rahmen der Tiefbau-Arbeiten damals schon gemacht) dann eine 10cm Bodenplatte mit einer Bewehrungsmatte herstellen (lassen) und oben drauf die Polygonal-Platten in Mörtel legen und verfugen.

    Ich hatte folgende Bedenken:
    Abrieb der Sandstein-Platten: Sandstein ist ja relativ weich. Wie Dauerhaft sind die Platten als befahrbarer Belag?
    -> Hier meinte der Händler, es gäbe auch "Hart-Sandstein" der für sowas geeignet sei.
    Genereller Aufbau: Genügt eine 10cm Bodenplatte als Unterbaut? Die angebotenen Platten sind 2-3 cm stark. Genügt das? Pflaster geht ja erst ab >5cm los...
    Was ist wenn der Sandstein nicht so dauerhaft ist wie erhofft? Dann heißt es 60qm wieder rausspitzen...
    Volle Versiegelung des Hofes -> höhere Abwassergebühr. Das macht vielleicht 20€ im Jahr aus. Ist also zu vernachlässigen.

    Nachdem ich bei einem Unternehmen angefragt hatte war die Aussage sowas haben sie noch nie gemacht und wollten nicht so richtig ran trauen.

    Will mir der Händler ggf. nur die Platten verkaufen oder ist das wirklich ein gangbarer Weg? Daher würde ich gerne weitere Meinungen zu dieser Idee einholen.

    Danke,
    Gruß
    Stefan
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  2. Polygonalplatten als Hofbelag

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  3. #2

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    Also Betonplatte halte ich schon mal für lange überholt...

    Aber die Plattendicke bei Befahrbar halte ich auch für viel zu dünn, der Händler erzählt für mein Bauchgefühl ziemlichen Scheiß...

    Selbst für Terrassen sind 2-3 cm Sandstein nicht gerade üppig, da reichts aber.

    Aber für Befahrbar? Würde ich weit weit weg die Finger von lassen
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  4. #3
    SteveMartok
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    Ich halte von diesen Platten auf befahrbarer Fläche überhaupt nichts, schon gar nicht 2-3 cm, das wqürde ich nichtmal auf eine Terrasse legen. Und H.PF hats auch schon geschrieben, komplette Auffahrten betonieren ist grausig. Sowas bedarf in unseren Breiten eine ausgeklügelte Entwässerung mit entsprechenden Gefällen usw. Und selbst dann friert das alles irgendwann von der Platte ab, bricht etc.
    Ich glaube nicht, dass man damit lange Freude hat, der Händler will das Zeug wahrscheinlich schönreden.

    Für eine befahrbare Fläche würde ich vernünftigen Klinker oder Betonpflaster nehmen, welches man im entsprechenden Verband legen lässt, so dass dort auch die Fahr- und Lenkkräfte der Fahrzeuge gut aufgenommen werden können. Entsprechenden frostsaicheren Unter- und Oberbau mit erforderlichen Gefälle und Entwässerung und gut ist. Es gibt so schönes Pflaster, man ist ja nicht zwingend auf Betonpflaster grau 200 x 100 x 80 angewiesen.
    Persönlich finde ich Auffahrten aus Granit (Klein- oder Großpflaster oder auch beides) am schönsten, auch eine Kombination aus Klinker und Granit ist was nettes. Die Sachen halten bei fachgerechtem Einbau ewig, sind frostsicher, werden nicht wie Beton unansehnlich durch Auswaschung der Feinstanteile und lassen sich gut sauber halten.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ja, Granit-Pflaster wollte ich auch... aber meine bessere Hälfte hätte gerne etwas "ebenes". Mit einem roten Klinkerpflaster liebäugeln wir auch gerade, in Kombination mit Granit-Einfassungen / Mustern. Aber 50€/qm (brutto, incl. Lieferung) nur fürs Material ist uns fast etwas viel...
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  6. #5

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    Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an!
    2-3 cm dünne Polygonalplatten in Mörtel auf einer 10 cm Betonplatte verlegt in einer Zufahrt???

    Du solltest dringend Deinen Händler wechseln!

    Wie auch schon gesagt: Es gibt so viele schöne Betonpflaster!
    Und wenn Dir bei Naturstein das viel verwendete Granitkleinpflaster nicht zusagt, dann vielleicht mal Porphyr! Oder Basalt, wenn das Gefälle der Zufahrt nicht übermäßig steil ist!
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  7. #6

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    Wenn Deine bessere Hälfte was "ebenes" möchte:
    Schon mal über Asphalt nachgedacht? Eine 8 cm starke Asphalttragdeckschicht sollte für eine private Zufahrt ausreichen.
    Und: Auch Asphalt kann man einfärben!
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  8. #7

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    Mein Vater hat seit einigen Jahren Polygonalplatten in der Einfahrt, keine Probleme. Der Untergrund muss halt entsprechend fest sein, würde evtl. die Betonplatte etwas stärker ausführen lassen.
    Wieso sollen die Platten denn nicht halten? Feinsteinzeug in Kfz Ausstellungshallen hält doch auch?
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  9. #8

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    Der Vergleich mit Feinsteinzeug und KfZ-Ausstellungshallen war gut!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Mein Vater hat seit einigen Jahren Polygonalplatten in der Einfahrt
    Wie ist der Untergrund der Einfahrt bei deinem Vater aufgebaut?
    Vielleicht kannst du dem TE einen Hinweis geben.
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  11. #10
    SteveMartok
    Gast
    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Mein Vater hat seit einigen Jahren Polygonalplatten in der Einfahrt, keine Probleme. Der Untergrund muss halt entsprechend fest sein, würde evtl. die Betonplatte etwas stärker ausführen lassen.
    Wieso sollen die Platten denn nicht halten? Feinsteinzeug in Kfz Ausstellungshallen hält doch auch?
    Die Belastungen in einer Halle ohne große Witterungseinflüsse sind komplett was anderes als dasselbe Zeug auf einer Auffahrt im Freien verlegt. Das hat mit der Belastung der Fahrzeuge direkt erst mal garnichts zu tun, sondern mit Wasser, dass sich bei unsachgemäßer Verlegung zwischen der Betonplatte, dem Mörtel und den Polygonalplatten ( oder Feinsteinzeug, was auch immer) sammelt und nicht abfließen kann, da Beton im Weg. Das kann man zwar mit guter fachgerechter Verlegung minimieren, aber der TE selbst hat ja in seinem Eröffnungspost geschrieben, dass sich da eine angefragte Firma nicht recht rantraut. Warum wohl nicht?

    @Boergi: wo liegt Ihres Vaters Auffahrt und seit wann besteht die Auffahrt so? Wie wurde das ausgeführt? evtl. Bilder?
    Sagen kann man viel, meine Erfahrung zeigt, dass Polygonalplatten selbst auf fußläufigen Terrassen teilweise nach ein paar Jahren Risse aufzeigen oder Stücke oder ganze Platten abgelöst werden.

    Von dem mal abgesehen, bei dem Aufwand, die ganze Fläche zu betonieren inkl. Bewehrung, Entwässserungsplanung usw. frage ich mich, ob die Klinker mit Granit-Einfassung für 50,- € + Einbau wirklich so teuer sind?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von drsos2 Beitrag anzeigen
    Wie ist der Untergrund der Einfahrt bei deinem Vater aufgebaut?
    Vielleicht kannst du dem TE einen Hinweis geben.
    Muss ich mal fragen, soweit ich weiß ca. 20 cm Beton, darauf wurden die Polygonalplatten verlegt und diese dann mit tausalzbeständigem Fugenmaterial verfugt.
    Das Ganze ist mit Gefälle zu einem mittigen Gully hin verlegt.
    An einer Stelle hat der Verlegebetrieb ein anderes Fugenmaterial verwendet, das war bereits nach einem Jahr durch das Streusalz kaputt (wurde dann auskekratz und neu verfugt), der Rest hält seit 5 Jahren.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Dann spiegelt hier die breite Meinung auch mein Gefühl wieder... Also doch nach Alternativen Suchen.

    Danke allerseits...
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Noch ein Hinweis zur Oberflächengestaltung:
    Stark strukturierte Oberflächen (z.B. aus bruchrauhen Steinen) ohne oder mit geringem Gefälle neigen zur Pfützenbildung, weil der Wasserablauf beeinträchtigt wird.
    Im Winter wird es mit dem Schneeschieber schwieriger, die Fläche aus bruchrauhen Steinen freizuschieben.

    Option: 2 Streifen aus Naturstein (z.B. Wasserbausteine o.ä.) mit leicht konkaver Oberfläche als Fahrstreifen, den Rest mit Betonsteinpflaster, Kleinpflaster, Klinker o.ä.. Dann fallen auch die Setzungen weniger auf, die entstehen können wenn immer wieder in der selben Spur gefahren wird. Gefälle muss dann in Fahrtrichtung verlaufen.

    Hinweise zum Aufbau von Pflasterflächen findet man u.a. in der Broschüre "Pflasterdecken regelgerecht herstellen", in der "RStO" und auch in den Katalogen der Betonsteinpflaster-Hersteller.

    Gruß
    Holger
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  16. #14
    wasweissich
    Gast
    Polygon in einer anständigen stärke und richtig eingebaut ist durchaus für eine einfahrt geeignet .

    Nicht 2cm spielzeug und nicht auf 10cm betonelend

    Klinker ist auch was ganz feines .....
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