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Dachfenster Laibung unten senkrecht, oben waagerecht -> Norm, aRdT ???

Diskutiere Dachfenster Laibung unten senkrecht, oben waagerecht -> Norm, aRdT ??? im Forum Fenster/Türen auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Dachfenster Laibung unten senkrecht, oben waagerecht -> Norm, aRdT ???

    Hallo Forum,
    mein Reihenhäuschen steht kurz vor der Abnahme. Wir haben unter anderem den Mängelpunkt Dachflächenfenster Einbau. Diese wurden im DG so eingebaut, das kein senkrechter Sturz erstellt werden kann. Mein SV hat dies in einem Vorab-Mängelbericht bereits aufgezeigt und auch auf das Merkblatt "Einbauteile bei Dachdeckungen" aus dem "Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerk" verwiesen.

    Dort steht ...."Anschlüsse müssen bei der Planung festgelegt. Der Anschluss am Sturz soll waagerecht und an der Brüstung senkrecht erfolgen."

    Unsere Bauträger Bauleitung will diesen Punkt nicht anerkennen und sich immer heraus reden, das gibt noch einen Kampf . Die Bauleitung sagt, dieses würde in keiner Norm stehen und wäre zb. ein Sonderwunsch, man hat vorher nicht darüber geredet...bla bla bla. Auch die mir vor Baubeginn ausgelieferten Zeichnungen wäre in diesem Punkt nicht bindend da nichts von DG-Fenster Laibung drin steht (Maßangabe an diesem Punkt fehlt). Obwohl in der zeichnung der Balken visuell erkennbar tiefer liegt redet sich die Bauleitung immer heraus. Der DG-Ausbau wird später von uns in Eigenleistung erstellt (Konterlattung/Beplankung).

    Habt ihr ggf. noch Argumentations Tipps, kann ich auf Änderung bestehen, wer hat Recht? Denn Recht haben ist noch nicht gleich Recht bekommen. Gestern hat unser SV ihr noch einmal den Auszug aus dem Regelwerk per Mail zukommen lassen da sie darum gebeten hat wo dieses stehen würde.
    Das Verb "soll" im Regelwerk heißt ja auch noch nicht "muss"...., dazu hab ich den Artikel gefunden
    http://www.woebken-dachtechnik.de/wp...-3-Woebken.pdf

    das erste Bild zeigt eine fertige Laibung beim Nachbarn, dieser hat den DG Ausbau mit gekauft. Eine Änderung der Fensterlaibung ist, nach Rücksprache mit einem Dachdecker, wohl möglich.

    Eure konstruktive Meinung, Tipps...
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  2. Dachfenster Laibung unten senkrecht, oben waagerecht -> Norm, aRdT ???

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Moin,

    idealerweise stellt man die Innenverkleidung unten senkrecht und oben waagrecht aus, um den größtmöglichen Lichteinfall zu haben. Wichtiger ist aber noch die Luftströmungswalze, die bei einer unten senkrechten Ausführung den kompletten unteren Teil der Scheibe umspült und somit Kondenswasserbildung minimiert/verhindert. Im oberen Bereich wird es noch funtionieren, aber unten muß der Wechsel versetzt werden. Es stimmt, dass in den Fachregeln soll steht und damit kein muß bedeutet, jedoch weißen die Dachfensterhersteller in den Einbauanleitungen auf den senkrechten/waagrechten Einbau der Innenfutter hin. Gerade bei Holzfenster wird der untere Teil des Flügels schnell durch entstehendes Kondeswasser unansehlich.
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  4. #3

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    Auf dem Foto sieht es so aus, als würde kein Heizkörper unter das Fenster kommen?

    Dann wäre das Hauptargument für eine senkrechte Laibung schon verpufft.
    Der luftstromtechnische Unterschied zwischen einer senkrechten und einer leicht von der Senkrechten abweichenden Laibung dürfte sich in der Praxis kaum darstellen lassen.
    Wenn Ihr nicht ganz akribisch heizt und lüftet und dabei immer die Fensterecken der DFF im Auge behaltet, faulen die Holzrahmen so oder so in ein paar Jahren weg.

    Die Formulierung der Dachdeckerregeln lese ich mehr als Empfehlung ("Soll" bedeutet für mich: Es wäre gut wenn Ihr es so ausführen würdet, es geht aber auch anders). Diese Regel beruht auf der früher üblichen Anordnung von hochtemperaturigen Heizkörper unter dem Fenster. Der stark erhitzte Konvektionsstrom sollte am Fenster vorbeistreichen, dieses über den Taupunkt erwärmen und die Luftfeuchte im gasförmigen Zustand halten.

    Da steckt eine Menge Wunschdenken drin, denn nachts haben die Leute in ihren Schlafzimmern ohnehin den Heizkörper abgedreht und da streicht dann nichts, zumindest keine warme trockene Luft am Fenster...


    PS: scheinbar doch Heizkörper? Hatte mir das letzte Bild noch nicht angesehen.
    Ändert aber nichts an dem Obengesagten. In meiner Berufspraxis habe ich genausoviele verfaulte Fenster mit senkrechter, waagerechter und schräger Laibung angetroffen.
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  5. #4
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    Ja, so sieht es aus. Der eine SV sagt so, der andere so,....früher damals heute sind Begriffe die alle immer wieder verwenden, ich als Laie stehe dann da und zuck mit den Schultern und höre nun auf mein Bauchgefühl.
    Ich werde dies dann jetzt so lassen und in 10-15 Jahren *lach* hier noch mal schreiben, ist wohl auch besser als wenn die Handwerker jetzt alles wieder auseinander ruppen würden und hinterher nur noch mehr Chaos hinterlassen. Ich werde die Fenster immer schön säubern und auch alle paar Jahre nach Bedarf streichen, und ggf. in 10-15 Jahre Kunstofffenster einsetzen wenns erforderlich sein wird.

    Ein Gerichtsverfahren möchte ich auch unbedingt vermeiden....
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  6. #5

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    Das soll bezieht sich darauf, dass es nicht immer möglich ist. Was in den ziemlich vielen Fällen im Bestandsbau der Fall sein dürfte. Die Argumente ziehen meiner Meinung nach aber nicht bei einem Neubau. Schon garnicht, wenn hier Planungsfehler und Unwissenheit verschleiert werden soll.

    Wäre in den Fachregeln es explizit als MUSS ausgewiesen und damit als starre Regel. Dürfte der Einbau eines DFF im Bestandbau höhere Kosten verursachen als es über den Nutzen eines DFF wieder reingeholt werden. Es kann ja nicht Sinn sein. Das eine Regelung derart starr ist, dass man hier von unwirtschaftlichkeit sprechen muss.

    Die flexibele Auslegung jetzt dazu benutzen, um sich aus der Affäre zu ziehen ist mehr als billig... Schon allein aus dem Grund würde ich dem Unternehmer auf die Füße treten wollen. Gleiches zieht sich bei der Verarbeitung weiter. Anstatt die Anschlussschürzen des Herstellers zu benutzen um eine sichere Luftdichtigkeit herzustellen, wird hier mit Klebebändern rumgemurkst.

    Ich kann deine Unzufriedenheit verstehen. Eine starre Auslegung dazu wirst du aber nicht finden. Nichts, was ihn ohne die weiteren Schritte dazu bewegt es abzuändern. Hier wird wohl am Ende einfach ausgesessen.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Das soll bezieht sich darauf, dass es nicht immer möglich ist. Was in den ziemlich vielen Fällen im Bestandsbau der Fall sein dürfte. Die Argumente ziehen meiner Meinung nach aber nicht bei einem Neubau. Schon garnicht, wenn hier Planungsfehler und Unwissenheit verschleiert werden soll.
    Und das erkläre mal einem Bauleiter. Ich habe jetzt zwei SV`s gehabt, der eine sagt ist schon "OK", der andere sagt "geht gar nicht". Beide SV´s machen für mich aber einen kompetenten Eindruck.
    Ich habe jetzt andere Bauherren gefragt, bin mal vorbei gefahren, die auch mit den Bauträger gebaut haben (2012), dort wurde auch im rechten Winkel gebaut. Probleme mit Feuchtigkeit und Tauwasser an den Scheiben bei den baugleichen Häusern haben sie noch nicht gehabt.

    Ich lass das jetzt so bevor alles wieder vermurkst wird. Haus ist nu abgenommen :-)
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  8. #7

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    Ich würde es auch so lassen, zumal diese Art Brüstungsausbildung wahrscheinlich zigtausende Mal jährlich so hergestellt wird.

    Bei einer senkrechten Brüstung treibst Du m.E. den Teufel mit dem Beelzebub aus. Die Luft zirkuliert etwas besser, dafür fehlt Dämmung.
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  9. #8

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    Dazu habe ich auch eine Frage,
    bei einem Normalen Fenster kann die Luft ja auch nicht (wegen Festerbrett) über die ganze Scheibe " streichen " oder seh ich das falsch ?
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  10. #9

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    bei einem Normalen Fenster kann die Luft ja auch nicht (wegen Festerbrett) über die ganze Scheibe " streichen "
    Dann ist das Fensterbrett zu tief bzw. breit.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Avatar von sniper
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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Bei einer senkrechten Brüstung treibst Du m.E. den Teufel mit dem Beelzebub aus. Die Luft zirkuliert etwas besser, dafür fehlt Dämmung.
    genau meine meinung ,seit jahren schon ,mittlerweile haben die hersteller es verstanden ihre produkte den erhöhten anforderungen anzupassen ,soll heißen rahmen und gläser dämmen besser ,also werde ich mir doch nicht um das dff herum eine wärmebrücke basteln wollen
    Geändert von sniper (08.10.2014 um 18:42 Uhr) Grund: ...
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  13. #11

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    Zitat Zitat von Larissa Beitrag anzeigen
    Dazu habe ich auch eine Frage,
    bei einem Normalen Fenster kann die Luft ja auch nicht (wegen Festerbrett) über die ganze Scheibe " streichen " oder seh ich das falsch ?
    Ein Fassadenfenster steht im Normalfall nicht zum Nachthimmel. Wäre Punkt 1. Punkt 2 ist wohl die geometrische andere Lage. Auch Fassadenfenster nehmen über längere Zeit Schaden, wenn Tauwasser entsprechend ausfällt.

    Man nehme mal einen Bau aus den 70igern, massive Steinfensterbank, falsches Lüften und du hast ruck zuck Wasser an den Scheiben.

    Es mag sein, dass mit immer besser werdener Verglasung und Rahmen das Problem weitaus unkritischer wird und es mag auch sein, dass es genügend Wohnraum gibt der garnicht so feucht ist, dass hier schadhafte Mengen an Kondenswasser ausfallen. Weil die Bewohner richtig und sinnvoll lüften.

    Ich als Verarbeiter kann das aber nicht wissen, ich als Verarbeiter vergebe Gewährleistung. Die Gewährleistung hängt im Zusammenhang mit dem Umgang der verbauten Produkte. Bin ich, als Verarbeiter, später auf den Hersteller angewiesen, dann ist es ratsam und sinnvoll die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers einzuhalten. Um mir unnötigen Stress von den Hacken zu halten.

    Wer von den DFF Besitzern mit Holzausführung geht alle 2 Jahre an die Fenster bei? Empfehlung vom Hersteller liegen allen DFF bei. Ein gewartetes DFF habe ich aber noch nicht gesehen!

    Das fehlen der Dämmung hab ich noch nicht recht begriffen. Bin ich wohl zu dumm für...
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