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Ab welchem Temperaturunterschied Gefahr von Schimmel bei ungedämmter Ständerwand?

Diskutiere Ab welchem Temperaturunterschied Gefahr von Schimmel bei ungedämmter Ständerwand? im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ab welchem Temperaturunterschied Gefahr von Schimmel bei ungedämmter Ständerwand?

    Hallo Experten & CO.,
    mir platzt mittlerweile der Kopf von Taupunkt, Schimmel, Glaser etc.
    Es ist geplant, eine Ständerwand mit GK beplankt vor einer Zimmerwand zu installieren. Auf der anderen Seite der schätzungsweise 70 cm starken (ehemaligen Außen-)Wand befindet sich der (seit letzter Woche beheizte) Heiz- und Hobbyraum.
    Grund der Ständerwand ist das für mich schwer kalkulierbare Mischmauerwerk aus rotem Sandstein, herkömmlichen Ziegeln anno 1945 und aufgeklebten Dachziegeln. Mangelnden Einfallsreichtum bei der Wahl der Baustoffe kann man dem einstigen Bauherrn zumindest nicht vorwerfen. Nachdem ich keine wirklich klaren Aussagen oder gar Garantien für einen dauerhaft haftenden Putz besonders auf dem Sandsteinanteil habe bekommen können... meine Mauernutfräse seltsamerweise auch am Sandstein gescheitert ist... habe ich mich für die Trockenbauvariante entschieden. So richtig glücklich bin ich damit nicht... es erschien mir aber besser als sich ggf. in Schalen lösenden Putz in ein paar Jahren.
    Ich würde jetzt Dämmung lediglich der besseren Akustik wegen einbauen wollen. Im Heiz-/Hobbyraum werden sicher auch im Winter nie unter 15°C herrschen. Im Wohnbereich geplant 20°C. Kann ich in diesem Fall, bei diesem geringen Temperaturunterschied auf eine Dampfsperre verzichten? Wenn ich die Dämmung komplett wegließe, würde sich die Dampfsperre ja wohl ohnehin erübrigen? Oder?


    P.S. "Frag den Planer" hilft mir an dieser Stelle nicht weiter.
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  2. Ab welchem Temperaturunterschied Gefahr von Schimmel bei ungedämmter Ständerwand?

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  3. #2

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    Schon mal an Stucanet, Rippenstreckmatall & Co gedacht?
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  4. #3

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    bleib bei 'dem homogenen' aufbau. google nach den rippenstreckmetallen.
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  5. #4
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    Danke für die Antworten. Daran hatte ich auch schon gedacht. Zu meiner Zeit nannte man das noch "Putzdraht". Ich befürchte, daß der Putz dann vielleicht nicht in Stücken abfällt, sich nach dem Lösen vom Sandstein aber dann stellenweise hohl anhört.
    Grundsätzlich empfinde ich es schon als sehr ärgerlich und ich bin alles andere als glücklich mit der Variante, schöne, dicke Wände hinter Trockenbau zu verstecken. Habe aber keine Lust auf Experimente, um dann in wenigen Jahren doch wieder GK auf losen Putz zu dübeln. Die Ständer stehen ja auch schon (eine Ausrede für mein Seelenheil).
    Also, Danke für die Antworten. Würde aber dennoch meine Fragen beantwortet bekommen. Vielleicht schlafe ich auch noch 2 Nächte drüber und versuche es doch mit Streckmetall und Verputzen. Im schlimmsten Fall kann ich irgendwann ja trocken verschalen, wenn es zu Problemen kommt.
    Jetzt stellen sich mehr Fragen als Fragen beantwortet wurden. Danke! ;-)
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  6. #5

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    Vergiß das mit dem Trockenbau.
    @rolf aib hat Dir schon das richtige gesagt.

    Gruß Helge 2
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  7. #6

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    vielleicht auch einen Leicht- oder Dämmputz in größeren Schichtstärken drüber?

    Zur Feuchte und Diffusion:
    Ist die Wand im Bestand trocken?

    wenn ja, müsste man es mal mit Glaser überschlagen, es kommt auch auf die Dämmstärke und (noch wichtiger) auf die Raumtemperaturen auf der Kaltseite an. Aber wahrscheinlich wird sich kein Tauwasserrisiko einstellen. Wie auch? Wenn wir üblicherweise bei Normrandklima die Vermeidung kleinster Temperaturen von 12,6°C (Kriterium aus der DIN 4108-2) ansetzen, wird sich - egal wie stark gedämmt wird - in einem Querschnitt mit +15°C links und +20°C rechts diese Bedingung niemals erreichen lassen. Also könnte sich nichtmal bei vollständiger Dampfoffenheit kein Tauwasserrisiko einstellen...

    Ich habe bei mir im Haus auch eine "innen" gedämmte Wand zwischen Treppenhaus und Keller ohne Dampfsperre: GK innen, dann UK mit Flachsdämmung, Hlz-Ziegelwand, Putz und unbeheizter Kellerraum mit im kühlsten Fall 10-12°C.
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  8. #7

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    Bei mir im Haus gibt es zahlreich solches Mischmauerwerk (allerdings oft einige 100 J. alt).
    Probleme mit dem neuen Putz gab es bisher nie (und das trotz teilweise enorm schwankender Putzdicken).
    Mir scheint, das Problem stellt ehr Deine Mauernutfräse dar...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    wird sich - egal wie stark gedämmt wird - in einem Querschnitt mit +15°C links und +20°C rechts diese Bedingung niemals erreichen lassen. Also könnte sich nichtmal bei vollständiger Dampfoffenheit kein Tauwasserrisiko einstellen...
    Das war auch mein erster Gedanke. Wozu hier eine Dampfsperre?
    So lange es nicht an irgendwelchen Kanten/Ecken (Wärmebrücken) problematisch werden könnte, wüsste ich jetzt nicht warum man hier eine Dampfsperre vorsehen sollte. Selbst wenn im Heizraum die Temperatur mal unter die 15°C fallen sollte, wird die Wand noch lange nicht absaufen. Übermäßiger Feuchteeintrag (Badezimmer o.ä.) ist hier wohl auch nicht zu erwarten.

    Verputzen wäre wohl die einfachste Lösung gewesen.....vielleicht zu einfach. Dann halt Trockenbau. Dämmung hat hier bestenfalls schalldämmende Wirkung.
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  11. #9
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    Hallo Experten,

    ich werde diesen Raum wohl tatsächlich mit der Trockenbaulösung beenden. In den restlichen 3 Räumen des Erdgeschosses herrschen die gleichen Bedingungen und dort werde ich dann sehen, ob ich es tatsächlich von Beginn an ganz klassisch mit Putz versuche.
    Das Haus ist ja ansonsten von außen ungedämmt und ich hatte auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Für einen EnEV-Haus-Besitzer/Bewohner ist es sicher schwer vorstellbar, welch angenehmes Klima man sommers wie winters einfach nur mit entsprechend dicken Außenmauern man haben kann.
    Ich werde einfach damit leben müssen, daß irgendwann eine der angewandten Techniken versagt. Der Putz sich löst oder der Wandaufbau unter dem Feuchtigkeitseintrag versagt. Dann muß ich eben nochmal ran.
    Ich werde an einem Teil der Ständerwand einfach mal testen, wie sich eine doppelte Beplankung mit und ohne Dämmstoff auf die Akustik auswirkt.

    Nochmal zum Thema "homogener Aufbau". Ich hatte kürzlich den Gedanken, daß eine aufgesprühte Wandbeschichtung aus PU-Schaum doch faktisch einem homogenen Aufbau gleichkommt?! Und mit dieser Annahme suchte ich im Netz nach entsprechenden Anbietern, stieß auf mk-ortschaum und habe die mal angeschrieben:
    Ist eine Innendämmung (hinter einer Trockenbau-Vorsatzschale) an Außenwänden eine mögliche Anwendung? Durch die hohlraumfreie Verbindung mit dem Mauerwerk wäre u.U. sogar der Verzicht auf eine Dampfbremse/-sperre denkbar. In den USA ist so eine Art der Dämmung ja auch im Privatbereich schon lange üblich. Ist das Ganze physiologisch unbedenklich oder müssen Maßnahmen gegen ein späteres "Ausgasen" unternommen werden?

    Die haben aber nicht geantwortet. Ist aber auch erst 3 Wochen her :-(
    Wäre also ein entsprechendes Beschäumen der Wand mit Hinblick auf die Vermeidung eines Feuchteeintrages praktikabel?

    Ich bedanke mich an dieser Stelle mal für die bisher gegebenen Antworten und Anregungen.
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  12. #10

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    Zitat Zitat von webber Beitrag anzeigen
    Das Haus ist ja ansonsten von außen ungedämmt und ich hatte auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Für einen EnEV-Haus-Besitzer/Bewohner ist es sicher schwer vorstellbar, welch angenehmes Klima man sommers wie winters einfach nur mit entsprechend dicken Außenmauern man haben kann.
    ja, das ist wirklich kaum vorstellbar.

    und dann kommst Du mit einer Innendämmung.
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