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  1. #1

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    Wieviel EK aufwenden für Grundstück?

    Hallo,
    wir stehen nun endlich vor dem Kauf eines Baugrundstücks. Es wird ein Gemeindegrundstück sein, welches nach Abschluss der Erschließungsarbeiten ab Ende 2015 bebaut werden kann. Der Kauf des Grunstücks wird allerdings schon dieses Jahr stattfinden. Von daher benötigen wir erstmal nur eine Finanzierung der Grundstückkosten. Für uns stellt sich nun die Frage, wieviel wir von unserem Eigenkapital nun schon aufwenden sollen. Das Ganze vor dem Hintergrund, dass man beim Bau des Hauses ja auch einige Dinge hat, die nicht von der Bank finanziert werden und wir auch so gerne noch ein wenig Spielraum hätten. Nun zu den Fakten:

    Kosten Grundstück: 140000 € + Nebenkosten
    Selbst gesetztes Budget für das Haus (inkl. Grundstück): 450000 €
    Eigenkaptital: 150000 € bar

    Wir haben ein Finanzierungsangebot für ein Darlehen:
    10 Jahre Zinsbindung (ich gehe mal davon aus, dass wir auch nicht viel länger abbezahlen, so dass ich von 15 Jahren absehen würde)
    1,7% eff. Jahreszins
    bei der Tilgung haben wir uns noch nicht entschieden, möglich wären 1 - 5%

    Unsere Idee ist nun, dass wir die Hälfte des EK einsetzen. Damit hätten wir in etwa 75000 € EK und müssten noch 65000 €+ NK finanzieren. Für das spätere Darlehen und die nicht-finanzierbaren Teile hätten wir dann noch die Hälfte des EK (plus die Summe, die wir bis dahin noch ansparen) zur Verfügung.
    Ist das zu konservativ gerechnet und sollten wir aus eurer Erfahrung direkt mehr EK einsetzen?

    Bin gespannt auf eure Meinungen.
    Viele Grüße,
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  2. Wieviel EK aufwenden für Grundstück?

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  3. #2

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    Achte darauf, ob die Konditionen auch bei Darlehensbeträgen < 100T€ Gültigkeit haben.

    Habt Ihr Euch bereits auf eine Bank festgelegt?
    Wenn die Bank das Grundstück finanziert, und somit an erster Rangestelle im Grundbuch eingetragen wird, blockiert sie diesen Rang für andere Banken. Sobald die Hausfinanzierung ansteht könnte das zum Problem werden, weil keine andere Bank da einsteigen möchte, oder sich den Nachrang vergolden lässt. Ihr müsstet dann die Konditionen der Bank die das Grundtück finanziert hat, akzeptieren, egal wie gut/schlecht sie sind. Man gerät damit automatisch in eine schlechte Verhandlungsposition.

    Falls die Hausfinanzierung sowieso in einigen Monaten (max. 1 Jahr) ansteht, wäre zu überlegen, ob man das Grundstück nicht flexibler finanziert, so dass man dann nicht von der Bank abhängig ist.

    Du solltest in meinen Augen weitsichtiger planen. Falls mit der Bank sowieso schon alles geklärt ist, erübrigt sich das natürlich.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Wir haben uns zwar schon "mental" auf eine Bank festgelegt, da wir uns vor ein paar Monaten schon mit dem Thema beschäftigt, aber fix ist mit der Bank noch nichts. Den Punkt mit den <100T € haben wir schon geklärt.
    Allerdings ist die Sache mit dem Grundbucheintrag natürlich zu beachten. An was würdest du denn denken, wenn du von einer flexibleren Finanzierung denkst?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von StefanMA Beitrag anzeigen
    Allerdings ist die Sache mit dem Grundbucheintrag natürlich zu beachten. An was würdest du denn denken, wenn du von einer flexibleren Finanzierung denkst?
    Das hängt von Eurem Zeitplan ab. Wenn ich mal unterstelle, dass gegen Ende 2015 der Bau beginnen soll, also eher Spätjahr als Winter, und die Finanzierung sowieso mit entsprechendem Vorlauf unter Dach und Fach sein sollte, dann sind es ja nur noch ein paar Monate bis das Thema Hausfinanzierung aktuell wird.
    Momentan glaubt wohl niemand daran, dass die Zinsen in den nächsten 6-12 Monaten explodieren werden, ganz im Gegenteil. Momentan ziehen die Amis und die Europäer nicht an einem Strang, so dass eher mit stagnierenden Zinssätzen zu rechnen ist.

    Ein Darlehen mit variablem Zins dürfte aktuell spottbillig zu bekommen sein. Aktuelle Konditionen habe ich jetzt nicht, müsste man halt erfragen. Vielleicht wäre das ein Ansatz den man weiter verfolgen könnte. Nächsten Sommer würden dann alle Darlehen fixiert, egal bei wem.

    Das ist aber nur mal so eine Überlegung. Ob die Bank freiwillig mit so einem Vorschlag rausrückt, das glaube ich eher nicht. Für die ist es besser wenn der Fisch am Haken hängt.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Die Idee mit dem variablen Darlehen werden wir auf jeden Fall prüfen. Ich hatte auch schon an eine Komplettfinanzierung jetzt gedacht. Allerdings muss man dann ja auch die Bereitstellungszinsen beachten. Da wir aber noch nicht genau wissen, wann die Erschließung fertig ist und das auch nicht in unserer Hand liegt, wäre mir das zu unkalkulierbar. Wir rechnen nicht vor Ende 2015/Anfang 2016 mit dem Baubeginn.
    Bzgl. meiner Ursprungsfrage, wieviel EK man jetzt schon einsetzen sollte, wäre ich auch noch um eine Meinung froh
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  7. #6
    feelfree
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    Wieso eigentlich jetzt überhaupt schon irgendwas finanzieren und nicht einfach das gesamte EK einsetzen?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Normalerweise kannst du ja beim Hausbau nicht alles über die Bank finanzieren. Bspw. die Nebenkosten, Einrichtung oder Garten müssen dann aus dem EK gedeckt werden. Dazu kommen vielleicht noch unvorhergesehene Dinge, welche man mit ein wenig EK dann ausgleichen kann. Wir denken da eher pessimistisch und würden uns gerne ein Polster erhalten.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Wieso eigentlich jetzt überhaupt schon irgendwas finanzieren und nicht einfach das gesamte EK einsetzen?
    Hab ich mich auch gefragt?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von StefanMA Beitrag anzeigen
    Wir denken da eher pessimistisch und würden uns gerne ein Polster erhalten.
    Sehe ich auch so. Ich vermute, Eigenkapital bedeutet in der obigen Aufstellung Vermögen, sprich danach sind keine nennenswerten Rücklagen mehr vorhanden. Einen Hausbau sollte man aber niemals angehen ohne Rücklagen und ausreichend Liquidität. Es ist schlichtweg nervig wenn man wegen jeder Kleinigkeit, und davon gibt es beim Hausbau eine ganze Menge, zur Bank rennen muss. Muss an sich dann auch noch Liquidität über Kontokorrent beschaffen, dann wird´s unnötig teuer.

    Ich kenne Eure finanzielle Situation nicht, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es nicht sinnvoll wäre das komplette EK einzusetzen. Ob dann zum aktuellen Zeitpunkt 50T€ oder 100T€ finanziert werden, spielt keine Geige. Die Zinssätze sind sowieso am Boden, und 50T€ weniger finanziert, bedeutet eine Einsparung von ein paar Euro pro Monat, mehr nicht.

    Sollten noch nennenswerte Rücklagen vorhanden sein, und sich bis Ende des kommenden Jahres noch weiter aufbauen, dann wäre die Strategie mit dem Kauf des Grundstücks aus Eigenmitteln eine Überlegung wert.
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  11. #10
    feelfree
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Es ist schlichtweg nervig wenn man wegen jeder Kleinigkeit, und davon gibt es beim Hausbau eine ganze Menge, zur Bank rennen muss.
    Stimmt, aber bevor es an dann wirklich an den Hausbau geht, muss ja sowieso finanziert werden. Bei meiner Bank war es absolut kein Problem, sich mal eben 20k für solche Kleinigkeiten - ohne jede Rechnung - auszahlen zu lassen.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Stimmt, aber bevor es an dann wirklich an den Hausbau geht, muss ja sowieso finanziert werden. Bei meiner Bank war es absolut kein Problem, sich mal eben 20k für solche Kleinigkeiten - ohne jede Rechnung - auszahlen zu lassen.
    Das ist aber nicht der Normalfall sondern eher ungewöhnlich.
    Mein erster Gedanke war auch sofort, flexibel zu finanzieren.
    30-50k würde ich mir als EK zurückhalten.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    ... Bei meiner Bank war es absolut kein Problem, sich mal eben 20k für solche Kleinigkeiten - ohne jede Rechnung - auszahlen zu lassen.
    Ich hatte ja geschrieben, dass ichdie finanzielle Situation des TE nicht kenne, und dementsprechend ist eine Einschätzung sehr schwer. Ich kann auch nicht von meiner Erfahrung mit Banken darauf schließen, wie er mit seiner Bank zusammenarbeiten kann.
    Wenn die Bank einfach so mal 20T€ vom Darlehen frei gibt, besteht auch die Gefahr, dass am Ende des Geldes noch viel Bau übrig ist. Bei seinem Vorhaben geht es um 600T€ mit 150T€ EK, da kann sehr viel "Kleinkram" anfallen.
    Die Baukosten selbst sind wohl auch noch nicht richtig kalkuliert, also gibt es da auch noch Toleranzen die man nicht unterschätzen darf. Über das Einkommen gibt es auch keine Infos, wer weiß, ob es bei den 450T€ nicht eng mit dem Kapitaldienst wird. Da reden wir von grob 1.800,- € pro Monat an Belastung, wer weiß ob da noch Reserve ist. Wenn nein, dann könnte die Bank schon sehr darauf achten, dass das budget nicht zu sehr strapaziert wird.

    Für mich sind das noch zu viele Fragezeichen, als dass ich da eine riskante Strategie empfehlen könnte. Ich würde auf Nummer sicher gehen.
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  14. #13
    Avatar von bruchpilot
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    Ist Mannheim so teuer oder das Grundstück hektargroß, dass es so teuer ist?

    140k nur fürs Grundstück, in Mannheim, finde ich schon ziemlich heftig .....

    Aus`m Bauch heraus würde ich in der Konstellation (vorausgesetzt, das Grdst. ist auch wert, was dafür aufgerufen wird) 100k bar bezahlen und den Rest als "Kleinkredit" finanzieren, die Abzahlung geht dann schnell und es ist zeitnah Euers (als Sicherheit für den Hausbau einsatzbar), andererseits habt Ihr aber noch 40k plus das, was Ihr in einem Jahr noch ansparen könnt, als EK für das Haus, das sollte eigtl. ausreichend sein.....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    feelfree
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Bei seinem Vorhaben geht es um 600T€
    Nö., aber ansonsten hast Du natürlich schon recht, dass da zu viele Fragezeichen drin sind. Ich sag' mal so: Wenn die 150k€ EK in einem überschaubaren Zeitraum erspart wurden (und nicht geerebt oder so), dann sind da bis Anfang 2016 vermutlichauch nochmal 20k€ zusätzliches EK drin. Dann würde ich mir die Freiheit nicht nehmen und erst vor Baubeginn finanzieren.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von bruchpilot Beitrag anzeigen
    Ist Mannheim so teuer oder das Grundstück hektargroß, dass es so teuer ist?

    140k nur fürs Grundstück, in Mannheim, finde ich schon ziemlich heftig .....

    Aus`m Bauch heraus würde ich in der Konstellation (vorausgesetzt, das Grdst. ist auch wert, was dafür aufgerufen wird) 100k bar bezahlen und den Rest als "Kleinkredit" finanzieren, die Abzahlung geht dann schnell und es ist Euers, andererseits habt Ihr aber noch 40k plus das, was Ihr in einem Jahr noch ansparen könnt, als EK für das Haus, das sollte eigtl. ausreichend sein.....
    WENN er die monatlichen Raten schultern kann. Bis Baubeginn ist das wohl kaum machbar, und wenn er die Hausfinanzierung an der Backe hat wohl auch nicht.

    Ich bin ja ein Freund schneller Tilgungen, aber man darf den Bauherren auch nicht überfordern.
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