Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 28

Allgemeine Frage zu HOAI-Honorar

Diskutiere Allgemeine Frage zu HOAI-Honorar im Forum Bauen mit Architekten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    09.2014
    Ort
    Essen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    59

    Allgemeine Frage zu HOAI-Honorar

    Nur zum Verständnis. Kein Neid. Ich gönne euch euren Porsche und eure junge Freundin, bevor hier schlechte Stimmung aufkommt oder so

    Wenn ein EFH ca 300.000 kostet, stehen dem Architekten ja +/- 30.000 Honorar zu.
    Ist man mit einem Haus wirklich dann ca. 2-3 Monate vollbeschäftigt?

    Ich frage mich halt, wie leitetet der Gesetzgeber die Honoraransprüche ab, die in der HOAI festgehalten werden. Wo kann man deren Herleitung/Begründung sehen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Allgemeine Frage zu HOAI-Honorar

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    stimmt nicht ganz: in zone IIIu sind´s knapp 40k + mwst ..



















































    oben stand noch was .. aber ich hol lieber chips ..
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    03.2012
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Dipl.Kffr.
    Beiträge
    633
    Überleg doch mal die ganze Bauphase hindurch was du den Architekten beschäftigst. Das sind ja nicht 2-3 Monate sondern eher sagen wir 8. Die ist er sicher nicht ausschließlich mit deinem Haus beschäftigt, aber von einem Honorar kann ja auch keiner satt werden. Was schafft so ein Architekt realistischerweise im Jahr? 3-4 EfH? Mehr dürfte schon schwierig werden. Das ganze als Freiberufler, also nix Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung usw. Klar sind Kosten absetzbar, müssen aber auch bezahlt werden. Von den Akademikergehältern sind EfH Architekten bestimmt nicht ganz oben dabei, auch wenn sie sicher bei vernünftiger Auftragslage(!) nicht am Hungertuch nagen.
    Ich hab das auch mal hochgerechnet bei unseren Archis, da sieht man ja auch was die noch so für Baustellen haben und kann sich denken was da so größenordnungstechnisch die Baukosten sind. Die sind auch ganz gut beschäftigt. Ergebnis war das Honorar war aus meiner Sicht angemessen und ich bleibe glücklich und zufrieden in meinem warm+trocken Angestelltendasein
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Ich gönne euch euren Porsche und eure junge Freundin
    Ich: verheiratet, 2 Kinder, VW Caddy

    Ist man mit einem Haus wirklich dann ca. 2-3 Monate vollbeschäftigt?
    Eine planung (also Entwürfe, Bauantrag, Werkplanung, Ausschreibung) und die sich daran sanschließende Bauleitung dauert insgesamt -je nach Schwierigkeit und Engagegement- ca. 12 - 18 Monate. In einem jahr kann man m.E. 3 komplette Häuser betreuen, sind DH im Spiel geht sicher etwas mehr (bei weniger Honorar je Haus). Also: 3 x 30.000 (wobei man die MwSt. wohl nicht wird behalten dürfen) abzgl. eigener Kosten (Büro/ Auto/ Versicherungen/...) ergibt das Honorar / Jahr.

    Wer als Einzelkämpfer am Ende wirklich mehr als 50.000 hat, ist m.E. sehr gut!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    JamesTKirk
    Gast
    Deine Frage verstehe ich unter dem Hintergrund nicht, da Du ja Kaufmann zu sein scheinst ...

    Ein Architekt / Ingenieur hat doch weit mehr Kosten als nur sich selber. Fahrzeug(e), Büromiete, Haftpflicht - Versicherungen, Angestellte, EDV-Hard- und Software, Telefon etc. pp. Das muss doch irgendwie bezahlt werden, oder nicht ??

    Ein IPhone kostet 173 Dollar in der Herstellung, wird hierzulande für aktuell 799 € verkauft. Wie werden diese Ansprüche abgeleitet ?? Jeder Depp rennt mit so einem Teil in der Tasche rum. Haste mal bei Apple nachgefragt ????
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    01.2010
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt, Sachverständiger f. Schäden an Gebäuden
    Beiträge
    5,300
    Zitat Zitat von Yamaki Beitrag anzeigen
    Wenn ein EFH ca 300.000 kostet, stehen dem Architekten ja +/- 30.000 Honorar zu.
    Ist man mit einem Haus wirklich dann ca. 2-3 Monate vollbeschäftigt?
    Wenn dich das EFH 300.000 € kostet, sind die anrechenbaren Kosten knapp 20 % niedriger, das Honorar aber trotzdem bei mittlerer Honorarzone (brutto!) etwas höher.

    Ja, ein EFH kostet über alle Leistungsphasen allemal 300 - 500 Arbeitsstunden. Und die auskömmlichen Stundensätze liegen je nach Bürostruktur bei rd. 100 € inkl. Mwst. für den Endkunden. Und da ist die Haftpflichtprämie schon eingerechnet!

    [Nebenbei: Ich gönne Dir ja auch Deinen Benz, die kosmetischen OPs für Deine Frau und Dich, auch die Rolex, aber was tust Du als Kaufmann eigentlich für Deine satte Handelsspanne?]
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    03.2012
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Dipl.Kffr.
    Beiträge
    633
    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Ich: 2 Kinder
    Du kannst Dir KINDER leisten?! Und dann gleich 2?! Bah, Großverdiener
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    Ja...wer kann, der kann....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Magdeburg
    Beruf
    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
    Beiträge
    2,216
    Die HOAI-Mindestsätze, die kein Architekt unterschreiten darf, sind letztlich auch eine Maßnahme zur Bausicherheit. Pfusch soll vermieden werden. Alles soll ordentlich geplant und überwacht werden. Das geht nur über die Festsetzung wirklich „auskömmlicher“ Preise.

    Der Gesetzgeber ist überzeugt davon, dass dann, wenn es diese Mindestsätze nicht gäbe, ein Preiskampf einsetzt, bei dem stets nur der Architekt den Zuschlag bekommt, der seine Leistung am billigsten anbietet. Für den wären diese Dumpingpreise aber nur dann realisierbar, wenn er an allen Ecken spart, keine ordentliche Planung liefert und höchstens nur alle 2 Wochen mal auf dem Bau vorbei schaut.

    Ob diese Überzeugung richtig wäre, lasse ich mal dahingestellt.

    Ach ja, der Gesetzgeber selbst verdient (ungewollt; zumindest ist das kein Beweggrund für die Mindestsätze) daran natürlich auch kräftig mit, über die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer. Darf man nicht vergessen. Von den Zahlen, die du auf deiner Rechnung siehst, bleibt dem Architekten nicht so viel, wie du vielleicht glaubst. Das klingt hier in den Beiträgen der Architekten bereits an.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    01.2010
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt, Sachverständiger f. Schäden an Gebäuden
    Beiträge
    5,300
    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Ja...wer kann, der kann....
    Caddy, 2 Kinder... boah, Du machst bestimmt 6 EFH / Jahr und die Freundin verschweigst Du jetzt nur!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2014
    Ort
    Essen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    59
    ja gut... aber den vw caddy dann auch nur um den Bootshänger + Equipment zu fahren
    ok danke. das sind doch schon passable Infos. wie gesagt, von mir aus kann jeder reich sein oder werden, solange ich auch reich bin

    gerade weil ich ja Kaufmann bin, finde ich die Herleitung doch interessant. da wird in die liste geguckt und schon steht der preis. dass ist für den Kaufmann doch eher ungewöhnlich da der Architekt auch seine private krankenkasse und rente bezahloen muss etc pp. ist doch klar.

    ist doch völlig klar, dass man als studierter (wegen längerer Ausbildung) selbstständiger mindestens mit 120.000 brutto nach hause gehen sollte im jahr damit sich das ganze Risiko etc lohnt. wenn das jahr also ca. 2000 Arbeitsstunden hat, ein Haus 300-500 Stunden in Anspruch nimmt.. dann passt das doch und die Honorare wären dann ja durchaus realistisch

    wie gesagt.. mir geht es nur um nachvollziehbarkeit, weil ich derzeit in verhandlungen stehe.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Dipl.Ing.
    Beiträge
    11,181
    ...logo...Gattin liest mit.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2014
    Ort
    Essen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    59
    ok ralf, das habe ich auch gelesen. wobei das natürlich meines Erachtens quatsch ist. das schwarze schaf pfuscht trotzdem, macht dann nur doppelt soviele häuser im jahr wie der anständige Architekt.

    kennt ihr solche Architekten? wie identifiziert man diese ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    01.2010
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt, Sachverständiger f. Schäden an Gebäuden
    Beiträge
    5,300
    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Ach ja, der Gesetzgeber selbst verdient (ungewollt; zumindest ist das kein Beweggrund für die Mindestsätze) daran natürlich auch kräftig mit, über die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer. Darf man nicht vergessen.
    Das ist richtig. Aber nicht zu Vergessen: Der Gesetzgeber selbst (Bund und über den Bundesrat auch die Länder) ist ein großer Auftraggeber von Planungsleistungen, ebenso die Kommunen. Bei Novellierungen der HOAI steht deshalb immer die Frage: "Wieviel kostet dies die öffentliche Hand?" sehr weit oben. Und in der öffentlich geführten Debatte um die letzte HOAI-Novelle waren eine sehr umfangreiche Untersuchung erforderlich, um die deutlich zu niedrige Honorierung in den untersten Honorarstufen zu belegen und diese wieder auf ein auskömmliches Niveau zu heben. Allerdings wurden quasi im Gegenzug die Umbauzuschläge deutlich reduziert. Dazu gibt es diverse Veröffentlichungen und auch die amtliche Begründung ist interessant.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    Zitat Zitat von Yamaki Beitrag anzeigen
    .. ist doch völlig klar, dass man als studierter (wegen längerer Ausbildung) selbstständiger mindestens mit 120.000 brutto nach hause gehen sollte im jahr..
    schön wär´s
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen