Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1

    Registriert seit
    09.2014
    Ort
    Frankfurt am Main
    Beruf
    Analyst
    Beiträge
    3

    Komischer Sockel im Untergeschoss

    Hallo,

    als Laie habe ich hier eine wahrscheinlich seltsam anmutende Frage:

    Wir haben ein Haus gekauft, das im Jahr 1990 fertiggestellt wurde. Im Kellergeschoss befinden sich neben dem Heizungsraum und der Waschküche zwei schöne, zu Wohnzwecken ausgebaute Räume mit Fenstern (also nicht nur Oberlichter). Diese Wohnräume sowie der Flur wurden beim Bau ganzflächig (ca. 60 qm) gegenüber dem Waschkeller und dem Heizungsraum durch einen Sockel um ca. 10 angehoben, um (laut Aussage der Vorbesitzerin) einen Überlauf- oder Überschwemmungsschutz gegenüber dem Waschkeller zu bewerkstelligen.

    Der Bodenaufbau im Untergeschoss stellt sich meiner Vermutung nach wie folgt dar:
    Im Waschkeller/Heizungsraum: Bodenplatte, ggf. eine Dampfsperre (unklar), Estrich, Fliesen.
    In den UG-Wohnräumen/Flur: Bodenplatte, ggf. eine Dampfsperre (unklar), besagter Sockel ggf. auf Estrich (unklar), Trittschalldämmung, Bodenbelag (Laminat)
    Der Niveauunterschied des Flurs gegenüber dem Waschkeller beträgt ca. 10 cm.

    Meine Frage: Kann mir jemand sagen, wie ein solcher Sockel im Jahr 1990 wohl hergestellt worden sein kann? Hat irgendjemand Erfahrung mit einem solchen Bodenaufbau im Untergeschoss oder kann mir sagen, wie man 1990 wohl vorgegangen wäre, wenn man einen solchen Sockel hätte herstellen wollen? Ist ein solcher Sockelaufbau ggf. in der Schweiz üblich?

    Meine Befürchtung ist, dass der Sockel massiv aus Beton (Aufbeton? Estrich?) aufgegossen wurde, um den Überlaufschutz herzustellen. Ist das plausibel? Oder hätte man so etwas damals anders gemacht?

    Meine Hoffnung wäre, dass man unter diesem Sockel zumindst eine Dämmschicht angebracht hat. Ist das plausibel? Das Haus weist immerhin eine Außendämmung von damals wohl fortschrittlichen 5-6 cm Styropur auf.

    Ich weiß, dass Ferndiagnosen nicht möglich sind. Leider können wir den Boden nicht anbohren, um nachzusehen, da wir das Haus erst gegen Jahresende übernehmen. Die Eigentümerin weiß leider auch nicht, wie der Bodenaufbau erfolgte. So sehr ich den Überlaufschutz schätze, der Sockel reduziert die Raumhöhe und eine Wärmedämmung nach unten würde diese leider nochmals deutlich reduzieren. Wir überlegen, den Sockel trotz großer Mühen herauszuholen, daher wäre eine Einschätzung eines werten Forumsmitglieds sehr wertvoll für uns.

    Besten Dank im voraus!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Komischer Sockel im Untergeschoss

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    11.2010
    Ort
    Dkb
    Beruf
    thermische Bauphysik
    Benutzertitelzusatz
    Formularausfüller
    Beiträge
    3,722
    alles ist möglich, auch massiver Beton und darauf ein schwimmender Estrich.
    Darum wird nur eine Bauteilöffnung Erkenntnise bringen.

    Aber was hat das mit der Schweiz zu tun?

    Gibt es denn realistische Gefahr von Überflutung?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2014
    Ort
    Frankfurt am Main
    Beruf
    Analyst
    Beiträge
    3
    Hallo Herr Fischer,

    besten Dank für Ihre Antwort!

    Ja, uns ist schon klar, dass man erst durch eine Öffnung sagen kann, wie gebaut wurde. Andererseits möchten wir versuchen, frühezeitig zu planen und je besser wir die Gegebenheiten einschätzen können, desto besser.

    Überschwemmungsgefahr sollte in dem Gebiet meines Wissens keine Rolle spielen, in der Waschküche steht lediglich eine Waschmaschine, es gibt auch einen Abfluss in der Raummitte. Als Laie ist mir nicht klar, warum man den Rest des Geschosses so "massiv" über eine Schwelle angehoben hat. Daher meine Frage, ob so etwas vielleicht üblich ist, und falls ja, wie man eine solche Schwelle aufbauen würde (die ursprünglichen Bauherren kamen aus der Schweiz, vielleicht ist dort so etwas üblich, daher die Frage). Gesehen habe ich das bei vielen Hausbesichtigungen noch nie, zumindest ist es mir nie aufgefallen. Anhand der Baupläne konnten wir sehen, dass es sich dabei wohl um einen nachträglichen Änderungswunsch der Bauherren gehandelt hat (zumindest scheint das so eingezeichnet zu sein).

    Kann man denn auf eine Bodenplatte nochmals gut 10 cm Beton oder Estrich aufschütten oder gibt es da bauseitige Grenzen? Würde ein Architekt so etwas machen (nun ja, offensichtlich hat das einer getan...)? Hätte man 1990 bereits an eine Dämmung der Bodenplatte gedacht, wie man das wohl heute tun würde, oder hat das damals keine Rolle gespielt?

    Nochmals danke für Ihre Antwort, ich weiß, eine definitive Antwort werden wir erst später bekommen können...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    11.2010
    Ort
    Dkb
    Beruf
    thermische Bauphysik
    Benutzertitelzusatz
    Formularausfüller
    Beiträge
    3,722
    1990 hat man schon gedämmt, wenngleich nicht so viel wie heute.

    War der Keller denn 1990 schon als Wohnung geplant?
    Wenn ja, wird vermutlich eine Dämmung drin liegen. Nur wissen wir nicht wo (also auf der BoPla oder weiter oben im Sockel).

    Ein Fachmann wird durch Hüpfen (keine weichfedernden Schuhe) auf dem Boden eine Tendenz erkennen können, ob da eine Dämmung sein könnte... Ein ungedämmter Boden ist einfach härter... Zumindest wird dies aussagekräftiger sein als eine Vermutung hier aus dem Forum...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Ich glaube nicht an eine Dämmung unterhalb des Sockels. Das ergibt für mich keinen Sinn. Wenn der Rest nicht gedämmt ist, warum sollte dann ausgerechnet unter diesem Sockel eine Dämmung liegen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen