Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

    Registriert seit
    08.2014
    Ort
    Krefeld
    Beruf
    Industriekauffrau
    Beiträge
    17

    Haus Baujahr 1962 Werteinschätzung

    Hallo,
    wir haben mit einem geprüften Wertermittler über unser Haus Bj 1962 gesprochen. Er hat aufgrund von Daten, Plänen und Bildern eine unverbindliche Einschätzung genannt +- 10-15%, da er das Haus nicht gesehen hat. Es steht im landwirtschaftlichen Aussenbereich eines Dorfes am Niederrhein. Grundstückspreis ist bereits ermittelt und halt wenig wegen des Aussenbereiches.

    Das Haus (2 Etagen, ca. 140m² Wohnfläche, einfachste Bauweise, unterkellert, komplett ungedämmt - Dach, Wasser- und Stromleitungen, 2 Bäder, 1 Küche, Türen und Garagendach müssen mindestens erneuert werden, evtl. noch die Fußböden und im Keller werden Bücher schonmal fleckig, Keller und Dach sind nicht weiter ausbaubar) und die Garagen hat er nach Abzug der anstehenden Instandhaltungsarbeiten/Sanierungskosten auf nur 21.000 Euro geschätzt. Kann das sein? Das kommt mir so utopisch vor wenn ich vor dem Haus stehe.

    MfG
    Simoni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Haus Baujahr 1962 Werteinschätzung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    02.2014
    Ort
    Ludwigsburg
    Beruf
    ITler
    Beiträge
    365

    Haus Baujahr 1962 Werteinschätzung

    Könnte schon passen..das ist ja ne Komplettsanierung...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    kappradl
    Gast
    Hier wird für solche Häuser das 10 fache bezahlt. Derzeit sogar mehr. Der Wert resultiert aber hauptsächlich aus der Lage.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    03.2014
    Ort
    Frankenberg
    Beruf
    Biologin
    Beiträge
    353
    Auch wenn das erst mal hart ist kann das schon hinkommen. Wollt ihr verkaufen, oder wolltet ihr einfach nur mal eure Neugier befriedigen? Dorf am Niederrhein klingt nicht nach gefragter Lage, Außenbereich ist schlecht (gibt es noch einen Betrieb, oder ist das ein reines Wohnhaus?), und der Beschreibung nach wäre abreißen und neu bauen vermutlich wirtschaftlich sinnvoller als sanieren (was aber beides problematisch sein kann wegen Außenbereich). Wenn es also nicht noch irgendwelche "Goddies" gibt dürfte das nicht unbedingt ein Objekt sein, dass wahnsinnig gut zu verkaufen ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Inkognito
    Gast
    Ganz häufig ist es schlussendlich egal, ob das Dach mit der Spitze nach oben oder unten guckt. Nur guckt es nach unten kann man dem Verkäufer glaubhaft machen, dass seine Preisvorstellung utopisch ist.

    Ansonsten heißt das ja nicht, dass das Gebäude dann für den Preis weggeht, den der Wertermittler schätzt. Viel interessanter als die Bestandsqualität ist meistens die Lage des Grundstücks.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  8. #6

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Simoni42 Beitrag anzeigen
    wir haben mit einem geprüften Wertermittler über unser Haus Bj 1962 gesprochen.
    Was darf man unter einem "geprüften Wertermittler" verstehen?

    Zitat Zitat von Simoni42 Beitrag anzeigen
    Er hat aufgrund von Daten, Plänen und Bildern eine unverbindliche Einschätzung genannt +- 10-15%, da er das Haus nicht gesehen hat.
    Stammt der Wertermittler aus der Region? +-10% anhand von Bildern, das ist schon mutig.

    Zitat Zitat von Simoni42 Beitrag anzeigen
    Es steht im landwirtschaftlichen Aussenbereich eines Dorfes am Niederrhein. Grundstückspreis ist bereits ermittelt und halt wenig wegen des Aussenbereiches.
    Aufgrund aktuellem Anlass, man darf davon ausgehen, dass eine Baugenehmigung vorhanden ist? Ansonsten wäre der Wert Null abzüglich Abriss- und Entsorgungskosten.
    (Hintergrund, vor einigen Wochen gingen mehrere Fälle durch die Presse, wo Objekte im Außenbereich verkauft werden sollten, für die keine Baugenehmigung vorlag, und bei denen die Nutzung bisher nur geduldet wurde. Da wurden Fälle genannt bei denen der Abriss angeordnet wurde, und Fälle bei denen den jetzigen Eigentümern die weitere Duldung der Nutzung in Aussicht gestellt wurde, aber nur so lange sie das Objekt noch selbst nutzen können.)

    Zitat Zitat von Simoni42 Beitrag anzeigen
    Das Haus (2 Etagen, ca. 140m² Wohnfläche, einfachste Bauweise, unterkellert, komplett ungedämmt - Dach, Wasser- und Stromleitungen, 2 Bäder, 1 Küche, Türen und Garagendach müssen mindestens erneuert werden, evtl. noch die Fußböden und im Keller werden Bücher schonmal fleckig, Keller und Dach sind nicht weiter ausbaubar) und die Garagen hat er nach Abzug der anstehenden Instandhaltungsarbeiten/Sanierungskosten auf nur 21.000 Euro geschätzt. Kann das sein? Das kommt mir so utopisch vor wenn ich vor dem Haus stehe.
    Utopisch? Vielleicht liegst Du richtig, vielleicht nicht. Deswegen meine Frage nach der "Qualifikation" des Wertermittlers. Den Wert eines Gebäude kann man ohne Besichtigung nur ganz grob einschätzen. Wenn das Haus Bj. 1962 ist und zwischenzeitlich nicht grundlegend saniert wurde, dann hat es seine beste Zeit schon lange hinter sich. Bei solchen Objekten ist der Grundstückswert normalerweise höher als der Gebäudewert, zumindest so lange das Grundstück eine attraktive Lage hat. In Deinem Fall scheint das nicht gegeben, also besteht der Wert des Objekts größtenteils aus dem Gebäude, und das ist schon 52 Jahre alt und anscheinend nicht saniert. Vermutlich wurde selbst die Instandhaltung vernachlässigt (Du schreibst ja selbst was alles erneuert werden müsste).

    Zitat Zitat von Simoni42 Beitrag anzeigen
    ........Kann das sein?..........
    Ja, das kann sein. Ob in Deinem Fall die Wertermittlung plausibel ist, kann man aus der Ferne aber nicht beantworten.

    Achtung ! So eine Wertermittlung bedeutet noch lange nicht, dass dieser Preis am Markt auch erzielt werden kann. Es gibt Objekte, für die aus verschiedenen Gründen mehr als der Verkehrswert bezahlt wird, und Objekte für die bestenfalls ein Bruchteil des Verkehrswerts bezahlt wird. Es wäre also denkbar, dass Du aufgrund der Lage und des Zustands keinen Käufer findest, selbst wenn Du das Haus für die Hälfte des ermittelten Werts "verschenken" würdest. Es wäre aber auch denkbar, dass sich ein Liebhaber findet, der den doppelten Preis auf den Tisch blättert.

    So eine Verkehrswertermittlung versucht den Marktwert bestmöglich abzubilden, aber sie kann nur eine Richtschnur sein. Was letztendlich bei einem Verkauf erzielt wird hängt von weiteren Faktoren ab, die bei der Verkehrswertermittlung nicht oder nur geringfügig berücksichtigt werden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #7
    Stolzenberg
    Gast
    Nur noch zur weiteren Veranschaulichung: Falls eine Baugenehmigung vorliegen sollte und der Wert nicht bei NULL ist, so kann er auch schnell wieder bei nahezu NULL landen. Es reichen die richtigen bauzeittypischen Schadstoff, welche im Rahmen einer Sanierung fachgerecht ausgebaut werden müssen...

    Es nutzt alles nichts. - Ohne jede Ecke eines Objektes gesehen zu haben ist eine Wertermittlung in meinen Augen für die Tonne!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen